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Veröffentlicht am 23.12.2017

Die Fährte des Wolfes - Der richtige Riecher

Die Fährte des Wolfes
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Titel: "Die Fährte des Wolfes"
Da es sich hier um einen Polizei-Krimi handelt, deutet der Name des Buches auf eine spannende Ermittlung hin, die zu dem gesuchten Wolf führen soll. Die Leseprobe verrät ...

Titel: "Die Fährte des Wolfes"
Da es sich hier um einen Polizei-Krimi handelt, deutet der Name des Buches auf eine spannende Ermittlung hin, die zu dem gesuchten Wolf führen soll. Die Leseprobe verrät nicht, um wen es sich hierbei handelt.

Cover:
Neben Autor und Titel ist auf der Buchfront ein Wolf mit orangenen, leuchtenden Augen abgebildet. Es handelt sich um dieselbe Farbe wie die Schrift des Buchnamens und Rand des Werkes.

Plot:
Polizeiinspektor Zack Herry ist Teil einer Sondereinheit Stockholms. Polizisten verschlägt es für gewöhnlich nicht in die zwielichtigen Clubs, aber Zack verbringt dort mit Alkohol und Kokain öfter seine Zeit.
Nach einer durchzechten Nacht erfährt er auf der Arbeit, dass in dem Etablissement eine Razzia stattgefunden hat, in dem er selbst vor ein paar Stunden noch das kleine, weiße Pulver einnahm.
Parallel dazu erfährt der Leser, dass in Stockholm mehrere Frauen erschossen wurden. Ohne jegliche Verbindung zwischen den Geschehnissen endet die Leseprobe.

Autor:
Von dem schwedischen Autor Mons Kallentoft habe ich selbst noch nichts gelesen. Die Verfilmung seiner Krimis würde jedoch nach Lesens des Buches sehr interessieren.

Anmerkungen:
Die Verflechtung des Protagonisten in die eigene Ermittlung finde ich spannend und schon zu einem so frühen Zeitpunkt für eher ungewöhnlich. Ob dies zu immenser Spannung oder doch eher für Verwirrung sorgt, zeigt sich erst später.

Fazit zur Leseprobe:
Die Leseprobe hat mich nicht von den Socken gehauen. Die entstehende Personenkonstellationen könnte jedoch im weiteren Verlauf der Geschichte für Spannung sorgen. Ebenfalls wird in dem Textauszug der zentrale Fall eher weniger beschrieben und dafür erst unabhängige Geschehnisse aufgezeigt.
Um eine generelle Aussage über das Werk zu treffen, ist die Leseprobe nicht geeignet. Um dies herauszufinden, würde ich mich über ein Exemplar sehr freuen.

Fazit nach dem Lesen:
Viel ist über diesen Thriller nicht zu sagen. Ich wurde unterhalten, habe gerätselt und habe gewartet.
Es handelt sich hier um einen mal so-mal so-Thriller, der für jeden langatmigen Genre-Fan natürlich empfehlenswert, für mich jedoch eindeutig mittelmäßig ist.
Zack Henry ist als Protagonist relativ einfach gestrickt und, vielleicht liegt das auch nur an mir, deswegen eher uninteressant. Erzählweise und Geschichtenverlauf sind gut, jedoch auch fragwürdig.
Insgesamt bin ich zufrieden, würde jedoch keine Weiterempfehlung aussprechen.

Verschnaufpause

(Über eine Rückmeldung zu diesem Leseeindruck oder Hinweise auf Rechtschreibfehler o.Ä. freue ich mich sehr!)

Veröffentlicht am 21.12.2017

Der Wortschatz - literarisches Meisterwerk der Metaphern

Der Wortschatz
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Titel: "Der Wortschatz"
Da der Titel einen relativ großen Interpretationsspielraum zulässt, kann ich nicht genau sagen, was mich in der Leseprobe erwartet. Geht es um einen wirklichen Schatz, der sich ...

