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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2019

Wer möchte nicht Gedanken lesen können?

Verarsch mich nicht
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Schon als Kind habe ich immer wieder davon geträumt, die Gedanken anderer lesen zu können. Wie einfach wäre die Welt, wenn wir immer wüssten, was die anderen denken, hoffen, meinen, fühlen, aber eben nicht ...

Schon als Kind habe ich immer wieder davon geträumt, die Gedanken anderer lesen zu können. Wie einfach wäre die Welt, wenn wir immer wüssten, was die anderen denken, hoffen, meinen, fühlen, aber eben nicht sagen... Daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch!
Bestsellerautor, Gedankenleser und Hypnoseexperte Gabriel Palacios stellt in diesem Buch vor, wie es geht, die reine Wahrheit zu erfahren. Das klingt einfach und wird auch sehr klar beschrieben, die Anwendung in der Praxis ist allerdings etwas komplizierter.
Gut gefallen haben mir die vielen anschaulichen Beispiele und Zeichnungen bzw. Fotos und Erläu-terungen. Gerade bei solchen Gedankenkonstrukten und dem Ansatz, Gedanken nachvollziehen zu können, ist es einfacher, wenn es verdeutlicht und anschaulich gemacht wird. Das hat mir sehr geholfen. Auch die verschiedenen Fragetechniken und die vier Lügnertypen fand ich sehr interessant und hilfreich.
Man merkt, dass der Autor weiß, wovon er schreibt und berichtet. Und das hilft auch beim Ver-ständnis dieser nicht immer ganz leichten Materie.
Wer sich mit diesem Thema und auch mit sich selbst auseinandersetzen möchte, ist hier genau richtig. Dieses Buch kann man nicht einfach so weglesen, wer sich aber darauf einlässt und sich in die Seiten vertieft, kann hier viel Interessantes lesen und lernen.

Veröffentlicht am 02.02.2019

Voller Tempo und Spannung

Tiefe Stille
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Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es ist nicht nur spannend, sondern auch temporeich und packend. Schon die Kurzbeschreibung hatte mich sehr interessiert, auch weil ich über den Bergbau nicht ...

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es ist nicht nur spannend, sondern auch temporeich und packend. Schon die Kurzbeschreibung hatte mich sehr interessiert, auch weil ich über den Bergbau nicht so viel weiß. Aber auch der Satz „glücklich verwitwet“ hat mich sehr angesprochen, das fand ich witzig. Auch die Idee der Krimirallye fand ich faszinierend... und dann kommt alles ganz anders. Mehr mag ich an dieser Stelle nicht über den Inhalt verraten, damit es spannend bleibt.
Die Hauptfiguren – ja, es sind mehrere und das macht richtig Spaß und sorgt für gute Unterhaltung – sind gut beschrieben und sehr sympathisch. Man fiebert richtig mit und hofft, dass alles gut geht. Ob das dann auch so ist? Verrate ich nicht...
Jedenfalls kann die Autorin wirklich packend schreiben und man mag gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Der Leser wird regelrecht in das spannende Geschehen hineingezogen und ich hatte am Ende sogar ein paar Tränchen in den Augen – und das bei einem Krimi!
Sehr gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Umgebung, der Natur und der Leute, einfach der Gegend im Süden Bayerns. Das wirkt sehr authentisch und gelungen und macht Lust auf mehr – mehr von dieser Gegend, vor allem aber auch mehr von dieser Autorin, von Maria, Lu-kas und Leon! Ich hoffe sehr auf einen Nachfolgeroman und empfehle dieses Werk uneingeschränkt und gerne weiter!

Veröffentlicht am 02.02.2019

Spannend, temporeich und packend

Schlüssel 17
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Dieses Buch bietet einen Auftakt mit Paukenschlag. Eine ermordete Frau wurde in einer Kirche aufgehängt. Wer tut so etwas und was will der Täter damit sagen oder erreichen? Das bietet Spannung gleich von ...

