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Veröffentlicht am 18.07.2025

Fünf Sommerabenteuer

Einmal Sommer mit bunten Streuseln
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Eine Jugendclique bestehend aus drei Mädchen und zwei Jungs verbringen ihre Sommerferien auf unterschiedliche Art und Weise: Während das Pärchen Max und Mila Zeit gemeinsam bzw. beim Sport verbringen will ...

Eine Jugendclique bestehend aus drei Mädchen und zwei Jungs verbringen ihre Sommerferien auf unterschiedliche Art und Weise: Während das Pärchen Max und Mila Zeit gemeinsam bzw. beim Sport verbringen will fliegt Liz alleine nach Malte und wohnt bei einer Gastfamilie. Arthur erlebt seinen ersten Liebeskummer und Luh besucht ihre Familie auf Bali. Doch auch die getrennten Erlebnisse können an einer langjährigen, echten Freundschaft nichts ändern – oder?!
„Einmal Sommer mit bunten Streuseln“ ist ein Jugendroman, den die Autorin Kristina Kreuzer gemeinsam mit ihrer Tochter geschrieben hat. Leider merkt man das teilweise an der recht einfachen und dabei trotzdem holprig wirkenden Sprache und ein paar Fehlern. So wirkt es sogar für die Zielgruppe als zu trivial, eher zum Üben der eigenen Lesefähigkeit als zum Eintauchen in Inhalte.
Inhaltlich hat mich das Buch leider auch nicht besonders gut unterhalten. Luhs und Liz Geschichten waren noch einigermaßen interessant, die anderen haben mich eher ab und an mit den Augen rollen lassen. Die Geschichten konnten leider keine Spannung erzeugen, was vor allem daran lag, dass sie sehr oberflächlich geblieben sind. Ich konnte leider zu keiner der vielen Personen einen wirklichen Bezug aufbauen. Ich denke weniger Protagonisten und diese dafür intensiver dargestellt hätten dem Buch gutgetan.
Das Cover wirkt auf mich auf den ersten Blick etwas überladen, es erschlägt mich fast. Aber von den Farben und Motiven her ist es sehr sommerlich und passt absolut zum Inhalt des Buches.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Second Chance im Künstler-Retreat

Words Like Feathers
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Die kinobegeisterte Olivia kann ihr Glück kaum fassen: Sie wurde auserwählt, an einem exklusiven Künstler*innen-Retreat in Schottland teilzunehmen, bei dem auch Stargäste aus den Bereichen Musical und ...

Die kinobegeisterte Olivia kann ihr Glück kaum fassen: Sie wurde auserwählt, an einem exklusiven Künstler*innen-Retreat in Schottland teilzunehmen, bei dem auch Stargäste aus den Bereichen Musical und Schauspiel anwesend sein werden. Dort angekommen bekommt Olivias Freude allerdings einen großen Dämpfer: Der ihrer Gruppe zugewiesene Star entpuppt sich als niemand geringeres als Tristan Kingsley, ihre erste große Liebe, der sie das Herz gebrochen hat, als sie sich ohne ein Wort von ihm zurückgezogen hat. Doch Olivias Gründe sind tiefgehend und sie kann nicht mit Tristan darüber sprechen. Doch die Anziehung der beiden zueinander besteht trotz aller verletzter Gefühle und Geheimnisse. Gibt es eine zweite Chance?
„Words like feathers“ ist aus der Perspektive der Protagonistin Olivia erzählt. Ich habe ein wenig gebraucht, um mit ihr warm zu werden, fand sie dann aber wirklich toll. Durch Rückblicke gewährt sie uns Einblicke in ihre traurige Vergangenheit und ihre Gefühlswelt, was dazu führt, dass man ihre Handlungen und Gedankengänge gut nachvollziehen kann. Auch wird so er nach und nach aufgeklärt, wie es zur aktuellen Situation gekommen ist – mir persönlich hat dies allerdings etwas zu lange gedauert, es wirkte teilweise künstlich in die Länge gezogen. Tristan ist hingegen leider etwas blass geblieben, hier hätte ich mir eine tiefere Charakterzeichnung gewünscht.
Womit ich auch etwas zu hadern hatte war der Schreibstil der Autorin. Teilweise wirkt dieser sehr bemüht und somit holprig und nicht authentisch. An anderen Stellen, insbesondere wenn es um Gefühle geht, ist er indessen fast schon poetisch und philosophisch. Ich war ständig am Abwägen, ob mir der Stil nun gefällt oder nicht. Sehr gestört haben mich aber vor allem die vielen Anspielungen auf Serien, Schauspieler, Sänger und Filme. Da ich lieber lese bin ich hier absolut nicht im Bilde und habe mich des Öfteren ausgeschlossen gefühlt. Schade. Inhaltlich hätte ich mir mehr Informationen bzw. eine stärkere Konzentration auf das Thema Schauspiel und Musical gewünscht. Ich fand die Idee mit dem Retreat superspannend, aber leider wurde der eigentliche Zweck der Zusammenkunft kaum erwähnt.
Was mir aber gut gefallen hat waren die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft Schottlands, die absolut Lust auf eine Reise dorthin gemacht haben. Und absolut toll war die sensible und ernsthafte Einbindung des Themas Mental Health. Wie Olivias Zwangsstörung beschrieben wurde hat mir des Öfteren Gänsehaut verursacht, sowohl die Gedanken, als auch Handlungen waren erschreckend nachvollziehbar. Wie sensibel und respektvoll dieses Thema hier aufgegriffen und dargestellt wurde hat mir sehr gut gefallen.
Insgesamt war „Words like feathers“ in meinen Augen ein netter New-Adult-Roman mit einer durchschaubaren Second-Chance-Geschichte, die sich angenehm lesen lässt und zwischendurch auch tiefgründige Themen behandelt.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Bitterböses Highlight