Titel: "Der Wortschatz"
Da der Titel einen relativ großen Interpretationsspielraum zulässt, kann ich nicht genau sagen, was mich in der Leseprobe erwartet. Geht es um einen wirklichen Schatz, der sich zwischen den Zeilen versteckt, oder handelt das Buch vom (deutschen) Wortschatz?
In jeden Fall erwarte ich sehr viel.

Cover:
Selten habe ich so ein wundervolles Cover gesehen, wie bei diesem Buch. Die Mischung aus Blau und Gelb ist eine zauberhafte Kombination. Dazu lässt die Rätselhafte Figur, die im Zentrum abgebildet ist, viele Interpretationen zu.
Könnte es sich dabei um den Autor handeln, oder doch eher um den Protagonisten?

Plot: Bereits nach den ersten Seiten wird klar, dass es sich hier um keine gewöhnliche Lektüre handelt. In einer gewissen Parallelwelt wird das Leben des Protagonisten Wort beschrieben und seine Geschichte erzählt.

Autor: Elias Vorpahl ist ein mir unbekannter Autor. Mit seinem Debütroman hat mich der Schriftsteller auf jeden fall gepackt und ich auf neue Werke sehr gespannt.

Anmerkungen: Allein die Widmung am Anfang des Buches hat mich bereits schmunzeln lassen. Man sieht, dass hier mit so viel Hingabe geschrieben wird, dass ich auch die Möglichkeit sehe, dass mich dieses Buch sehr bewegen wird.

Fazit zur Leseprobe: Die sehr interessante Leseprobe hat bereits einen kleinen Einblick in die Welt des Wortes gegeben und ich kann nur sagen, dass ich davon mehr will.

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Fazit nach dem Lesen:
Tatsächlich durfte ich in den Genuss dieses großartigen Buches kommen. Für diese Rezension habe ich mir mehr Zeit genommen, als ich das sonst mache, aber für dieses Buch mache ich das gerne. Wirklich.
Nachdem ich in die Welt des Wortes eingetaucht bin, musste ich mich erst an die neuen Eindrücke gewöhnen. Die präsenten Metaphern und Wortspiele sind nicht nur auf einer kreativen Ebene beeindruckend, sie schickten mich auch auf die Reise des kleinen Wortes, das so verzweifelt nach seiner Bestimmung sucht.
Jedes Kapitel zeigt einen neuen, unglaublich wundervoll geschilderten Abschnitt der Geschichte rund um Bedeutung des Seins und Selbstverwirklichung.
Mit eindrucksvollen Darstellungen, einem lebhaften Schreibstil und herausragenden Metaphern war dieses Buch eines der Lese-Highlights meines Jahres.
Selten habe ich das Lesen so genossen wie mit diesem Buch, weswegen ich auch zu dem Schluss komme, dass sich hieraus nicht nur meine ersten 5-Sterne-Bewertung wird, sondern auch eine eindeutige Kaufempfehlung und Dank an den Autor für dieses literarische Meisterwerk.


Verschnaufpause

(Über eine Rückmeldung zu diesem Leseeindruck oder Hinweise auf Rechtschreibfehler o.Ä. freue ich mich sehr!)

Veröffentlicht am 03.12.2017

Zerschunden - Spannender Szenenwechsel

Zerschunden
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Titel: "Zerschunden"
Da es sich hier bei diesem Werk um einen True-Crime-Thriller handelt, konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass meine Vorahnungen bezüglich des Titels in etwa dem entsprechen, was ...

Titel: "Zerschunden"
Da es sich hier bei diesem Werk um einen True-Crime-Thriller handelt, konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass meine Vorahnungen bezüglich des Titels in etwa dem entsprechen, was in den 430 Seiten des Buches beschrieben wird.

Cover:
Die schwarzweiß gehandelten Vorderseite des Buches wirkt auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Erst bei genauerer Betrachtung stellt man fest, dass hinter dem Titel eine Naht verläuft, die aussieht als wäre sie in Leder gemacht. Erst nach dem Lesen des Buches ist mir aufgefallen, dass es sich dabei wahrscheinlich um keine Tierhaut handelt.

