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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2025

Golden Girls

Very Bad Widows
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4 Ehepaare in den 60er Jahren die sich eigentlich auf einen gemütlichen Rentenbeginn freuen könnten werden von der Realität eingeholt. Die Männer haben bei einer angeblich sicheren Investition ihr Vermögen ...

4 Ehepaare in den 60er Jahren die sich eigentlich auf einen gemütlichen Rentenbeginn freuen könnten werden von der Realität eingeholt. Die Männer haben bei einer angeblich sicheren Investition ihr Vermögen verzockt. Jetzt müssen auch die Frauen wieder arbeiten.
Dann stirbt plötzlich ein Mann durch einen mysteriösen Unfall – oder war es Mord? Die trauernde Witwe erhält kurz danach jedoch Besuch eines Versicherungsmaklers der ihr den Millionen Erlös der abgeschlossenen Lebensversicherung zahlt.

Da auch die anderen eine ähnliche Versicherung abgeschlossen haben, beschließen die Frauen ihre Männer umbringen zu lassen. Dafür gibt es einen Herrenfrisör der tut was manchmal getan werden muss. Ihr Ziel mit dem Erlös aus der Versicherung Hector vollständig zu bezahlen. Doch die Frauen haben die kriminellen Gedanken ihrer Ehemänner unterschätzt die ihrerseits die Frauen aus dem Weg schaffen wollen.

Mit diesen verwirrenden Zutaten ist das Buch geschmückt und man erlebt ein rasantes Katz und Maus Spiel mit jeder Menge krimineller Ideen und haarsträubenden Personen. Die indische Inhaberin des Casinos ist eine solche. Herrlich überspitzt werden die Personen gezeichnet und der heitere Erzählstil lassen einem durch die Seiten fliegen.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Churchill am Gardasee

Was am Ufer lauert
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Polizeireporterin Gianna Pitti genehmigt sich nach den aufregenden Ereignissen der letzten Monate eine Auszeit und erstellt To-do Listen. Endlich hat sie ihren Vater wieder gefunden und dieser möchte mit ...

Polizeireporterin Gianna Pitti genehmigt sich nach den aufregenden Ereignissen der letzten Monate eine Auszeit und erstellt To-do Listen. Endlich hat sie ihren Vater wieder gefunden und dieser möchte mit ihr zusammenarbeiten. Er bittet sie eine Informantin am See zu treffen. Dort angekommen findet sie eine Leiche im Wasser und das Cover einer CD-Rom mit der Aufschrift Churchills Geheimnis. Gianna ermittelt zusammen mit ihrem etwas schrulligen Onkel, ihrem Vater sowie Elvira was es damit auf sich hat und zum Tod der Informantin führte.

Nach dem tollen Auftakt der Reihe war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung die mich leider etwas enttäuschte. Die Spannung bleibt hinter langatmigen Beschreibungen über das Leben ihres Onkels, ein Mann alter Schule mit strikten Ansichten und Macken zurück. Auch das Auftauchen von rechten Italienern und faschistischen Amis macht das Buch noch verworrener. Es dauert lange bis etwas passiert durch die Nebenschauplätze.

Besonders nach dem erfrischenden ersten Teil dieser Reihe von Lenz Koppelstätter hat mich die Fortsetzung etwas enttäuscht. Der Schreibstil ist gut, die Personen gut dargestellt, die Familiengeschichte der Pittis fortgeführt weshalb eine Kenntnis des ersten Teils von Vorteil ist.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Welche Geheimnisse verbirgt der Wald?

Der Gott des Waldes
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Es ist 1961 in den Adirondack Mountains als der kleine Bear van Laar spurlos von der Villa seiner Eltern verschwindet. Auch eine aufwendige Suche liefert keine Ergebnisse. 1975 im Sommer verschwindet dann ...

Es ist 1961 in den Adirondack Mountains als der kleine Bear van Laar spurlos von der Villa seiner Eltern verschwindet. Auch eine aufwendige Suche liefert keine Ergebnisse. 1975 im Sommer verschwindet dann die 13-jährige Tochter Barbara van Laar spurlos aus dem Ferienlager. Auch hier bleibt die Suche zunächst ergebnislos. Ein tragisches Schicksal der wohlhabenden Familie van Laar oder steckt etwas anderes dahinter?

