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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2018

Sympathische Charaktere im Küstenkrimi

Küstenbrut
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Der Kriminalroman "Küstenbrut" ist der zweite Fall von Kunsthistoriker Richard Gruben und wurde von der Autorin "Anja Behn" geschrieben. Bereits erschienen sind auch der erste Teil "Stumme Wasser" und ...

Der Kriminalroman "Küstenbrut" ist der zweite Fall von Kunsthistoriker Richard Gruben und wurde von der Autorin "Anja Behn" geschrieben. Bereits erschienen sind auch der erste Teil "Stumme Wasser" und der dritte Fall "Kalter Sand". Alle Bücher sind im "Emons Verlag" veröffentlicht worden.


Nach einem aufregenden und fesselnden Prolog startet die Geschichte mit einer tot aufgefundenen Galeristin an der Ostseeküste. Sie wurde brutal ermordet. Der einzige Anhaltspunkt ist eine Visitenkarte des Kunsthistorikers Richard Gruben in dem Kalender der Toten. Doch Gruben kann sich nicht an die persönliche Visitenkarte erinnern und auch die Tote ist ihm nicht bekannt. Sein Freund und Polizist Muslow bittet Richard um eine Besichtigung der Galerie. Er begibt sich in eine verzwickte Lage und erfährt von ungeahnten Hinweisen.

Diese Krimi-Reihe habe ich leider mal umgekehrt gelesen, da mein erster Roman der Autorin Anja Behn "Kalter Sand" war. Doch nach so einem fesselndem Roman blieb mir nichts anderes übrig, als auch die Vorgänger lesen zu wollen. Ihre Roman sind kurz gehalten, haben es aber trotzdem innig. Der Nervenkitzel, die Spannung und Brutalität werden bis ins Detail beschrieben. Interessant gewählt wird die Ostsee-Küste als Schauplatz für ihre Krimi-Reihe rund um Richard Gruben.

Der Kunsthistoriker Richard Gruben hat eigentlich nichts mit Mordfällen am Hut. Sein Leben hingegen wirkt eher überschaubar und wird realistisch innerhalb der einzelnen Fällen immer wieder aufgegriffen. Sein Charakter ist dabei authentisch und verhält sich innerhalb der Handlung ahnungslos (wie der Leser selbst). Nur Polizist Muslow ist ein langjähriger Freund und bittet Richard um seine "künstlerische" Hilfe. Richards Wissen kann nämlich ein wertvolles Indiz sein und den Fall nach vorne bringen.

Die Ermordete scheint ein mysteriöses Leben zu besitzen und ist nicht einfach zu durchschauen. Der Täter bewegt sich frei herum und sorgt deshalb auch für Sorge bei der Tochter Lena. Ihr Verhalten zeigt, dass sie mehr über den Tod ihrer Mutter weiß. Auch andere Charaktere verheimlichen wichtige Informationen gegenüber Richard und Muslow. Schaurig und packend wird die Handlung in viele Richtungen gelenkt, sodass es bis zum Ende fesselnd bleibt.

Nervenkitzel garantiert Anja Behn auch mit dem zweiten Fall mit Richard Gruben. Die authentische Art gepaart mit der aufbauenden Spannung lassen den Roman nur so dahinfliegen und wecken meine Neugier bis zum Abschluss!

Veröffentlicht am 17.03.2019

Unterhaltsamer Kurzkrimi

Der Brezen-Trick
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"Der Brezen-Trick" ist ein kurzer Schwabenkrimi und ist der 2 1/2 Band der Krimi-Reihe mit der Ermittlerin Elsa Dorn und dem Privatschnüffler Sven Schäfer.

In dem Brautladen von Elsas Freundin Cordula ...

"Der Brezen-Trick" ist ein kurzer Schwabenkrimi und ist der 2 1/2 Band der Krimi-Reihe mit der Ermittlerin Elsa Dorn und dem Privatschnüffler Sven Schäfer.

In dem Brautladen von Elsas Freundin Cordula wird eingebrochen. Die Augsburger Edelboutique ist komplett verwüstet, auch Elsas Kleid ist beschädigt. Die Kommissarin Elsa ist schockiert und möchte schnellstmöglichst den Übeltäter finden. Denn es ist klar, dass muss ein geplanter Einbruch gewesen sein. Elsa beauftragt ihren Freund den Privatermittler Sven Schäfer, denn ihre eigene Arbeit ruft auch...

Der Schwaben-Kurzkrimi ist amüsant und unterhaltsam. Eine perfekte Krimigeschichte für zwischendurch. Mit zwei sympathischen Hauptcharakteren und einer Menge Action habe ich das Buch gut in wenigen Stunden durch gehabt. Die Spannung ist trotz eines kleinen Fall gelungen und es bleibt aufregend. Obwohl mir das Ermittlerduo zuvor nicht bekannt war, habe ich mich schnell in die Geschichte eingefunden.

