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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2018

Sehr kurzweilig für zwischendurch

The Bartender (San Francisco Hearts 1)
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Nachdem Whitney durch ein dummes Verhältnis mit ihrem Chef den Job verloren hat, kehrt sie ohne Geld erst einmal zu ihren Großeltern zurück. Doch die Suche nach einem neuen Job verläuft nicht so einfach, ...

Nachdem Whitney durch ein dummes Verhältnis mit ihrem Chef den Job verloren hat, kehrt sie ohne Geld erst einmal zu ihren Großeltern zurück. Doch die Suche nach einem neuen Job verläuft nicht so einfach, wie sie sich das vorgestellt hatte. Um Ablenkung zu bekommen verabredet sie sich bei Tinder und wird prompt versetzt. Es ist Zufall, dass sie mit dem Barkeeper im Bett landet. Umso größer ist ihr Erstaunen, als sie bei den Hochzeitsvorbereitungen ihrer Freundin Tahlia, deren zukünftigen Schwager Cole kennenlernt, der sich als der Barkeeper entpuppt. Schlimmer noch, es ist der Mann, der sie Jahre zuvor versetzt hatte und damit Ereignisse in Gang setzte, die ihr komplettes Leben veränderten.

Und doch ist da zwischen beiden dieses Knistern und diese Anziehung der sie sich nicht entziehen können. Aber ob aus beiden ein Paar werden kann, ob es ihnen gelingt, alle Missverständnisse aus der Welt zu räumen, dass sollte schon jeder selbst lesen.

Dieses Buch liest sich mit einer Leichtigkeit und es trägt einen förmlich durch die Geschichte. Der angenehme Schreibstil, Spannung und Dramatik, Liebe und Erotik alles zusammen ergibt eine unterhaltsame Mischung der man sich zu gerne unterwirft. Mit diesem Buch gelingt es mühelos dem Alltag zu entfliehen, ohne darüber nachdenken zu müssen.

Mir hat es gut gefallen. Es gibt weitere Bände, auf die ich schon gespannt bin. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne an Mitmenschen, die sich auch mal vom Alltag entspannen wollen und vergebe unterhaltsame vier Lesesterne.

Veröffentlicht am 25.03.2018

Spannend und unbedingt empfehlenswert

Der Todesmeister
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Der Leichenfund eines jungen Mädchens unweit der Oberbaumbrücke in Berlin schockt die Stadt. Ihr Körper ist durch grausame Folter- und Missbrauchsspuren gekennzeichnet. Noch brisanter wird der Fall als ...

Der Leichenfund eines jungen Mädchens unweit der Oberbaumbrücke in Berlin schockt die Stadt. Ihr Körper ist durch grausame Folter- und Missbrauchsspuren gekennzeichnet. Noch brisanter wird der Fall als sich herausstellt, dass es sich beim dem Opfer um die Nichte des Berliner Justizsenators Max Stade handelt.

Der Fall wird dem LKA übertragen. Hier ermitteln Kenji Tokugawa und Begüm Duran. Zusätzlich zum Team wird Victor von Puppe mit eingesetzt, der auf eigenen Wunsch vom BKA versetzt wurde. Dieses bunt gewürfelte Ermittlerteam hat es in sich. Sie passen in kein Schema. Ergänzt wird die Truppe durch die außergewöhnliche Gerichtsmedizinerin Dr. Stella Samson. Diese vier, die scheinbar nicht zusammenpassen, finden sich zusammen. Bedingt durch ihre unterschiedliche Herkunft, Vorurteile etc. ist es für sie nicht einfach miteinander zu agieren. Die unterschiedlichen Charaktere des Ermittlerteams spielen jedoch wunderbar ineinander und machen das Lesen spannend.

Dann sind da die Eltern und der Onkel des toten Mädchens. Bei ihnen hat man das Gefühl, sie verbergen etwas und machen es den Ermittlern dadurch noch viel schwerer. Warum wurde denn beim Verschwinden des Mädchen keine Vermisstenanzeige gestellt? Beim Versuch der Ermittler mit unkonventionellen Methoden an weitere Informationen zu kommen, schalten sich schnell die höheren Ebenen ein und alle werden in ihre Schranken verwiesen. Im Gegenteil der Fall wird sehr schnell bei der Verhaftung eines Tatverdächtigen zu den Akten gelegt.