Very Bad Widows
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Vier Freundinnen im Rentenalter, die in unglücklichen Ehen gefangen sind, es sich finanziell aber nicht leisten können, aus ihrem Leben auszubrechen. Dann geschieht ein Unfall, bei dem ein Ehemann ums ...

Vier Freundinnen im Rentenalter, die in unglücklichen Ehen gefangen sind, es sich finanziell aber nicht leisten können, aus ihrem Leben auszubrechen. Dann geschieht ein Unfall, bei dem ein Ehemann ums Leben kommt – und die Witwe Marlene eine hohe Versicherungssumme erbt. Ihre Freundinnen Pam, Nancy und Shalisa staunen nicht schlecht, wie gut es Marlene plötzlich geht. Ein teuflischer Plan entsteht, um ebenfalls an die Lebensversicherungen ihrer Männer zu kommen – nur dabei müssen diese verschwinden. Nichtsahnend, dass die Männer ihre eigenen Pläne verfolgen, kontaktieren die Frauen einen Killer und beginnen, ihr Projekt „Ruhestand am Meer“ in die Tat umzusetzen.
„Very bad widows“ war mein absolutes Jahreshighlight! Ich liebe den bissigen Humor, die clever ineinander verschachtelten Handlungsstränge, die authentischen und schrulligen Charaktere und die unerwarteten Plot-Twists! Lange hatte ich nicht mehr so viel Spaß beim Lesen.
Rein optisch gefällt mir die deutsche Ausgabe des Buches sehr gut, ich mag den Farbschnitt sehr, dessen sommerliche Farben sich in der Titelschrift wiederfindet. Die abgebildete Szene am Pool lässt auf einen Sommerroman schließen, wäre da nicht das kleine Detail mit dem Messer, statt dem Buchstaben „i“ im Titel.
Die Geschichte beginnt langsam mit Pams eher durchschnittlichen Leben, nimmt dann aber sehr schnell an Fahrt auf, bis sich die Ereignisse irgendwann überschlagen. Die Pläne werden immer skurriler und abgedrifteter, der eingestreute Vibe von "Oceans 11“ hat zusätzlich für Auflockerung gesorgt und der tiefschwarze Humor hat mich des Öfteren zum Lachen gebracht. Dadurch, dass die Story aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird hat man als Leser einen guten Überblick darüber, welche Seite gerade was plant und wie sich die Ereignisse weiterentwickeln. Gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte trotz aller Verrücktheit noch ernste Themen mit Tiefgang behandelt. Anhand der Entwicklung und Reflexion der Protagonisten wird der Leser zum Nachdenken über die Ehe, die Liebe, Freundschaften, das Leben, versäumte Gelegenheiten und einige andere tiefgründige Themen angeregt. Chapeau an die Autorin für diese nicht einfache, intelligent gelöste Zusammenstellung! Mein Fazit: „Very bad widows“ ist ein Buch, dass ich jedem wärmstens empfehlen kann, der schwarzen Humor und skurrile Entwicklungen mag – ich habe das Buch geliebt und mich beim Lesen prächtig amüsiert.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Eine starke Protagonistin, raffinierter Zauber und eine düstere Welt

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Rune Winters hat ein Geheimnis: Nicht nur ist sie selbst eine Hexe, sondern verhilft getarnt als „Roter Nachtfalter“ auch anderen Hexen zur Flucht. Diese leben gefährlich, seit die Blutwache die Regierung ...

