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Veröffentlicht am 15.07.2026

Ein wunderbarer Einstieg in die Fantasy-Welt, der vor allem mit der Charakterentwicklung punktet!

Nobody's Quest
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Seit sehr vielen Jahren strebt das Reich Altarra seinem Untergang entgegen und nur eine Prophezeiung kann es retten: Niemand kann sie besiegen. Nun wird das wörtlich genommen und der Niemand Soli muss ...

Seit sehr vielen Jahren strebt das Reich Altarra seinem Untergang entgegen und nur eine Prophezeiung kann es retten: Niemand kann sie besiegen. Nun wird das wörtlich genommen und der Niemand Soli muss zusammen mit anderen Leuten versuchen, das Königreich zu retten.

“Stürme ziehen vorüber.
Schmerz vergeht.
Wir werden niemals aufgeben.”

Alyssa Day gelingt mit “Nobody's Quest" ein mitreißender Auftakt, der Abenteuer, Emotionen und Magie wunderbar miteinander verbindet. Es ist perfekt für zwischendurch und außer ein paar peinlichen Gesprächs-Szenen, bei denen ich das Buch aus Fremdscham beiseite legen musste, habe ich am Rest absolut nichts auszusetzen. Im Gegenteil, ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen und freue mich auf eine Fortsetzung, auch wenn die Story an sich nichts Weltbewegendes Neues ist. Besonders schön wurden der Farbschnitt und die Klappenseiten des Hardcovers gestaltet sowie die einfache Karte am Anfang des Buches. Zwischen den Kapiteln haben wir kurze Informationsblöcke, die uns die fremde Kultur, Politik, Geschichte und Religion näher bringen, wodurch das Verständnis verbessert wird. Auch der Schreibstil liest sich angenehm aus Solis Sichtweise, sodass man ohne Probleme durch die Story kommt. Zum Schluss kam das verdiente Finale mit so vielen neuen Informationen, dass ich auf den zweiten Band gespannt bin.

Das Worldbuilding punktet insbesondere mit der Religion, den verschiedenen Ständen der Menschen und anderen Kreaturen sowie mit der Magie. Da wir durch die Prophezeiung auf der Reise sind, um die Kriegsgöttin aufzuhalten und ihre Schwester wieder aufzuwecken, wird viel Zeit mit der Beschreibung der Umwelt verbracht, was mir sehr gut gefallen hat. Somit entstanden Bilder des Waldes, des Königsschlosses oder des Tempels vor meinem inneren Auge und man verfolgt die vielen Personen viel lieber. Denn dass es viele wichtige Charaktere gibt, wo noch die Hintergrundspieler und die Feinde hinzukommen, macht der Klappentext schon klar. Die Gruppendynamik und Beziehungen haben auch ihren Anteil an der Spannung.

Man lernt tatsächlich jede einzelne Person kennen, sodass wir für eine kurze Zeit neue Freunde und Kameraden haben. Sie begleiten Soli und den Prinzen Kaelen auf ihrem Weg und es wird gleich persönlicher. Jeder Kampf war spannend, aber auch einfache Gespräche am Feuer oder Geschichten aus der Vergangenheit waren interessant, was dazu führt, dass nicht immer etwas Besonderes geschehen musste, damit man weiterliest. Dieses Buch lebt von Plottwists, Geheimnissen und einem durchgehend klein gehaltenen Spannungsbogen, der immer mal wieder Hochpunkte hat. Ich bin richtig in die Welt eingetaucht und habe erlebt, wie der Dieb ohne Ehre, der Adlige ohne Vermögen, die Zauberin ohne Magie, der Soldat ohne Mut, der schöne Prinz ohne Königreich und der Niemand aus der Sklaverei ihren gefahrvollen Weg bestreiten und die Quest aus der Prophezeiung, gesprochen von der Göttin, verfolgen. Teilweise war es vorhersehbar, das muss ich gestehen, da die Gruppe auf der Suche nach magischen Gegenständen ist und man erahnen kann, was passieren kann und was nicht, aber das Wie war der Hauptgrund zum Weiterlesen. Allein die erste Szene, als Soli die tödliche Kette überlebte und auserwählt wurde, hatte meine ganze Aufmerksamkeit.

