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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2020

Nicht ganz einfach zu lesen

Die Geschichte der Gefühle
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich Historie interessiert und Gefühle ja alltäglich und zugleich so wichtig sind. Die Beschreibung hatte mich sehr angesprochen und ich war auf den Bogenschlag ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich Historie interessiert und Gefühle ja alltäglich und zugleich so wichtig sind. Die Beschreibung hatte mich sehr angesprochen und ich war auf den Bogenschlag von der Antike und anderen historischen Epochen bis ins Heute sehr neugierig.
Leider war ich etwas enttäuscht. Man muss schon eine gute humanistische Bildung und beste Kenntnisse der Antike haben, um genau zu verstehen, worauf der Autor hinaus will. Ich musste beispielsweise erst nochmal die Geschichte des Krieges um Troja lesen, um die Ausführungen zu den klassischen und archaischen Leidenschaften zu verstehen. Durch diese Tiefe wirkt das Buch auf einen Laien – wie mich – dann leider auch etwas langatmig. Dadurch war es für mich daher nicht immer leicht, dran zu bleiben. Ich hätte mir etwas mehr Alltagsnähe von diesem Buch gewünscht. Ich hatte mir etwas anderes vorgestellt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. So ist das vorliegende Buch schon eine sehr theoretische Abhandlung mit wenigen praktischen Beispielen.
Trotzdem ist es insgesamt ist es interessant zu lesen, wie sich die Bewertung der verschiedenen Gefühle im Laufe der Zeit verändert hat. Dass jede Gesellschaft bestimmte Regeln und Moralvorstellungen hat und nach diesen auch die Emotionen und Verhaltensweisen der Menschen bewertet. Wer sich in dieses Thema vertiefen möchte und sich in historischen Kontexten gut auskennt oder einlesen möchte, ist sicherlich genau richtig – Laien müssen sich ein bisschen durchkämpfen.

Veröffentlicht am 25.03.2020

Perfekter geht es kaum!

Finsterthal
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Schon vom Vorgänger „Tannenstein“ war ich hin und weg und am Ende sogar ein wenig verliebt in den guten Born. Umso mehr habe ich mich gefreut, als er dann endlich wieder bei mir vor der Türe stand und ...

Schon vom Vorgänger „Tannenstein“ war ich hin und weg und am Ende sogar ein wenig verliebt in den guten Born. Umso mehr habe ich mich gefreut, als er dann endlich wieder bei mir vor der Türe stand und in gelb gewandet neue Abenteuer mitbrachte.
Linus Geschke ist mit „Finsterthal“ eine perfekte Fortsetzung gelungen, die mir mindestens so gut gefallen hat wie der Vorgänger. Es ist spannend, hochemotional, immer wieder auch witzig und immer interessant. Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Gleichzeitig möchte man aber, dass es nie aufhört. Am Ende standen mir die Tränen in den Augen, das war hart. Und dennoch freue ich mich schon auf den dritten Teil, auf den ich nun aber ein Jahr warten muss. Man sollte die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen, ich glaube, Quereinsteiger haben bei dieser Reihe keinen großen Spaß! Aber das macht nichts, denn als Fan von Krimis, Thrillern und Spannung sollte diese beiden Bücher sowieso gelesen haben!
Wieder nimmt der Autor seine begeisterten Leser mit auf eine Reise, die erschreckt, fasziniert und schockiert – vor allem, weil man immer denkt, dass es genauso wirklich sein könnte. Er führt uns auf wackelige Brücken, die den Blick in die grausige Tiefe bieten, auf verschlungene Pfade, die so verwuchert sind, dass man manchmal nicht mehr weiter weiß und reißt uns mit in die Abgründe der menschlichen Seele. Wenn man so mit den Figuren mitfiebert, dann hat der Autor alles richtig gemacht. Das ist Lesespaß pur!
Fünf Sterne reichen hier nicht aus... Unbedingt lesen!

Veröffentlicht am 25.03.2020

Ungewöhnliche Protagonistin

Die Präparatorin
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Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil ich die Beschreibung so ansprechend und interessant fand. Anfangs hatte ich ein bisschen Probleme, weil ich die Hauptfigur etwas sperrig fand. Andererseits ...