Rune Winters hat ein Geheimnis: Nicht nur ist sie selbst eine Hexe, sondern verhilft getarnt als „Roter Nachtfalter“ auch anderen Hexen zur Flucht. Diese leben gefährlich, seit die Blutwache die Regierung der Hexenschwestern gestürzt hat und Frauen mit entsprechenden Fähigkeiten jagen und umbringen. Rune kann überleben, da sie ein gefährliches Doppelleben führt: Tagsüber spielt sie ein einfältiges Mädchen der gesellschaftlichen Oberschicht. Um an Informationen zu einer gefangengenommenen Hexe zu kommen beginnt sie, mit den berüchtigten Hexenjäger Gideon Sharpe zu flirten. Gideon, der sie bereits als roter Nachtfalter im Verdacht hat, lässt sich auf das knisternde Spiel ein – doch wer spioniert hier am Ende wen aus?!
„Heartless Hunter – der rote Nachtfalter“ ist der erste Band der Dilogie von Kristen Ciccarelli. Bereits das Cover gefällt mir sehr gut, es ist ein wunderschöner Eyecatcher. Das Spiel mit den Rot - und Grüntönen, die sich auch im Farbschnitt widerspiegeln, passt super zusammen und verströmt direkt etwas Mysteriöses. Toll finde ich auch die Landkarte zur Orientierung in Runes Welt im Buchdeckel.
Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Man kommt sehr schnell in der Handlung an, die Ouvertüre baut bereits Spannung auf, die sich im weiteren Verlauf des Buches immer noch weiter steigert. Der Autorin ist es ganz wunderbar gelungen, durch ihre Worte jeweils passende Atmosphären zu schaffen, die eine ganze Bandbreite an Emotionen abdecken: Spannung, Knistern, Lebensfreude, Freundschaft, Verzweiflung, Angst. Ich konnte sehr gut mit der Protagonistin mitfiebern. Auch werden die politisch-sozialen Hintergründe ebenso wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gut in die Geschichte eingeflochten und der Leser somit super in Runes Welt abgeholt. Diese fand ich super, ebenso wie das wirklich kreative Magiesystem, welches ich so noch nie gelesen habe. Das Setting wirkt düster, wie im 19. Jahrhundert, hat aber durchaus auch moderne Elemente.
Sowieso fand ich die Figurenzeichnung sehr gut. Gerade Rune und Gideon wirken sehr durchdacht und tiefgängig. Rune ist eine sehr interessante Figur, ich hatte viel Spaß bei ihrem doppelten Spiel. Sowohl bei ihr, als auch bei Gideon werden die Beweggründe nachvollziehbar. Ihre gegenseitige Anziehung wurde deutlich spürbar, das gegenseitige Austesten und Katz-und-Maus-Spiel war raffiniert und amüsant gleichzeitig. Ihre Interaktionen haben mir gut gefallen. Nach und nach erfährt man immer mehr über die interessante Vergangenheit der einzelnen Personen, wobei immer noch Raum für Spekulationen bleibt. Mir gefällt außerdem sehr, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse nicht eindeutig abgesteckt sind.
Die Auflösung am Ende hat sich dann irgendwann angebahnt, war aber trotzdem noch fulminant und actionreich. Hier fand ich gar nicht schlimm, dass ein zweiter Band folgt, da für mich alles stimmig gelöst wurde und eine perfekte Stelle für den Cut geschaffen wurde. Ich bin nun sehr neugierig, wie es mit Rune und Gideon weitergeht und fiebere Band 2 bereits entgegen.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Eher ein Ratgeber für Einsteiger

Essen gut, alles gut
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Der Titel des Buches „Essen gut, alles gut: Wie wir wieder lernen, auf unseren Bauch zu hören“ klang für mich vielversprechend und interessant. Auch das fröhlich-bunte Cover empfand ich als sehr ansprechend. ...

Der Titel des Buches „Essen gut, alles gut: Wie wir wieder lernen, auf unseren Bauch zu hören“ klang für mich vielversprechend und interessant. Auch das fröhlich-bunte Cover empfand ich als sehr ansprechend. Ich beschäftige mich bereits seit einiger Zeit sehr intensiv mit gesunder Ernährung und habe mich neue Impulse erhofft, mich noch achtsamer zu ernähren. Leider blieb das Buch für mich etwas zu sehr an der Oberfläche und ist deshalb meiner Meinung nach eher für Personen geeignet, die erstmals in dieses Thema einsteigen möchten.
Inhaltlich ist es in drei Teile gegliedert und beginnt mit sehr persönlichen Einblicken und Meinungen der Autorin. Für mich persönlich war dies teilweise fast schon etwas zu subjektiv, als müsste Heike Niemeier erst ausführlich begründen, warum sie in diesem Thema als Expertin gelten darf. Die detaillierte Beschreibung ihres eigenen Lebenslaufes zu Beginn hätte es für mich nicht gebraucht. Gestört haben mich auch die anfangs häufigen allgemeine Plattitüden und Scheinwahrheiten, beispielsweise zum Abnehmen. Auch habe ich mich durch die sprachliche Ausdrucksweise teilweise sogar schon fast etwas bevormundet gefühlt.
„Essen gut, alles gut“ ist somit ein Ratgeber für alle, die sich über ihre Ernährung Gedanken machen und sie etwas sinnhafter gestalten möchten. Die Autorin bietet fundierte Informationen und praxisnahe Tipps, die helfen, eine gesunde Beziehung zum Essen aufzubauen, bleibt jedoch eher an der Oberfläche.

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