Zum Schluss sind da unsere Protagonisten, deren Liebesgeschichte überraschend viel Raum eingenommen hat und wo intime Szenen hin und wieder den Plot unterbrechen. Ich persönlich habe ihre Beziehung genossen, weil sie langsam entstanden und noch viel Raum zur Entwicklung vorhanden ist. Außerdem kamen alle Gefühle bei mir an, auch wenn der Prinz Kaelen mystisch und meistens undurchschaubar bleibt. Kaelen an sich ist ein interessanter Charakter mit einer starken Persönlichkeit und guten Kampffähigkeiten. Durch ihn bekommen die Leser den besonderen Kick, der sie zum zu-Ende-Lesen animiert. Aber natürlich ist es Soli, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt und die man direkt ins Herz schließen muss. Sie legt eine fundamentale Charakterentwicklung hin, sodass ich allein wegen ihr und ihrer Verbindung mit der Göttin und damit der Magie auf die anderen Bücher der Reihe gespannt bin. Von einem Niemand mit einer tragischen Vergangenheit wird sie zu einer Heldin, die über sich hinauswächst und trotzdem menschlich bleibt. Soli ist authentisch und mit ihrer Krankheit, die schonungslos ehrlich beschrieben wird, kämpft sie sich durch das Leben. Diese ähnelt einer Depression und bringt, nicht zuletzt wegen der Autorin, Ernsthaftigkeit und Anregungen zum Nachdenken in das Abenteuer.

Insgesamt eignet sich dieser Roman perfekt als Einstieg in eine komplexe High-Fantasy-Welt!

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Veröffentlicht am 09.07.2026

Ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch!

Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge
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Vor uns liegt ein liebevoll gestaltetes Wimmelbuch, das bereits die Kleinsten zum Entdecken, Staunen und Mitmachen einlädt. Auf stabilen Pappseiten werden verschiedene Fahrzeuge und ihre Einsatzorte gezeigt. ...

Vor uns liegt ein liebevoll gestaltetes Wimmelbuch, das bereits die Kleinsten zum Entdecken, Staunen und Mitmachen einlädt. Auf stabilen Pappseiten werden verschiedene Fahrzeuge und ihre Einsatzorte gezeigt. Dabei gibt es auf jeder Doppelseite zahlreiche kleine Details zu entdecken, sodass Kinder spielerisch ihren Wortschatz erweitern und ihre Beobachtungsgabe fördern können. Das Buch ist recht groß, aber gerade dadurch kann man es gut vor die Kinder legen und sie einfach schauen und spielen lassen.

Besonders gut gefallen hat mir die abwechslungsreiche Auswahl der Fahrzeuge. Natürlich sind die klassischen Autos, Busse oder Lastwagen vertreten, doch das Buch geht weit darüber hinaus. Auch viele andere Fahrzeuge aus unterschiedlichen Bereichen werden gezeigt, wodurch das Thema deutlich vielseitiger wirkt als in vielen vergleichbaren Wimmelbüchern. Dadurch gibt es immer wieder Neues zu entdecken, und das Buch bleibt auch nach mehrmaligem Anschauen interessant, denn wie es auf einer Baustelle zu sich geht sieht man nicht immer im Alltag.

Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet. Sie sind farbenfroh, freundlich und dennoch angenehm übersichtlich, sodass Kinder nicht von zu vielen Reizen überfordert werden. Jede Szene wirkt lebendig und erzählt ihre eigene kleine Geschichte. Es macht Spaß, gemeinsam mit dem Kind auf Entdeckungstour zu gehen, einzelne Gegenstände zu benennen oder die Suchaufgaben zu lösen. Dadurch eignet sich das Buch hervorragend zum gemeinsamen Anschauen und Vorlesen, aber auch zum selbstständigen Erkunden.