Doch es verschwinden weitere Mädchen.

Dieser Thriller hat es in sich und ist genial geschrieben. Zudem fällt der geschliffene und brillante Schreibstil auf. Das lässt sich gut lesen und ist spannend bis zum Ende. Mit psychologischer Raffinesse gelingt es dem Autor die Spannung von Kapitel zu Kapitel zu steigern. Die hohe Grundspannung des Geschehens wiederum sorgt dann dafür, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen mag und sich total gefesselt und gebannt wiederfindet.
Das Buch konnte voll bei mir punkten und ich vergebe nur zu gerne fünf von fünf möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Erweiterung des ersten Buchs

Das Fest der kleinen Wunder
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Hierbei handelt es sich um eine Art Nachlese für den ersten Teil von Ulrike Renk "Das Lied der Störche". Das Buch lässt sich zwar ohne Vorkenntnisse gut lesen, zum besseren Verständnis ist es aber durchaus ...

Hierbei handelt es sich um eine Art Nachlese für den ersten Teil von Ulrike Renk "Das Lied der Störche". Das Buch lässt sich zwar ohne Vorkenntnisse gut lesen, zum besseren Verständnis ist es aber durchaus gut, wenn man wenigstens das vorangegangene Buch schon gelesen hat.

Für mich war dieses Buch durchaus lesenswert. Ich konnte erneut viel über das Leben in Ostpreußen zur damaligen Zeit erfahren. Wie wenig weiß man eigentlich heute noch über das Leben auf den damaligen Großgütern zu dieser Zeit. So beeindruckt das funktionierende Leben auf einem Gut u.a. mit einer Vielzahl von Personal. Da sind dann nicht nur die Köchin, es gibt auch eine Mamsell (eine Art Hausverwalterin und Organisatorin), es gibt Stallknechte, Dienstmägde und Zimmermädchen. Auch die Anzahl der Personen, die auf so einem Gut leben, ist beträchtlich. Es ist nicht nur die große Familie des Eigentümers, in dem Fall mit dem Ehepaar, drei gemeinsamen und drei weiteren Kindern der Kindsmutter, auch die unverheiratete Schwester des Gutsherrn, eine weitere ältere unverheiratete Dame hat auch noch Unterschlupf gefunden. Auch die Familie des Gutsverwalters und auch das Personal wohnen alle auf dem Gut.

Der Aufwand, den es macht , so ein Gut zu betreiben und die Art so zu leben, wird hier sehr anschaulich beschrieben und gut in die Geschichte mit eingebaut. Wer mehr über das Leben damals dort in Ostpreußen erfahren möchte, über die Sitten, Gebräuche das Essen und vor allem die Sprache, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Mir hat das Buch zwar gefallen, aber der Sinn, warum man die Geschichte einzeln nach Veröffentlichung bereits zweier Bände nachlegen musste, hat sich mir nicht erschlossen. Weniger gut hat mir gefallen, dass an einigen Stellen zu Wiederholungen kam, bei denen ich das Gefühl hatte, es sogar genauso schon mal gelesen zu haben.

Von mir gibt es dafür drei Lesesterne und eine bedingte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 17.02.2018

Spannender Krimi aus der Nachkriegszeit

Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée (Friederike Matthée ermittelt 1)
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Als Friedericke Mattheé den Job bei der weiblichen Polizei in Köln annimmt, hat das eigentlich nur einen Grund, nämlich für sich und ihre Mutter eine Unterkunft im zerstörten Deutschland zu finden. Zum ...

Als Friedericke Mattheé den Job bei der weiblichen Polizei in Köln annimmt, hat das eigentlich nur einen Grund, nämlich für sich und ihre Mutter eine Unterkunft im zerstörten Deutschland zu finden. Zum Job gehört ein Zimmer und damit haben sie eine Unterkunft. Zusätzlich qualifiziert sie sich für die Arbeit bei der Polizei, als man bemerkt, dass sie gut mit Kindern umgehen kann. Genau dieser Umstand führt dazu, dass sie im Fall des ermordeten Schwarzhändlers Jupp Küppers bei den Ermittlungen hinzugezogen wird. Ein kleiner Junge aus Ostpreußen ist Zeuge der Tat. Friedericke soll einen Zugang zu dem traumatisierten Kind finden, um von ihm eine brauchbare Aussage zu erhalten.

