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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2023

Ein erfrischender Roman mit addiktiven Schreibstil

Morgen, morgen und wieder morgen
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Sadie und Sam haben sich als Teenies in einem kalifornischen Krankenhaus kennengelernt und vor der Spielkonsole angefreundet. Jedoch nach einigen Zeiten haben sie sich wegen eines Missverständnis aus den ...

Sadie und Sam haben sich als Teenies in einem kalifornischen Krankenhaus kennengelernt und vor der Spielkonsole angefreundet. Jedoch nach einigen Zeiten haben sie sich wegen eines Missverständnis aus den Augen verloren.

Bis zu einem Tag kurz vor Weihnachten in Boston… Beide studieren in der Stadt und wagen sich zusammen an der Konzeption eines Videospiels. Wegen des Erfolgs gründen sie sogar ihre eigene Firma.

Die große Welle von Kanagawa, die im Roman eine Rolle spielt, dient, auf dem Cover, als Kulisse für den theatralischen Titel, der einen bunten Farbverlauf als Kostüm angezogen hat. Erst wenn man den Roman gelesen hat, merkt man wie passend das Cover gestaltet wurde.

Da Gaming nicht zu meinen Hobbys gehört, war dieser Roman wie eine faszinierende Reise in eines fremdes Land. Der Einblick in den kreativen Prozess, der für die Konzeption und das Marketing eines Videospiels nötig ist, lässt den Leser eine ungewöhnliche Welt entdecken, in der das Produkt einem Kunstwerk gleicht.

Gabrielle Zevin erweckt in ihrem fesselnden Roman gut erarbeiteten nerdigen Protagonisten zum Leben. Ihre Dilemmas und Widersprüche wirken realistisch und verleihen der Geschichte Würze.

In einigen Kapiteln hat die Autorin zusätzlich Stilübungen eingearbeitet, die für eine spannende Abwechslung sorgen. Mit ihrem additktiven Schreibstil lässt Gabrielle Zevin den Leser Seite für Seite erneut staunen. Ein solches Tempo lässt der Langeweile keine Chance. Der Roman würde sich perfekt für eine Fernsehserie oder einen Film eignen.

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Veröffentlicht am 17.06.2023

Lass mich Dir zeigen, wie viel Spaß Wissenschaft bereitet!

Outdoor-Experimente für Vorschulkinder
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Sechsundvierzig vielfältigen Experimente hat die Autorin dieses Buches zusammengestellt, damit Vorschulkinder die Natur und einige Phänomene der Physik und der Chemie erkunden können. Die Experimente sind ...

Sechsundvierzig vielfältigen Experimente hat die Autorin dieses Buches zusammengestellt, damit Vorschulkinder die Natur und einige Phänomene der Physik und der Chemie erkunden können. Die Experimente sind in fünf für Vorschulkinder interessanten Kategorien aufgeteilt: Wasser, Wind und Luft, Feuer und Licht. Aber auch Pflanzen und Tiere gehören dazu.
Ganz wichtig: Für jedes Experiment, das die Beobachtung eines Tieres involviert, erinnert die Autorin daran, dass das Tier am Ende des Experiments zurückgebracht werden muss. Sehr vernünftig!
Die Experimente sind alle gleich aufgebaut: Ähnlich wie bei den Rezepten eines Kochbuches gibt es jeweils eine Materialliste. Die verschiedenen Arbeitsschritte sind klar beschrieben, so dass Vorschulkinder in Begleitung eines Erwachsenen (mindestens fürs Vorlesen) sie problemlos durchführen können. Das im Experiment beobachtete Phänomen und seine Folgen wird in einem geeigneten Wortschatz erklärt. Zusätzlich gibt es für die schwierigen Wörter ein Glossar am Ende des Buches.
Dieses Buch ist eine tolle Ideenquelle, um die Kinder drin oder draußen sinnvoll zu beschäftigen und sie in die faszinierende Welt der Wissenschaft einzuweihen!

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Veröffentlicht am 28.05.2023

Langweilige spanische Kriminalerzählung - Niveau A2

El misterio de la maleta
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Der Journalist Diego Campos soll über den Mord an einem Wissenschaftler in seiner Zeitung darüber berichten. Am Flughafen von Barcelona wird sein Koffer getauscht und er wird in eine gefährliche Situation ...

