Profilbild von Vindoe50

Vindoe50

Lesejury Star
offline

Vindoe50 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Vindoe50 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2023

zwei spannende Fälle

Grenzfall - In der Stille des Waldes
0

Ein ungewöhnlicher Fund auf einer Tiroler Baustelle beschäftigt Inspektor Krammer und seine Kollegin Szabo. In einem Plastiksack fand man zwei ausgestopfte Dachse. Ausgestopft mit Babykleidung. Wie sich ...

Ein ungewöhnlicher Fund auf einer Tiroler Baustelle beschäftigt Inspektor Krammer und seine Kollegin Szabo. In einem Plastiksack fand man zwei ausgestopfte Dachse. Ausgestopft mit Babykleidung. Wie sich herausstellt, ist derjenige, der die Dachse ausgestopft hat, seit zwei Jahren verschwunden, ebenso wie sein Sohn.

Auch Alexa ermittelt, obwohl sie gerade aufgrund einer Verletzung freigestellt ist. Sie und ihr ehemaliger Kollege Jan müssen feststellen, dass sie offenbar einen Unschuldigen Afghanen ins Gefängnis gebracht haben, trotz erdrückender Indizien. Aber der Mörder läuft noch frei herum, ist seit einiger Zeit aber verschwunden.

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich fand es sehr spannend. Beide Fälle wechseln sich ab, man wird also geistig auf Trapp gehalten, wenn man innerlich "umschalten" muss. Dazu erfährt man in zwischendurch in kursiver Schrift Bröckchen aus der Vergangenheit, es skizziert sich ein Drama heraus, was sich erst zum Schluß hin aufklärt. Ganz am Ende gibt es noch einen Teaser für die Fortsetzung, die leider erst im nächsten Jahr erscheint. Ich hoffe, ich habe bis dahin nicht zu viel wieder vergessen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2023

Spannend wie immer!

Zornige Flut
4

Auf Liv Lammers Zuhause wird ein nächtlicher Brandanschlag verübt, dem Liv und ihre Tochter Sanna nur knapp entkommen können. Kein Zufall, es stellt sich erhaus, dass Irgendwer einen Attentäter auf Liv ...

Auf Liv Lammers Zuhause wird ein nächtlicher Brandanschlag verübt, dem Liv und ihre Tochter Sanna nur knapp entkommen können. Kein Zufall, es stellt sich erhaus, dass Irgendwer einen Attentäter auf Liv angesetzt hat, der ihr nach dem Leben trachtet.

Zeitgleich findet der Kriminaltechniker Botersen-Evers während seines Aufenthaltes in einer Fastenklinik zufällig durch ein Missgeschick einen menschlichen Schädel im dortigen Aquarium. Liv und ihr Team müssen nicht nur den Attentäter und seinen Auftraggeber schleunigst dingfest machen, sondern auch herausfinden, wessen Schädel im Aquarium versteckt wurde und wer der Mörder ist.

Das Buch ist wieder sehr spannend geschrieben. Man ist gleich von der ersten Seite an gefesselt. Die Spannung wurde durch diverse Geschehnisse und kleine Cliffhanger durchgehend gehalten, zudem wurde man von der Autorin hin und wieder auf eine falsche Fährte gelockt, so dass es viele Überraschungen gab, was ich sehr mag. Ich habe schon die vorangegangenen Bücher um Liv , ihr Team und ihre Familie gern gelesen und mich daher gefreut, wieder von den Protagonisten zu hören, die mir sehr sympathisch sind. Ein handwerklich sehr gut gemachter Krimi, der mit lebendigen und glaubhaften Charakteren und einigen Überraschungen punktet.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.04.2023

Enttäuschend

Der Bojenmann
0

In Hamburg wurde einer der hölzernen Bojenmänner ausgetauscht. Statt seiner steht nun ein toter Mann auf der Boje und guckt auf die Elbe. Das fiel erst einem Paddler auf, der ein Selfie geschossen hatte ...

In Hamburg wurde einer der hölzernen Bojenmänner ausgetauscht. Statt seiner steht nun ein toter Mann auf der Boje und guckt auf die Elbe. Das fiel erst einem Paddler auf, der ein Selfie geschossen hatte und zu Hause beim Heranzoomen entdeckte, dass der Bojenmann irgendwie echt aussah. Kein Wunder, wurde dabei doch eine Leiche plastiniert. Wer macht sich die Mühe, den Toten so auszustellen und warum? Es bleibt leider auch nicht bei der einen plastinierten Leiche. Kommissar Knudsen und sein Team müssen einen Serientäter finden.