Dieses Buch bietet einen Auftakt mit Paukenschlag. Eine ermordete Frau wurde in einer Kirche aufgehängt. Wer tut so etwas und was will der Täter damit sagen oder erreichen? Das bietet Spannung gleich von Anfang an. Umso mehr, weil der Ermittler Tom Babylon selbst in den Fall involviert ist. Die Leiche trägt einen Schlüssel um den Hals, den er ganz genau kennt – aus seiner Vergangenheit. Das letzte Mal, als er den Schlüssel gesehen hat, das war genau der Tag, an dem er auch seine jüngere Schwester zum letzten Mal sah... Was mit ihr geschehen ist, weiß bis heute keiner. Er aber hat sich der Suche nach ihr ganz verschrieben und richtet sein ganzes Leben da-nach aus.
Mir hat dieses Buch unglaublich gut gefallen, weil es temporeich, packend und spannend ist. Ge-schickt spielt der Autor mit den Ängsten des Lesers und lässt Gegenwart und Vergangenheit in einander fließen. Nach und nach erfährt man die tragische Geschichte, die sich in Toms Jugend ereignet hat, und die ihn für immer verändert hat. Aber nicht nur ihn... Und auch das aktuelle Ge-schehen schreitet voran und die beiden Erzählstränge verbinden sich immer mehr, ein Strudel, der so manchen mit in den Abgrund reißt. Das hat mir richtig gut gefallen. Genauso wie die Tatsache, dass man Tom sowohl privat als auch dienstlich kennen lernt. Er ist eine starke Hauptfigur und man darf sich noch auf weitere Romane mit ihm freuen, denn „Schlüssel 17“ ist der Auftakt zu einer neuen, packenden Serie dieses talentierten Autors.

Veröffentlicht am 25.01.2019

Ein tragischer Mörder

Das Geheimnis der Grays
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Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Es ist nicht nur ein Roman und ein Krimi, sondern auch ein Zeitzeugnis. Man merkt ganz deutlich, dass es aus einer anderen Zeit stammt, in der andere Regeln galten ...

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Es ist nicht nur ein Roman und ein Krimi, sondern auch ein Zeitzeugnis. Man merkt ganz deutlich, dass es aus einer anderen Zeit stammt, in der andere Regeln galten als heute. Überschrieben ist das Buch mit „ein psychologischer Kriminalroman in der Tradition von Agatha Christie“. Es erschien 1933 und wurde nun neu aufgelegt bzw. erstmalig ins Deutsch übersetzt. Der Leineneinband gefällt mir gut, er fühlt sich hochwertig und angenehm an und ist zudem herrlich gestaltet. Zugleich irgendwie altmodisch und doch modern.
Nicht so gut gefällt mir der deutsche Titel, denn er ist einfach nicht passend. „Portrait eines Mör-ders“ – wie im Original – würde deutlich besser passen. Oder „Die Geheimnisse der Grays“, denn im Prinzip hat so gut wie jedes Familienmitglied etwas zu verbergen.
Los geht es mit einer Vorstellung der Familienmitglieder und deren Anhang. Keiner ist so richtig sympathisch, den meisten geht es um Geld und Prestige. Aber dennoch fühlt man mit den Figuren, weil sie so detailreich und gut beschrieben werden. Im Laufe des Romans entwickelt man dennoch gewisse Sympathien, gerade auch für den Mörder und das Familienmitglied, das ihn schließlich entdeckt. Eine tragische Geschichte, von der man die ganze Zeit hofft, dass sie doch noch irgend-wie gut ausgeht.
Interessant ist, dass man als Leser schon direkt nach dem Mord weiß, wer es getan hat. Es geht also nicht darum, wer es war, sondern wie sich das Drama dann weiterentwickelt. Das ist umso interessanter, weil zur Entstehungszeit dieses Buches die klassischen „Whodunit“-Romane üblich waren.
Ich fand es sehr interessant, in die damalige Welt und ihre Vorstellungen abzutauchen, auch wenn es phasenweise etwas anstrengend ist, weil man von diesen Gedanken so meilenweit weg ist und es nicht immer nachvollziehbar ist. Insgesamt ein spannender Roman aus der Vorkriegszeit in England, der interessante Einblicke ermöglicht.

