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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2017

Unglaublich berührend und schön geschrieben

Liebe findet uns
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Heather hat vor kurzem die Uni erfolgreich beendet und möchte vor ihrem Berufseinstieg bei der Bank of America noch einmal gemeinsam mit ihren Freundinnen Amy und Constance durch Europa reisen. Auf der ...

Heather hat vor kurzem die Uni erfolgreich beendet und möchte vor ihrem Berufseinstieg bei der Bank of America noch einmal gemeinsam mit ihren Freundinnen Amy und Constance durch Europa reisen. Auf der Zugfahrt nach Amsterdam trifft sie Jack, einen Freigeist, der den Zielen seines Großvaters anhand dessen Reisetagebuches nachreist. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, gemeinsam setzen sie ihre Reise fort. Bis Jack plötzlich verschwindet...

Die Geschichte wird aus der Perspektive der Protagonistin Heather erzählt. Sie ist eine starke, schlagfertige junge Frau mit großen beruflichen Zielen. Doch bevor sie für den Ernst des Lebens bereit ist, möchte sie gemeinsam mit ihren besten Freundinnen noch viel erleben. Heather ist meiner Meinung nach eine sehr tiefgründige, vielfältige Figur, die innerhalb des Buches eine tolle Entwicklung durchlebt, vor allem durch ihre Liebe zu Jack.
Jack ist wie ein moderner Hemingway; er reist durch Europa, auf den Spuren nach der Vergangenheit seines Großvaters. Er ist unbeschwert, fühlt sich frei von jeglichen spießigen, gesellschaftlichen Verpflichtungen und möchte ungewöhnliche Orte erleben. Jack ist von Anfang an sehr sympathisch, die schnellen, oft frechen Dialoge zwischen ihm und Heather sind toll zu lesen und zeigen, wie perfekt beide schon zu Beginn harmonieren.

Ihre Beziehung entwickelt sich langsam und sanft, und doch spürt man als Leser sehr früh das starke Band zwischen ihnen. Ich war immer wieder sehr berührt und konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.
Auch die Nebenfiguren, hauptsächlich Amy und Constance sind sehr gut beschrieben, die jungen Frauen zeigen durchgehend, wie tief ihre Freundschaft verwurzelt ist und wie groß ihr gegenseitiges Vertrauen zueinander ist.
Die vielen verschiedenen Orte, die Heather und Jack gemeinsam bereisen, sind sehr detailgetreu und interessant beschrieben. Als Leser spürt man förmlich die Begeisterung der beiden Hauptfiguren für jedes einzelne Reiseziel. Einiges, was beide auf ihrer Reise durchleben, stimmt mich als Leser ebenfalls nachdenklich.

Der Schreibstil des Autors ist für mich unglaublich schön und berührend, fast schon lyrisch. Außergewöhnlich ist für mich hierbei, dass der Schreibstil sich der Stimmung und auch der Entwicklung der Figuren anpasst, insbesondere im zweiten Teil des Buches. Auch schwingt durchgehend eine gewisse Melancholie mit – ohne dabei aber jemals kitschig oder überzogen zu sein.

Insgesamt bin ich einfach begeistert von diesem Roman, der mich nachhaltig berührt und in seiner Geschichte und Erzählweise beeindruckt hat. „Liebe findet uns“ ist für mich jedenfalls nicht mit anderen Liebesgeschichten vergleichbar, die ich bisher gelesen habe. Die Geschichte bietet einige überraschende Wendungen, die sie durchweg spannend machen, auch ist nichts davon wirklich vorhersehbar. Für mich eine absolute Empfehlung!

Veröffentlicht am 03.06.2017

Geht ans Herz

Das Brombeerzimmer
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Nora hat vor einem Jahr ganz plötzlich ihre große Liebe Julian verloren. Die Trauer ist nach wie vor sehr groß, eine Form der Bewältigung ist für sie das Kochen von Marmelade. Zufällig erhält Nora einen ...

