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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2022

Packend und manchmal gruslig

Immernacht
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Über dieses Buch bin ich durch Zufall gestolpert, weil ich es für jemanden anders gekauft habe. Dann war ich so neugierig auf die Geschichte, dass ich es unbedingt vor dem Verschenken selbst lesen wollte. ...

Über dieses Buch bin ich durch Zufall gestolpert, weil ich es für jemanden anders gekauft habe. Dann war ich so neugierig auf die Geschichte, dass ich es unbedingt vor dem Verschenken selbst lesen wollte. Und ich bin wirklich froh, dass ich das Buch gelesen habe. Es hat mich schon von den ersten Seiten an mitgerissen und je mehr ich gelesen habe, desto begeisterter war ich. Gut, dass ich Zeit hatte und das Buch quasi in einem Rutsch lesen konnte.
Ich mochte die magische Welt, die der Autor Ross MacKenzie erschaffen hat, sehr. Lara Fox und ihre Mitstreiter sind tolle Figuren, die man gerne durch ihre Abenteuer begleitet. Das Buch ist sehr atmosphärisch und so meint man, die Abwässer wirklich riechen zu können und wenn der Dschinn seinen gruseligen Rachen aufreißt, ist es fast, als würde man selbst in einen Abgrund gezogen.
Die Idee der Immernacht fand ich super gruselig und für ein Jugendbuch auch echt schon ganz schön gewagt. Ich habe an einigen Stellen echt schlucken müssen und fand das Buch sehr mitreißend. Die Gegenspieler um die Magierin des Königs fand ich sehr gut dargestellt, man fühlt sich auch bedroht, wenn man das so liest. Ich denke, dem Autor ist hier ein wirklich gutes, fantastisches Abenteuer gelungen, das die Lesezeit zum Lesespaß werden lässt.

Veröffentlicht am 03.04.2022

Gelungene Fortsetzung

Leipziger Zeitenwende
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Da ich bereits das erste Buch um Kriminalcommissar Joseph Kreiser mit Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich meganeugierig, wie es weitergehen wird. Ihn und seine Vermieterin Hannah mag ich sehr ...

Da ich bereits das erste Buch um Kriminalcommissar Joseph Kreiser mit Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich meganeugierig, wie es weitergehen wird. Ihn und seine Vermieterin Hannah mag ich sehr – sie sind ein tolles Gespannt und so ungewöhnlich. Die Tatsache, dass er der blinden Frau von seinen Ermittlungen erzählt und er dadurch in der Ich-Form berichtet, ist ein sehr gelungener Kunstgriff und macht das Geschehen noch authentischer. So ist man als Leser auch noch viel näher dran und man kann vieles noch genauer mitverfolgen und erlegt es direkt aus seiner Sicht. Schade finde ich nur, dass Hannah auf dem Klappentext überhaupt nicht erwähnt wird.

Die Ermittlungen des Commissars mit Hilfe seiner Hannah und des Staatsanwalts Gustav Möbius sind wieder herrlich spannend und tiefgreifend. Die Reihe tragischer Todesfälle scheint nicht zusammen zu passen und erst nach und nach klärt sich auf, warum sie eben doch zusammengehören und wie. Das fand ich echt spannend und sehr geschickt gelöst. Das Ende war schön rund und hat keine Fragen offen gelassen, so mag ich das.

Interessant war es auch, mehr über das Privatleben von Kreiser zu erfahren. Viele mögen es ja nicht so sehr, wenn es in einem Krimi auch um Privates geht, ich dagegen finde das super. Niemand ist ja nur Arbeitnehmer, sondern immer auch ein Privatmensch und für mich gehört das zusammen und macht eine Figur runder und das Geschehen insgesamt passender. Ich bin gespannt, wie es da weitergehen wird!

Gut gefällt mir auch die Karte des historischen Leipzigs, die zusammen mit den Beschreibungen dazu führt, dass man sich gut vorstellen kann, was wann und wo passiert. Ich mag es, wenn ich das so nachvollziehen kann.