Auch pädagogisch überzeugt das Wimmelbuch. Es fördert spielerisch die Konzentration, die Aufmerksamkeit und den Wortschatz, ohne dabei belehrend zu wirken. Kinder lernen verschiedene Fahrzeuge und ihre Einsatzgebiete kennen und können dabei immer wieder neue Details entdecken. Durch die vielen kleinen Szenen eentstet ein ganz neues Verstehen über die normale Welt und vielleicht nehmen Kinder dann auch Autos als Spielzeuge zur Hand. Damit ist weder zu viel auf einer Seite, noch zu wenig, sodass die Balance perfekt gehalten wird. Außerdem ist das Suchbuch für Kinder ab dem Alter von Eins zu empfehlen.

Insgesamt ist es ein rundum gelungenes erstes Wimmelbuch für kleine Fahrzeugfans oder für Kinder, die eine neue Leidenschaft entdecken!

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Teilweise trocken, aber ansonsten war es Spannung und Abenteuer pur!

Dinghai Fusheng Records. Buch 1
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Der Großexorzist Chen Xing ist auf der Suche nach seinem Schutzpatron, der sich als Xiang Shu herausstellt. Seit der großen Stille ist die Magie der Welt verschwunden und er muss einen Weg finden, die ...

Der Großexorzist Chen Xing ist auf der Suche nach seinem Schutzpatron, der sich als Xiang Shu herausstellt. Seit der großen Stille ist die Magie der Welt verschwunden und er muss einen Weg finden, die Apokalypse aufzuhalten, während sein einziges Werkzeug die Herzenslampe ist.

“Die Große Stille der Magie brachte Vor- und Nachteile mit sich. Da es keine Yao mehr gab, wurde die Kunst der Exorzisten nicht länger benötigt. Das eigentliche Problem liegt jedoch woanders: Zwar können keine Yao mehr entstehen, doch dasselbe gilt nicht für Dämonen.”

Viele Leser haben diesem Auftakt einer historischen Boys-Love-Fantasy wegen einem nüchternen Schreibstil und zu vielen trockenen geschichtlichen Erklärungen keine fünf Sterne gegeben, doch für mich war es ein kleines Lese-Highlight und es hat die fünf Sterne mehr als verdient. Allein die Gestaltung des Buches mit dem Cover, die Art der Zeichnungen der Personen entschuldigen die Gesichter auf dem Bild, sowie die Karte, die Bilder auf den Klappenrückseiten und die Zeichnungen der Protagonisten zwischen den Seiten machen das Buch besonders. Hinzu kommen ein detailliertes Glossar und Hintergrundinformationen am Ende des Buches, sodass man weitestgehend ohne Schwierigkeiten die komplexe Historik verstehen kann. Das Einzige, wo es ein bisschen hapert, ist der neutrale Schreibstil, der die Gefühle der Charaktere nicht gut rüberbringt, aber man gewöhnt sich daran. Auch die Sichtweise ist so ein wenig allwissend, sodass wir zwar die meiste Zeit Chen Xing folgen, aber auch mal Szenen aus einer anderen Perspektive kommen. Außerdem löst sich die Farbe der Titelbuchstaben auf dem Cover und dem Buchrücken, was sehr schade ist.

Mir persönlich hat das Worldbuilding im alten China mit den detaillierten Informationen über die Geschichte und die Politik sehr gut gefallen und ich mochte es, dass ich mich beim Lesen mal anstrengen musste, weil sich lange sachliche Abschnitte und die Story mit den Protagonisten an sich abwechseln. Die Fußnoten auf den Seiten haben Unbekanntes direkt erklärt, schließlich wird man mit einer ganz anderen Kultur und Sprache konforntiert. Schon mit dem ersten Kapitel wird man direkt in die feurige Geschichte geworfen und die Spannung wird nur durch Informationsgabe unterbrochen. Immer passiert etwas, sei es, dass Chen Xing seinem Schutzpatron hinterherjagt, dass die beiden in Kämpfe gegen Soldaten und Untote geraten oder dass sie in politische Komplotte verwickelt werden. Es war durchgehend spannend und ich habe jede Seite genossen.

