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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2025

Zwischen Selbstzweifel und Selbsterkenntnis

No Hard Feelings
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Penny steckt irgendwie im Leben fest, während ihre Freundinnen ihr Leben scheinbar im Griff haben, hängt sie in einer On-Off Beziehung und einer tyrannischen Chefin fest und versucht ihre Panikattacken ...

Penny steckt irgendwie im Leben fest, während ihre Freundinnen ihr Leben scheinbar im Griff haben, hängt sie in einer On-Off Beziehung und einer tyrannischen Chefin fest und versucht ihre Panikattacken mit Instagram und Alkohol zu betäuben.
Das Buch schildert eindrucksvoll, teilweise humorvoll teilweise ernst das Drama von dauerndem Social Media Konsum und einer belastenden Arbeitssituation.

Die Protagonistin Penny wird gut beschrieben, wurde für mich im Laufe der Schilderung jedoch immer anstrengender. Vermutlich bin ich von der Zielgruppe, zwischen 20 und 30 zu weit entfrent obwohl das Buch für alle Altersgruppen wichtige Erkenntnisse liefert.

Penny steckt voller Selbstzweifel und vermutet hinter jeder Begegnung mit ihren Kolleginnen in der Werbeagentur und der tyrannischen Chefin etwas negatives. Man wünscht sich sehr, dass Penny bei der Therapie neuen Mut fasst.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Wem kannst du trauen

Don't Let Her Stay
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Joanne ist glücklich mit ihrer kleinen Tochter Evie in einem Haus abseits eines Dorfes. Sie stellt es sich zunächst auch schön vor als ihr Mann erzählt, dass seine Tochter aus erster Ehe sie besuchen wolle. ...

Joanne ist glücklich mit ihrer kleinen Tochter Evie in einem Haus abseits eines Dorfes. Sie stellt es sich zunächst auch schön vor als ihr Mann erzählt, dass seine Tochter aus erster Ehe sie besuchen wolle. Da Joanne auch langsam wieder anfangen möchte zumindest teilzeit von zu Hause aus in ihrem alten Beruf zu arbeiten, hätten sie einen Babysitter gefunden. Doch schnell macht sich Ernüchterung breit, ist Chloe wirklich das nette Kind dass nach einem traumatischen Erlebnis wieder Fuß fassen muss? Joannes beruflicher Neustart misslingt und sie traut Chloe nicht mehr über den Weg.Gleichzeitig hat sie immer mehr Zweifel an ihrer eigenen Gesundheit, gestreut von ihrem Ehemann.

Es ist recht schnell klar, wohin die Reise in dem Buch geht, das Thema ist nicht neu trotz überraschender Wendungen. Der Schreibstil ist einfach fesselnd, in Ich-Form aus Sicht von Joanne werden ihre Ängste und Zweifel deutlich. Der Handlungsort ist recht eingeschränkt, innerhalb der eigenen vier Wände und nur wenig Beteiligten von außerhalb. Die Person von Joanne halte ich für sehr naiv und ohne großes Selbstvertrauen. Das Ende ist etwas abrupt, da hätte es ruhig noch etwas Aufklärung bedarft. Ein Buch das man nur schwer aus der Hand legen kann.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Mal etwas anderes

Geht so
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Marisa ist Creative Director in einer Werbeagentur sie und ihr Team verkaufen den Leuten Dinge von denen sie gar nicht wussten, dass sie sie brauchen. Das tägliche Einerlei aus Meetings und Abgabeterminen ...

Marisa ist Creative Director in einer Werbeagentur sie und ihr Team verkaufen den Leuten Dinge von denen sie gar nicht wussten, dass sie sie brauchen. Das tägliche Einerlei aus Meetings und Abgabeterminen haben sie abstumpfen lassen bis hin zu einer Depression. Gefühlt dauert der Arbeitstag Jahre. Dem Hamsterrad des Arbeitslebens versucht sie mit You Tube Videos und Beruhigungsmitteln zu entfliehen. Kein Wunder, dass die Aufsicht auf ein Teamevent sie nervös macht. Was wenn die anderen merken, dass sie nicht mit der Masse schwimmt.
Beim Auftakt Paintball Spiel hofft sie möglichst schnell getroffen zu werden um den weiteren Verlauf von der Bank zu verfolgen. Vielleicht war die Mitnahme von Drogen keine gute Idee wie der weitere Abend zeigt.

