Platzhalter für Profilbild

Viola

Lesejury Star
offline

Viola ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Viola über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2024

Bibelgeschichte mal ganz anders

Die Löwin von Jerusalem
0

Da ich bereits einige Romane von Ruben Laurin (ein Pseudonym von Thomas Ziebula) mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich natürlich extrem auf seine neueste Geschichte gefreut. Und dann noch ...

Da ich bereits einige Romane von Ruben Laurin (ein Pseudonym von Thomas Ziebula) mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich natürlich extrem auf seine neueste Geschichte gefreut. Und dann noch eine Geschichte aus der Bibel, aber erzählt aus der Sicht der Frau - Bathseba, die auch "Die Löwin von Jerusalem" genannt wird. Voller Vorfreude habe ich mir das Buch mit auf eine lange Zugfahrt genommen und ich muss sagen, die Zeit verging wie im Flug.

Schon in der Beschreibung steht, dass das Buch kein klassischer historischer Roman ist, dass es kein Krimi ist, auch wenn es spannend ist, und auch kein Fantasyroman - trotz einiger fantastischer Elemente. Und genauso ist es auch. Der Autor hat sich an einigen Stellen durchaus ziemliche Freiheiten genommen und auch einiges verändert oder verfälscht, aber mich hat das nicht gestört, denn es ist schließlich ein Roman. Zudem ist von Bathseba in der Tat nicht viel überliefert, sodass der Autor seine Fantasie spielen lassen musste. Und ich finde, das ist ihm gut gelungen. Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig und unterhält bestens. Bibelgeschichte mal ganz anders.

Die Sprünge und die Teile aus Sicht derer, die im Auftrag dessen handeln, den man nicht nennen darf, fand ich manchmal etwas schwierig. Da hätte ich mir eine etwas bessere Abgrenzung, zum Beispiel durch eine ensprechende Überschrift oder kursive Schrift gewünscht. Richtig gestört hat es nicht, aber manchmal den Lesefluss ein bisschen gehemmt. Andererseits ist es spannend, wenn eine Geschichte nicht nur streng linear erzählt wird. Ich hätte mir gewünscht, etwas mehr über Davids Innenleben zu erfahren, das kam mir ein bisschen zu kurz. Insgesamt aber eine richtig gute Geschichte, die vielleicht Lust darauf macht, das Original in der Bibel nochmal nachzulesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2024

Ich bin total enttäuscht

Freunderlwirtschaft
0

Ich habe "Meine wundervolle Buchhandlung" und "Wenn es Frühling wird in Wien" so geliebt und war dementsprechend auch voller Vorfreude auf das neue Buch von Petra Hartlieb. Und dann auch noch ein Kriminalroman, ...

Ich habe "Meine wundervolle Buchhandlung" und "Wenn es Frühling wird in Wien" so geliebt und war dementsprechend auch voller Vorfreude auf das neue Buch von Petra Hartlieb. Und dann auch noch ein Kriminalroman, der in Wien spielt! Genau mein Ding! Dachte ich zumindest ...

Perfekt für eine lange Zugreise ... so mein Gedanke, also ab mit dem Buch in den Rucksack. Der Zug fährt los und ich nehme das Buch in die Hand, lese genüsslich den Klappentext und starte mit dem Buch. Die ersten Seiten über die abrupt endende Kindheit der heutigen Hauptlommissarin Alma Oberkofler haben mich auch sofort in ihren Bann gezogen. Ich war sehr gespannt, wie die Ermordung ihrer Schwester mit dem aktuellen Fall zu tun hat. Das war die erste Enttäuschung ... das soll wohl in einem anderen Band Thema werden, nehme ich an.

Als es dann mit der Gegenwart losging, ging es bei mir eher zu Ende. Ich konnte einfach nichts mit der Geschichte anfangen. Sie hat mich auch nach hundert Seiten nicht erreicht. Den Humor kann ich leider nicht teilen, nichts hat mir auch nur ein Schmunzeln entlockt. Und die Geschichte als solche hat sich für mich auch immer absurder weiterentwickelt. Ich bin total enttäuscht und bleibe etwas ratlos zurück.

Veröffentlicht am 18.09.2024

Gute Idee, Umsetzung eher mangelhaft

Stalker – Er will dein Leben.
0

Da ich schon einige Bücher von Autor Arno Strobel gelesen habe und immer ziemlich begeistert war - nur "Der Trip" war auch nicht ganz meins -, war ich natürlich voller Vorfreude auf sein neuestes Werk. ...

Da ich schon einige Bücher von Autor Arno Strobel gelesen habe und immer ziemlich begeistert war - nur "Der Trip" war auch nicht ganz meins -, war ich natürlich voller Vorfreude auf sein neuestes Werk. Die Geschichte machte mich neugierig und sie klang ansprechend und spannend.
Beim Lesen merkte ich dann aber leider sehr schnell, dass zwar die Idee vom Stalker ziemlich gut war, dass aber gleichzeitig auch die Umsetzung eher mangelhaft war. Der zündende Funke sprang einfach nicht über. Selbst nach 200 Seiten war ich immer noch eher außen vor und fast unbeteiligt und das Geschehen war mir ziemlich egal und ließ mich kalt.
Die Hauptfigur ist eher unsympathisch und man neigt dadurch auch nicht dazu, mitzufühlen und mitzufiebern. Zumindest fällt es mir dann immer schwer, gerne weiterzulesen.
Einen Pluspunkt gibt es für das Ende, das mich dann auf den allerletzten Seiten nochmal richtig überrascht und auch sehr befriedigt hat. Insgesamt hätte man die Geschichte aber deutlich straffen können und etwas weiter bearbeiten können, um sie logischer, stringenter und besser zu machen.