Nora hat vor einem Jahr ganz plötzlich ihre große Liebe Julian verloren. Die Trauer ist nach wie vor sehr groß, eine Form der Bewältigung ist für sie das Kochen von Marmelade. Zufällig erhält Nora einen Brief von Julians Großtante Klara, von der sie zuvor noch nie gehört hatte, außerdem ein tolles Rezept für ihre Brombeermarmelade. Bald stellt sich heraus, dass es innerhalb Julians Familie einige Geheimnisse um Klara gibt. Sie beschließt, sie zu besuchen und lernt dabei nicht nur Klara selbst, sondern auch Mandy kennen und freundet sich sofort mit ihr an.

Die Geschichte ist unglaublich schön und berührend beschrieben, das Buch ist so viel mehr als ein gewöhnlicher Frauen- oder gar Liebesroman. Anne Töpfer hat einen tollen Schreibstil, besonders die Trauer um Julian ist sehr nachvollziehbar für den Leser, und kommt dabei ohne Kitsch oder dergleichen aus. Es werden sehr viele Aspekte aufgegriffen; eine komplizierte, geheimnisvolle Familiengeschichte, Trauerbewältigung, aber auch das Knüpfen von neuen ehrlichen Freundschaften. Keiner der Aspekte kommt innerhalb der Geschichte zu kurz.

Die Figuren sind überaus sympathisch ausgearbeitet, und zwar jede einzelne. Nora ist eine starke junge Frau, die auf ihre Art und Weise mit dem Verlust ihres Mannes in so jungen Jahren umgeht. Toll ist innerhalb der Geschichte ihre Entwicklung zu erkennen, durch ihre spontane Reise und die tollen Menschen, die sie kennenlernt, gelingt ihr erstmals ein Schritt nach vorne. Klara stellt man sich als liebenswerte, wenn auch leicht verbitterte, alte Dame vor, die aber vor allem das Herz am rechten Fleck hat. Aber auch Katharina und vor allem Mandy überzeugen mich total.

Insgesamt ist „Das Brombeerzimmer“ ein wunderschönes Buch, das sehr ans Herz geht. Selten treffen so viele liebenswerte Charaktere innerhalb einer Geschichte aufeinander. Das Ende kam für mich irgendwie plötzlich, ich hätte sehr gerne noch einige Seiten weiter gelesen, da die Geschichte sicher noch sehr viel Erzählpotential bietet. Vielleicht erwartet uns noch eine Fortsetzung? Einfach ein tolles Buch!

Veröffentlicht am 23.05.2017

Freitag hält nicht ganz, was er verspricht

Björn Freitag – Smart Cooking
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Björn Freitags neustes Werk "Smart Cooking" verspricht tolle abwechslungsreiche Rezepte, die einfach und schnell nachzukochen sind, dabei soll natürlich auf Einkaufsstress sowie langes Aufräumen und Abspülen ...

Björn Freitags neustes Werk "Smart Cooking" verspricht tolle abwechslungsreiche Rezepte, die einfach und schnell nachzukochen sind, dabei soll natürlich auf Einkaufsstress sowie langes Aufräumen und Abspülen nach dem Kochen verzichtet werden.
Gleich zu Beginn des Buches findet man neben ein paar einleitenden Worten zunächst eine Basic-Liste, das heißt Zutaten, die man immer zu Hause hat (oder haben sollte). Ja, das meiste davon habe ich tatsächlich fast immer da, einiges jedoch ist meiner Meinung nach doch zu exotisch, um es als Basic zu bezeichnen (z.B. Kokosessig).

Das Buch gliedert sich in Rezepte mit Fleisch, Geflügel, Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte sowie Suppen und Salate. Außerdem zuletzt noch einige Grundrezepte, insbesondere für Pasta, was ich super finde, da ich mich bisher noch nie an selbstgemachte Pasta getraut habe.

