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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2023

sorry, konnte mich leider nicht überzeugen

Die Neapolitanische Saga 1: Meine geniale Freundin
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Ich habe den Hype um das Buch von Elena Ferrante, Meine geniale Freundin um 2016 herum nicht mitverfolgt und auch den Roman nicht gelesen. Mit Erscheinen dieses Graphic Novel erhoffte ich mir so einen ...

Ich habe den Hype um das Buch von Elena Ferrante, Meine geniale Freundin um 2016 herum nicht mitverfolgt und auch den Roman nicht gelesen. Mit Erscheinen dieses Graphic Novel erhoffte ich mir so einen Einblick in das Buch.

Dieses Buch im Großformat wartet mit ganzseitigen aquarell artigen Bildern und sehr wenig Text auf. Manche Bilder gehen über eine ganze Doppelseite, andere sind fast komplett schwarz. Der kurze Prolog, die Erzählung Kindheit mit der Geschichte von Don Achille, dieses besondere Band der Freundschaft der unterschiedlichen Mädchen die um 1950 herum in ärmlichen Verhältnissen in Neapel aufwuchsen wird gut dargestellt und man kann sich auch ohne Vorkenntnis ein gutes Bild machen.

Mit Beginn der Jugendjahren hat mich das Buch jedoch sehr verwirrt und ich konnte der Geschichte nicht mehr folgen. Da hat es mir entschieden an Text gefehlt. Somit bin ich mir noch nicht sicher ob ich eines Tages die Romanvorlage lesen werde.

Die Aufmachung des Buches in diesem großen Format eignet sich schon aufgrund der Größe und des Gewichtes nicht um es gemütlich im Sessel zu lesen. Das Buch eignet sich am besten für Fans dieses Romanes.

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Veröffentlicht am 20.06.2023

Ein Loch im Berg

Bergleuchten
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Schon seit Jahren wurden Waren mit Fuhrwerken über den Gotthard Pass transportiert. Der Gedanke an einen Tunnel zwischen dem schweizerischen Göschenen und dem italienischen Aiolo behagt den Fuhrwerkern ...

Schon seit Jahren wurden Waren mit Fuhrwerken über den Gotthard Pass transportiert. Der Gedanke an einen Tunnel zwischen dem schweizerischen Göschenen und dem italienischen Aiolo behagt den Fuhrwerkern gar nicht und doch hat der Bauunternehmer Louis Favre 1872 genau das vor.

Bei den Fuhrunternehmern herrscht Zwiespalt. Wollen sie die Gotthard Bahn unterstützen und das Baumaterial transportieren oder verweigern sie die Zusammenarbeit. Helenes Vater entscheidet sich für die Zusammenarbeit. Helene begleitet gerne ihren Vater und fährt auch gerne selbst. Doch als Frau im 18 Jahrhundert ist das nicht möglich.

Piero, ein Mineur aus Italien sucht sein Glück auf der Tunnelbaustelle. Beim Fuhrwerker Herger findet er ein Zimmer und verliebt sich in Helene. Eine Liebe die nicht sein darf, denn bei den Schweizern herrscht Misstrauen gegenüber den Fremden.

Karin Seemayer gelingt in diesem Buch eine gute Mischung zwischen Liebesroman und historischen Begebenheiten des Tunnelbaues.

Ich hatte das Hörbuch das mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Gesprochen im leichten Dialekt von Sophie Hutter kommt die Geschichte sehr lebendig rüber.

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Veröffentlicht am 06.06.2023

Günter Habicht wird Opa

Lass das mal den Opa machen! (Der Offline-Opa 2)
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Günter Habicht, Berliner Rentner wird das erste Mal Opa. Nachdem der Erzeuger ein Auslandssemester in den USA absolviert, zieht die schwangere Tochter wieder in ihr altes Kinderzimmer. Der Alltag mit einer ...

Günter Habicht, Berliner Rentner wird das erste Mal Opa. Nachdem der Erzeuger ein Auslandssemester in den USA absolviert, zieht die schwangere Tochter wieder in ihr altes Kinderzimmer. Der Alltag mit einer schwangeren Tochter deren Hormone komplett durcheinander sind ist nicht einfach.

Günter Habicht hat auch sonst noch jede Menge um die Ohren, er kontrolliert die Straßen und Plätze in seinem Kiez. Wer weiß ob die das sonst alles richtig machen würden, Kontrolle ist besser. Außerdem geht er als Techniker mit seinem Kumpel Erbse auf Tour. Da die große Musikkarriere ausgeblieben ist, tourt Erbse, eigentlich Kneipenwirt, auf diversen Seniorenveranstaltungen und Möbelhauseröffnungen.

Das Buch ist wieder einmal so herrlich aus dem Leben geschrieben. Wie schon die Online-Oma Bergmann sprüht das Buch vor Humor. Manches stark überzogen aber alles in allem ein schönes Buch. Der Schreibstil frei nach Berliner Schnauze läßt sich das Buch schnell und leicht lesen. Ich bin gespannt auf weitere Abenteuer des Opas.

