Cover-Bild Ewige Schuld
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: MAXIMUM Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 296
  • Ersterscheinung: 19.08.2024
  • ISBN: 9783986790370
Arne Dessaul

Ewige Schuld

Roman

Zonenrandgebiet 1974 – ein düsteres Dorfgeheimnis, eine verhängnisvolle Liebschaft und die erste große Liebe

„Hätte ich geahnt, was meine Fragen auslösen, hätte ich die Finger davongelassen.“

Eine tiefe Schuld, auch wenn wir sie nicht bewusst auf uns laden, verfolgt uns ein Leben lang. Wenn wir sie endlich tilgen wollen, machen wir es oft nur noch schlimmer. So ergeht es Fritz Tiedemann. 

Fritz bewegt sich zwischen den Welten. Als Einziger aus seinem Dorf geht er aufs Gymnasium in Wolfenbüttel und macht sich damit selbst zum Außenseiter. Als er und seine Mitschülerin Freda sich kurz vor dem Abitur näherkommen, beginnt für ihn ein neues Leben.

Nicht zuletzt wegen Freda wühlt er tief in der Nazi-Vergangenheit seines Heimatdorfes und lüftet ein düsteres Geheimnis. 

Als ihn dann Elke, die Verlobte seines besten Freundes Helmut, verführt, gerät Fritz in einen gefährlichen Strudel, aus dem es kein Entrinnen gibt … 

Vor allem ahnt Fritz nicht, welche Tragödien er auslöst. Das ganze Ausmaß erschließt sich ihm erst mehr als vierzig Jahre später. 

Ein großer Gesellschaftsroman um Vergangenheit, Vergeltung und Schuld – voller Tragik, Spannung und großen Emotionen!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2025

Die Lasten einer Schuld

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Fritz Tiedemann ist der einzige Gymnasiast seines kleinen Heimatdorfes und wird daher schon als Außenseiter betrachtet. In der Schule lernt er die jung und schöne Freda kennen, der er kurze Zeit später ...

Fritz Tiedemann ist der einzige Gymnasiast seines kleinen Heimatdorfes und wird daher schon als Außenseiter betrachtet. In der Schule lernt er die jung und schöne Freda kennen, der er kurze Zeit später verfallen ist. Gleichzeitig verführt ihn aber auch die Verlobte seines besten Freundes, von der er ebenfalls nicht die Finger lassen kann. Er manövriert sich so in ein vorprogrammiertes Fiasko und stochert zudem noch in der nazibehafteten Vergangenheit des Dorfes. Er weckt Geister, die er eigentlich ruhen lassen sollte und es entwickeln sich Tragödien, die sein Gewissen noch für lange Zeit belasten sollen...

Der deutsche Autor Arne Dessaul besticht mit seinen Kriminalromanen um den Kriminalkommissar Helmut Jordan, in seinem neuen Roman "Ewige Schuld" taucht der Ermittler auch in einer Nebenrolle auf. Ich bin mit einer hohen Erwartungshaltung in das Buch gestartet und wurde nicht enttäuscht. Dessaul erzählt die Geschichte in einem bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mir die Geschehnisse der damaligen Zeit lebendig vor Augen führt. Obwohl es sich nicht um einen klassischen Kriminalroman handelt, baut sich zunehmend ein Spannungsbogen auf, der von Fritz Tiedemanns verzwickter Situation und den Geheimnissen der Ortschaft getragen wird. Arne Dessaul gelingt es aus meiner Sicht sehr gut, die damalige Zeit in das Leben des politisch engagierten Hauptprotagonisten zu integrieren und den Leser so auf eine authentische Reise in die Vergangenheit schickt. Das Ganze konnte mich bis zum fesselnden Finale in den Bann ziehen, wo es dann mit einer überraschenden und aus meiner Sicht völlig überzeugenden Auflösung abgerundet wird.

Insgesamt ist "Ewige Schuld" ein bewegender Roman, in dem der engagierte Protagonist unausgesprochenen Geheimnissen auf der Spur ist und damit nicht nur in seinem Leben die Weichen für die Zukunft stellt. Der Roman konnte mich mit seiner besonderen Art und dem integrierten Genre-Mix voll und ganz überzeugen, so dass ich ihn gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Tiefe

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Ich fand das Buch sehr tiefgründig und nachdenklich stimmend. Dabei geht aber der Unterhaltungswert nicht verloren. Fritz ist als Außenseiter eine interessante Figur, die man gern beim Lesen begleitet. ...

Ich fand das Buch sehr tiefgründig und nachdenklich stimmend. Dabei geht aber der Unterhaltungswert nicht verloren. Fritz ist als Außenseiter eine interessante Figur, die man gern beim Lesen begleitet. Die Beziehung zu Frede gestaltet sich spannend, zumal er dann beginnt, in der Vergangenheit des Dorfes zu kramen. Besonders die Nazi-Zusammenhänge sind interessant und manchmal auch überraschend. So werden hier verschiedene Genre bedient, was das Buch enorm aufwertet. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und auch das Cover passt sehr gut. Ich fand das Buch sehr gut und empfehle es deshalb gerne weiter.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Vor der Wende, knapp an der Grenze

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Die Geschichte von Fritz Tiedemann, geschrieben von Arne Dessaul, beginnt im Jahr 1974 ganz normal. Junge Burschen an der Grenze zu Ostdeutschland, aber auch an der Grenze zum Erwachsenwerden.

Da kommt ...

Die Geschichte von Fritz Tiedemann, geschrieben von Arne Dessaul, beginnt im Jahr 1974 ganz normal. Junge Burschen an der Grenze zu Ostdeutschland, aber auch an der Grenze zum Erwachsenwerden.