Veröffentlicht am 11.09.2024

Spannend, aber es fehlte was

Scandor
0

Da ich schon einige Bücher von Autorin Ursula Poznanski mit großer Begeisterung gelesen hatte, war ich natürlich auch schon umso gespannter auf ihr neustes Werk. Ich fand die Kurzbeschreibung und die Idee ...

Da ich schon einige Bücher von Autorin Ursula Poznanski mit großer Begeisterung gelesen hatte, war ich natürlich auch schon umso gespannter auf ihr neustes Werk. Ich fand die Kurzbeschreibung und die Idee hinter der Geschichte so interessant, dass ich das Buch schnellstmöglich lesen wollte.

Leider ging es mir von Anfang an so, dass ich nicht so richtig gepackt und in die Geschichte reingezogen wurde. Ich blieb irgendwie Beobachter und auch ein bisschen außen vor. Ich kann nicht ganz ausmachen, woran das lag – ein bisschen kam mir das Buch wie ein Jugendroman vor, der einfach nicht zu sehr in die Tiefe geht.

Schnell war mir klar, dass noch etwas Anderes hinter der ersten Idee, die ich hatte, liegen muss. Und es stellte sich heraus, dass ich damit genau auf der richtigen Spur war. Vielleicht lese ich einfach zu viele Krimis und Thriller oder ich lese zu genau, aber hier fehlte mir dann leider das letzte Quäntchen Spannung, der letzte Schliff. Vielleicht waren auch einfach meine Erwartungen zu hoch.

Gut gefallen haben mir die beiden Hauptfiguren, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit so gut ergänzen und auch das Ende, das alles restlos aufklärt, hat mir gut gefallen und mich versöhnt. Spannend ist auch, dass man die Geschichte mal aus seiner und dann aus ihrer Sicht liest.

Die Idee mit dem Lügenscanner fand ich wirklich gut und interessant und es zeigt sich auch schnell, wie oft wir im Alltag lügen und wie schwierig es ist, sich dagegen zu wehren. Wie oft sagt man geistesabwesend „Tut mir leid“ oder „Alles ok“, ohne auch nur irgendwas dabei zu fühlen. Tja, wer dann Scandor trägt, ist raus … Neugierig geworden? Dann schnapp Dir das Buch!

Veröffentlicht am 11.09.2024

Toller Alltagshelfer und Begleiter

100 Resilienz Tools für den Alltag | Einfach und effektiv innere Stärke, psychische Widerstandskraft und Stressresistenz trainieren
0

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich immer denke, man könnte noch ein paar Tipps mehr brauchen, wie man entspannt und gut durch den Alltag kommt. 100 Resilienz Tools für den Alltag schienen ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich immer denke, man könnte noch ein paar Tipps mehr brauchen, wie man entspannt und gut durch den Alltag kommt. 100 Resilienz Tools für den Alltag schienen mir da genau richtig. Für mich besonders wichtig sind Akzeptanz und Dankbarkeit, die beide hier auch in Kapiteln behandelt werden.

Schon der erste Blick ins Buch hat mir gut gefallen. Es ist sehr übersichtlich und gut strukturiert und man kann es entweder von vorne nach hinten lesen oder sich einzelne Kapitel oder Punkte, mit denen man arbeiten möchte, herauspicken. Das finde ich gut, so kann man das Buch auch als Nachschlagewerk oder für kurze Übungen jederzeit nutzen. Das Inhaltsverzeichnis listet gut gegliedert auf, was sich im Buch finden lässt. Ich mochte die Überschriften und die kurze Erklärung darunter, weil man sich gut etwas vorstellen kann, was sich in diesem Kapitel finden lässt.

Klar, wer sich mit dem Thema schon mal beschäftig hat, wird einiges wiedererkennen oder schon kennen, aber trotzdem finden sich unter den 100 Tipps auch noch einige, die man nicht kennt und die sehr hilfreich sein können.

Richtig gut gefallen mir auch die Icons, die den jeweiligen Tools zugeordnet sind. Sie lockern die Seiten etwas auf und sorgen für Übersichtlichkeit. Auch die kurze Zusammenfassung des Tools im grauen Kasten fand ich sehr gut und anschaulich. Die Ansprache im Du und den vertraulichen Ton – nie von oben herab – fand ich genauso gut wie die Tipps und Tricks, die aus dem Leben und dem Alltag gegriffen sind – in kurzen griffigen Sätzen, leicht zu verstehen und gut umzusetzen. Beispiele erleichtern das Verstehen und Lesen noch mehr und machen es klar.

Ein toller Alltagshelfer und Begleiter!