Cover-Bild Grado im Sturm
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10,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Weibliche Ermittler
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 21.02.2019
  • ISBN: 9783740805234
Andrea Nagele

Grado im Sturm

Ein Adria Krimi
Im Auge des Sturms

Ein Junge wird Zeuge eines Mordkomplotts. Am nächsten Tag ist er spurlos verschwunden. Während die Polizei um Maddalena Degrassi fieberhaft nach ihm sucht, bricht ein verheerender Wirbelsturm über die Lagunenstadt herein und stürzt den idyllischen Adria-Ort ins Chaos. Eine Leiche und mysteriöse Knochenfunde geben Rätsel auf – und der Angst sind keine Grenzen gesetzt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2019

Als der Sturm über Grado hereinbrach ...

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"Grado im Sturm" ist der vierte Band der Commissaria-Degrassi-Reihe von Andrea Nagele. Der Leser bekommt es anfangs mit einem Jungen zu tun, der bei einem Stromausfall im Supermarkt Stimmen zu einem Mordkomplott ...

"Grado im Sturm" ist der vierte Band der Commissaria-Degrassi-Reihe von Andrea Nagele. Der Leser bekommt es anfangs mit einem Jungen zu tun, der bei einem Stromausfall im Supermarkt Stimmen zu einem Mordkomplott hört. Schon als er flüchten will, wird er verfolgt. Doch letztendlich kann er sich nicht verstecken und wird tags darauf als vermisst gemeldet. Soweit der Einstieg in den Kriminalfall, aber die Autorin öffnet noch weitere Handlungsstränge. Zwei Männer - eine Ehefrau, eine Familie zum Campen, bei der die Ehe nur noch auf dem Papier steht, eine Wetterexperte, der allein mit seinen Prognosen ist. All diese Nebenschauplätze haben mich dann aber eher ein wenig verwirrt. Zwar wird alles aufgelöst, aber halt nicht ganz schlüssig im Gesamtkonzept. Dieses Summenspiel führte daher für mich auch immer ein wenig dazu den Faden zu verlieren und damit riss auch für mich der Spannungsbogen. Mit Aufkommen des Sturms ging dann alles Schlag auf Schlag. Ich hätte mir die Ermittlungen der Commissaria eher gleichmäßig über das gesamte Buch gewünscht. Letztendlich in Summe für mich ein Krimi, der mich nicht ganz überzeugen konnte und auch mit ein wenig schwankenden Gefühlen zurücklässt.

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Veröffentlicht am 02.04.2019

Äußerst atmosphärisch

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Emmanuele wird im Supermarkt unabsichtlich Zeuge eines Mordkomplotts. Er geht zur Polizei, doch dort nimmt man ihn nicht ernst. Am nächsten Tag ist er spurlos verschwunden. Die Polizei um Maddalena Degrassi ...

Emmanuele wird im Supermarkt unabsichtlich Zeuge eines Mordkomplotts. Er geht zur Polizei, doch dort nimmt man ihn nicht ernst. Am nächsten Tag ist er spurlos verschwunden. Die Polizei um Maddalena Degrassi macht sich auf die Suche nach dem Jungen. Währenddessen bricht ein verheerender Wirbelsturm über Grado herein und stürzt den Ort ins Chaos.

Dieser neueste Krimi um Maddalena Degrassi hat mir, wie schon die Vorgängerbände, hervorragend gefallen.
Der Schreibstil war fesselnd und spannend und konnte mich komplett einnehmen. Die düstere und bedrohliche Atmosphäre aufgrund des Sturmes wurde hervorragend einfangen und transportieren.
Die Personen wurden authentisch gezeichnet und quasi zum Leben erweckt. Es gab mehrere Handlungsstränge, in denen verschiedene Personen und deren Aktivitäten beschrieben und beleuchtet wurden. Daneben der Vermisstenfall und ein Toter, der nicht dem Unwetter zum Opfer fiel. All diese unterschiedliche Szenen waren bildhaft und interessant beschrieben, so dass ich mittendrin war. Und über allem schwebte das herannahende Unwetter. Sehr atmosphärisch! Die Autorin hat diese verschiedenen Stränge wunderbar zusammengeführt und in einer spannenden Geschichte verpackt.

Mich hat dieser Krimi super unterhalten, so dass ich gerne 5 von 5 Sternen vergebe.

Veröffentlicht am 30.03.2019

Mit einem Mal wurde es eisig kalt ...

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„Grado im Sturm“ ist der 4. Teil der Reihe um Commissaria Degrassi von Andrea Nagele. Die Vorgängerbände kenne ich (bisher) noch nicht, hatte aber ohne Kenntnis dieser keinerlei Schwierigkeiten mit dem ...

„Grado im Sturm“ ist der 4. Teil der Reihe um Commissaria Degrassi von Andrea Nagele. Die Vorgängerbände kenne ich (bisher) noch nicht, hatte aber ohne Kenntnis dieser keinerlei Schwierigkeiten mit dem Buch.