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil ich die Beschreibung so ansprechend und interessant fand. Anfangs hatte ich ein bisschen Probleme, weil ich die Hauptfigur etwas sperrig fand. Andererseits passte ihre Art genau zu dem, was sie erlebt hat – das erfährt man als Leser aber erst nach und nach. Häppchenweise, so wie es zum Fall passt. Am Ende offenbart sich Schreckliches und man fragt sich, wie ein Mensch das alles aushalten kann. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie sich das Leben der Protagonistin entblättert, wie sie gemeinsam mit dem Leser mehr über ihre Vergangenheit und Kindheit erfährt.

Dem Autor Andreas Wagner gelingt es gut, den Leser mit in die Welt von Felicitas zu nehmen. Man leidet und fiebert richtig mit ihr mit, mir hat aber das letzte Quäntchen gefehlt. Die Welt der Präparatoren ist nicht unbedingt meine, aber ich fand es wirklich interessant, wie das Handwerk funktioniert und was dabei beachtet werden muss.

Wer es gerne mag, wenn ein Krimi abseits der gewohnten Wege geht, der ist hier genau richtig. Ein spannender Fall, ein bisschen Blut und Gewalt und eine ungewöhnliche Protagonist machen dieses Buch interessant und lesenswert.

Veröffentlicht am 25.03.2020

Schweres Thema wunderbar aufbereitet

KRIEGE - gehören ins Museum . Teil 1
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Kindern das Thema Krieg erklären zu wollen, das ist mutig und hier wunderbar gelungen. Dieses schwere Thema ist nie einfach zu besprechen, aber mit den Jüngsten schon gar nicht. Die Autorin hat es gewagt ...

Kindern das Thema Krieg erklären zu wollen, das ist mutig und hier wunderbar gelungen. Dieses schwere Thema ist nie einfach zu besprechen, aber mit den Jüngsten schon gar nicht. Die Autorin hat es gewagt und gewonnen.

Im Buch geht eine Mutter mit ihrer Tochter ins Museum und erzählt dort von den verschiedenen wichtigen Kriegen, die den Lauf der Welt verändert haben. Dabei immer kindgerecht und in einfachen Worten, aber gut nachvollziehbar und mit vielen Infos. Das hat mir gut gefallen. Auch Erwachsene können sich die vielen Konflikte ja nicht immer gut merken, hiermit gelingt es besser.

Schön fand ich die jeweiligen Kästen mit den Vertiefungen zu einzelnen Personen oder Begebenheiten. Da kann man dann auch einfach mal so nachlesen, ohne das ganze Buch lesen zu müssen. Eine gute Idee und sehr praktisch!

Besonders gut gefiel mir auch der Hinweis auf dem hinteren Cover, dass man das Buch mit jüngeren Kindern gemeinsam lesen sollte, um sie mit diesem schweren Thema nicht allein zu lassen. Das fand ich gut. Man merkt insgesamt, dass die Autorin den Umgang mit Kindern gewohnt ist und sich Gedanken macht, wie man auch schwierige Themen kindgerecht und passend vermitteln kann.

Ich freue mich auf Teil 2 und bin sehr gespannt, wie hier die beiden Weltkriege beschrieben werden.

Veröffentlicht am 25.03.2020

Humorvoll und spannend

Der Gin des Lebens
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Schon als ich nur diesen Titel las, musste ich lachen – zum ersten Mal, aber nicht zum letzten Mal. Autor Carsten Sebastian Henn gelingt eine hervorragende Mischung aus guter Unterhaltung, Spannung und ...

Schon als ich nur diesen Titel las, musste ich lachen – zum ersten Mal, aber nicht zum letzten Mal. Autor Carsten Sebastian Henn gelingt eine hervorragende Mischung aus guter Unterhaltung, Spannung und Humor und auch ein Tropfen Liebe fehlt ebenfalls nicht. Und wie nebenbei erfährt man jede Menge über den beliebten Modetropfen Gin. Das fand ich auch sehr interessant. Mein erster Roman von diesem Autor, aber sicherlich nicht der letzte.
Gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Figuren, vor allem aber auch der Stadt Plymouth und ihrer Umgebung. Es ist als wäre man vor Ort, das macht Spaß! Der Schreibstil des Autors ist aber nicht nur bildhaft, sondern auch sehr humorvoll, sodass man immer wieder lachen muss. So etwas mag ich sehr, wenn die Genre ineinander verschwimmen und man so einen besonderen Lesespaß hat.
Das Glossar fand ich wirklich interessant und informativ und auf das Nachbacken der Rezepte freue ich mich jetzt schon!
Es ist spannend und lustig, perfekte Unterhaltung. Zugleich lernt man viel über Gin und dessen Herstellung – wer es extravagant mag, ist hier genau richtig!