Veröffentlicht am 25.01.2019

So tragisch, dass es kaum auszuhalten ist

Darktown (Darktown 1)
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil eine liebe Lesefreundin es mir empfohlen hatte. Sie hatte aber schon gesagt, dass es nicht ganz einfach zu lesen ist und eher ein geschichtlicher Ro-man als ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil eine liebe Lesefreundin es mir empfohlen hatte. Sie hatte aber schon gesagt, dass es nicht ganz einfach zu lesen ist und eher ein geschichtlicher Ro-man als ein Krimi ist. Und genauso ist es auch. Es geht um die ersten schwarzen Polizisten in At-lanta und das ist wirklich interessant. Zugleich aber auch tragisch und deprimierend, denn sie ha-ben es wirklich schwer und das ist manchmal nur schwer zu ertragen. Insgesamt ist das Leben der Schwarzen damals kurz nach dem Krieg sehr hart. Interessant vor dem Hintergrund, dass die Amerikaner in Europa „aufgeräumt“ haben und Ordnung schafften, zu Hause aber leider allzu oft das Stärkeren oder Weißeren herrschte.
Wer einen Krimi mag, der vor einem geschichtlichen Hintergrund spielt, der ist hier genau richtig. Wer es allerdings rasant, kurz und knackig mag, wird sich hier schwer tun, denn leider weist der Roman durchaus einige Längen auf. Das macht das Ganze dann auch etwas zäh. Und in Kombi-nation mit der Hoffnungslosigkeit ist es dann schon etwas schwierig. Ich war immer wieder hin- und hergerissen. Einerseits fand ich es interessant und spannend, andererseits auch langwierig und tragisch.



Das Geheimnis der Greys --> netgalley /Vorab
Ein tragischer Mörder ****
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Es ist nicht nur ein Roman und ein Krimi, sondern auch ein Zeitzeugnis. Man merkt ganz deutlich, dass es aus einer anderen Zeit stammt, in der andere Regeln galten als heute. Überschrieben ist das Buch mit „ein psychologischer Kriminalroman in der Tradition von Agatha Christie“. Es erschien 1933 und wurde nun neu aufgelegt bzw. erstmalig ins Deutsch übersetzt. Der Leineneinband gefällt mir gut, er fühlt sich hochwertig und angenehm an und ist zudem herrlich gestaltet. Zugleich irgendwie altmodisch und doch modern.
Nicht so gut gefällt mir der deutsche Titel, denn er ist einfach nicht passend. „Portrait eines Mör-ders“ – wie im Original – würde deutlich besser passen. Oder „Die Geheimnisse der Grays“, denn im Prinzip hat so gut wie jedes Familienmitglied etwas zu verbergen.
Los geht es mit einer Vorstellung der Familienmitglieder und deren Anhang. Keiner ist so richtig sympathisch, den meisten geht es um Geld und Prestige. Aber dennoch fühlt man mit den Figuren, weil sie so detailreich und gut beschrieben werden. Im Laufe des Romans entwickelt man dennoch gewisse Sympathien, gerade auch für den Mörder und das Familienmitglied, das ihn schließlich entdeckt. Eine tragische Geschichte, von der man die ganze Zeit hofft, dass sie doch noch irgend-wie gut ausgeht.
Interessant ist, dass man als Leser schon direkt nach dem Mord weiß, wer es getan hat. Es geht also nicht darum, wer es war, sondern wie sich das Drama dann weiterentwickelt. Das ist umso interessanter, weil zur Entstehungszeit dieses Buches die klassischen „Whodunit“-Romane üblich waren.
Ich fand es sehr interessant, in die damalige Welt und ihre Vorstellungen abzutauchen, auch wenn es phasenweise etwas anstrengend ist, weil man von diesen Gedanken so meilenweit weg ist und es nicht immer nachvollziehbar ist. Insgesamt ein spannender Roman aus der Vorkriegszeit in England, der interessante Einblicke ermöglicht.