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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2025

Hat mich nicht ganz überzeugt, aber gut unterhalten

Not Quite Dead Yet
2

Eine Woche nur bleibt Jet um den Täter, der ihr an Halloween eine lebensgefährliche Hirnverletzung zugefügt hat, zu finden. Gegen ärztlichen Rat entlässt sie sich selbst aus dem Krankenhaus und begibt ...

Eine Woche nur bleibt Jet um den Täter, der ihr an Halloween eine lebensgefährliche Hirnverletzung zugefügt hat, zu finden. Gegen ärztlichen Rat entlässt sie sich selbst aus dem Krankenhaus und begibt sich, begleitet von ihrem Jugendfreund Billy, auf die Fährte des Täters. Doch der Countdown ihres Lebend tickt unaufhörlich.
Holly Jacksons Stil zu schreiben ist wirklich sensationell fesselnd und die Idee zu diesem Buch schon kreativ. Nur auf Authentizität sollte man dabei eher nicht hoffen. Denn Holly Jackson bedient sich für Jets Geschichte schon ordentlich an der künstlerischen Freiheit. Es sollte z.B. jedem klar sein, dass eine junge Frau mit schwersten Hirnverletzungen eigentlich keine Ermittlungen tätigen kann. Und trotzdem sind ihre Nachforschungen und was sie dabei zutage fördert ungemein interessant und vielschichtig, manchmal aber auch ein bisschen überzogen und unlogisch.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht recht, was ich von diesem Buch halten soll,
Einerseits ist die Erzählweise richtig toll und spannend, andererseits kämpfte ich auch mit vielen Ungereimtheiten, über die ich manchmal wirklich den Kopf geschüttelt hab. Jet ist auch kein ganz einfacher Charakter. Sie wirkte oft sehr jung und naiv. Ihre Reaktionen sind sich nicht immer nachvollziehbar und scheinen nicht selten unüberlegt.

Mein Fazit:
Dieses Buch hat viele interessante kriminalistische Elemente, die in der Umsetzung aber noch ausbaufähig sind. Der Schreibstil tröstet aber über vieles hinweg. Und wenn man die Handlung nicht allzu kritisch betrachtet, kann man bestimmt sehr viel Freude mit diesem Buch haben.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Moses

Das Geschenk des Meeres
0

Dieses Buch hat mich tief bewegt. Von der ersten Seite an war ich in Dorothys Welt versunken; in ihren Gedanken, ihrer Trauer und ihrer leisen Hoffnung. „Das Geschenk des Meeres“ ist bei Leibe kein lauter ...

Dieses Buch hat mich tief bewegt. Von der ersten Seite an war ich in Dorothys Welt versunken; in ihren Gedanken, ihrer Trauer und ihrer leisen Hoffnung. „Das Geschenk des Meeres“ ist bei Leibe kein lauter Roman, aber ein sehr kraftvoller. Die Stimmung ist wunderschön melancholisch und tröstlich zugleich. Im Zentrum steht eine schicksalsgebeutelte Frau und ein Junge, der angespült von der See auf erstaunliche Weise einem viele Jahre zuvor verschwundenem Kind gleicht. Mit ihm kommen unweigerlich Erinnerungen und Empfindungen ans Licht, die Dorothy zwingen sich ihrem Leben zu stellen und ihr Trauma aufzuarbeiten.
Wer aber auf eine magischen Grund hinter der Ähnlichkeit der Kinder vermutet oder erhofft, wird enttäuscht werden. Mich hatten nach der Buchbeschreibung erst ähnliche Gedanken umtrieben. Dass dann die Handlung letztlich in eine andere Richtung ging und der Schwerpunkt mehr auf Dorothys Seelenleben gelegt wurde, fand ich aber noch sehr viel besser. Und bewegender und bleibend.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ich bin auf etwas Großes gestoßen

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Mein Nickname verrät es wahrscheinlich schon. Ich mag Geschichten aus der Vergangenheit. Wobei ich eigentlich die Zeit in der Pötzschs Henkerromane spielen normalerweise ausklammere. Daher war mir trotz ...

