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Veröffentlicht am 08.06.2022

Coastal Airways Flug 416 bitte melden

Flug 416
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Flugkapitän Bill Hoffman hätte eigentlich ein paar Tage frei gehabt und hatte sich darauf gefreut, mit seiner Familie etwas zu unternehmen. Da ihn aber sein Chef bittet, außerplanmäßig einen Flug von L.A. ...

Flugkapitän Bill Hoffman hätte eigentlich ein paar Tage frei gehabt und hatte sich darauf gefreut, mit seiner Familie etwas zu unternehmen. Da ihn aber sein Chef bittet, außerplanmäßig einen Flug von L.A. nach New York zu übernehmen, lässt er sich dazu überreden. Eine fatale Entscheidung, wie sich schon bald nach dem Start herausstellen sollte.
Ein Anrufer im Cockpit informiert Bill darüber, dass er seine Frau Carrie und seinen zehnjährigen Sohn Scott sowie das zehn Monate alte Baby Elsie in seine Gewalt gebracht hat. Bill soll entweder das Flugzeug mit über 140 Passagieren an Bord zum Absturz bringen oder er wird seine Familie töten. Etwas mehr als sechs Stunden hat er dazu Zeit - genau so lange, wie der Flug dauern wird.
Schnell wird der Crew klar, dass der Entführer einen Komplizen an Bord haben muss.

Mein Fazit:
Der Debütroman von T. J. Newman ist ein absoluter Pageturner, von der ersten bis zur letzten Seite. Viel Input aus ihrer Zeit als Flugbegleiterin lässt die Autorin mit einfließen.
Bis zum Schluss weiß man nicht, welches Ende die Flugzeugentführung nehmen wird und ob Bills Familie am Leben bleibt. Das Cover bezeichne ich als durchaus gelungen. Es ist schlicht, aber prägnant und in düsteren Farben gehalten – so düster wie die Lage der Crew an Bord.
Ich warte schon mit Spannung auf einen weiteren Roman von ihr.

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Veröffentlicht am 31.05.2022

Motiv: Rache

Rachesommer
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Der erste Fall für den Leipziger Kriminalhauptkommissar Walter Pulaski, der sich vor Jahren vom LKA Sachsen zum Kriminaldauerdienst in Leipzig hat versetzen lassen, damit er nach dem Tod seiner Frau mehr ...

Der erste Fall für den Leipziger Kriminalhauptkommissar Walter Pulaski, der sich vor Jahren vom LKA Sachsen zum Kriminaldauerdienst in Leipzig hat versetzen lassen, damit er nach dem Tod seiner Frau mehr Zeit für seine zwölfjährige Tochter hat.
Drei Jugendliche aus verschiedenen psychiatrischen Kliniken begehen offenbar Selbstmord. Viele Widersprüche verleiten Pulaski dazu, die wahre Ursache zu herauszufinden.
Akademiker, Politiker und Geschäftsleute kommen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Alle haben sich gekannt und waren zusammen auf einer Yacht zu einer Kreuzfahrt unterwegs. Und alle verbindet eine weitere Gemeinsamkeit. Die Wiener Anwältin Evelyn Meyers recherchiert zu diesen Fällen, obwohl sie kein Mandat hierfür hat.
Eine gemeinsame Spur führt bis zur Nordsee und hier treffen Pulaski und Meyers zusammen, um ein schreckliches Geheimnis zu lüften.

Mein Fazit:
Andreas Gruber verleiht seinen Ermittlern eine gewisse Schrulligkeit und Kuriosität. Ob es der hinkende Wiener Privatdetektiv Peter Hogart, der narzisstische FBI-Profiler Maarten S. (Somerset) Schneijder vom Wiesbadener BKA oder der Leipziger Kommissar Walter Pulaski ist, der trotz seines Asthmas ständig raucht und literweise starken, schwarzen Kaffee trinkt.
Wie in seinen anderen Romanen setzt Gruber auf zuerst voneinander getrennte Handlungsstränge, die erst im Laufe des Plots miteinander verschmelzen. Durch kurze Kapitelfolgen verbunden mit dem Wechsel der Handlungsstränge wird die Spannung beim Leser hochgehalten.

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Veröffentlicht am 26.05.2022

Mafia versus Justiz

Zu wenig Zeit zum Sterben
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Der erste Fall für den New Yorker Strafverteidiger Eddy Flynn. Er soll den wegen Mordes angeklagten Boss der dort agierenden Russenmafia, Olek Volchek, verteidigen. Obwohl der Gangster schuldig ist, muss ...

