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Veröffentlicht am 12.10.2020

Layla - Heldin auf vier Pfoten

Layla
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Das Buch ist eine Fortsetzung zu „Phoebe – eine Strassenhündin checkt ein“. Die Bücher können aber unabhängig voneinander gelesen werden.

In dem ersten Buch erzählt Phoebe, eine quirlige Terrierdame aus ...

Das Buch ist eine Fortsetzung zu „Phoebe – eine Strassenhündin checkt ein“. Die Bücher können aber unabhängig voneinander gelesen werden.

In dem ersten Buch erzählt Phoebe, eine quirlige Terrierdame aus einem kroatischen Tierheim, viele amüsante, aber auch schon mal traurige Geschichten, die sie mit den Hotelgästen, ihren Herrchen und ihren tierischen Kumpels erlebt. Am Ende des Buches hört sie, daß noch ein weiterer Hund einziehen soll. Begeistert war sie nicht, aber als sie Layla das erste Mal sah, schmolz ihr Widerstand schlagartig dahin. Layla war keine Konkurrenz sondern brauchte ihre Hilfe. Und so war ich schon recht neugierig auf den Folgeband.

Layla versuchte vorher auf dem Busbahnhof von Istanbul zu überleben. Ihr Zuhause dort war unter einem Kofferwagen, aber da kam sie nicht zur Ruhe. Als sie bei Phoebe und ihren Herrchen ein Für-immer-Zuhause gefunden hatte, tat sie sich aber trotz aller Liebe schwer, ihr altes Leben und ihre Ängste zu vergessen. Ihr neuer „Kofferwagen“ war ein Tisch, unter dem sie immer wieder Schutz suchte, wenn ihr Situationen unheimlich wurden.

Layla durfte auch die menschlichen und tierischen Freunde von Phoebe kennenlernen. Phoebe erzählt, wie Layla neugierig, aber auch immer wieder ängstlich verschiedene Geschichten mit den tierischen Kumpels und ihren Menschen erlebt. Besonders schön fand ich, daß hierbei die Figuren aus dem 1. Buch wieder eine Rolle spielten. So z.B. Elfriede aus der Tierpension, wo Phoebe und nun auch Layla ab und zu zu Besuch sind und sich dort fast wie zuhause fühlen. Wie auch Phoebe darf Layla in die Hundeschule gehen. Hier hat sie besonders mit ihren Ängsten zu kämpfen. Phoebe redet ihr gut zu und ermuntert sie, es doch einfach mal zu versuchen. Angelo, der seinem Frauchen immer wieder mit seinen Rüpeleien zusetzt, „erfreut“ sie dieses Mal damit, daß er die gerade „versteckten“ Blumenzwiebeln wiederfindet. Und um Hector, einem gut genährten Mops, müssen sich Phoebe und Layla dieses Mal richtig Sorgen machen. Er hat beim Spaziergang Gift gefressen und braucht eine Weile, bis er wieder gesund ist. Das Frauchen macht sich nun Vorwürfe, weil sie Hector vorher auf Diät gesetzt hat. Besonders gefreut habe ich mich, daß die ältere Hundedame Wilma Phoebe und Layla besucht hat. Phoebe kennt Wilma aus dem kroatischen Tierheim. Sie war sowas wie eine mütterliche Freundin für Phoebe. Wilma hat nach langer Zeit auch ein Zuhause in Deutschland gefunden und darf dort den Rest ihres Hundelebens genießen.

Wie das erste Buch hat mich auch dieser Band gut unterhalten. Die Seiten fliegen nur so dahin. Neben den amüsanten Geschichten freut man sich über jeden kleinen Schritt, mit dem Layla ihre Ängste ein Stück weit überwindet.

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Veröffentlicht am 29.06.2020

Brandheißer Krimi in Köln

Köln 300 °C
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Judith Mertin und Markus Kaiser werden zu einem Autobrand gerufen. Hinterm Steuer ist ein Mann verbrannt. Ein Unfallgeschehen kann ausgeschlossen werden. Im Fußraum des Autos bemerkt Judith Mertin ein ...

Judith Mertin und Markus Kaiser werden zu einem Autobrand gerufen. Hinterm Steuer ist ein Mann verbrannt. Ein Unfallgeschehen kann ausgeschlossen werden. Im Fußraum des Autos bemerkt Judith Mertin ein verkohltes Etwas, das aussieht wie ein Brikett. Keiner hat eine Ahnung, um was es sich dabei handelt. Und wer ist der Tote? Gibt es Parallelen zu anderen Bränden in Köln?
Etwa dem in dem Heim für unbegleitete Flüchtlinge? Irgendwie scheint alles zusammenhanglos.

Das Ermittlerteam Mertin/Kaiser kann man nicht als harmonisch bezeichnen. Judith fühlt sich von Kaiser im Stich gelassen. Kaiser nervt gerade jeden. Er kann sich selber nicht ausstehen. Judith, die sehr gut in Selbstverteidung ist, schießt manchmal etwas übers Ziel raus. Das Ganze gipfelt darin, daß Judith um eine Versetzung bittet, obwohl sie doch gerade erst begonnen hat mit Kaiser zu arbeiten.