Die einzelnen Rezepte sind toll aufgemacht, die Fotos sind absolut appetitanregend, die Beschreibungen der Rezepte kurz und einfach, dabei ist jeweils aufgelistet, welche Zutaten aus den Basics genutzt werden und welche frisch eingekauft werden müssen. Außerdem ist angegeben, wie viel Kochgeschirr benötigt wird.

Ich habe bereits einige Gerichte nachgekocht, besonders aus den Kategorien Gemüse, aber auch z.B. das Rindfleisch mit Rotwein. Das Essen war sehr lecker, die Auswahl und Menge der Zutaten passt harmonisch zusammen. Man merkt, dass hier eben ein Sternekoch am Werk ist.

Ein Kritikpunkt ist jedoch, dass sich nicht alle Rezepte wirklich so leicht umsetzen lassen, da doch einige Schmorgerichte dabei sind, die deutlich mehr Zeit brauchen. Für mich impliziert das Versprechen nach einfachen Rezepten aber auch gleichzeitig, dass sie schnell gekocht werden können.
Bei den meisten Rezepten aus der Kategorie Fleisch wird meiner Meinung nach ebenfalls ein wenig geschummelt. Klar, ein Steak und dazu Brot (eines der vielen Beispiele) ist deutlich weniger Geschirr und Aufwand, jedoch nicht unbedingt immer ein vollständiges Gericht. Da fehlt doch die ein oder andere Beilage, die dann auch wieder nicht mehr zum Konzept "Smart Cooking" passt.
Einige Rezepte sind außerdem extrem einfach und dabei auch nicht neu (z.B. Hawaii Toast).

Dennoch überzeugt mich das Buch in der Auswahl der Rezepte, die außerdem auch noch absolut familientauglich sind. Die Darstellung ist ein Augenschmaus, sodass ich immer wieder gerne in dem Buch blättere.

Veröffentlicht am 22.04.2017

Ein wunderschöner Reisebericht mit tollen Fotos

Der weiteste Weg
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Bruno Blum und seine Partnerin Yvonne begeben sich auf eine abenteuerliche und mutige Reise um die halbe Welt, von der Schweiz bis nach Australien, und das in ihrem Campingbus. In zweieinhalb Jahren legen ...

Bruno Blum und seine Partnerin Yvonne begeben sich auf eine abenteuerliche und mutige Reise um die halbe Welt, von der Schweiz bis nach Australien, und das in ihrem Campingbus. In zweieinhalb Jahren legen sie dabei über 90000 Kilometer zurück, bereisen viele Länder, erleben traumhafte Landschaften und lernen viele interessante Menschen kennen. In dem Buch „Der weiteste Weg“ lässt Blum innerhalb des Reiseberichtes seine Erlebnisse Revue passieren und nimmt den Leser auf eine atemberaubende Art mit.

Bereits zu Beginn des Buches schafft es der Autor, den Leser für das Reisen zu begeistern. Die einleitenden Worte zur Faszination des Reisens sind wirklich sehr schön beschrieben, die Motivation für eine solche Reise ist sicher für jeden nachvollziehbar. Jedoch ist es wohl leider nicht jedem möglich, den Schritt letztendlich auch zu wagen, durch Familie und Beruf sind viele zu sehr gebunden, oder es fehlt eben einfach der Mut dazu – denn den braucht man für so ein Abenteuer auf jeden Fall.

Bruno Blum beschreibt Kapitel für Kapitel die einzelnen Etappen der langen Reise, die Erlebnisse innerhalb der bereisten Länder und auch die Begegnungen mit Menschen verschiedener Kulturen. Ich finde diese Beschreibungen überaus interessant und spannend, besonders wie gastfreundlich Blum und seine Freundin stets aufgenommen wurden, hat mich begeistert. Schön fand ich auch Blums Erkenntnis, dass es alleine auf Reisen doch einsam werden kann, obwohl er zuvor immer alleine mit seinem Motorrad unterwegs gewesen ist.
Der Autor liefert in jedem Kapitel viele Hintergrundinformationen zu den bereisten Orten, die ebenfalls sehr faszinierend sind. Gespickt sind diese Infos außerdem mit zahlreichen wunderschönen Fotos, bei denen Fernweh garantiert ist.