Als Hamburger hatte mich das Buch sehr interessiert. Ich lese gern Krimis, die in Hamburg spielen und mag das Lokalkolorit. Leider konnte mich dieser Krimi aber nicht begeistern. Es war ein wenig zu viel Hamburg, fast wie bei einem Reiseführer. Außerdem störten die vielen Abschweifungen in Nebensächlichkeiten, die die Handlung nicht voranbrachten, meinen Lesefluss. Das Buch sollte humorig geschrieben sein, aber manchmal nervte das einfach nur. Wer der Täter ist und warum er mordet, weiß man recht schnell. Aber das Ende ist dann leider noch offen, was mir nicht gefiel. Einen Folgeband werde ich nicht lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2023

leider nicht so spannend wie erwartet

Mörderfinder – Mit den Augen des Opfers
0

Max Bischoff erhält einen Anruf seiner ehemaligen Chefin des KK11. Eigentlich kann sie Max nicht ausstehen und warf ihm bei jeder Gelegenheit Knüppel zwischen die Beine, als er noch bei der Polizei arbeitete. ...

Max Bischoff erhält einen Anruf seiner ehemaligen Chefin des KK11. Eigentlich kann sie Max nicht ausstehen und warf ihm bei jeder Gelegenheit Knüppel zwischen die Beine, als er noch bei der Polizei arbeitete. Nun bitte sie ihn um Hilfe. Die Tochter ihrer gerade beerdigten Freundin hat ihr ein Tagebuch der Mutter übergeben, in dem sie von einer nicht näher bezeichneten schweren Schuld spricht, die sie gemeinsam mit anderen vor mehr als 20 Jahren auf sich geladen hat. Max soll herausfinden, was das für eine Schuld war, damit die verstorbene ihren Seelenfrieden findet. Kurz vor dem Beginn der Eintragungen verschwand damals ein junger Winzer, wie Max Chefin bereits herausgefunden hat. Max verspricht zu helfen.

Der Schreibstil ist gut lesbar und der Einstieg war gelungen und weckte mein Interesse, aber leider konnte die Spannung nicht gehalten werden. Es passiert zwar ein Mord, kaum dass Max in dem kleinen Ort angekommen ist, aber schnell ist klar, dass es nur einen eingeschränkten Täterkreis gibt, der immer wieder befragt wird. Die Ermittlungen ziehen sich. Erst gegen Ende nahm die Handlung noch einmal ein wenig Fahrt auf, aber für mich leider zu wenig, um das Buch wirklich empfehlen zu können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2023

Sehr gut konstruiert

Nachtjagd
0

In Norwegen wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Der Mord an Hedda Back erinnert an die Morde von Stig Hellum, einem Serienmörder, der vor zwei Jahren aus dem Gefängnis ausgebrochen und seit dem ...

In Norwegen wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Der Mord an Hedda Back erinnert an die Morde von Stig Hellum, einem Serienmörder, der vor zwei Jahren aus dem Gefängnis ausgebrochen und seit dem verschwunden ist. Anscheinend ist er nun wieder aktiv, denn es bleibt nicht bei der einen Toten. Magnus Torp und Anton Brekke von der Kriminalpolizei nehmen die Ermittlungen auf. Diese gestalten sich mühsam. Eine Sonderermittlungsgruppe, die Stig Hellum aufspüren sollte, hat in den vergangenen zwei Jahren nichts erreicht. Nun erscheint ein Buch über den Serienmörder. Besteht ein Zusammenhang mit den neuen Morden?

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist bildhaft und angenehm zu lesen. Der Autor hat seinen neuen Thriller zudem sehr spannend inszeniert. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Zunächst sind die Rückblenden in die Jahre 1989 und 1994 verwirrend, die uns mit Nathan Sudlow, einem Auftragskiller, bekannt machen, der 2006 in der Todeszelle sitzt und auf seine Hinrichtung wartet. Erst ganz zum Schluss werden die Zusammenhänge klar. Sehr gut gelungen sind die überraschenden Wendungen. Ich mag es, wenn ich die ganze Zeit miträtsele und doch nicht hinter das Geschehen komme. Ich hatte mal den einen, mal den anderen als Täter im Auge und lag doch nicht richtig. Die beiden Ermittler waren mir sehr sympathisch. Sie sind ein gutes Team, vor allem Anton zeichnet sich durch ausgezeichnetes kriminalistisches Gespür aus. Von diesem Ermittlerduo würde ich gern mehr lesen und hoffe auf eine Fortsetzung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere