Oh mein Gott
Aftermyth – Penelope und die Prüfung der GötterBei Aftermyth kämpft mein innerer Teenager gegen mein erwachenes Leserherz darum, wie ich das Buch bewerten soll. Als Jugendliche hätte ich das Buch vermutlich geliebt. Internatsszenario, griechische Götter, ...
Bei Aftermyth kämpft mein innerer Teenager gegen mein erwachenes Leserherz darum, wie ich das Buch bewerten soll. Als Jugendliche hätte ich das Buch vermutlich geliebt. Internatsszenario, griechische Götter, eine abgefahrene bunte und zugleich düstere Welt. Als Erwachsene rolle ich bei vielen Klischees einfach nur mit den Augen. Da ich immer wieder geschwankt habe, habe ich mich schlussendlich für den Mittelweg entschieden. Man darf schließlich nicht ausser Acht lassen, für wen Tracy Wolff hier schreibt und das sind nunmal Jugendliche und keine erwachsenen Leser. Der Schreibstil ist ganz klar auf das Alter der Zielgruppe ausgelegt, ohne dabei durch zuviel Jugendsprache zu nerven. Es liest sich leicht und ist auch noch im größten Chaos (was in diesem Buch gar nicht so selten vorkommt) verständlich. Überraschend nett fand ich Penelopes neue Freunde. Sie haben durch ihr sehr unterschiedliches Temperament eine schöne Abwechselung reingebracht.
Außerdem fand ich es schön, wenn sich mal nicht alles nur um die ach so außergewöhnliche Penelope dreht.
Ich mochte auch die Parts rund um die griechische Mythologie gern. Man darf in meinen Augen gern beim Lesen nebenbei noch Wissen vermitteln.
Ansonsten waren es wie schon erwähnt einfach zu viele aktuell typische Grundpfeiler in der Geschichte, egal ob es das Mädchen ist, was sooo anders ist als der Rest oder der ach so heiße Typ.
Trotz dieser Mängel war ich insgesamt zufrieden mit der Geschichte und wurde gut unterhalten.