Die Kapitel sind relativ kurz, wenn man bedenkt, wie lange die Reisedauer war. Stellenweise hätte ich mir noch mehr Inhalte gewünscht, mehr persönliche Gedanken, die den Reisebericht noch persönlicher und individueller gemacht hätten. Überrascht hat mich bei diesem Buch, dass es doch eher klein ist. Ein etwas größeres Format hätte die wundervollen Fotos viel besser zur Geltung gebracht.

Insgesamt ist „Der weiteste Weg“ ein faszinierender Reisebericht über eine ganz besondere und mutige Reise, die ich absolut bewundernswert finde. Ein Buch, das einen selbst von einer Weltreise träumen lässt!

Veröffentlicht am 04.04.2017

Eine tolle Liebesgeschichte zwischen Nerd und Streber

Ana und Zak
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Ana und Zak könnten unterschiedlicher nicht sein, sie ist die klassische Streberin, die Angst vor der Note „gut“ hat und jede mögliche außerschulische Aktivität ausübt, um bessere Chancen bei der Collegebewerbung ...

Ana und Zak könnten unterschiedlicher nicht sein, sie ist die klassische Streberin, die Angst vor der Note „gut“ hat und jede mögliche außerschulische Aktivität ausübt, um bessere Chancen bei der Collegebewerbung zu haben. Er dagegen nimmt die Schule nicht besonders ernst und droht sogar seinen Abschluss nicht zu bestehen, obwohl er eigentlich clever ist. Zak ist der typische Nerd. Beide treffen richtig aufeinander, als Zak die Quizmannschaft der Schule für ein Turnier ergänzen soll – eine Auflage seiner Lehrerin, um nicht durchzufallen. Zunächst sind sich beide so gar nicht sympathisch, als aber Anas kleiner Bruder sich zu einer Convention schleicht und beide ihn suchen, ändert sich das nach und nach.

Die Hauptfiguren sind wirklich überaus liebevoll und sympathisch beschrieben. Obwohl sie wirklich sehr verschieden wirken, haben sie doch mehr gemeinsam, als sie selbst glauben. Beide verbindet z.B. eine schwierige familiäre Situation. Ana zeichnet sich durch ihre direkte, lustige, aber auch mitfühlende und einfach nette Art aus, obwohl sie unter dem ständigen Druck fast unerfüllbarer Erwartungen ihrer Eltern lebt. Zak kommt nach dem Tod seines Vaters mit seinem neuen Stiefvater nicht zurecht. Er versinkt in der Welt der Comics und Rollenspiele. Er hat stets einen passenden Spruch auf Lager. Die Figuren haben viel Tiefgang und es ist einfach spannend zu lesen, wie sie sich Seite für Seite weiter annähern und sich vertrauen, und das absolut unterhaltsam und witzig, ohne dabei kitschig zu sein. Auch machen beide innerhalb der eher kurzen Zeit eine tolle Entwicklung durch.
Aber auch die Nebenfiguren sind gut beschrieben, selbst sämtliche Charaktere, die Ana und Zak auf der Convention treffen, sind überaus humorvoll.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, das Buch ist frisch und spritzig geschrieben, durch die wechselnde Erzählperspektive zwischen Ana und Zak sind die einzelnen Kapitel sehr kurzweilig. Dennoch muss ich sagen, dass mir zwischenzeitlich die Ausführungen auf der Convention zu viel waren, was aber nur daran liegt, dass es eben nicht meine Welt ist.

Insgesamt ist es wirklich ein sehr unterhaltsames Buch, das trotz Witz und Charme auf eine zarte Weise die Annäherung zweier junger Menschen beschreibt. Ich finde, dass „Ana und Zak“ nicht unbedingt nur Jugendliche als Zielgruppe hat, sondern ein Buch für jedermann ist.