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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2019

Wunderbares Buch, das zum Nachdenken anregt

Patient meines Lebens
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Obwohl ich mir dieses Buch vermutlich selbst nicht gekauft habe, bin ich jetzt sehr froh, dass ich es hier gewonnen und gelesen habe. Selten habe ich ein Sachbuch gelesen, das mich so berührt hat. Ich ...

Obwohl ich mir dieses Buch vermutlich selbst nicht gekauft habe, bin ich jetzt sehr froh, dass ich es hier gewonnen und gelesen habe. Selten habe ich ein Sachbuch gelesen, das mich so berührt hat. Ich habe noch Tage später über die einzelnen Geschichten und Schicksale nachgedacht und habe während des Lesens auch die eine oder andere Träne vergossen. Jeder Mensch, der ernsthaft krank ist, sollte einen solchen Arzt finden, sollte das Glück haben, dass sich ein anderer Mensch mit aller Macht und allen ihm zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln für ihn einsetzt. Ich fand es unglaublich, was alles machbar ist, wenn man nur will bzw. einen Arzt findet, der will.

Mich haben eigentlich alle Geschichten sehr berührt, allerdings manche mehr als andere. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Menschen nicht nur in ihrer Krankheit, sondern auch in ihrem Umfeld und in ihrem Wesen beschrieben werden. Das hat mir als Leser die Menschen näher gebracht, nicht nur die Patienten vorgestellt.

Die Schreibweise war wunderbar und schön zu lesen. Auch komplizierte Sachverhalte wurden gut verständlich dargestellt. Ein wunderbares Buch, das man gelesen haben sollte!

Veröffentlicht am 27.03.2019

Wieder spannend und temporeich

Grado im Sturm
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Erneut wollte ich nach Grado reisen – zumindest in Form dieses Buches – und wieder habe ich den Besuch dort in dieser eigenwilligen Landschaft zwischen Meer und Karst sehr genossen. Ich mag Maddalena Degrassi ...

Erneut wollte ich nach Grado reisen – zumindest in Form dieses Buches – und wieder habe ich den Besuch dort in dieser eigenwilligen Landschaft zwischen Meer und Karst sehr genossen. Ich mag Maddalena Degrassi schon seit der ersten Seite, die ich vor einiger Zeit in einem Vorgänger-Buch gelesen habe und habe mich nun sehr auf unser Wiedersehen gefreut. Sie ist eine starke Frau, die dennoch Schwächen hat und auch immer wieder an sich zweifelt. Das gefällt mir sehr und macht sie als Hauptfigur nicht nur sympathisch, sondern auch authentisch und realitätsnah.

Der Fall ist auch in diesem Buch wieder sehr spannend und temporeich. Bis zum Ende des Buches habe ich mitgefiebert und mitgelitten. Man merkt deutlich, dass sich die Autorin Andrea Nagele sehr gut mit den dunklen Untiefen der menschlichen Seele auskennt. Gerade das macht den Reiz ihrer Bücher aus. Sie erforscht das Sein und die Gedankenwelt ihrer Protagonisten und nimmt den Leser mit auf diese spannende Reise. Die Figuren werden von vielen Seiten beleuchtet und so kann der Leser nach und nach Schlüsse über das Geschehen ziehen. Die verschiedenen Erzählstränge verbinden sich nach und nach immer mehr zu einer tollen, spannenden Geschichte!

Gleichzeitig ist die Autorin eine Kennerin Grados und seiner Umgebung und auch das merkt man. Die Natur und die Stadt werden detailliert und voller Kenntnis beschrieben. Das mag ich sehr.

Insgesamt wieder rundum gelungen und ein temporeicher Lesespaß bis zur letzten Seite! Anders als seine Vorgänger, aber mindestens

Veröffentlicht am 25.03.2019

Interessantes Debüt

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich nordische Krimis und Thriller sehr mag und auch die Leseprobe interessant fand. Und auch das Buch hat mir dann gut gefallen. Es hat ein paar Längen, aber ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich nordische Krimis und Thriller sehr mag und auch die Leseprobe interessant fand. Und auch das Buch hat mir dann gut gefallen. Es hat ein paar Längen, aber insgesamt ist es unterhaltsam und interessant, wenn man sich auf die Geschichte und die Figuren einlässt. Auch die Szenerie, die fiktive Inselgruppe Doggerland fand ich spannend. Maria Adolfsson hat mit „Doggerland“ einen tollen Debütroman hingelegt, sodass man sich auf die Teile zwei und drei dieser Trilogie freuen kann.
Ihre Sprache ist klar und deutlich, sie schreibt dynamisch und temporeich. Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, die das Geschehen übersichtlich halten, auch wenn die Perspektiven wechseln. Natürlich lockt sie die Leser auch auf die falsche Spur und sorgt für überraschenden Wendungen, sodass das Buch bis zum Ende spannend bleibt.
Die Figuren fand ich realistisch und lebensnah gezeichnet, die Hauptfigur Karen mochte ich sehr schnell. Aber auch die anderen Protagonisten begeistern, nerven oder lassen einen mitfühlen und miterleben.
Etwas gestört haben mich die viele Beschreibungen, die manchmal das Geschehen etwas zäh machen. Aber nie so, dass ich nicht hätte weiterlesen mögen oder dass ich ernsthaft gestört wur-de. Ich mag es ja, wenn das Flair der jeweiligen Örtlichkeit eine Rolle spielt, aber ein bisschen weniger wäre vielleicht gut.
Insgesamt ein spannendes und unterhaltsames Buch, auf dessen Fortsetzung ich mich schon freue.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Wieder eine wunderbare und spannende Zeitreise