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Veröffentlicht am 05.06.2023

Den Augenblick eingefangen

Das Licht im Rücken
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Ein Klick, nur einen Wimpernschlag lang, das Geräusch mit dem man den Augenblick ins Metallkästchen sperrt.

Das beschreibt die Ereignisse die in diesem Buch erzählt werden. Die Geschichte einer Industriellen ...

Ein Klick, nur einen Wimpernschlag lang, das Geräusch mit dem man den Augenblick ins Metallkästchen sperrt.

Das beschreibt die Ereignisse die in diesem Buch erzählt werden. Die Geschichte einer Industriellen Familie Anfang des 19. Jahrhunderts in Wetzlar und eines Tüftlers der das Photographieren mit den schweren sperrigen Glasplatten satt hatte und ein handliches Metallkästchen gebaut hat. Als Feinmechaniker der Optik Werke Leitz war er der Erfinder der heute bekannten Leica Kamera.

Eindrucksvoll wird die Geschichte der Familie Leitz sowie anderer Personen aus Wetzlar, teils real teils fiktiv erzählt. Die Sorgen und Nöte des Firmeninhabers und den Kindern sowie der einfachen Bevölkerung der kleinen hessischen Stadt in der Nähe von Frankfurt.

Der Schreibstil ist sehr lebendig, die Personen gut beschrieben, erlebt man die schwere Zeit über 2 Weltkriege hinweg. Ein Personenregister am Schluss und einige Photos machen das Buch zu einer besonderen Geschichtsstunde.

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Veröffentlicht am 05.06.2023

Dunkle Vergangenheit

Die Reisenden der Nacht
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Deutschland zu Beginn des 3. Reiches, die Dichterin Ally bekommt ein Kind von einem schwarzen Musiker. Rheinlandbastard werden diese Kinder genannt und sie haben keine guten Zukunftsaussichten in Zeiten ...

Deutschland zu Beginn des 3. Reiches, die Dichterin Ally bekommt ein Kind von einem schwarzen Musiker. Rheinlandbastard werden diese Kinder genannt und sie haben keine guten Zukunftsaussichten in Zeiten der deutschen Rassenhygiene. So darf Lilith trotz ihrer Intelligenz keine Schule besuchen und wird auf der Straße beleidigt. So geht sie nur nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße.

Ein alter Professor aus dem Haus gibt ihr Unterricht. Ally gibt die Hoffnung nicht auf Liliths Vater wieder zu treffen. Um Lilith vor der Zwangssterilisation zu schüthen, gelingt es ihr am Ende mit Hilfe eines befreundeten Soldaten ein Visum für Kuba und ein Schiffsticket zu bekommen. Ein jüdisches Ehepaar aus dem Haus nimmt Lilith mit an Bord der St. Louis und ihnen gelingt es auf Kuba von Bord zu kommen.


Auf Kuba, zu den Glanzzeiten von Batista, beginnen die drei ein neues Leben. Lilith findet in der Schule die sie endlich besuchen darf Freunde und trifft auf Leute rundum Batista.

Sie heiratet den Schulfreund dessen Traum es ist Pilot zu werden. Kurz vor dem Jahreswechsel und Beginn der Revolution von Castro bekommt sie ihre Tochter Nadine. Dadurch verpassen sie die Chance das Land zu verlassen und Martin wird als Pilot angeklagt und später hingerichtet. Um Nadine vor der jetzt kommunistischen Einheitspartei von Castro zu retten, gelingt es Lilith Nadine an ein adoptionswilliges Paar in den USA zu vermitteln.

Nadine wächst anfangs recht sorgenfrei auf, die Eltern ermöglichen ihr alles, können ihr aber keine Liebe entgegenbringen. Dann klopft die Vergangenheit an die Tür und die Mutter muss sich ihrer eigenen Nazi Vergangenheit in Deutschland stellen.

So schließt sich der Kreis und Nadine baut sich ein eigenständiges Leben in Deutschland auf wo sie Luna zur Welt bringt.

Was für eine Geschichte, der erste und zweite Teil beschreiben sehr ausführlich und bildhaft das Leben zu Beginn des 2. Weltkrieges in Deutschland und das ehemals glanzvolle Leben Kubas.

Der Prozeß am Anfang des dritten Teils wird ebenfalls recht ausführlich erzählt. Zum Ende hin werden die Zeitsprünge immer größer um die Vergangenheit aufzuarbeiten.

Eigentlich hätte jede der Frauen ein eigenes Buch verdient. Nach den ausführlichen Schilderungen war letztendlich für die Schicksale von Ally und Lilith nicht mehr viel Platz und das Romanhafte wisch den kurzen und knappen Schilderungen.

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