Plot:
Im Zentrum des Buches steht der Rechtsmediziner Fred Abel, der durch sein medizinisches Talent bereits eine kleine Berühmtheit in Berlin ist. Der Mittvierziger ist am Fall einer älteren Dame beteiligt, die ermordet und "beschriftet" wurde. Als ein alter Freund Abels der Hauptverdächtige dieses Mordfalls wird, macht er es sich zur Aufgabe, den hoffentlich wahren Täter dieses Verbrechens zu finden. Auch, wenn alles dagegen spricht, ist Abel fest davon überzeugt, dass sein Armeekamerad unschuldig sein muss.

Autor: Von Michael Tsokos habe ich schon des öfteren ein Buch in der Hand gehabt. Da jedoch die Thriller-Szene nicht meinem üblichen Genre entspricht, hatte ich noch nie das Vergnügen, in den Genuss eins seiner Bücher zu kommen. Da mir aber der Schreibstil des Autors sehr gut gefällt, werden bestimmt noch weitere Werke des Autors folgen.

Anmerkungen: Besonders auffallenden sind die kurzgehaltenen Kapitel, die mir wechselnden Szenen vergleichbar sind. Durch die kleinen Einschübe entsteht immense Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht.

Fazit nach dem Lesen: Schon nach den ersten 100 Seiten habe ich gemerkt, dass dieser Thriller genau meinen Geschmack entspricht. Indem er für mein Erachten dauerhaft spannend ist, interessante Charaktere beinhaltet und eine nervenaufreibend, nicht allzu groteske und zusammenhangslose Geschichte erzählt. Für mich eine eideutige Leseempfehlung.

Verschnaufpause

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Veröffentlicht am 02.12.2017

SOG - Langer Weg zur Spannung

SOG
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Titel: "SOG"
Als Sog bezeichnet man "eine Strömung in Luft oder Wasser, die Körper mit sich zieht." (Google)
Bei diesem Titel stelle ich mir eine Kettenreaktion an Ereignissen vor, die vergleichbar mit ...

Titel: "SOG"
Als Sog bezeichnet man "eine Strömung in Luft oder Wasser, die Körper mit sich zieht." (Google)
Bei diesem Titel stelle ich mir eine Kettenreaktion an Ereignissen vor, die vergleichbar mit einen Sog sind.
Ohne den Klappentext könnte man sich denken, dass Buch handle von einen Tornado oder anderem Naturgeschehen.

Cover:
Neben Titel und Autor ist auf der Frontseite des Buches ein Loch im asphaltiertem Boden zu sehen. Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass mehrere Schichten des Betons vorhanden sind. In der Mitte dieser Aushöhlung befindet sich in roten Großbuchstaben das Wort "SOG". Besonders auffällig sind die verteilten, roten Blutflecken, die das gesamte Bild dramatischer wirken lassen.

Plot:
Die Leseprobe ist geteilt in den Prolog und Anfang des Buches. Im Prolog wird beschrieben, wie ein Mädchen namens Vaka nach der Schule auf ihre Eltern wartet, die sie abholen sollen. Dabei trifft sie auf eine Mittschülerin. Da keiner zu kommen scheint, kommen sie zu dem Schluss dass Vaka bei dem Mädchen zu Hause ihre Eltern anrufen kann. Dies war das letzte Mal, dass das Kind gesehen wurde.
Beim Anfang des ersten Kapitels findet ein Perspektivwechsel statt. Nun wird das Geschehen aus den Augen des ehemaligen Abteilungsleiters der Polizei Huldar erzählt. Aufgrund seines beruflichen Versagens wird ihm der Fall des Mädchens, das in der Schule verschwand, zugeteilt.

Autorin:
Wie der Klappentext zu der Autorin verrät, handelt es sich hier um eine der besten Kriminalautoren der Welt. Ich selbst habe von der Autorin noch nichts gehört, bin jedoch aufgrund der lobenden Beschreibung sehr neugierig auf dieses Werk.

Anmerkungen: -

Fazit zur Leseprobe:
Da bereits der Klappentext mein Interesse geweckt hat, habe ich viel von der Leseprobe erwartet. Die Leseprobe hat nicht unbedingt viel von der Story preisgegeben und das Potential, meine Erwartungen zu erfüllen, ist noch vorhanden.
Da mich die Geschichte rund um die Zeitkapsel fasziniert, würde ich mich sehr über ein Exemplar freuen.

