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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2025

Wenn teilen richtig weh tut

Sharing – Willst du wirklich alles teilen?
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Teilen ist doch toll, oder? Markus und Bettina finden das auch und so betreiben sie ein kleines Unternehmen, bei man Wohnungen oder Autos für einen kurzen Zeitraum mieten kann. Doch dann wird sie entführt ...

Teilen ist doch toll, oder? Markus und Bettina finden das auch und so betreiben sie ein kleines Unternehmen, bei man Wohnungen oder Autos für einen kurzen Zeitraum mieten kann. Doch dann wird sie entführt und im Darknet öffentlich misshandelt und Schlimmeres. Die Idee des Teilens wird auf grausamste Art und Weise weitergesponnen. Markus gerät in seine ganz persönliche Hölle und rutscht immer weiter ab. Die Polizei verdächtigt ihn und er kann sich nicht erklären, wie und warum er in diesen Alptraum geraten ist.

Ein richtig spannendes Buch, in dem Arno Strobel wieder einmal zeigt, was er kann. Er nimmt seine Anregungen gerne aus dem Alltag und führt sie ad absurdum. Das mitzuverfolgen ist richtig spannend und jagt einem auch die eine oder andere Gänsehaut über den Rücken.

Fake und Stalker konnten mich zuletzt nicht so richtig begeistern, da mochte ich weder die Story, noch die Protagonisten und außerdem waren mir die Ideen in beiden Bücher auch zu gleich. Als hätte er von sich selbst abgeschrieben. Deswegen lagen Offline und Sharing dann auch längere Zeit auf meinem SuB. Offline hat mir dann aber ziemlich gut gefallen und so dachte ich, jetzt ist Sharing auch endlich dran.

Die Idee hat mir gut gefallen und auch die Umsetzung mit einem Lauf, der für Markus immer irrer wurde. Schon ziemlich verrückt, gleichzeitig konnte man das Geschehen aber immer gut nachvollziehen und sich vorstellen, dass es wirklich so ist. Die Auflösung hat mich nicht ganz überzeugt, aber insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich würde dafür eine Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Bezauberndes, wunderschönes Märchen für die kalte Jahreszeit

Fjolla, Hüterin der Schneelande
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Schon beim ersten Blick auf das Cover war es um mich geschehen. Ich bin wahrlich keine Coverkäuferin, auch weil ich viele Krimis und Thriller lese und das da nicht so wichtig ist. Bei Kinder- und Jugendbüchern ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover war es um mich geschehen. Ich bin wahrlich keine Coverkäuferin, auch weil ich viele Krimis und Thriller lese und das da nicht so wichtig ist. Bei Kinder- und Jugendbüchern dagegen finde ich das schon relevanter. Die ganze Schönheit des Covers zeigt sich auch erst, wenn man es in der Hand hält und ein bisschen dreht. Dann glitzern Fjollas Haare und der Pelz des Schneefuchses und der Eisbär am Himmel zeigt sich wie bei einem Hologramm in allen Farben. Das ist schon ziemlich magisch und passt meiner Meinung nach perfekt zum Buch.

Schon nach wenigen Seiten war ich voll im Geschehen. Fjolla mochte ich sofort. Und die wunderbare zahme Eisfüchsin Drifa auch. Ihr Freund Yuki ist supergoldig, den kann man nur gernhaben.

Wunderbar ergänzt wird der Text durch faszinierende Illustrationen von Mareike Ammersken, die den Zauber der Schneelande wirklich perfekt eingefangen hat. Einfach schön, anders kann ich es gar nicht in Worte fassen.

War es zuerst einfach nur eine Erzählung aus einer Welt im Norden, mit viel Eis und Schnee, Dunkelheit und Kälte, so hat sich das schnell geändert. Aus der Geschichte wird ein bezauberndes magisches Märchen, das ich leider viel zu schnell gelesen hatte. Da ich sehr viel und sehr schnell lese, darf leider längst nicht mehr jedes Buch in mein Regal einziehen oder bei mir bleiben, aber hier bin ich mir sicher: Das Buch wird einen Ehrenplatz erhalten. Und das nicht nur wegen des wunderschönen Covers, sondern vor allem wegen der herzerwärmenden und so faszinierenden Geschichte.