Emanuele ist im Supermarkt, als sturmbedingt der Strom ausfällt. Hier hört er zufälligerweise, wie im Nebengang zwei Personen über ein Mordkomplott reden. Emanuele geht zur Polizei, um das Gehörte zu melden, aber er wird als Junge aus der Wohnwagensiedlung von dem Polizisten nicht ernst genommen. Als er tags darauf unauffindbar ist, fragt man sich unweigerlich, ob die Personen aus dem Supermarkt mit seinem Verschwinden etwas zu tun haben. Commissaria Degrassi nimmt die Ermittlungen auf.

In Grado ist es in diesem August unerträglich heiß. Die Bewohner und Urlauber Grados kämpfen mit der Hitze. Die Autorin beleuchtet hier unterschiedliche Personengruppierungen: die streitende Urlauberfamilie auf dem Campingplatz, die ungleichen Freunde im Hotel, ein Geschwisterpaar, das ein Haus in Grado geerbt hat sowie Degrassis Mutter, die wieder heiraten will – ausgerechnet den Chef der Commissaria. Degrassi selbst überlegt, wie es mit ihrem Franjo weitergehen soll. Soll sie zu ihm in den Karst ziehen oder nicht? Dann gibt es noch eine Krankenschwester, die seit Jahrzehnten ein Trauma mit sich rumschleppt.

Über allem liegt die drückende Schwüle des nahenden Unwetters. Guiseppe, der Meterologe, warnt vor einem sehr heftigen Unwetter, doch seine Kollegen wiegeln das als Panikmache ab. Dann bricht das Unwetter über Grado herein, in einer unvorstellbaren Heftigkeit. Nichts ist mehr, wie es war. Es gab Tote, Verletzte und immense Schäden.

Commissaria Degrassi hat bei ihren Ermittlungen nicht nur mit dem Wetter zu kämpfen. Neben dem Vermisstenfall gibt es einen weiteren Toten, der nicht durch den Tornado ums Leben kam. Außerdem hat sie auch noch eine Anzeige auf dem Tisch, gegen eine Frau, die früher verbotenerweise Abtreibungen vorgenommen hat.

Für mich sind die Krimi-Elemente dieses Buches in den Hintergrund gerückt. Die Autorin hat sehr eindrucksvoll und bildhaft, fast zu fühlen, das hereinbrechende Unwetter beschrieben. So, wie man es nur kann, wenn man diesen Tornado selbst erlebt hat. Sie erzählt, eingebettet in die Krimi-Handlung, die Schicksale der Personen und wie der Tornado deren Leben verändert.

Das Buch bekommt von mir daher eine unbedingte Leseempfehlung. Ich werde auf alle Fälle an Commissaria Degrassi und dem Wirken der Autorin dranbleiben.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Grado im Auge des Sturms – fesselnd & eindrucksvoll erzählt

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INHALT
Ein Junge wird Zeuge eines Mordkomplotts. Am nächsten Tag ist er spurlos verschwunden. Während die Polizei um Maddalena Degrassi fieberhaft nach ihm sucht, bricht ein verheerender Wirbelsturm über ...

INHALT
Ein Junge wird Zeuge eines Mordkomplotts. Am nächsten Tag ist er spurlos verschwunden. Während die Polizei um Maddalena Degrassi fieberhaft nach ihm sucht, bricht ein verheerender Wirbelsturm über die Lagunenstadt herein und stürzt den idyllischen Adria-Ort ins Chaos. Eine Leiche und mysteriöse Knochenfunde geben Rätsel auf - und der Angst sind keine Grenzen gesetzt.
(Quelle: Emons Verlag)