Friedericke arbeitet bei diesem Fall eng mit der britischen Militärpolizei zusammen. Gemeinsam mit Richard Davies finden Sie erste Spuren und geraten bald bei ihren Ermittlungen selbst in Gefahr.

Interessant an diesem Krimi ist nicht nur die Handlung an sich, sondern vor allem der Zeitabschnitt in dem er spielt. Es ist der Winter 1947 in Köln. Die Menschen haben nach dem Krieg zu tun um sich wieder zurecht zu finden. Es gibt kaum Essen oder Wohnraum. Auch Arbeit zu finden ist schwierig. Das Zusammenleben mit der britischen Besatzungsmacht ist auch nicht einfach. Es gibt auf beiden Seiten zu viele Vorurteile um ein gemeinsames Leben und Arbeiten einfach zu gestalten.
Die beiden Hauptakteure Friedericke und Richard haben beide auch ihr eigenes Schicksal, von dem man beim Lesen immer wieder erfährt. Und obwohl beide mit ihren eigenen Erlebnissen und Problemen schwer belastet sind, gelingt es ihnen gemeinsam diesen Fall zu lösen.

Für mich war das wieder ein interessanter Rückblick in eine Zeit, die wir hoffentlich nie erleben müssen. Der Autorin ist es gut gelungen, sowohl das kriminalistische Geschehen, als auch die persönlichen Geschichten ihrer Akteure in diesem Krimi zu verarbeiten.

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich vergebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

Veröffentlicht am 17.02.2018

Berührendes Buch über eine tragische Familiengeschichte

Winterfrau und Frühlingsmädchen
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Als Hanna nach einem Klingeln die Tür öffnet, steht eine alte, fast zerbrechliche Frau vor der Tür. Sie stellt sich selbst als Else vor und fragt nach Marianne. Nach einer kurzen Erklärung von Else Ferrando ...

Als Hanna nach einem Klingeln die Tür öffnet, steht eine alte, fast zerbrechliche Frau vor der Tür. Sie stellt sich selbst als Else vor und fragt nach Marianne. Nach einer kurzen Erklärung von Else Ferrando rückt sie mit ihrem Anliegen heraus. Sie ist die Mutter von Marianne. Hanna, die Enkelin von Marianne, ist sofort die Ähnlichkeit zwischen Claudia - Mariannes Tochter - und Else aufgefallen. Nur Marianne will das alles nicht glauben. Hanna spürt sehr schnell eine Verbindung zu Else und begleitet diese nach Ligurien in ihr Haus. Auf dieser Reise erfährt Hanna die Geschichte von Else und wie es dazu gekommen ist, dass Marianne von Alma groß gezogen wurde.

Dieser Ausflug in die Vergangenheit in das Jahr 1943, die ungeplante Schwangerschaft von Else und ihre Ängste bei Verhaftung ihres Freundes lassen einem während des Lesens ahnen, wie schlimm die Zeiten damals waren. Aber es kommt noch schlimmer. Else ist minderjährig und ledig. Eine Schwangerschaft ist das Schlimmste was ihr passieren kann. Um ihren Freund zu schützen, der aufgrund seiner politischen Gesinnung bereits inhaftiert ist, schweigt sie über den Kindsvater. Auch von ihren Eltern erhält sie keinerlei Rückhalt, sondern nur Vorwürfe und Vorschriften, wie nach der Geburt mit dem Kind zu verfahren ist.
Ob und wie Else aus dieser für sie fast aussichtslosen Situation herauskommt, lest es selbst.

Interessant und spannend fand ich in diesem Buch auch, wie es Heike Fröhling erneut gelingt,

Vergangenes und Zeitgenössisches so zu verknüpfen, dass eine wunderbare Familiengeschichte daraus entstanden ist. Diese vier Frauen, die plötzlich einer Familie angehören, ihre Geheimnisse und Missverständnisse, auch das macht das Buch lesenswert. Die Autorin hat hier den Generationskonflikt perfekt auf den Punkt gebracht. Wie oft im Leben haben Eltern meist andere Wünsche für die Zukunft ihrer Kinder. Und wie schwer ist es für die Kinder sich der Wünsche zu erwehren.

Für mich war auch dieses Buch von Heike Fröhling wieder ein Lesehochgenuss. Von mir gibt es für dieses Buch verdiente fünf Lesesterne und eine unbedingte Leseempfehlung an alle.