Die Salbenmacherin und der Engel des Todes
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Nachdem ich bereits zwei der Vorgängerbücher um die Salbenmacherin Olivera mit Begeisterung gelesen habe, war ich sehr gespannt auf das neue Buch aus der Feder von Silvia Stolzenburg. Und wieder bin ich ...

Nachdem ich bereits zwei der Vorgängerbücher um die Salbenmacherin Olivera mit Begeisterung gelesen habe, war ich sehr gespannt auf das neue Buch aus der Feder von Silvia Stolzenburg. Und wieder bin ich begeistert! Eine wunderbare und spannende Zeitreise, auf die uns die Autorin mit in das mittelalterliche Nürnberg nimmt. Ich mag historische Bücher sehr, vor allem dann wenn sie gut recherchiert sind und mit einer spannenden Geschichte aufwarten. Die Kombination von Krimi und historischem Roman ist für mich einfach perfekt.
Wieder bin ich mit Leib und Seele eingetaucht in die Welt von Olivera und ihren Lieben. Zum Glück hatte ich Zeit und konnte das Buch direkt in einem durchlesen, denn jede Pause war wirklich schlimm, ich wollte einfach unbedingt wissen, wie es ausgeht und was noch alles passiert. So spannend und packend war das Buch! Und das alleine spricht ja eigentlich schon für sich.
Die Autorin kann wirklich sehr gut beschreiben, sodass man als Leser direkt mit dabei ist. Man hat das Gefühl, die Kälte des Lochs zu spüren, den Gestank des Unschlittplatzes zu riechen und die bunten Farben des Markttreibens zu sehen. Das mag ich so sehr an den Büchern von Silvia Stol-zenburg. Außerdem sind sie gut recherchiert und relativ nah am damaligen Leben. Am Ende des Buches schreibt sie auch nochmal, dass manches eben nicht geht oder für moderne Leser unver-ständlich wäre. Das finde ich richtig gut, denn das macht nochmal alles klarer, wenn man bei-spielsweise darüber nachdenkt, welche Begriffe es damals wohl schon gab und welche nicht oder wer wie gesprochen haben könnte.
Ein großes Lob muss ich der Autorin und ihrem Lektorat, Korrektorat und dem Verlag aussprechen, wenn es um Fehler geht. Es ist einfach unglaublich wohltuend, wenn man mal ein Buch ohne Feh-ler liest! Leider ist das heute ja nicht mehr selbstverständlich.
Man kann das Buch gut für sich alleine lesen, aber noch schöner ist es, wenn man Olivera von Anfang an begleitet hat, denn dann bekommt die ganze Geschichte noch mehr Spannung und Ge-fühl. Ich habe das Buch kaum beendet und freue mich schon heute auf das nächste Buch und eine Fortsetzung!

Veröffentlicht am 25.03.2019

Faszinierend und berührend

Martha, du nervst!
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Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, das ich das Thema Demenz interessant und erschreckend zugleich finde. Dieses Buch wählt einen ganz anderen Ansatz und geht davon aus, dass Men-schen mit Demenz ...


Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, das ich das Thema Demenz interessant und erschreckend zugleich finde. Dieses Buch wählt einen ganz anderen Ansatz und geht davon aus, dass Men-schen mit Demenz „Pioniere für eine humanere Gesellschaft sind, denn sie werfen uns auf uns selbst zurück – an den einzigen Platz, wo Glück dauerhaft zu finden ist. Die Autorin und Diakonis-sin Brigitta Schröder ist ein sehr spannender Mensch, ich würde sie sehr gerne persönlich kennen lernen. Ihre Schreibweise ist schnörkellos und klar und herrlich ehrlich, das zeigt ja auch schon die Überschrift „Martha, du nervst“. Das hat mich tief beeindruckt, fasziniert und berührt.
Es ist toll, wie sie für andere Menschen lebt, sich einbringt und dafür sorgt, dass zum Beispiel ihre Freundin Martha in ihren letzten Jahren zu Hause wohnen kann. Mit den Berichten darüber illustriert sie auch die theoretischen Ansätze, die sie im Buch erläutert. Das macht das Buch so authentisch und lehrreich. Wer sich ernsthaft mit dem Thema Demenz auseinander setzen möchte, ist hier genau richtig. Es ist tiefgreifend und ehrlich, aber auch heiter und lässt immer wieder ein Schmunzeln zu – so wie das Leben eben ist. Ich freue mich schon jetzt darauf, das Buch bald nochmal zu lesen und weitere Gedanken zu entdecken.