Fazit nach dem Lesen:
Meine Vorahnungen aus dem vorherigen Teil meines Leseeindrucks wurden eher weniger erfüllt. Das Grundsätzliche zuerst: Meine Leseerwartung wurde leider nicht erfüllt. Das liegt einerseits daran, dass sich die Geschichte unglaublich zieht und nach den ersten 100 Seiten gefühlt wieder holt, andererseits daran, dass die Plot durch die Zeitkapsel, der dieses Buch für mich anfangs so spannend machte, nach gewisser Zeit vernachlässigt uniausgelutscht wirkt.
Der Weg zum "großen Finale" dauerte mir, für meinen Geschmack, einfach zu lange, und der "Knall" am Ende war mir einfach zu gering.

Verschnaufpause

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Veröffentlicht am 19.11.2017

Stille - Gebraucht im Großstadtdschungel

Stille
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Titel: "Stille"
Die einen brauchen es mehr, die anderen weniger - Stille. Und wie sollte man das Thema besser verdeutlichen als mit einem Buch?
Der eher allgemein gehaltene Titel löst bei mir mehrere ...

Titel: "Stille"
Die einen brauchen es mehr, die anderen weniger - Stille. Und wie sollte man das Thema besser verdeutlichen als mit einem Buch?
Der eher allgemein gehaltene Titel löst bei mir mehrere Fragen aus: WIe geht der Autor mit dem Thema und wie visualisiert/verdeutlicht er es?

Cover: Das sehr schlicht gehaltene Cover gefällt mir persönlich sehr gut. Da das Thema sehr weitreichen und eher undurchdringbar ist, erscheint mir hier die Buchfront sehr angemessen.

Plot: "Stille ist einfach ein Ausweg, wenn man alles satthat. Darüber hinaus hat sie
keinen Wert."
Einen anderen Blickwinkel auf diese Theamtik zu haben, war für mich sehr wünschenswert. Der Autor Erling Kagge erklärt anhand seines Lebens seinen Weg zur 'Stille'.
Mit etwas Humor und viel Feingefühl nimmt er den Leser mit auf eine Reise mit vielen Erkenntnissen.

Autor: Von Erling Kagge habe ich noch nichts gehört. Eine Person, die jedoch die drei Pole bestiegen hat, habe ich großen Respekt. Deswegen traue ich ihm auch zu, mich über das Thema 'Stille' zu belehren.

Anmerkungen: Für mich als Zugezogener in einer Grpßstadt spielt das Thema 'Stille' eine grpße Rolle. Einerseits hechte ich von Praktikum zu Freunden und Schlaf ist natürlich immer Mangelware. So nehme ich dieses Buch als kleinen Anstoß, mich mit der Theamtik vertraut zu machen und vielleicht den ein ander anderen privaten Schluss dauraus zu ziehen.

Fazit zur Leseprobe: Da es sich hier um ein Thema handelt, das mich persönlich seit geraumer Zeit sehr interessiert, bin ich auf den weiteren Verlauf des Buches sehr gespannt. Über ein Exemplar würde ich mich aus diesem Grund sehr freuen.

Fazit nach dem Lesen: Ich denke, ich sehe Stille jetzt ein bisschen mit anderen Augen. Der Autor versucht auf sehr charmante Weise seine Botschaft an den Leser zu bringen. Wer die allgemeine Lösung auf alles sucht, ist hier falsch, jedoch wird ein gewisses Bild vermittelt, das die Betrachtung und den Umgang mit Stille darstellt.
De Autor zieht zur Betrachtung der Thematik viele Quellen heran. Darunter Philosophen, Künstler und Denker. Dabei entsteht schnell ein komisches Gefühl, das einem durch den Input an Informationen auferlegt wird.
Dennoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.

Verschnaufpause

(Über eine Rückmeldung zu diesem Leseeindruck oder Hinweise auf Rechtschreibfehler o.Ä. freue ich mich sehr!)