Überrascht hat mich der Humor, der perfekt platziert wurde, denn er lockerte die ansonsten von Informationen überladene Atmosphäre. Chen Xing möchte eigentlich nur Xing Shu auf seine Seite ziehen, der aber sein wahres Wesen zeigt. So nimmt die Story ihren Lauf und ein tödliches Problem nach dem anderen taucht auf. Ich hätte mir mehr Präsenz von “Magie” bzw. Exorzismus gewünscht, doch schon jetzt kam es zu spannenden, übernatürlichen Phänomenen. Wenn man bedenkt, dass noch viele Bücher nach diesem Auftakt kommen, muss man sich gedulden, denn trotz einer fesselnden Story geht die Entwicklung nur langsam voran. Uns werden außerdem zahllose Personen vorgestellt, was die Geschichte wieder komplex und undurchschaubar macht. Jeder bekommt ein Motiv und eine eigene Persönlichkeit, damit das Buch sein volles Potential entfalten kann. So ist es teilweise brutal und abwechslungsreich und Personen, wie Feng Qianjun, der die Protagonisten begleitet, oder der Anführer des Reiches, bringen die Story voran.

Nicht zuletzt haben wir unsere Protagonisten, die nach und nach Form annehmen. Chen Xing ist der sehr junge und optimistische einzige Exorzist, der seine Mission durchführt und all seine Macht dafür nutzt. Er lernt dazu und ist unbeschwert, sodass er das Leben einfach auf sich zukommen lässt, während er sein Ziel nicht aus den Augen verliert, was zu witzigen Situationen führt. Dahingegen bleibt Xiang Shu mysteriös und unnahbar, ist aber in den entscheidenden Momenten mit seiner Schwertkunst an der Seite seines Schützlings. Seine eigentliche Identität mache das ganze spannender und das Interessante ist, dass er überhaupt nicht Chen Xings Schutzpatron sein will. Damit haben wir einen perfekten Hintergrund und eine Story, die durch Erwartungen gespeist wird und ich bis zum grandiosen Finale atemlos verfolgt habe. Eine Liebesgeschichte nimmt noch so gut wie gar nicht ihren Lauf, was schade ist, wenn damit geworben wird, aber hier muss man sich auf die Folgebände gedulden. Spannung ist zwischen den zwei Männern zwar vorhanden, aber sonst nichts, weshalb wir von einer Sloooooow Burn sprechen.

Insgesamt kann ich diesen Auftakt einer historischen Fantasy-Reihe nur empfehlen, wer Geduld und einen freien Geist für viele neue Informationen hat!

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Ein fesselnder Fantasy-Roman mit starken Protagonisten!

Blade of Night. Silberkuss
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Die Menschen und Nachtelfen sind seit Jahrhunderten verfeindet, doch als eine dunkle Gefahr der Vergangenheit die Welt Xio erneut angreift, müssen sie widerstrebend einen Waffenstillstand eingehen. So ...

Die Menschen und Nachtelfen sind seit Jahrhunderten verfeindet, doch als eine dunkle Gefahr der Vergangenheit die Welt Xio erneut angreift, müssen sie widerstrebend einen Waffenstillstand eingehen. So kreuzen sich auch die Wege der Generalin Zelie und dem Nachtelf Aries und mit jedem Mal steigt die Spannung.

“Ihm wohnt eine schreckliche Schönheit inne, dem Töten.” -Aries

“Blade of Night” entführt uns in eine blutige Welt, die alles von ihren Bewohnern verlangt und in der wir zwei Personen auf unterschiedlichen Seiten verfolgen, die verbotene Gefühle entwickeln und mit ihren Geheimnissen eben diese Welt auf den Kopf stellen könnten. Ganz langsam werden wir in die Geschichte geführt und mit einer Versammlung lernen wir die wichtigsten Personen kennen. Der Schreibstil ist locker und egal ob man Zelies oder Aries’ Sichtweise hat, liest man es gerne. Das schlichte Cover passt zum Inhalt, denn die gut verarbeitete Karte und die eigenen Illustrationen im Buch machen es wieder wett. Dann kommt der kleine Cliffhanger zum Schluss, der nochmal alles neu eröffnet, sodass man direkt mit dem zweiten Band der Romantasy-Dilogie weitermachen will.