Der Journalist Diego Campos soll über den Mord an einem Wissenschaftler in seiner Zeitung darüber berichten. Am Flughafen von Barcelona wird sein Koffer getauscht und er wird in eine gefährliche Situation verwickelt.

Das Buch habe ich im Rahmen eines Spanischunterrichts gelesen. Der Klappentext verspricht „eine spannende Geschichte“. Aber, das Rätsel um den Koffer ist eigentlich uninteressant, unrealistisch und unglaubwürdig. Weit entfernt von einem fesselnden Krimi. Mit dem gleichen Sprachniveau (für A2 ist das Buch angemessen) wäre es sicherlich möglich gewesen, eine interessantere und spannendere Geschichte zu schreiben.

In Verbindung zu den Kapiteln sind auch einige Übungen, die das Konzept solcher Bücher abrunden sollen. In dem Fall sind sie leider genauso langweilig wie die Kriminalerzählung selbst.

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Veröffentlicht am 28.05.2023

Fünfzig Modelle, die unsere Welt erklären sollen

Die Welt erklärt in drei Strichen
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In diesem Buch beschreiben die Autoren unterschiedliche Modelle, die bestimmte Bereiche unseres Lebens, unserer Gesellschaft und unserer Welt erklären können. Zusätzlich zum Text gibt es in den meisten ...

In diesem Buch beschreiben die Autoren unterschiedliche Modelle, die bestimmte Bereiche unseres Lebens, unserer Gesellschaft und unserer Welt erklären können. Zusätzlich zum Text gibt es in den meisten Fällen eine Illustration, damit das Modell besser visualisiert werden kann. Zusätzlich gibt es am Ende des Buches Referenzen zu den jeweiligen Modellen, so dass der Leser sein Wissen über die für ihn interessanten oder wichtigen Modelle vertiefen kann.
Ob man die Welt nach dieser Lektüre besser versteht, wage ich zu bezweifeln. Jedoch wird wahrscheinlich jeder Interesse für einige dieser Modelle finden, sei es nur, um beim nächsten Meeting oder bei der nächsten Party anzugeben.

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Veröffentlicht am 04.05.2023

Erkundungstour in Siebenbürgen

Tod in Siebenbürgen
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Der Investigativjournalist Paul Schwartzmüller begibt sich aus persönlichen Gründen nach Rumänien und knüpft an seiner Jugend wieder an. Nach dem grausamen Mord an einem deutschen Unternehmer im Dracula-Schloss ...

Der Investigativjournalist Paul Schwartzmüller begibt sich aus persönlichen Gründen nach Rumänien und knüpft an seiner Jugend wieder an. Nach dem grausamen Mord an einem deutschen Unternehmer im Dracula-Schloss Bran gilt Pauls Kindheitsfreund als mutmaßlicher Täter. Paul will versuchen, seinen Unschuld zu beweisen und stellt deswegen in Siebenbürgen Nachforschungen an. Parallel dazu kommen auch Geheimnisse aus Pauls rumänischen Vergangenheit ans Licht.

Der Tatort (Schloss Bran) wurde auf dem Cover in einem goldenen Licht festgehalten. Damit kann der Leser von Anfang an in dieser für deutsche Krimis unübliche Gegend eintauchen. Die Erkundung dieser mir unbekannten Region ist genau das, was mir an diesem Buch gefallen hat.

Mit diesem Roman zeigt Lioba Werrelmann, dass Siebenbürgen noch viel mehr zu bieten hat, als nur den berühmten Graf Dracula. Sie beschreibt in einer lebendigen Weise die Landschaft, die Städte und Orte, in der Paul „ermittelt“, wie Sibiu (Hermannstadt) oder Schloss Bran und die Traditionen der Region. Bei den zahlreichen beschriebenen kulinarischen Spezialitäten läuft einem sogar das Wasser im Munde zusammen.

Dagegen wirkt der Plot, mit dem der Leser abgespeist wird, ziemlich schwach. Genauso wie Pauls Fähigkeiten. Trotz seines Berufs ist Paul Schwartzmüller in Siebenbürgen ein armseliger Ermittler. Und er verzettelt sich auch noch mit seiner eigenen Vergangenheit.

Leser, die sich auf einen spannenden Krimi freuen, droht die Enttäuschung. Wer sich aber auf die Reise nach Siebenbürgen einlässt, der wird eine erstaunliche und traditionsreiche Gegend erkunden können.

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