Der erste Fall für den New Yorker Strafverteidiger Eddy Flynn. Er soll den wegen Mordes angeklagten Boss der dort agierenden Russenmafia, Olek Volchek, verteidigen. Obwohl der Gangster schuldig ist, muss Flynn die Jury davon überzeugen, dass Volchek nicht verurteilt wird, denn die Gangster haben seine zehnjährige Tochter Amy entführt und drohen damit sie umzubringen, wenn es ihm nicht innerhalb von 48 Stunden gelingt, einen Freispruch zu erwirken.
Flynn bedient sich dabei auch nicht legalen Mitteln bei seinen Recherchen, da er früher ein Trickbetrüger war und sich in diesem Milieu bestens auskennt, bevor ihm Richter Harry Ford geholfen hat ein Jurastudium zu absolvieren, um Strafverteidiger zu werden.
Was diesen Fall besonders brisant macht ist die Tatsache, dass es einen korrupten FBI-Agenten gibt, der der Russenmafia zuarbeitet. Außerdem gibt es in deren Reihen jemanden, der gerne Volcheks Position einnehmen möchte.

Mein Fazit:
Für einen Justizthriller geschieht m.E. viel Handlung außerhalb des Gerichtssaales. Einige Textpassagen sind mir zu unauthentisch (Bsp.: Flynn steigt im Gerichts-gebäude aus dem Fenster aus großer Höhe, um einige Stockwerke tiefer in einen anderen Raum zu gelangen). Der Spannungsbogen flacht im Laufe des Plots immer wieder ab.

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Veröffentlicht am 17.05.2022

Europa bis Südafrika hin und zurück

Der Flug der Störche
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Die Störche ziehen jedes Jahr im Spätsommer von Europa bis nach Zentralafrika und kehren im Frühjahr wieder zurück. Der weltbekannte Schweizer Ornithologe Max Böhm studiert das Verhalten der Vögel genau ...

Die Störche ziehen jedes Jahr im Spätsommer von Europa bis nach Zentralafrika und kehren im Frühjahr wieder zurück. Der weltbekannte Schweizer Ornithologe Max Böhm studiert das Verhalten der Vögel genau und beringt Sie auch, um seine Beobachtungen durch Helfer in den einzelnen Ländern auf der Flugroute zu dokumentieren.
Als im kommenden Frühjahr die Störche nicht zurückkehren, ist Böhm stark beunruhigt. Er heuert den jungen Louis Antioche an, der der Flugroute der Vögel folgen soll, um den Grund zu erfahren, warum die Rückkehr der Störche ausgeblieben ist.
Bevor sich Antioche auf den Weg machen kann, ist Böhm plötzlich verschwunden und er findet ihn tot und übel zugerichtet in einem Storchennest. Trotzdem macht sich Antioche auf den Weg und folgt einer Route des Grauens und es ist nicht vorauszusehen, wie sie endet.

Mein Fazit:
Der beste Thriller, den ich seit langem gelesen habe – phantastisch und grausam zugleich. Kein Leerlauf durch unnötiges aufblähen der Handlung, Spannung von Anfang bis Ende.

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Veröffentlicht am 14.05.2022

Debüt-Thriller von Wulf Dorn

Trigger
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Die Psychiaterin Dr. Ellen Roth hat in der Klinik Zugang zu einer misshandelten Patientin, die kaum ansprechbar ist und die fühlt sich verfolgt von einem „Schwarzen Mann“. Plötzlich ist die Patientin nicht ...

Die Psychiaterin Dr. Ellen Roth hat in der Klinik Zugang zu einer misshandelten Patientin, die kaum ansprechbar ist und die fühlt sich verfolgt von einem „Schwarzen Mann“. Plötzlich ist die Patientin nicht mehr in Ihrem Zimmer und auch nicht auffindbar. Was noch vielmehr verwundert ist die Tatsache, dass keiner die Frau außer Ellen Roth gesehen hat und auch nichts von deren Existenz weiß.
Ihr Freund Chris, ebenfalls Arzt an der Klinik, hat eine Auszeit genommen, um mit einem Freund nach Australien zu reisen. Leider ist er nicht erreichbar.
Langsam aber sicher wird Ellen Roth paranoid und ihre eigene Lebenslage wird immer bedrohlicher. Ihr Kollege Mark Behrendt versucht ihr zu helfen und dringt dabei immer mehr in ihre Vergangenheit ein.

Mein Fazit:
Wulf Dorn hat mit seinem Thriller-Erstling für meine Begriffe voll überzeugt. In seinen Erzählungen kommt ihm zugute, dass er mehrere Jahre psychisch kranke Menschen betreut hat. Er baut von Anfang an einen Spannungsbogen auf und hält ihn auch hoch. Nicht zuletzt dadurch, dass er mehrmals den Leser auf eine falsche Spur zu dem vermeintlichen Psychopathen führt.

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