Der Schreibstil liest sich flüssig und einfach. Elsa wächst mir nach kurzer Zeit ans Herz. Die Charaktere und Ermittlungen wirken auf mich authentisch und ziemlich realistisch. Da der Autor hauptberuflich im selben Milieu arbeitet, wirkten die Ermittlungen auf mich echt. Neben einer Verwüstung und einer Drohung kommt es zu verschiedenen Tätern. Als Leser habe ich gerne mitgefiebert.

Die fesselnden Momente werden mit lustigen Situationen umschmückt. Elsa und Sven sind mir mit ihrer etwas verpeilten und chaotischen Art auf Anhieb sympathisch. Sie sind einfach keine klassischen Beamten, was es besonders amüsant gestaltet. Ich bin neugierig auf weitere und längere Fälle der beiden Ermittler.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Spannender Küstenkrimi

Gefahr aus dem Watt
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Der Kriminalroman "Gefahr aus dem Watt" wurde von dem Autor und Virologe Markus Rahaus geschrieben und beinhaltet nicht nur interessante Charaktere, sondern auch Regionalität und eine mitreißende Handlung.

Die ...

Der Kriminalroman "Gefahr aus dem Watt" wurde von dem Autor und Virologe Markus Rahaus geschrieben und beinhaltet nicht nur interessante Charaktere, sondern auch Regionalität und eine mitreißende Handlung.

Die Komissare Olofsen und Greiner haben einen neuen Fall. Im Ottendorfer Watt liegt eine Leiche vergraben und kurze Zeit danach wird eine weitere auf der "Alten Liebe" gefunden. Die Verbindung führt zu einer Biotechnologiefirma, doch dort will niemand Auskunft geben. Die Ermittler vermuten ein verunreinigtes Medikament. Als weitere Personen an der Infektion sterben, müssen Olofsen und Greiner Vollgas geben. Werden sie die Katastrophe verhindern?

Das Krimidebüt bietet fesselnde und spannende Ermittlungen, authentische Charaktere und aufregende Wissenschaft. Cuxhaven ist dabei als Spielort interessant dargestellt. Mit der Lokalität sind Wahrzeichen und die Gegend schnell bekannt. Aber auch Leser, denen Cuxhaven nichts sagt, werden zufrieden sein und sich an die Küste versetzen können.

Die Mischung innerhalb des Krimis ist gelungen und hat mich auf Anhieb angesprochen. Das Thema Virologie ist interessant aufgegriffen. Als Leser wird mir schnell deutlich, dass der Autor in diesem Gebiet Experte ist. Die Erzählung war dabei absolut spannend und hat mich neugierig gemacht. Auch hinter die Kulissen einer pharmazeutischen Industrie zu blicken, war aufregend und hatte die gewisse Portion an Wissen, ohne langatmig zu werden. Besonders da Cuxhaven mir eher als ruhigen Ferienort bekannt ist, finde ich die Idee mit dem Krimi grandios.

Olofsen und Greiner mochte ich als Ermittler durch ihre authentische Art sehr. Neben der Arbeit erfährt man auch viel über die Charaktere persönlich. Die beiden sind typische Gegensätze, sodass es hin und wieder zu Streitigkeiten kommt, welche ich amüsant dargestellt werden. Olofsen ist häufig mies gelaunt und spricht seine Meinung meist geradeheraus. Dabei macht er sich zwar Feinde, wirkt auf mich aber realistisch und trotzdem sympathisch.

Die Spannung ist verstärkt durch die Perspektivswechsel der Personen erhalten geblieben. Somit habe ich als Leser nicht nur die Ermittlungen verfolgt, sondern auch die Sicht der Täter erlebt. Trotzdem kommt die Lösung hinter dem Geschehen erst recht spät, sodass ich bis zum Schluss regelrecht miträtseln konnte. Nachdem man in die Irre geführt wird, erhält man Stück für Stück die Motive. Wirklich gelungen!

Ich bin gespannt, ob es bald wieder etwas von dem Ermittlerduo zu lesen gibt. Die Geschichte enthält gelungene Spannung, tolle Ermittlungen und ein interessantes Thema!

Veröffentlicht am 10.03.2019

Gute-Laune-Lektüre

Das kleine Café im Gutshaus
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Der Liebesroman "Das kleine Café im Guthaus" wurde von der Autorin Julie Shackman geschrieben und eignet sich prima als Lektüre für entspannte Tage.

Lara McDonald verschlägt es nach einer missglückten ...

Der Liebesroman "Das kleine Café im Guthaus" wurde von der Autorin Julie Shackman geschrieben und eignet sich prima als Lektüre für entspannte Tage.

Lara McDonald verschlägt es nach einer missglückten Beziehung wieder in ihre kleine Heimatstadt nach Schottland. Dort nimmt sie einen Job in einer Bäckerei an und versucht ihre Chefin Kitty tagtäglich mit ihren Backkreationen zu begeistern. Leider wird ihre Arbeit von Kitty nicht geschätzt. Als jedoch Lara den Stammkunden Lord Hugo Carmichael kennenlernt, wendet sich das Blatt. Hugo vermacht Lara nach seinem überraschenden Tod ein Atelier auf seinem Gut. Seine Familie ist gegenüber der Unbekannten skeptisch, aber trotzdem erhält Lara die Möglichkeit ihres eigenen Cafés. Wäre da nicht Hugos gutaussehender und arroganter Enkel...