Veröffentlicht am 03.04.2022

Spannender Einblick

Gewitter im Kopf - Leben mit Tourette
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich zwar die beiden Jungs und ihren YouTube-Kanal nicht kenne, ich aber schon viel vom Tourette-Syndrom gehört habe und mich das sehr interessiert. Ich finde ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich zwar die beiden Jungs und ihren YouTube-Kanal nicht kenne, ich aber schon viel vom Tourette-Syndrom gehört habe und mich das sehr interessiert. Ich finde es cool, dass die beiden Freunde so locker damit umgehen und einfach das Beste daraus machen. Auch wenn das nicht immer so einfach ist, wie es auf den ersten Blick wirkt. Denn die „Gisela“, wie die beiden das Tourette-Syndrom nennen, grätscht ihnen gerne dazwischen und macht den Alltag damit manchmal zum Abenteuer oder Spießrutenlauf.
Das Buch ist auch graphisch so gestaltet, dass man das Leben mit „Gisela“ nachvollziehen kann. Das finde ich eine coole Idee und auch sehr ansprechend und so kann man auch verstehen, welche Probleme daraus erwachsen.
Die Sprechweise der beiden Jungs ist sicherlich zeitgemäß und eben so, wie die jungen Leute sprechen, für mich war es manchmal ein bisschen schwierig. Weil mich das dann etwas angestrengt hat, haben mich dann auch die Inhalte nicht immer so erreicht. Das ist schade, liegt aber wohl eher an mir. Insgesamt ein echt gutes Buch, das interessante Einblick verleiht und dabei hilft, dass wir alle gelassener mit unseren Fehlern, Schwächen und Problemen umgehen.

Veröffentlicht am 03.04.2022

Gelungener Abschluss

Violas Versteck (Tom-Babylon-Serie 4)
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Schon von Anfang an war Viola in den Büchern um Tom Babylon von Marc Raabe immer ein wichtiges Element. Die verschwundene Schwester hat ihm sehr zugesetzt und er sucht schon seit Jahren nach ihr. Denn ...

Schon von Anfang an war Viola in den Büchern um Tom Babylon von Marc Raabe immer ein wichtiges Element. Die verschwundene Schwester hat ihm sehr zugesetzt und er sucht schon seit Jahren nach ihr. Denn er glaubt nicht, dass sie tot ist, sondern dass sie noch lebt und jetzt endlich gibt es eine konkrete Spur und dann wird es sehr, sehr spannend.
Wie man es vom Autor gewohnt ist, geht es auch hier wieder richtig rund und zur Sache. Empfindsamere Leser sind hier eher nicht gut beraten. Wer aber die drei Vorgängerbücher kennt und mochte, ist hier genau richtig. Gewohnt packend, brutal und tiefgreifend ist Tom Babylon auch hier wieder unterwegs. Natürlich ist auch seine Kollegin Sita wieder mit dabei.
Die vielen Zeitsprünge sind manchmal etwas verwirrend, aber sorgen doch für weitere Spannung. Ich mag es, wenn ich bei einem Buch ein bisschen aufpassen muss, was wann passiert. Einfach kann ja jeder, oder? Durch verschiedene Layouts wird klar, um wen und was es gerade geht, sodass man hier als Leser etwas Hilfe bekommt.
Für mich wieder ganz klar ein starkes Buch des Autors und ein gelungener Abschluss der Reihe. Sollte dennoch ein fünfter Band kommen, würde ich das Buch natürlich sofort wieder lesen. Bei Raabe sind ja immer Pageturner garantiert!

Veröffentlicht am 03.04.2022

Ein vielversprechender Auftakt

Der Holländer
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Von diesem Buch hatte ich nur die Kurzbeschreibung gesehen und wusste schon, dass ich es unbedingt lesen muss. Ich mochte die besondere Schreibweise des Autors sofort, auch wenn es nicht immer ganz einfach ...

Von diesem Buch hatte ich nur die Kurzbeschreibung gesehen und wusste schon, dass ich es unbedingt lesen muss. Ich mochte die besondere Schreibweise des Autors sofort, auch wenn es nicht immer ganz einfach zu lesen ist. Es hat was und man muss immer mitdenken, zugleich fühlt man sich bei der Sprache auch immer an die raue Landschaft der Nordsee erinnert. Ich mochte sowohl die niederländische Grenzschützerin Geeske Dobbenga, als auch den „Holländer“ Liewe Cupido sehr. Figuren mit Ecken und Kanten finde ich immer viel spannender und interessanter, als aalglatte, langweilige Typen. Auch die Beschreibungen der Szenerie, der Landschaft und Natur und der Ereignisse war ganz nach meinem Geschmack. Ich habe mehrfach auf der Karte im Umschlag nachgeschaut, wo wer gerade unterwegs ist. Natürlich war ich auch schon am Wattenmeer und habe auch eine Wanderung bei Niedrigwasser unternommen, aber hier habe ich nochmal einiges gelernt. Manche empfinden die Schilderungen von Niedrigwasser, Priele und Schlick vielleicht als unnötig und zu viel, mir hat es gefallen, weil es Flair erzeugt und stimmig zur Geschichte passt.
Der Schluss hat mich nicht so ganz überzeugt, irgendwie fehlte mir hier was. Aber es passte dennoch zur Geschichte und dem Rest des Buches.
Wer es auch mal mit leisen Tönen mag, der ist hier genau richtig. Es gibt nicht Mord und Totschlag am laufenden Band, sondern einen Fall, der es in sich hat. Das hat mir sehr gefallen, für mich ein sehr literarisches und eigenwilliges Buch. Gerne würde ich noch mehr von diesem Autor lesen, am liebsten wieder mit dem „Holländer“.