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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2019

Madelins Geheimnis

Der Himmel über Havanna
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Auf dem Sterbebett ihrer Oma Madelin erfährt Lisandra, daß Madlens Mann Salvador gar nicht ihr Opa ist. Die Oma erzählt noch von einem Tagebuch. Nach dem Tod der Oma sucht Lisandra dieses Tagebuch und ...

Auf dem Sterbebett ihrer Oma Madelin erfährt Lisandra, daß Madlens Mann Salvador gar nicht ihr Opa ist. Die Oma erzählt noch von einem Tagebuch. Nach dem Tod der Oma sucht Lisandra dieses Tagebuch und wird auch fündig. Aus den Aufzeichnungen ergibt sich, daß die Oma eine Affäre mit einem Amerikaner hatte. Aber das Tagebuch endet, bevor klar wird, ob der Amerikaner wirklich der Vater ihrer Mutter ist. Lisandra muß erst durch ganz Kuba reisen, um mehr zu erfahren.

Selbst kämpft sie mit ihren Gefühlen. Sie hat den Deutschen Andy kennengelernt, der auch kubanische Wurzeln hat, aber bald wieder nach Deutschland zurückkehrt.

Die Autorin Sabine Strick erzählt eine unwahrscheinlich berührende Geschichte, die teils im Jahr 2015 spielen, aber auch in Rückblenden ins Kuba des Jahres 1958 geht. Dies war eine Zeit, in der die Revolution eine große Rolle spielt. Salvador hatte sich den Leuten von Fidel und El Che angeschlossen, um für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

Ich selber habe 2011 Kuba bereist. So waren mir viele Orte bekannt, die in diesem Buch eine Rolle spielen. Das kubanische Lebensgefühl und die Zeit der Revolution hat die Autorin auch sehr bildhaft beschrieben.

Mein Fazit:
Tolle Story, die ich so nicht erwartet habe. Tolle Protagonisten, daher eine klare Lesempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 01.11.2019

Irgendwann fängt man zu glauben, was nicht sein kann...

Ein Fall für Peter Conrad / Blut
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Bei dem Aushub für ein Bürogebäude in der Londoner City stoßen die Bauarbeiter auf Überreste einer Kirche. Prof. Small hat nun ein kurzes Zeitfenster, um eine Notgrabung zu machen. Er holt Peter Conrad ...

Bei dem Aushub für ein Bürogebäude in der Londoner City stoßen die Bauarbeiter auf Überreste einer Kirche. Prof. Small hat nun ein kurzes Zeitfenster, um eine Notgrabung zu machen. Er holt Peter Conrad und Lisa Franks in sein Team.

An dieser Stelle hatte es mal einen Friedhof gegeben. Die Leichen wurden vor einer früheren Bebauung auf andere Friedhöfe umgebettet. Das Grabungsteam stellt dann aber fest, daß noch tiefer im Boden weitere Gräber vorhanden sind, die jedoch nicht umgebettet wurden. Einfach nur vergessen, weil sie tiefer lagen? Oder gab es noch einen anderen Grund? Die Vorfindesituation ist merkwürdig. Die Leichen haben Steine im Mund, teils sind Gliedmaßen zertrümmert. Es werden Eisennägel im Bereich des Oberkörpers gefunden. Prof. Small ist äußerst begeistert, obwohl er den Grund hierfür nicht dem Team mitteilt. Nach Beendigung der Notgrabung zieht er mit seinem Team auf einen anderen Friedhof um.

Sein Team kann seinen Gedanken nicht folgen. Er scheint aber gute Connections zu haben, daß er für diesen Friedhof so schnell eine Grabungsgenehmigung bekommen hat. Small hat scheinbar den richtigen Riecher gehabt. Hier finden sie sehr schnell ausgeblutete und mumifizierte Leichen. Kurz danach häufen sich merkwürdige Begebenheiten, die das Grabungsteam frösteln lassen. Dann wird eine weitere Leiche gefunden, die aber erst zur Zeit der Grabung starb. Es soll nicht der erste gravierende Vorfall bei der Grabung bleiben. Nachdem die Presseleute erst mal die Fährte aufgenommen haben, werden sie zu Kletten, auf der ewigen Suche nach einer Sensationsstory.

Die Charaktere von Peter Conrad und Lisa Franks gefallen mir sehr gut. Sie kommen von anderen Ausgrabungen, bei denen es Vorkommnissen gegeben haben muß, an denen sie heute noch zu tragen haben. Die anderen Mitglieder der Grabungstruppe haben sehr unterschiedliche Charaktere. Mich wundert es daher überhaupt nicht, daß es innerhalb des Teams zu einer gewisser Spaltung kommt. Susan, die Grabungsleiterin, scheint als Einzige zu wissen, welche Ziele der Professor verfolgt.

