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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2023

Spannende Einblicke in die deutsche Geschichte

Tödlicher Schlaf
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich das Setting so interessant fand. Ein Bakteriologe zu der Zeit, die unrühliche Geschichte der deutschen Kolonien und dann auch noch ein Freund, der an der ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich das Setting so interessant fand. Ein Bakteriologe zu der Zeit, die unrühliche Geschichte der deutschen Kolonien und dann auch noch ein Freund, der an der tödlichen Schlafkrankheit leidet, dessen Tage gezählt sind und der trotzdem ermordet wird. Das verspricht nicht nur viel Spannung und gute Unterhaltung, sondern bietet es auch. Ich war wirklich begeistert.

In seinem zweiten Roman um die beiden Freunde Martin und Carl-Jakob, die als Polizist und Bakteriologe arbeiten, bietet Autor Christoph Elbern ein buntes Potpourri an Themen und Infos. Man erfährt quasi nebenbei richtig viel über das deutsche Reich, die damalige Medizin und die Kolonien. Ich fand das wirklich sehr spannend. Gleichzeitig fand ich aber auch den aktuellen Kriminalfall sehr interessant - auch im Hinblick auf die Frauenrechte, die Unruhen und die gesellschaftlichen Vorstellungen. Dass zum Beispiel ein reicher Kaffeeimporteur mehr Rechte hat als ein Mädchen, das in seiner Fabrik arbeitet. Leider ist das ja in weiten Teilen unserer Welt immer noch so.

Ich mag es, wenn Bücher nicht nur spannend sind, sondern auch noch Wissen vermitteln. Wenn es dann noch so gut recherchiert ist, wie hier, ist es einfach perfekt. Zum Glück habe ich Teil 1 noch nicht gelesen, was ich kurzfristig nachholen werden - wenn ich die Andeutungen richtig verstanden habe, wäre es besser gewesen, die Reihenfolge beim Lesen einzuhalten, aber auch so werde ich sicherlich noch viel Spaß haben. Und dann hoffe ich, dass die Reihe weitergeht und Martin und CJ uns noch länger erhalten bleiben!

Veröffentlicht am 04.04.2023

Interessante Ansätze

Das Vermächtnis deiner inneren Eltern
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Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil das Thema „Inneres Kind“ ja schon lange durch die Medienlandschaft „geistert“, ich mich aber bisher nicht damit beschäftigt hatte. Die Idee, über das Vermächtnis ...

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil das Thema „Inneres Kind“ ja schon lange durch die Medienlandschaft „geistert“, ich mich aber bisher nicht damit beschäftigt hatte. Die Idee, über das Vermächtnis der Eltern heranzugehen, also quasi von der anderen Seite, fand ich interessant.

Für mich war es oft schwierig, diesen Sichtweisen zu folgen, weil ich persönlich so ganz anders denke. Gerade der mythologische Teil war für mich sehr abgefahren, ohne dass ich das negativ beurteilen möchte, weil ich denke, dass das vielen Menschen helfen kann. Gerade dieses Arbeiten mit sich selbst an solchen Themen empfinde ich schwer. Es ist einfach nicht meine Welt, aber ich denke, ich würde immer eher mit jemanden zusammen arbeiten wollen. Eine Aufstellung z.B. kann ich mir für mich selbst nicht vorstellen, aber ich kenne viele, die das schon gemacht haben und gut fanden.

Gut fand ich aber die einzelnen Überlegungen dahinter und vor allem auch die praktischen Beispiele, die verstehen lassen, was gemeint ist, und aufzeigen, wo die Probleme liegen können und wie man diese angehen kann. Für den Einstieg ist das sicherlich schon gut und wer weiter interessiert ist, kann sich ja noch mehr dazu anschauen.



Für mich ein sehr interessantes Buch, auch weil es nicht meine Welt ist und gerade weil ich davon noch nichts kannte. Sehr interessante Ansätze, die sicherlich hilfreich sind für alle, die diesen Themen gegenüber aufgeschlossen sind.

Veröffentlicht am 04.04.2023

Mit Herzblut

Winzerblut
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Da ich bereits die ganze Krimireihe von Uwe Ittensohn von Anfang gelesen habe, war ich natürlich sehr neugierig wie es weitergeht mit Andre, Irina, Achill und Bertling. Nachdem bereits im letzten Band ...

Da ich bereits die ganze Krimireihe von Uwe Ittensohn von Anfang gelesen habe, war ich natürlich sehr neugierig wie es weitergeht mit Andre, Irina, Achill und Bertling. Nachdem bereits im letzten Band Irina sehr im Mittelpunkt stand, ist es dieses Mal Verena Bertling zusammen mit André. Das hat mir sehr gut gefallen. So sind die Blickwinkel nochmal ganz andere und die ganze Geschichte bekommt eine neue Dynamik.

Der Titel ist Programm und so gibt es viel Wein, Blut und vor allem Herzblut in diesem Regionalkrimi, der dieses Mal ein bisschen wegführt von Speyer hin zur Weinstraße. Auch das hat mir sehr gut gefallen. Sehr interessant fand ich das Thema Wein, das hier sehr ausführlich behandelt wird. Man merkt deutlich, dass der Autor nicht nur ein Faible für die heimischen Weine hat, sondern – wie auch sein Protagonist André Sartorius – eine Ausbildung zum Kultur- und Weinbotschafter gemacht hat. Sein umfangreiches Wissen über den ganz besonderen Traubensaft bildet die Grundlage für diesen Krimi. Wer Wein mag und sich auch für Hintergründe interessiert, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich mochte es, tief in die Materie einzutauchen und noch einiges über Wein, den Anbau und die Verarbeitung der Trauben zu erfahren, was ich nicht wusste.