Das Setting ist mit am besten gelungen, denn Xio mit der Sternkluft entsteht vor unseren Augen und sowohl die Städte der Menschen, als auch die der Nachtelfen, sowie das Terrain dazwischen, wurden schön beschrieben und man taucht richtig in die Geschichte ein. Auch die Story folgt mit der großen Gefahr, die aus der Kluft stammt, einem roten Faden, denn Personen werden umgebracht und große politische Konflikte entstehen. Wir haben eine gute Balance zwischen politischen Gesprächen auf beiden Seiten und Kämpfen sowie Informationssammlung, wobei dazwischen im guten Maß die Liebesgeschichte Platz findet, ohne von der Story abzulenken.

Durch das viele Reisen und das lange Warten, wann eine Entscheidung getroffen wird und welche Motive die Herrscher verstecken, streckt sich der Roman in der Mitte teilweise. Die Autorin schafft es durch Schlüsselereignisse, wie zum Beispiel Angriffe oder eine Entwicklung in der Liebesgeschichte, die Spannung hochzuhalten, aber es gibt kaum etwas Besonderes. Einiges kann man vorhersehen und auch die paar Plottwists kamen kaum überraschend, aber ich wollte die ganze Zeit weiterlesen, um zu sehen, wie die Geschichte endet und ob bzw. inwiefern die Situation eskaliert. Es wird nicht mit Grausamkeit gespart und die Undurchsichtigkeit mancher Personen gleichen die Längen fast wieder auf, denn besonders den gut geschriebenen Kampfszenen folgt man gerne.

Auch die Charaktere haben es in sich und ihnen wurden eigene Persönlichkeiten gegeben, die noch wichtig werden. Aries ist der Nachtelf mit einer hohen Position, der zwischen Loyalität und dem Wissen, was richtig ist, schwankt. Dieser innere Konflikt zieht sich durch das Buch und es war spannend zu sehen, wie er mal die Menschen verflucht und seinen König unterstützt, und dann wieder zu Zelie tendiert und seinem Herzen verfolgt. Tatsächlich ist in diesem Roman Zelie die mürrische Kriegerin, auch wenn Aries sehr gut mit dem Schwert umgehen kann. Sie folgt ihrer eigenen Meinung und versucht ihre Leute zu schützen, mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen. Interessant sind auch die Nebencharaktere, die teilweise eine größere Rolle spielen, denn dadurch wird die Geschichte verschlungen.

Der Rassen- und Territorien-Konflikt gibt ein gutes Thema ab und man merkt schnell, dass die Nachtelfen eigentlich die Oberhand haben. Und hier kommt die verbotene Liebesgeschichte ins Spiel, denn Zelie und Aries sträuben sich beide vor der Verbindung, sind aber realistisch und mit ihren Gefühlen vor allem authentisch, was mich überzeugt hat. Damit passen sie zueinander und ihr Geplänkel war faszinierend. Ihre Kämpfe miteinander und gegeneinander haben Spaß gemacht und man hofft automatisch auf ein positives Ende. Zudem werden die intimen Szenen nur kurz angedeutet, es wird sich also eher auf das Geschehen und die Gefühle konzentriert als auf den Spice.

Insgesamt vergebe ich guten Gefühls 5 Sterne, da es ein fesselndes Leseerlebnis mit Kampf und Magie war!

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Kein Highlight, aber trotzdem absolut empfehlenswert!

Molanda
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Mitten im Wald erwacht Gwen ohne Erinnerungen und weiß nur, dass sie auf der Flucht ist. Vor wem oder was ist eine genauso große Frage, wie wer sie selbst ist und was sie mit Magie zu tun hat. Kann sie ...

Mitten im Wald erwacht Gwen ohne Erinnerungen und weiß nur, dass sie auf der Flucht ist. Vor wem oder was ist eine genauso große Frage, wie wer sie selbst ist und was sie mit Magie zu tun hat. Kann sie es schaffen, unbeschadet ihre Wissenslücken zu füllen?