In einer Beschreibung habe ich gelesen: „Ein fantastisches Abenteuer voller Eismagie, tierischer Gefährten und alter Geheimnisse – für alle, die die Wunder der Natur lieben.“ Und genau das kann ich bestätigen. Es ist einfach wunderbar, mit Fjolla in ihrer Schneelandschaft unterwegs zu sein. Auch wenn es mal richtig kalt wird und sogar ziemlich gefährlich, so kann sich doch niemand der Magie der Schneeflocken, Eiskristalle und Nordlichter entziehen. Ich freue mich jetzt schon darauf, das Buch um Weihnachten herum nochmal zu lesen!

Veröffentlicht am 23.09.2025

Noch besser als Teil 1

Tatort Hafen - Tod im Schatten der Elbflut
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Nachdem ich Tatort Hafen. Tod an den Ladungsbrücken ziemlich gerne gelesen hatte, wollte ich natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Zwischen den Geschichten in den Büchern ist ein leichter zeitlicher ...

Nachdem ich Tatort Hafen. Tod an den Ladungsbrücken ziemlich gerne gelesen hatte, wollte ich natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Zwischen den Geschichten in den Büchern ist ein leichter zeitlicher Versatz von ein paar Monaten, ich hab sie fast direkt hintereinander gelesen. Das ist natürlich praktisch, weil dann alles noch präsent ist und man die Vorgängergeschichte und alle Figuren noch im Kopf hat. So war ich auch superschnell wieder drin, aber meiner Meinung nach könnte man die Bücher aber auch sehr gut einzeln lesen – was ja bei Reihen nicht immer unbedingt der Fall ist. Teil 2 bezieht sich ab und zu auf den ersten Band, aber nicht so, dass man Verständnisprobleme hätte.

Das Buch beginnt schon ziemlich dramatisch. Zwei Menschen auf der Flucht, die dringend Wasser brauchen, ein aufziehender Sturm mit Flut und dann noch ein tödlich endender Streit. Da ist man als Leser sofort mitten drin im Geschehen und voll dabei. Kein langes Vorgeplänkel, sondern direkt ab in die Geschichte.

Ich fand es schön, die Hauptfiguren aus Teil 1 wieder zu „treffen“. Die Kollegen der Wasserschutzpolizei rund um ihren Chef Tom Bendixen, die sich auf die Sturmflut in ihrem Hafen vorbereiten, und auf der anderen Seite Mordermittlerin Jonna Jacobi, die herausfindet, dass der tote Afrikaner, der in der Elbe gefunden wurde, etwas mit dem Containerriesen zu tun hat, das es gerade noch in den Hafen geschafft hat. Und dann kommt der Sturm mit voller Wucht und bringt das Hochwasser mit sich. Der Hafen und viele andere Bereiche werden abgesperrt und evakuiert, aber irgendwo auf dem Schiff ist ein Mörder. Und möglicherweise noch mehr Flüchtlinge, die in Lebensgefahr sind ...

Neben dieser schlimmen Geschichte haben Charlotte vom Opferschutz der Polizei und Tom so ihre eigene persönlichen und privaten Probleme, die ebenfalls thematisiert werden. Das finde ich immer gut, wenn es nicht zu viel wird, weil ja auch Ermittler, Polizisten und andere Menschen sind. Das macht die Lektüre für mich authentischer. In diesem Buch geht es um viele wichtige, aktuelle Themen, die ich gar nicht alle aufzählen möchte, um nicht zu viel zu verraten. Würde man das alles unterbringen wollen, könnte ein Roman leicht überfrachtet werden. In diesem Fall aber ist es dem Autorenduo bestens gelungen, einen spannenden und zugleich auch gesellschaftskritischen Roman zu schreiben. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, aber doch deutlich. Man merkt auch immer wieder, dass beide wissen, wovon sie schreiben – war er doch über 30 Jahre bei der Wasserschutzpolizei Hamburg tätig und sie ist Psychologin und Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Krisenintervention.

