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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2025

Gute Ansätze, die zum Nachdenken anregen

Kraftvoll
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Ich kannte Bear Grylls bisher nur aus seinen Survivalsendungen und hatte auch nicht richtig aufgepasst beim Blick auf dieses Buch. Ich hatte mir gedacht, dass es in dem Buch auch eher darum geht, aber ...

Ich kannte Bear Grylls bisher nur aus seinen Survivalsendungen und hatte auch nicht richtig aufgepasst beim Blick auf dieses Buch. Ich hatte mir gedacht, dass es in dem Buch auch eher darum geht, aber der Untertitel hätte mir schon geholfen. Dann aber war das Buch da und ich dachte mir, dann lasse ich mich einfach mal drauf ein.

Spannend finde ich, wenn jemand heutzutage so offen und ehrlich über seinen Glaube spricht. Das nötig mir wirklich Respekt ab - solche persönlichen Dinge behalte ich gerne für mich. Bear Grylls aber spricht über das Abenteuer Glauben leben und man kann gut verstehen, was er meint. Er schreibt sehr eindringlich und gut lesbar, zugleich aber auch unterhaltsam und nachvollziehbar.

Die Aufteilung in 12 x 30 Stärkungen fand ich gut. Unter den Schlagworten Anfangen, Hoffnung, Bestimmung, Entschlossenheit, Beziehungen , Vision, Weisheit, Treue, Mut, Vergebung, Freiheit und Risiko finden wir viele, viele Denkanstöße. Grylls hat dazu immer passende Bibelgeschichten oder Gleichnisse oder eigenen Erfahrungen parat. Das macht das Abstrakte schön anschaulich.

Ein tolles Buch für alle, die sich auf das Abenteuer Glauben einlassen möchten.

Veröffentlicht am 17.01.2025

Eisige Luft, tödlicher Wald

Tödlicher Winter
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Da ich bereits den ersten Siebenbürgen-Krimi "Tod in Siebenbürgen" von Autorin Lioba Werrelmann voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit Paul und dem Dorf ...

Da ich bereits den ersten Siebenbürgen-Krimi "Tod in Siebenbürgen" von Autorin Lioba Werrelmann voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit Paul und dem Dorf und natürlich auch mit Maia und allen anderen dort im fernen Rumänien. Ich hatte schon lange Lust, dorthin zu reisen, aber jetzt könnte ich sofort die Koffer packen - auch wenn ich gestehen muss, dass mich der heiße Sommer mehr locken würde als der eisige Winter dort.

Paul kommt an einemn eiskalten Tag mit viel Schnee im Dorf an und alle Vorfreude verflüchtigt sich noch schneller als die Wärme. Maia ist plötzlich verheiratet und dann wird besagter Mann auch noch tot gefunden. Paul wird verhaftet und wieder ereignen sich seltsame Dinge und es scheint auch zu spuken. Hat Paul nur eine überbordende Fantasie, die sich mit der Kälte und seiner Enttäuschung kombiniert? Oder was geht vor im kleinen Dorf in Siebenbürgen?

Zur Handlung möchte ich definitiv nicht mehr verraten, aber ich kann auf jeden Fall versichern, dass sich die Lektüre unbedingt lohnt! Ich denke, es macht noch mehr Spaß, wenn man Teil 1 ebenfalls gelesen hat, aber auch Quereinsteiger werden ihre Freude an diesem ungewöhnlichen Fall haben in einer Welt, die Paul und auch uns Lesern oft so fremd scheint. Hier kann man total tief eintauchen in das Leben in Siebenbürgen, mich hat es absolut begeistert!

Veröffentlicht am 17.01.2025

Eisige Weiten

Die Eisbrecherin
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Seit ich den Titel gesehen habe, war ich total neugierig auf dieses Buch. Das Cover mit Geertje Marquardt selbst hat mir gut gefallen. Ich finde es faszinierend, wie alt sie darauf aussieht - vor allem ...

Seit ich den Titel gesehen habe, war ich total neugierig auf dieses Buch. Das Cover mit Geertje Marquardt selbst hat mir gut gefallen. Ich finde es faszinierend, wie alt sie darauf aussieht - vor allem auch im Vergleich zum Foto innen drin. Da sieht man alle Stapazen, die Kälte und das Extreme wirklich schon auf den ersten Blick. Der Titel "Die Eisbrecherin" ist meiner Meinung anch wirklich gut gewählt. Sie bricht nicht nur das Eis vor Ort, sondern auch in sich. Das Buch über die Expedition ist zugleich auch eins über eine Reise zu sich selbst und den Mut, seinen Träumen zu folgen und sie wahrzumachen. Egal wie groß oder klein sie sind.

Leider konnte mich der Schreibstil der Autorin und ihrer Ghostwriterin nicht ganz abholen. Daher gibt es ein Sternchen Abzug. Allerdings ist die (Lebens-)Geschichte, die hier erzählt wird, absolut faszinierend und schon auch echt beeindruckend! Ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass das Beschriebene und die Geschehnisse schon sehr authentisch sind. Manches hat sich wiederholt, aber das ist wahrscheinlich einfach auch in der Realität so gewesen, wenn man 550 Kilometer über das Grönlandeis läuft. Ich persönlich kann absolut nicht verstehen, warum man sich so quälen möchte, aber ich kann nachvollziehen, warum man einen besonderen Traum ermöglichen und verwirklichen möchte. Umso spannender finde ich es, Erfahrungsberichte von solchen extremen Abenteuern zu lesen. Die körperlichen Herausforderungen stelle ich mir unglaublich hart vor, gleichzeitig denke ich aber auch, dass es hier vor allem eine Willenssache ist, ob man durchhält oder nicht. Natürlich müssen die Voraussetzungen stimmen.

Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir die Bilder im Buch, die berührende und faszinierende Einblicke in das Leben während der Tour zeigen. Das fand ich wirklich beeindruckend und für Außenstehende sehr gut, da man sich so selbst ein Bild machen kann - im wahrsten Sinne des Wortes.

Besonders gerne habe ich das Fazit nach der Reise gelesen - was von der Klarheit bleibt: "Wir Frauen müssen unsere eigenen Wege gehen ... Wir müssen bestehende Regeln hinterfragen. Mut auszuleben und eigenen Erfahrungen zu machen ist immer eine gute Idee. Wie sinnbildlich es ist, dass ich auf der Tour schneller müde wurde, wenn ich in einer vorgegebenen Spur gehen musste. Selbst zu navigieren und einen neuen Weg in den unberührten Schnee zu ziehen erforderte zwar mehr Konzentration, aber ich wurde belohnt mit einer höheren Fitness und Klarheit. ... Es lohnt sich, vorneweg zu gehen und eigene Spuren zu ziehen."

Veröffentlicht am 17.01.2025

Sternenzauber überall

KUNTH Licht aus - Himmel an!
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Schon seit ich mich erinnern kann, waren der Nachthimmel und die Sterne eine Passion von mir. Mein Papa hat mir zum Einschlafen immer „Weißt Du, wieviel Sternlein stehen“ vorgesungen und uns Kindern schon ...

Schon seit ich mich erinnern kann, waren der Nachthimmel und die Sterne eine Passion von mir. Mein Papa hat mir zum Einschlafen immer „Weißt Du, wieviel Sternlein stehen“ vorgesungen und uns Kindern schon früh die Sternbilder erklärt. Weil unser Familienname mit W anfing, war die Kassiopeia natürlich ein ganz besonderes Bild für uns, aber auch viele anderen haben wir damals schon bewundert.

Diese Faszination hat bei mir nie nachgelassen und vor einiger Zeit habe ich dann sogar ein hochwertiges Teleskop gekauft. Noch muss ich damit üben, aber die An- und Ausblicke sind einfach bezaubernd. Ich könnte mich stundenlang in den Nachthimmel vertiefen und habe auch schon an Exkursionen in Australien und auf Fuerteventura teilgenommen. Nicht nur die Sternbilder selbst, sondern auch deren Geschichten, Mythen und Hintergründe faszinieren mich sehr. Unglaublich, dass man in die Vergangenheit blicken kann und in unendliche Weiten.

Dieses Buch ist also wie gemacht für mich und ich habe es schon mehrfach mit Begeisterung durchgeblättert und viele, viele Infos gelesen, Bilder bestaunt und Pläne gemacht, wo ich wann „Europas beste Reiseziele zum Sterneschauen“ besuchen könnte. Schon das Vorwort mit dem wunderbaren Bild von La Palma hat mich in seinen Bann gezogen. Ich mag die vielen Tipps im Buch, die nicht nur berichten, was es wo nachts zu sehen gibt, sondern auch was man tagsüber bestaunen kann. Ein Highlight und Traum wäre für mich Island, natürlich am besten mit Nordlichtern. Aber ich habe auch viele weitere Ideen für mich gefunden. Dass die Eifel und die Rhön gut zum Sterneschauen sind, wusste ich schon, aber ich war trotzdem noch nicht vor Ort – das kommt ganz oben auf die Liste. Die Winkelmoos-Alm und Schottland fände ich auch ganz wunderbar.

Toll finde ich, dass man nicht nur verschiedene Orte findet, sondern auch viele weiterführende Tipps, so auch, wie man Lichtverschmutzung vermeiden kann, oder eine Packliste für eine Nacht unter dem Sternenhimmel. Von den absolut bezaubernden Fotos völlig abgesehen. Wer Sterne mag, wird dieses Buch lieben!

Veröffentlicht am 16.01.2025

Nicht ganz so gut wie die Vorgänger

Blutbuße
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Nachdem ich schon seit Jahren mit großer Begeisterung die Sandhamn-Reihe von Autorin Viveca Sten lese, habe ich mich total gefreut, dass es eine weitere Reihe von ihr gab, die ein völlig anderes Setting ...

Nachdem ich schon seit Jahren mit großer Begeisterung die Sandhamn-Reihe von Autorin Viveca Sten lese, habe ich mich total gefreut, dass es eine weitere Reihe von ihr gab, die ein völlig anderes Setting hatte. "Kalt und still" hatte mich damals wirklich überzeugt, auch wenn ich sagen muss, dass die Geschichte sehr düster, melancholisch, dramatisch und traurig ist. Nordic Noir von seiner dunklen Seite eben. Dennoch war ich so begeistert, dass ich unbedingt weiterlesen wollte und nach Fall Zwei von Hanna Ahlander "Tief im Schatten" auch den neuen, dritten Fall "Blutbuße" lesen wollte.
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nicht ganz so überzeugt hat wie die beiden Vorgänger. Aus meiner Sicht ist es das schwächste Buch der bisher dreiteiligen Reihe. Auf gut 520 Seiten fehlt es immer wieder mal an Tiefe und damit verbunden auch an der Emotion der Leser. Allerdings muss ich sagen, dass wir hier immer noch auf einem sehr hohen Niveau sind. Hätte ich von dieser Autorin nicht schon so viel gelesen und dadurch nicht so hohe Ansprüche, wäre ich vermutlich ziemlich zufrieden gewesen.
Meine Meinung: Selbst lesen und eine Meinung bilden! Allerdings würde ich auf jeden Fall empfehlen, die Reihe von vorne zu lesen!