MEINE MEINUNG
„Grado im Sturm“ von der Kärnter Erfolgsautorin Andrea Nagele ist erneut ein sehr gelungener, fesselnder Band der Adria-Krimi-Reihe rund um die sympathische Commissaria Maddalena Degrassi.
Angesiedelt ist die Handlung im idyllischen kleinen Lagunenstädtchen Grado an der Nordküste der Adria. Dieser Band lässt sich problemlos ohne Vorkenntnisse lesen, doch macht es natürlich sehr viel mehr Spaß, alte Bekannte aus den Vorgängerbänden wiederzutreffen und ihre Weiterentwicklung mitzuerleben.
Die Autorin als ausgesprochene Grado-Kennerin kann mit einem faszinierenden, äußerst stimmigen Setting überzeugen, das sich perfekt in den Handlungsverlauf einfügt. Sehr stimmungsvoll und lebendig sind die Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze, der landschaftlichen Besonderheiten, der unheilvoll aufgeheizten Atmosphäre und der drohend aufziehenden, zerstörerischen Naturgewalten.
Trotz des auf den ersten Blick wenig spektakulären Falls rund um das mysteriöse Verschwinden des jungen Emmanuele ist Andrea Nagele ein spannender, sehr vielschichtiger und clever konstruierter Krimi gelungen, der mit viel psychologischem Feingefühl erzählt wird. Nicht die eigentliche Ermittlungsarbeit steht bei diesem Krimi im Mittelpunkt sondern die Psychodynamik der handelnden Figuren. Geschickt hat Andrea Nagele die unterschiedlichen Einzelschicksale, die wir in den verschiedenen Handlungssträngen nach und nach kennen lernen miteinander verwoben. Sehr differenziert und lebensnah sind die Charaktere mit ihren Eigenheiten und Fehlern ausgearbeitet. So erleben wir das deutsche Ehepaar mit ihren beiden Kindern beim Urlaub an der Lagune, die Geschwistern Loredana und Alfonso in der geerbten Villa ihrer Tante Dolores, Christopher Schumann mit seinem alten Schulfreund Johannes Schröder auf einem Kurztrip, die Krankenschwester Beatrice mit ihrer bedrückenden Vergangenheit oder den Wetterexperten Giuseppe, der für die Region einen gewaltigen Sturm vorhersagt, der aber von niemandem ernst genommen wird. Im Laufe der Handlung kommen bei allen Figuren zunehmend Gereiztheiten, Unstimmigkeiten, Streitereien und Gehässigkeiten auf, denn alle haben mit der ungewöhnlichen Hitze und drückenden Schwüle zu kämpfen. Gekonnt lässt die Autorin die unterschwelligen Spannungen in den Beziehungen immer offener zutage treten und uns in wahre menschliche Abgründe blicken. Die vielen verschiedenen Figuren, ihre Befindlichkeiten und Geheimnisse sorgen für genug Stoff zum Spekulieren und lassen die Spannung immer weiter ansteigen. Je greifbarer der aufziehende, unheilvolle Sturm wird, desto mehr verdichten sich die Handlungsstränge bis schließlich alle Fäden zusammenlaufen. Zum Ende hin überschlagen sich die Geschehnisse regelrecht, das Unheil erreicht seinen Höhepunkt und endet in einer verheerenden Katastrophe, die für die einzelnen Figuren aber ganz unterschiedlich ausgeht.
Das Buch endet mit der noch ausstehenden Auflösung von Emmanueles Fall. Die noch nicht geklärten Knochenfunde aus der Nebenhandlung lassen auf eine baldige Fortsetzung der Krimi-Reihe, ein Wiedersehen mit der sympathischen Maddalena Degrassi und eine Rückkehr nach Grado hoffen.

FAZIT
Sehr gelungener vierter Band der Adria-Krimi-Reihe - eindrucksvoll und mit einer ausgefeilten, fesselnden Handlung!

Veröffentlicht am 27.03.2019

Wieder spannend und temporeich

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Erneut wollte ich nach Grado reisen – zumindest in Form dieses Buches – und wieder habe ich den Besuch dort in dieser eigenwilligen Landschaft zwischen Meer und Karst sehr genossen. Ich mag Maddalena Degrassi ...

Erneut wollte ich nach Grado reisen – zumindest in Form dieses Buches – und wieder habe ich den Besuch dort in dieser eigenwilligen Landschaft zwischen Meer und Karst sehr genossen. Ich mag Maddalena Degrassi schon seit der ersten Seite, die ich vor einiger Zeit in einem Vorgänger-Buch gelesen habe und habe mich nun sehr auf unser Wiedersehen gefreut. Sie ist eine starke Frau, die dennoch Schwächen hat und auch immer wieder an sich zweifelt. Das gefällt mir sehr und macht sie als Hauptfigur nicht nur sympathisch, sondern auch authentisch und realitätsnah.

Der Fall ist auch in diesem Buch wieder sehr spannend und temporeich. Bis zum Ende des Buches habe ich mitgefiebert und mitgelitten. Man merkt deutlich, dass sich die Autorin Andrea Nagele sehr gut mit den dunklen Untiefen der menschlichen Seele auskennt. Gerade das macht den Reiz ihrer Bücher aus. Sie erforscht das Sein und die Gedankenwelt ihrer Protagonisten und nimmt den Leser mit auf diese spannende Reise. Die Figuren werden von vielen Seiten beleuchtet und so kann der Leser nach und nach Schlüsse über das Geschehen ziehen. Die verschiedenen Erzählstränge verbinden sich nach und nach immer mehr zu einer tollen, spannenden Geschichte!

Gleichzeitig ist die Autorin eine Kennerin Grados und seiner Umgebung und auch das merkt man. Die Natur und die Stadt werden detailliert und voller Kenntnis beschrieben. Das mag ich sehr.

Insgesamt wieder rundum gelungen und ein temporeicher Lesespaß bis zur letzten Seite! Anders als seine Vorgänger, aber mindestens