Das Autorenteam Dana und Barry Stiller hat es verstanden, mich immer weiter in den Bann dieser Geschichte zu ziehen. Sie haben langsam, aber sicher eine Geschichte aufgebaut, die sich mit Untoten, Wiedergängern beschäftigt. Irgendwann war ich dann an dem Punkt: Was ist, wenn es doch..., aber das kann doch eigentlich nicht sein.

Mein Fazit:
Tolle Protagonisten, tolle Story, die einen immer weiter mitreißt und nicht losläßt, ein meisterhaft inszeniertes Spiel mit Indizien. Auf weitere Geschichten mit Peter Conrad und Lisa Franks bin ich schon total gespannt.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Ein Inseldetektiv? Nicht sein Traumjob

Nordseenebel
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Raphael ist von Beruf Sohn einer reichen Familie. Bisher hat er nichts Nennenswertes auf die Reihe gekriegt. Als er bei Papa in Ungnade fällt, dreht dieser ihm kurzerhand den Geldhahn zu. Zeitgleich erbt ...

Raphael ist von Beruf Sohn einer reichen Familie. Bisher hat er nichts Nennenswertes auf die Reihe gekriegt. Als er bei Papa in Ungnade fällt, dreht dieser ihm kurzerhand den Geldhahn zu. Zeitgleich erbt er von seinem Onkel eine Detektei auf der Insel Föhr. Nicht gerade begeistert macht er sich auf den Weg nach Föhr. Da er die Detektei nicht fortführen will, entläßt er bei seiner Ankunft gleich mal die zwei Angestellten seines Onkels. Trotz allem stöbert er in den Akten seines Onkels und bleibt prompt an einem Vermisstenfall hängen. Dieser beschäftigt ihn mehr als ihm lieb ist.

Raphael und sein Zwillingsbruder haben mir gut gefallen, auch die zwei Angestellten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Dies war mein erstes Buch von Heike Denzau, aber sicher nicht mein letztes. Ihr Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut: niemals langweilig, einen Schuß Humor und etliche unerwartete Wendungen. Die Handlung ist spannend bis zum Schluß. Das Ende war alles andere als vorhersehbar.

Veröffentlicht am 24.09.2019

Eigentlich wollte ich einen Krimi lesen ...

Die einzige Zeugin
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aber die Krimihandlung bleibt leider etwas auf der Strecke. Das Buch fängt zwar mit einem Mord an, aber die polizeilichen Ermittlungen halten sich sehr in Grenzen. Die Ex-Frau von Svante gerät unter Mordverdacht, ...

aber die Krimihandlung bleibt leider etwas auf der Strecke. Das Buch fängt zwar mit einem Mord an, aber die polizeilichen Ermittlungen halten sich sehr in Grenzen. Die Ex-Frau von Svante gerät unter Mordverdacht, obwohl sie selber niedergeschlagen wurde. Und es werden dann noch weitere Leichen auf dem Gelände einer psychatrischen Anstalt gefunden. Ist ein Serienkiller am Werk?

Eva hat mir als Protagonistin eigentlich gut gefallen, aber Sympathieträgerin in diesem Buch ist meiner Meinung nach die ehemalige Krankenschwester Ulla.

Die Handlung driftet sehr ins Roma-Milieu ab, was ich auf der einen Seite als informativ, aber nicht unbedingt zu einem Krimi passend gefunden habe. Die polizeiliche Ermittlungsarbeit nimmt nur einen sehr eng begrenzten Rahmen in diesem Buch ein, was mich schon etwas irritiert hat. Mich hat das Buch daher nicht so recht überzeugen können.

Veröffentlicht am 19.09.2019

Verfolgungsjagd im Wald

Der Blütenjäger
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„Der Blütenjäger“ von Catherine Shephard habe ich als Hörbuch genossen. Die Stimme von Beate Rhysopp gefällt mir immer wieder sehr gut.

Eine junge Frau liegt ermordet in einem Wald, hinterrücks erschossen, ...

„Der Blütenjäger“ von Catherine Shephard habe ich als Hörbuch genossen. Die Stimme von Beate Rhysopp gefällt mir immer wieder sehr gut.

Eine junge Frau liegt ermordet in einem Wald, hinterrücks erschossen, und der Mörder hat eine Blüte und ein Foto der Frau beim Opfer hinterlassen. Was soll das bedeuten? Die Spezialermittlerin Laura Kern und ihr Team stehen vor einem Rätsel. Noch bevor sie überhaupt einen Ansatz finden können, passiert ein weiterer Mord nach gleichem Muster. Die Zeit drängt, hier scheint ein Serienkiller am Werk zu sein.

In Rückblenden wird immer wieder Bezug genommen auf den Mord an einem kleinen Mädchen vor 20 Jahren, das mit seinem Bruder in den Wald gelaufen ist. Nur was hat das mit den Fällen im Hier und Jetzt zu tun?

Die Personen waren alle überzeugend dargestellt. Die Geschichte ist spannend und mit überraschenden Wendungen erzählt.