In Rückblicken vom Kennenlernen der Eltern bis hin zu den aktuellen Ereignissen im Ferienlager des Naturreservats wird die Geschichte der van Laars erzählt. Alles Geld der Welt reicht nicht um die Bedürfnisse der alkoholsüchtigen Mutter zu erkennen die so gar nicht zu dieser Gesellschaftsschicht passen will und sich doch nicht von ihrem despotischen Ehemann trennen kann. Auch Barbara versucht mit ihren 13 Jahren gegen die vorbestimmte Rolle aufzubegehren und gilt als Punk.

Der Roman ist sehr vielschichtig, die Kapitel springen in dem Zeitrahmen hin und her, sind aber durch die Überschrift klar abgegrenzt. Die einzelnen Kapitel enden durchaus mit einem Cliffhänger und man will wissen wie es weitergeht. Ein paar Längen gilt es auszuhalten bis zu einem überraschenden Ende. Der Schreibstil ist lebendig, ruhig, unaufgeregt und durchaus ernst..
Das Cover ist gut gewählt, passt zu dem Aufbegehren von Barbara.

Es ist mein erster Roman von Liz Moore, vermutlich aber nicht der letzte.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Zwischen Selbstzweifel und Selbsterkenntnis

No Hard Feelings
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Penny steckt irgendwie im Leben fest, während ihre Freundinnen ihr Leben scheinbar im Griff haben, hängt sie in einer On-Off Beziehung und einer tyrannischen Chefin fest und versucht ihre Panikattacken ...

Penny steckt irgendwie im Leben fest, während ihre Freundinnen ihr Leben scheinbar im Griff haben, hängt sie in einer On-Off Beziehung und einer tyrannischen Chefin fest und versucht ihre Panikattacken mit Instagram und Alkohol zu betäuben.
Das Buch schildert eindrucksvoll, teilweise humorvoll teilweise ernst das Drama von dauerndem Social Media Konsum und einer belastenden Arbeitssituation.

Die Protagonistin Penny wird gut beschrieben, wurde für mich im Laufe der Schilderung jedoch immer anstrengender. Vermutlich bin ich von der Zielgruppe, zwischen 20 und 30 zu weit entfrent obwohl das Buch für alle Altersgruppen wichtige Erkenntnisse liefert.

Penny steckt voller Selbstzweifel und vermutet hinter jeder Begegnung mit ihren Kolleginnen in der Werbeagentur und der tyrannischen Chefin etwas negatives. Man wünscht sich sehr, dass Penny bei der Therapie neuen Mut fasst.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Wem kannst du trauen

Don't Let Her Stay
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Joanne ist glücklich mit ihrer kleinen Tochter Evie in einem Haus abseits eines Dorfes. Sie stellt es sich zunächst auch schön vor als ihr Mann erzählt, dass seine Tochter aus erster Ehe sie besuchen wolle. ...

Joanne ist glücklich mit ihrer kleinen Tochter Evie in einem Haus abseits eines Dorfes. Sie stellt es sich zunächst auch schön vor als ihr Mann erzählt, dass seine Tochter aus erster Ehe sie besuchen wolle. Da Joanne auch langsam wieder anfangen möchte zumindest teilzeit von zu Hause aus in ihrem alten Beruf zu arbeiten, hätten sie einen Babysitter gefunden. Doch schnell macht sich Ernüchterung breit, ist Chloe wirklich das nette Kind dass nach einem traumatischen Erlebnis wieder Fuß fassen muss? Joannes beruflicher Neustart misslingt und sie traut Chloe nicht mehr über den Weg.Gleichzeitig hat sie immer mehr Zweifel an ihrer eigenen Gesundheit, gestreut von ihrem Ehemann.

Es ist recht schnell klar, wohin die Reise in dem Buch geht, das Thema ist nicht neu trotz überraschender Wendungen. Der Schreibstil ist einfach fesselnd, in Ich-Form aus Sicht von Joanne werden ihre Ängste und Zweifel deutlich. Der Handlungsort ist recht eingeschränkt, innerhalb der eigenen vier Wände und nur wenig Beteiligten von außerhalb. Die Person von Joanne halte ich für sehr naiv und ohne großes Selbstvertrauen. Das Ende ist etwas abrupt, da hätte es ruhig noch etwas Aufklärung bedarft. Ein Buch das man nur schwer aus der Hand legen kann.

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