Weird girl fiction
BunnyIn dem Buch begleiten wir Samantha, Außenseiterin an ihrer Uni, die in den Bann einer geheimnisvollen Gruppe von Frauen gezogen wird – den „Bunnies“. Was zunächst nur nach einer etwas seltsamen Clique ...
In dem Buch begleiten wir Samantha, Außenseiterin an ihrer Uni, die in den Bann einer geheimnisvollen Gruppe von Frauen gezogen wird – den „Bunnies“. Was zunächst nur nach einer etwas seltsamen Clique klingt, entwickelt sich schnell zu einer Arte Sekte mit verstörenden Ritualen. In dem Buch geht es um Themen wie Zugehörigkeit, Kreativität, toxische Freundschaften und die Grenzen der Realität.
Ich habe schon viel Gutes zu „Bunny“ gehört und hatte dementsprechend hohe Erwartungen. Mir war bewusst, dass es in die Kategorie der weird girl fiction fällt, aber ich war nicht darauf vorbereitet, wie crazy die Geschichte wirklich ist. Da ich normalerweise eher realistische Romane lese, musste ich mich erst an den surrealen Stil gewöhnen und wusste lange nicht, in welche Richtung sich die Story entwickeln würde. Auch das Prinzip der unzuverlässigen Erzählerin war neu für mich und hat mich teilweise auch etwas verwirrt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Aspekte der Geschichte zu 100% verstanden habe, aber das macht es auch irgendwie spannend. Meiner Meinung nach ist das Buch ein Mix aus „The Secret History“, „Mean Girls“ und Horror.
Der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Mona Awad nutzt eine kreative und teilweise verstörende Erzählweise, die in meinen Augen sehr besonders ist.
Insgesamt war das Buch anders als ich es erwartet hatte, aber trotzdem eine faszinierende Erfahrung. „Bunny“ ist definitiv ein Roman, der mich noch länger beschäftigen wird. Ich möchte auf jeden Fall noch „Rouge“, das neue Buch der Autorin lesen und bin gespannt, ob das auch so weird sein wird.