Mit einigem Wortwitz wird in diesem Buch teilweise treffen, teilweise übertrieben die heutige Arbeitswelt beschrieben. In Ich-Form teilt Marisa aus, gegen die immer gleichen Meetings, Kollegen, Vorgesetzte und die heutige Social-Media süchtige Gesellschaft.
Das Ende fand ich etwas übertrieben, fast unglaubwürdig und hätte so drastisch nicht ausfallen müssen.

Eine Abwechslung ist dieser Roman der in Madrid spielt auf alle Fälle von den ansonsten überwiegenden Handlungsorten. Der Schreibstil ist bissig, ironisch die Protagonisten gut ausgearbeitet. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Zwei Außenseiter unter sich

Klapper
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Die Schulferien verbringt Thomas, genannt Klapper da seine Gelenke laute Geräusche von sich geben, am liebsten im abgedunkelten Raum am Computer. Als er blaß wieder in die Schule geht um auf seinem einsamen ...

Die Schulferien verbringt Thomas, genannt Klapper da seine Gelenke laute Geräusche von sich geben, am liebsten im abgedunkelten Raum am Computer. Als er blaß wieder in die Schule geht um auf seinem einsamen Platz am Rande sitzt, kommt plötzlich eine neue Schülerin in die Klasse die zielgerichtet auf den Nebenplatz geht. Klapper, der wenig Erfahrung mit Small-Talk unter Jugendlichen hat, ist erstaunt und doch bewundert er die Neue, die Bär genannt werden möchte für den Mut.

Als Klapper bei einer Gruppenaktivität von 2 Mitschülern bedrängt wird, greift Bär mutig und unerschrocken ein. Langsam entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden, die mit einem Computerspiel ein gemeinsames Hobby haben. Einen tut die beiden die psychische Erkrankung der Mütter, die bei Klapper dazu führt dass die Mutter häufig in Kliniken ist und Bär die Mutterrolle bei ihren jüngeren Geschwistern übernehmen läßt.

Eine gute Geschichte aus der Welt von Außenseitern denen es schwer fällt aus sich heraus zu kommen um ihren Platz zu behaupten. Das Thema der Nerds und Computerspiel Süchtigen wird behandelt aber auch die prekäre Familiensituation. Der Schreibstil ist einprägsam, ruhig und für Jugendliche geeignet. Teils lustige Situationen wechseln sich mit dem ernsten Hintergrund ab. Das Cover mit dem Zitronenhimmel passt zu dem Getränk der 90er Jahre, Zitronenkrümel Eistee.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Der Fuchst geht um

Unter Grund
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Die Lehramts Referendarin Franka besucht mit ihrer Klasse den NSU Prozess gegen Beate Zschäpe, nach einer unbedachten Äußerung eines Schülers flieht sie in der Verhandlungspause aus dem Gerichtssaal. Spontan ...

Die Lehramts Referendarin Franka besucht mit ihrer Klasse den NSU Prozess gegen Beate Zschäpe, nach einer unbedachten Äußerung eines Schülers flieht sie in der Verhandlungspause aus dem Gerichtssaal. Spontan beschließt sie aus der gemeinsamen WG mit Hannah einer Reporterin auszuziehen, zurück in ihre fränkische Heimat um sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen.

In Rückblicken erfährt man wie Franka nach dem Tod ihres Vaters und dem komplizierten Verhältnis zu ihrer Mutter von Freunden in die Rechte Szene gezogen wird. Endlich findet sie Anerkennung und Freunde. Sie läuft nur mit, ist nie mitten drin und doch Teil der Rechten Szene. Inmitten idyllischer Beschreibungen eines fränkischen Dorfes mit Himmelsweihern und Spiegelkarpen tun sich hier Abgründe auf.

Es ist nicht immer leicht den Zeitsprüngen in dem Buch zu folgen der Schreibstil ist autentisch, eher nüchtern beschreibend wie leicht es ist einer verstörten Jugendlichen einen neuen Hafen zu bieten.

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