“Aber die Angst in ihr wuchs. Wer war sie? Und was immer wichtiger wurde: Was hatte sie getan?” -Gwen

Seit einiger Zeit vergebe ich immer öfter halbe Sterne, sodass ich auch diesem Buch 4,5 Sterne verleihe, weil es eben nur beinahe gut genug für die volle Punktzahl ist. Das Cover ist schön gestaltet und es passt gut zum Inhalt des Buches. Allgemein zieht sich das Thema mit den Bäumen und Blättern durch die gesamte Geschichte und das hat es speziell gemacht. Eine Karte hätte das Leseerlebnis, bei dem Gwen und ihre Wegbegleiter viel unterwegs sind, jedoch verbessert. Gewöhnungsbedürftig war, dass wir keine Kapitel haben, sondern durch Absätze oder Blattmotive einzelne Szenen und Wechsel der Sichtweisen getrennt werden, aber das war okay. Besonders schön war der Schreibstil, der uns bildlich und geschmeidig durch das Buch trägt, wodurch ich die Geschichte in wenigen Tagen durchgelesen habe.

Mit Gwen zusammen wandeln wir durch die Welt auf der Suche nach ihren Erinnerungen, wer sie wirklich ist, vor wem sie flüchtet und was die seltsame Magie in ihrem Inneren bedeutet. Ganz so charakterstark war sie nicht, sie passt aber zur ruhigen Atmosphäre im großen Teil des Buches, wo sie auf Reisen ist. Dabei ist sie in den richtigen Momenten stark und denkt an sich selbst, während sie eine schöne Entwicklung durchläuft, da sie sich aufgrund ihrer Erfahrung eine eigene Meinung über die “Bösen” und die Welt macht. So sitzen wir Leser in der ersten Reihe auf ihrer Lebensreise und ich war dadurch richtig in die Story investiert. Auch von einer Liebesgeschichte kann kaum die Rede sein, was ich ganz gut fand, da sich hauptsächlich auf Gwen und die Gefahr fokussiert wird. Natürlich gibt es den ein oder anderen jungen Mann, der Potenzial hat, aber wir haben nur Spannungen und Geheimnisse, wodurch man es bis zum Ende lesen will.

Außerdem haben wir nicht viele wichtige Charaktere, sodass die Story simpel ist und sich nicht verfährt. Was mir auch gut gefallen hat, waren die Kapitel aus der Sicht von den Gegnern, die Gwen verfolgen, während beispielsweise Erics Kapitel, der Gwen im Großteil der Geschichte begleitet, ein interessantes Extra waren. Er ist der Normalo, der durch seine Ecken und Kanten Tiefe miteinbringt. Dadurch, dass wir die Motive und Gedanken der Antihelden mitbekommen, haben wir den besonderen Reiz an dem Buch, der die dunkle Macht unterstreicht und alles ein wenig fesselnd macht.

Man merkt aber, dass besonders viel Wert auf das Worldbuilding und die Heldin gelegt wird, sodass der Plot nur vor sich hin plätschert und das Thema Magie und Dämonen, auf das ich mich gefreut hatte, nur am Rande vorkommt. Der ein oder andere Plottwist erhöht die Spannung, die nur bei Kämpfen zwischendurch und zum Schluss vorhanden ist. Deswegen hat das Buch auch nicht die vollen fünf Sterne verdient und war kein Highlight, weil es interessant und ab und zu actionreich war, während dem Rest des Buches aber nicht so viel passiert. Gwen flüchtet vor dem Unbekannten und muss Monstern und Magiern entkommen und das kleine Finale endet ein wenig überraschend, während es offen für einen Folgeband bleibt. So war der Roman zusammengefasst rätselhaft, charaktersuchend und fantasievoll.

Insgesamt kann ich das Buch an Fantasy-Fans weiterempfehlen, die mehr Wert auf das Worldbuilding und die Personen legen, als auf eine spannende Story!

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