Meiner Meinung nach wird die Krimihandlung durch diese geschickt integrierten Wissenspäckchen umso interessanter und spannender. Die Auflösung am Ende des Buchs war rund und gelungen, auch wenn ich gegen Ende hin dann schon einen Verdacht hatte. Gerade zum Schluss wird es richtig rasant, auch weil sich die verschiedenen Handlungsstränge immer weiter miteinander verbinden.

Ein sehr unterhaltsamer Krimi, der wieder ein gelungenes Treffen mit dem „Speyerer Kleeblatt“ bietet, und Lust auf weitere Geschichten aus der Feder bzw. Tastatur von Uwe Ittensohn macht.

Veröffentlicht am 04.04.2023

Wandern und Wein - wunderbar!

Weinbar. Essbar. Wanderbar
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Da ich bereits alle Krimis von Autor Uwe Ittensohn kannte, musste ich natürlich auch seinen Vinothekenführer lesen. Ich war sehr gespannt darauf und voller Erwartungen und wurde nicht enttäuscht. Ein tolles ...

Da ich bereits alle Krimis von Autor Uwe Ittensohn kannte, musste ich natürlich auch seinen Vinothekenführer lesen. Ich war sehr gespannt darauf und voller Erwartungen und wurde nicht enttäuscht. Ein tolles vielseitiges (auch im Sinne von sehr vielen Seiten und Tipps) Werk, dem man schon auf den ersten Blick ansieht, mit wieviel Mühe und Liebe es gestaltet wurde. Der bekennende Pfälzer und Weinliebhaber gibt hier wunderbare Ausflugstipps. Alle Wanderungen hat er selbst getestet und gut beschrieben. Es macht schon Spaß, einfach nur durch die Seiten zu blättern und sich inspirierend zu lassen. Noch mehr Freude aber macht das Nachschlagewerk, wenn man sich für eine ganz besondere Wanderung entscheiden möchte, die in einer der wunderbaren Vinotheken endet. Sowohl die Wanderungen, als auch die Vinotheken werden eingehend beschrieben, ihre Vorzüge und Besonderheiten anschaulich dargestellt. Die Qual der Wahl!

Neben den Vinotheken und Wanderungen werden natürlich immer auch die Betreiber(familien) vorgestellt, deren Geschichte und die des Weinguts. Zusätzlich hat Uwe Ittensohn immer auch einen Tipp, welchen Wein des jeweiligen Weingutes er ganz besonders gut findet. Die Beschreibungen lassen jeden Weinliebhaber Vorfreude empfinden – wohl dem, der das Buch bei einem schönen Glas Wein bestaunt!

Veröffentlicht am 28.03.2023

Perfekt für Einsteiger, gut für alle

Gute Reise: Handbuch für nachhaltiges Reisen
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich selbst versuche, nachhaltiger zu leben und immer wieder neue Anregungen suche. Das Thema Reise finde ich sehr schwierig, denn ich mag auch gerne mal in die ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich selbst versuche, nachhaltiger zu leben und immer wieder neue Anregungen suche. Das Thema Reise finde ich sehr schwierig, denn ich mag auch gerne mal in die Ferne. Daher war ich sehr neugierig, wie das in diesem Buch umgesetzt ist und was ich in diesem Bereich noch lernen kann. Vorab: Ich habe bei der Lektüre gemerkt, dass ich in vielen Themen des Lebens schon sehr nachhaltig unterwegs bin und so manches war daher für mich auch keine Neuheit. Dennoch finde ich, dass das Buch eine gute Zusammenstellung bietet, gerade auch für Einsteiger in das Thema Nachhaltigkeit.

Dass man mit anderen Kulturen behutsam umgeht, versucht Fettnäpfchen zu vermeiden und sich vor einer Reise über das jeweilige Land kundig macht, ist für mich selbstverständlich. Wenn ich aber sehe, wie manche Touristen wie die Elefanten im Porzellanladen durch die Gegend toben, finde ich es gut, dass auch das hier thematisiert wird.

Besonders gut gefallen an diesem Buch haben mir zwei Dinge: Einerseits die Annahme, dass nichts im Leben nur schwarz-weiß ist, sondern dass es eben ganz viele Graustufen gibt und dass es gilt, diese zu finden und für sich zu nutzen. Natürlich wäre ein völlig CO2-neutrales Leben am nachhaltigsten, aber mit ein paar Tipps und Tricks kann man auch schon ganz viel erreichen.

Der zweite Punkt ist die Aufmachung des Buchs. Die wunderbare Mischung zwischen Sachtexten, Interviews, Tipps und ergänzenden Listen, die man für sich ausfüllen kann. Ich denke, hier kann jeder noch was lernen! Auf dass künftig viele Menschen mehr nachhaltig reisen, sich für andere Kulturen ernsthaft interessieren, von ihnen lernen, die Umwelt schätzen und dann glücklich und von der Reise erfüllt wieder heimkehren.