Mein Nickname verrät es wahrscheinlich schon. Ich mag Geschichten aus der Vergangenheit. Wobei ich eigentlich die Zeit in der Pötzschs Henkerromane spielen normalerweise ausklammere. Daher war mir trotz seiner Popularität nie wirklich bewusst, wie gut dieser Mann doch schreibt. Die Totengräber-Bücher spielen in Wien und sind zeitlich etwas anders einzuordnen und doch mich hat es jetzt gepackt!

Obwohl ich in diese Serie quer eingestiegen bin, kam ich wunderbar mit den Figuren zurecht. Und auch der Fall der verschwundenen Frauen war richtiggehend fesselnd, bunt und abwechslungsreich und gar nicht angestaubt. Die Zeit zeigt sich hier in schillernden, lebendigen Farben, sehr greifbar und bildlich. Ich bin auf jeden Fall derart begeistert, dass ich die anderen Bände jetzt baldmöglichst noch lesen möchte. Und selbst an eines der Henkerbücher hab ich mich zwischenzeitlich herangewagt. Und ich befürchte, ich habe eine neue Lesevorliebe für Pötzschs Bücher entwickelt.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Der Zahn wackelt

Ja, nein, vielleicht
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‚Ja, nein, vielleicht‘? Ich antworte leider mit ‚nein‘. Ich habe diesen Roman im Hörbuchformat aufgrund einer Empfehlung gehört. Und was soll ich sagen? Entweder das Format war schlecht gewählt oder die ...

‚Ja, nein, vielleicht‘? Ich antworte leider mit ‚nein‘. Ich habe diesen Roman im Hörbuchformat aufgrund einer Empfehlung gehört. Und was soll ich sagen? Entweder das Format war schlecht gewählt oder die Handlung kam grundsätzlich nicht bei mir an. Jedenfalls konnte ich keine Raffinessen in ihr ausmachen. Sie plätscherte nur dahin ohne mich groß zu fesseln. Ich hörte einfach zu, wie jemand anderes sein Leben lebt, das zwischen Zahnarzt, Schwesternbeziehungen und alten Bekanntschaften changiert. Für mich daraus mitgenommen habe ich aber nur wenig. Der Schreibstil und auch die Leserstimme fand ich trotzdem recht angenehm, nur wurde mir nicht klar, was mir das Buch sagen wollte.
Für mich war es ein Lückenfüller, interessant und trotzdem nichts sagend. Ach ja, vielleicht sollte ich mal wieder einen Zahnarzttermin vereinbaren.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Gut, aber etwas schwächer als die anderen Bände

Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz?
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‚Wer ist hier im Einsatz‘ ist bereits das dritte Band der Vorlesegeschichten-Reihe von ‚Wieso? Weshalb? Warum?‘ und für mich leider das bisher Schwächste.
Anders als bei den Vorgängerbänden wird es nun ...

‚Wer ist hier im Einsatz‘ ist bereits das dritte Band der Vorlesegeschichten-Reihe von ‚Wieso? Weshalb? Warum?‘ und für mich leider das bisher Schwächste.
Anders als bei den Vorgängerbänden wird es nun etwas spezieller und das macht sich auch etwas in den Erklärungen bemerkbar, die für Kleinen manchmal nicht mehr ganz so einfach nachzuvollziehen sind. Bei den Feuerwehrautos z.B. werden die Bezeichnungen genannt, aber nicht näher erklärt oder abgebildet. Trotzdem sind die Geschichten sehr schön und auch kindgerecht gestaltet. Viele drehen sich um verschiedene Einsatzbereiche von Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen, es werden aber auch Hornissen umgesiedelt und Frösche über die Straße gebracht. Jede dieser Geschichten ist in sich geschlossen und trotzdem wird durch wiederkehrende Personen eine Verbindung zu den anderen Kapiteln des Buchs hergestellt. Mir gefiel auch wie bunt und lebendig die Charaktere dargestellt wurden. Dadurch gibt es im Buch nicht nur Menschen verschiedener Herkunft sondern ganz individuelle Lebensmodelle. Für mich spiegelt genau das eine Offenheit wider, die wir Kindern auch in Büchern unbedingt vorleben sollten.

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