Neben der eigentlichen Krimihandlung und dem Hickhack des Ermittlerteams sind die Hintergründe der im Heim für unbegleitete Flüchtlinge interessant. Sie sind wie Judith im Kongo aufgewachsen. Die Flüchtlingskinder haben unter menschenunwürdigen Bedingungen in einer Coltanmine gearbeitet, einem für die Handyproduktion notwendigem Rohstoff.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Protagonisten waren überzeugend dargestellt, die Handlung sehr spannend. Klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 29.06.2020

Ermittlungen in einem brandheißen Fall

Die Haferhorde – Teil 14: Löschen im Galopp
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Die Ponys vom Blümchenhof erwarten Besuch aus Dammbüll. Alle freuen sich wahnsinnig auf die schöne gemeinsame Zeit. Dann bricht aber auf dem Gestüt Donnerbalken ein Feuer aus. Zwei Pferde beziehen Quartier ...

Die Ponys vom Blümchenhof erwarten Besuch aus Dammbüll. Alle freuen sich wahnsinnig auf die schöne gemeinsame Zeit. Dann bricht aber auf dem Gestüt Donnerbalken ein Feuer aus. Zwei Pferde beziehen Quartier auf dem Blümchenhof. Dann passiert das Unfassbare: Auch auf dem Blümchenhof brennt es. Das kann kein Zufall sein. Die Haferhorde ermittelt nun in einem brandheißen Fall.

Es sind keine Vorkenntnisse der vorangegangenen Bände notwendig.

Bürger Lars Dietrich als Sprecher haucht den tierischen Protagonisten sehr gekonnt Leben ein.
Auch deswegen hat meiner Enkelin und mir die ungekürzte Lesung gut gefallen.

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Veröffentlicht am 11.05.2020

Der Titel hat mich neugierig gemacht

Single, weiblich (50) sucht Mutter...
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Single, weiblich (50), sucht Mutter … Wie? Warum sucht jemand eine Mutter? Da ist doch zumindest eine biologische Mutter vorhanden. Kann man eine Mutter so einfach ersetzen? Und was bewegt jemanden, sich ...

Single, weiblich (50), sucht Mutter … Wie? Warum sucht jemand eine Mutter? Da ist doch zumindest eine biologische Mutter vorhanden. Kann man eine Mutter so einfach ersetzen? Und was bewegt jemanden, sich auf so eine Anzeige melden? Das Kopfkino war schon mal an.

Schnell war klar, daß die Mutter-Tochter-Beziehung von Esther und ihrer Mutter äußerst schwierig war. Esther gibt alles auf, zieht aufs Land, hofft allem zu entfliehen.... und gibt diese Anzeige auf. Esther erhält einige Antworten auf diese Anzeige. Die ersten Treffen waren aus verschiedenen Gründen nicht erfolgversprechend. Und Esther erhält auch eine Mail von einer unbekannten Seelenverwandten, mit der sie sich fortan rege austauscht.

Im Laufe des Buches taucht man immer weiter in die Lebensgeschichten von Esther und der unbekannten Seelenverwandten sowie ihren Müttern ein und ist manches Mal überwältigt, wie die Lebensgeschichte der Mütter auch ein Stück des Lebens der Töchter bestimmt. Müssen Töchter den manchmal als schwer empfundenen Ballast ein Leben lang tragen?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Protagonisten und Handlung waren sehr überzeugend dargestellt. Nach manchen Kapiteln habe ich einfach mal eine Weile nachdenken und das Ganze für mich reflektieren müssen. Ich würde von den Autorinnen Ao Krippner und Gabriela D'Amico gerne noch mehr lesen.

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Veröffentlicht am 12.02.2020

Teuflisch gute Geschichte

Solothurn tanzt mit dem Teufel
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Solothurn, Fasnachtzeit, ausgelassenes Treiben in den Straßen – und dann wird eine tote Frau am Fuße des Krummturms gefunden. Karin, die bei der Kantonspolizei Solothurn arbeitet, erkennt in ihr gleich ...

Solothurn, Fasnachtzeit, ausgelassenes Treiben in den Straßen – und dann wird eine tote Frau am Fuße des Krummturms gefunden. Karin, die bei der Kantonspolizei Solothurn arbeitet, erkennt in ihr gleich eine Bekannte von Luana, die ein Praktikum bei der Kantonspolizei macht. Eine Spur zum Täter oder ein Motiv sind nicht erkennbar. Weitere Morde an Frauen folgen. Eins haben sie alle gemeinsam, ein Taatoo an in der Innenseite des Oberschenkels: 666, die Zahl des Teufels. Was hat das zu bedeuten? Hauptmann Dominik Dornach und die Staatsanwältin Angela Casagrande sind mit der Aufklärung betraut.

Während der Ermittlungen bekommt Dornach die Nachricht, daß seine Tochter Pia, die für ein Kinderhilfswerk im Irak tätig ist, bei einem Terroranschlag schwer verletzt wurde. Ihr Freund Rafik hat dabei sein Leben verloren.

Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, allen voran Dominik Dornach. Verschiedene Handlungsstränge, die anfangs überhaupt nicht zusammenpassen wollen, fügen sich im Laufe der Geschichte langsam aber sehr spannungsreich zu einem Ganzen. Teuflisch gut, daher eine klare Lesempfehlung. Auf weitere Fälle des Autors bin ich schon gespannt.

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