Wichtiges Thema, aber es mangelt an Tiefe
Skogland 3. Skogland brenntIch habe mich zunächst sehr gefreut, weil ich Skogland noch aus meiner Jugend kenne und große Erwartungen hatte, leider wurde ich jedoch enttäuscht.
Der Wunsch das Buch in die Skogland-Reihe zu integrieren ...
Ich habe mich zunächst sehr gefreut, weil ich Skogland noch aus meiner Jugend kenne und große Erwartungen hatte, leider wurde ich jedoch enttäuscht.
Der Wunsch das Buch in die Skogland-Reihe zu integrieren ist recht groß, meiner Meinung nach zu groß. Immer wieder tauchen Anspielungen auf die ersten beiden Bände auf, deren einziger Beitrag die Integration in die Reihe ist, ohne etwas zur Handlung dieses Buches beizutragen. Ich habe die ersten beiden Bände gelesen - wie viele vermutlich damals, als sie erschienen sind - aber leider weiß ich kaum mehr etwas von den einzelnen Details, die in diesem Buch erwähnt werden. Stattdessen stören die einzelnen Verweise auf Details einfach nur den Lesefluss. Zudem tauchen einige Personen auf, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie nicht wirklich in die Handlung passen und einfach nur auftauchen, um an die ersten beiden Bücher zu erinnern. Im Gegensatz zu den Personen und Details der Handlung aus den ersten beiden Büchern, die mir persönlich zu oft auftauchen, fehlt mir ein ausreichender (Wieder-)Einstieg in die dortige Welt und die Systeme, ich habe relativ lange gebraucht, um mich in die Rahmenbedingungen der geschaffen Welt einzudenken und zu verstehen, was es bedeutet ein Nordler oder ein Südler sein.
Die Kapitel sind recht kurz gehalten und aus wechselnden Perspektiven geschrieben. Zum einen habe ich so die Möglichkeit alle schnell kennen zu lernen und viel von der Handlung mitzubekommen. Aber andererseits fehlt es mir so recht häufig an Tiefe und Verbindung zu den unzähligen Charakteren.
Es gibt mir zudem zu viele lose Enden und zu viele Handlungen, die ausschließlich für den Plot passieren, ohne irgendeine ordentliche Begründung zu haben oder einfach nur zufällig sind.
Die aufgegriffenen Themen (Völkerhass und Attentate eines rechtsextremen Täters) sind wichtig und es ist richtig diese auch in Jugendbüchern zu adressieren, allerdings fehlt es mir an Tiefe und Reflexion: Das Warum und die Erlebnisse, die dazu geführt haben und die Gedanken danach fehlen mir.
Daher mein Fazit: Die Geschichte, die aufgegriffen wurde, fand ich sehr spannend und wichtig zu erzählen, aber mir hat es an Tiefe gefehlt.