Nun bin ich gespannt auf den dritten Band, von dem ich bereits eine Leseprobe genießen durfte.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Wunderschön und so viele Details

Das Jahr
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Schon immer mag ich Kinderbücher, vor allem solche, bei denen es viel zu schauen und zu entdecken gibt. Schon beim ersten Blick auf das Cover und die Kurzbeschreibung wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt ...

Schon immer mag ich Kinderbücher, vor allem solche, bei denen es viel zu schauen und zu entdecken gibt. Schon beim ersten Blick auf das Cover und die Kurzbeschreibung wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt für meinen Neffen haben möchte. Er ist gerade fünf geworden und ein großer Bücherfan. Er kann wirklich lange ruhig dasitzen, wenn man ihm etwas vorliest. Noch lieber mag er es inzwischen, selbst ein Buch zu „lesen“. Kennt er ein Buch schon, dann schaut er sich sehr gerne die Bilder an, da er ja schon weiß, was dort passiert. Gerade bei Büchern wie diesem kann er richtig toll stöbern und immer was Neues entdecken. Ich war begeistert, was es alles zu sehen gibt und musste es nach dem ersten Lesen direkt noch einmal durchblättern und anschauen. Die Fragen auf den Umschlagseiten konnte ich nicht alle beantworten – und das, obwohl ich gedacht hatte, ich hätte mir das Buch schon ziemlich intensiv angeschaut. Sowas ist einfach super, weil man so immer wieder Neues finden und entdecken kann. Auch dann, wenn man noch klein ist und nur die Bilder ansehen kann. Ich bin mir sicher, er wird begeistert sein von den Details.

Gleichzeitig merkt man auch, mit wieviel Herzblut und Liebe das Buch gestaltet ist. Es ist einfach schön anzuschauen, die Bilder sind wunderschön und so voller toller Kleinigkeiten. So taucht zum Beispiel immer wieder eine Katze auf, ein Baby wird geboren und wächst, … das Leben in allen seinen Facetten wird gezeigt. Dazu tolle Texte, die sich reimen, jeden Monate neue Geschichten erzählen und immer berichten, was gerade in diesen Tagen so besonders ist oder in der Natur passiert. Nicht nur für die kleinen ein wirklich schönes Buch mit vielen, vielen Details, die entdeckt und besprochen werden wollen.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Leider hat es mich nicht gepackt

Protokoll eines Verschwindens
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Auf dieses Buch von dem mir bisher unbekannten Autor Alexander Rupflin war ich total gespannt. Die interessante Leseprobe hat ihr Übriges getadn und ich mich zusammen mit dem gelungenen Cover noch weiter ...

Auf dieses Buch von dem mir bisher unbekannten Autor Alexander Rupflin war ich total gespannt. Die interessante Leseprobe hat ihr Übriges getadn und ich mich zusammen mit dem gelungenen Cover noch weiter begeistert. Schon lange lese ich total gerne Krimis und Thriller, aber immer öfter interessiert mich auch der Bereich True Crime. Warum sind Menschen böse, was treibt sie an, was sind ihre Motive und warum wollen sie töten oder anderen Menschen schaden. Daher schien das Buch perfekt für mich und den nächsten Urlaub.

Ich war sehr gespannt, wie der Schriftsteller das Thema umsetzen wird und wie sich die ganze Geschichte, die schon in der Kurzbeschreibung so dramatisch klingt, entwickeln würde. Leider ging es direkt schwierig los, aber ich hoffte noch, dass es nur Anlaufschwierigkeiten sind. Oft fremdelt man ja manchmal erst mit einem Buch. Hier aber wurde es eher schlimmer als besser. Man muss einer Geschichte Zeit geben, sich zu entwickeln, aber hier gelang das nicht. Zumindest nicht für mich, mich hat das Buch leider nicht gepackt. Die verschiedenen Erzählstränge sind an sich schon interessant, auch weil man das Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenlernt. Aber die haben sich nie so richtig zu einem Ganzen verbunden. Dieses Buch, das eine Suche nach der Wahrheit und den Abgründen sein soll, das Streben nach Glück aufzeigen und einiges mehr konnte mich leider nicht erreichen. Die Figuren blieben mehr fremd und wirkten steif und fern. Auch wenn ein wahrer Fall dahintersteckt, hat mich das Buch nicht sondern berührt. Schade.