Da kommt viel auf einen Burschen zu.

Zuerst der Abstand, was Bildung betrifft, Mädchen spielen ebenfalls bald eine Rolle, dann kommt die erste Erfahrung mit Liebe ins Spiel und plötzlich ist man erwachsen, trägt Verantwortung, fühlt sich sogar schuldig, wenn man in fremden Revieren gewildert hat. Da stürzt die ganze Welt auf einen ein.

Auch Fritz Tiedemann entgeht diesen Vorgängen nicht, er versinkt sogar etwas tiefer darin. Er liebt Freda, fühlt sich körperlich aber sehr zu seiner " Ersten", Elke, hingezogen, die aber mit seinem besten Freund Helmut verlobt ist. Also Schuldgefühle.

Irgendwann beginnen Fritz und Freda sich für Vergangenes zu interessieren und befragen Leute aus dem Dorf, die etwas darüber wissen könnten. Denn zwei Gräber, die sehr gepflegt sind und in denen zwei russische " Erntehelfer ", die angeblich beim Einsturz einer Scheune ums Leben gekommen sind, erwecken ihre Neugier.

Das passt nicht allen.

Schließlich, als Fritz sich von Elke lösen will, geschieht ein Mord.

Und nun fragt sich Fritz, ob es richtig war, diese ganze Geschichte zu hinterfragen.

Und das tut er auch noch, als er 40 Jahre später an den Ort zurückkommt.

Ein sehr schönes Cover macht Lust aufs Lesen.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Spannender Genre-Mix!

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Arne Dessaul schafft es in seinem Buch vortrefflich, gleich mehrere Genres geschickt miteinander zu verweben und eine sehr interessante Geschichte zu erzählen.
Es geht um Emotionen, geschichtliche Hintergründe, ...

Arne Dessaul schafft es in seinem Buch vortrefflich, gleich mehrere Genres geschickt miteinander zu verweben und eine sehr interessante Geschichte zu erzählen.
Es geht um Emotionen, geschichtliche Hintergründe, Sozialkritik und zudem kommt die Spannung auch nicht zu kurz.

Die Charaktere und ihre facettenreiche Skizzierung bilden für mich die Grundlage des Ganzen. Die Entwicklungen, das Zwischenmenschliche, die Konstellationen - eine klug gewählte Konstruktion, die Potenzial bietet und es auch ausschöpft.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Was geschah 1974 in Winnigstedt?

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Inhalt:
Winnigstedt 1974. Fritz Tiedemann ist der Einzige aus seinem Dorf, der es aufs Gymnasium geschafft hat. Freda, die Tochter des Wolfenbütteler Bürgermeisters, belegt genau wie Fritz einen Geschichtsleistungskurs. ...

Inhalt:
Winnigstedt 1974. Fritz Tiedemann ist der Einzige aus seinem Dorf, der es aufs Gymnasium geschafft hat. Freda, die Tochter des Wolfenbütteler Bürgermeisters, belegt genau wie Fritz einen Geschichtsleistungskurs. Bisher schien sie ihm immer unnahbar. Doch dann rettet Freda, die Geschichte im allgemeinen interessiert, Fritz vor einer Blamage im Unterricht. Die zwei kommen sich näher. Eines Tages hat Freda die Idee, dass Fritz Nachforschungen in Wenningstedt über die Zeit des 2. Weltkrieges anstellen soll. Schließlich hat damals jedes Dorf irgendwelche Geheimnisse gehabt. Fritz ahnt nicht, welche Lawine er damit lostritt. Und dann ist da auch noch Elke, die Verlobte seines besten Freundes Helmut, die Fritz verführt. Ein gefährliches Spiel.....

Leseeindruck:
"Ewige Schuld" ist ein Roman, der sich an den Krimi "Bauernjäger" des Autors anlehnt. Dieses Mal erfährt man die Geschichte aus Sicht von Fritz. Anfangs lernt man die Figuren und deren Leben kennen. Obwohl nicht viel passiert, war ich sofort mittendrin und konnte bereits in dieser Phase das Buch kaum aus der Hand legen. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich Spannung aufgebaut. Gegen Ende gibt es sogar ein paar Krimielemente. Einen Teil der Geschichte kannte ich theoretisch schon aus "Bauernjäger". Einiges war mir jedoch entfallen. Meine größte Befürchtung: hoffentlich erfährt man was damals passiert ist. Zum Glück war dies der Fall und mein Gedächtnis wurde aufgefrischt. Inklusive Aha-Effekte. Der Schreibstil ist locker und leicht. Arne Dessaul schafft es mit kurzen und knappen Sätzen zu erzählen. Die Szenerie kann man sich trotzdem bildlich vorstellen. Genau mein Geschmack. Gut hat mir auch gefallen, dass der Autor sich treu geblieben ist. Es werden Themen wie Fußball, Tour de France und Politik eingestreut. Dabei wird der Lesefluss nicht gestört. Auch passende Lieder gibt es wieder zur Geschichte. Die Kombination von allem fand ich gelungen.

Fazit:
Ich lese die Bücher von Arne Dessaul von Beginn an. Er hat eine enorme Entwicklung im Schreibstil durchlaufen. Genau hin zu meinem Geschmack. Das wichtigste in kurzen knappen Sätzen, sich dabei aber treu bleiben. Ich liebe es. "Ewige Schuld" hat mir richtig gut gefallen. Ich hatte kurzweilige Lesestunden. Der Roman lässt sich auch unabhängig von "Bauernjäger" lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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