Die Geschichte bietet eine tolle Abwechslung, auch wenn die Verläufe innerhalb der Handlung häufig vorhersehbar sind. Lara hat das Glück als kleine Bäckerin hoch hinauszukommen und ihre Träume zu verwirklichen. Neben ihrem Erfolg im Beruf und ihrer Ideen sind auch Themen, wie Liebe, Freundschaft und Hoffnung Bestandteile des Geschehens.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach und liest sich flüssig. Nach wenigen Seiten erlebt man den Alltag der bodenständigen Lara und erfährt mehr über ihre Gefühle und Gedanken. Unter ihrer Chefin Kitty hat sie zu Beginn ganz schön zu leiden. Ihre Kreativität wird nicht befürwortet. Doch dann trifft Lara auf Hugo, der ihr die Türen zum Glück öffnet. Auch wenn die Handlung durch Klischees und jede Menge unrealitistischer Dinge beschrieben wird, habe ich mich wohl gefühlt. Lara wächst einen ans Herz und man ist gespannt, was als nächstes folgt.

Im Laufe der Kapitel kommt es immer wieder zu Hochs und Tiefs. Laras Erfüllung ist keineswegs problemlos. Mit plötzlichen Reparaturen, Streitigkeiten über das Erbe und großer Eifersucht wird Laras Eröffnung des Cafés erschwert. Zudem bahnt sich zwischen Lara und einem Familienmitglied eine Liebe an, die ständig ins Wanken gerät. Die Spannung steigt, obwohl ich das Ende längst geahnt habe.

Eine leichte, amüsante Liebesgeschichte, die für einen kurzweiligen Zeitvertreib geeignet ist und einen für mehrere Stunden aufheitert. Ich habe gerne die Entwicklung von Laras Leben verfolgt und fand den Schreibstil angenehm!

Veröffentlicht am 07.03.2019

Keine theatralische Spannung

Mord braucht keine Bühne
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Der Kriminalroman "Mord braucht keine Bühne" wurde von der englischen Autorin Frances Brody geschrieben, die für ihre Krimi-Reihe mit der Ermittlerin Kate Shackleton bekannt ist. Die Reihe spielt in den ...

Der Kriminalroman "Mord braucht keine Bühne" wurde von der englischen Autorin Frances Brody geschrieben, die für ihre Krimi-Reihe mit der Ermittlerin Kate Shackleton bekannt ist. Die Reihe spielt in den 1920er Jahren, wo bereits durch das schöne Cover hingewiesen wird.

Kate Shackleton hat wieder einen neuen Fall. Nachdem ein Pfandleiher ausgeraubt wird, stellt sich die verwitwete Kate als Hobbydetektivin der Sache. Auf dem Rückweg nach einem Theaterbesuch stolpert sie noch über einen Toten. Damit hat sie nicht gerechnet. Als dann die Hauptdarstellerin des Stückes entführt wird, ist Kates Spürnase gefragt. So schnell gibt sie nicht auf und ermittelt gemeinsam mit ihrem Partner Jim Sykes.

Ohne Vorkenntnisse bin ich in den Kriminalfall schnell eingestiegen. Die Kulisse und die Atmosphäre der 20er Jahre ist gelungen. Nach kurzer Zeit taucht man in das Geschehen hinein und befindet sich mittendrin. Zu Beginn ist dadurch die Spannung recht hoch, was leider mit der Zeit abnimmt.

Die britische Art wird deutlich, da mich Kate an einigen Szenen an Miss Marple erinnert, auch wenn sie ihr natürlich nicht das Wasser reichen kann. Kate und Jim sind ein interessantes Ermittler-Duo, was wirklich speziell ist. Auch wenn ich durch die Sammlung an Beweise angetan war, gab es einige fragwürdige Handlungen, die ich als Leser nicht verstanden habe. Ich konnte miträtseln, aber meist war das folgende Ergebnis recht unrealistisch.

Neben dem Mord, Raub und den Entführungen spielt die Geschichte immer wieder in mehreren Zeiten, was mir manchmal durcheinander vorkam und zum Teil langatmig wurde. Die Motive der Täter waren nicht immer verständlich. Erst zum Ende erhält man Stück für Stück eine Vernetzung, was dann ein wenig für Spannung sorgt.

Obwohl ich Kates und Jims Ermittlungen interessant fand, bin ich am Ende zwiegespalten. Die Geschichte konnte mich nur halbwegs unterhalten und auch die Spannung blieb nicht erhalten. Außerdem habe ich Kates Verhalten nicht nachvollziehen können, wodurch mir das Ende eher fragwürdig vorkam.