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Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine berührende traurig-schöne Geschichte, die zum nachdenken anregt!

Die Achse meiner Welt
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„Die Achse meiner Welt“ erzählt die Geschichte von Rachel. Rachel, die ihren besten Freund bei einem tragischen Unfall verloren hat und seitdem nur noch in Trauer lebt. Als sie dann fünf Jahre später selbst ...

„Die Achse meiner Welt“ erzählt die Geschichte von Rachel. Rachel, die ihren besten Freund bei einem tragischen Unfall verloren hat und seitdem nur noch in Trauer lebt. Als sie dann fünf Jahre später selbst einen schweren Sturz erleidet und im Krankenhaus aufwacht, muss sie feststellen, dass plötzlich alles wieder so ist wie vor dem Unfall, ihr bester Freund lebt… doch wie kann das sein? Und was hat das zu bedeuten?

Als ich den Klappentext las, hatte ich schon so eine Ahnung, wie sich die Geschichte entwickeln würde. Diese Ahnung habe ich dann zwischendurch immer mal wieder verworfen, dann sprach aber wieder alles dafür, dann wieder nicht. Bis mir einfach gnadenlos das Herz gebrochen wurde! (Wer also mal wieder so richtig schön leiden und/oder weinen möchte, der wird bei diesem Buch auf seine Kosten kommen. :D)

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er ist größtenteils sehr emotional und traurig, aber dann gibt es zwischendurch immer mal wieder so wahnsinnig witzige Stellen, dass ich wirklich laut lachen musste.

Und das lag vor allem an der witzig spritzigen und teilweise zur Drama-Queen neigenden Protagonistin Rachel. Deren Begriffsstutzigkeit und Unentschlossenheit mich manchmal wirklich in den Wahnsinn getrieben hat! Doch dann kam wieder so ein trockener Spruch und alles war vergessen! Ich habe sie richtig ins Herz geschlossen. Und Jimmy ist einfach... ♥

Die Geschehnisse in dem Buch sind größtenteils zwar seeeehr vorhersehbar und auch ein bisschen (total) klischeehaft und gerade zum Ende hin wird es sehr kitschig (was mich zu dem Zeitpunkt dann irgendwie ziemlich irritiert hat), aber wenn man die Auflösung kennt, wird einem auch klar warum das so ist. Und man nimmt es der Autorin plötzlich nicht mehr so Übel.

Das Beste an dem Buch war aber, dass es mich richtig mitgerissen und zum nachdenken gebracht hat. Ich erwischte mich oftmals dabei, wie ich darüber nachdachte, wie ich in der und der Situation reagieren würde und stellte „was-wäre-wenn“ Theorien auf.

Es ist also ein Buch, welches irgendwie anders ist, als ich persönlich erwartet habe, aber ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Und ja, spätestens als ich das Nachwort der Autorin gelesen habe, kullerten auch bei mir die Tränen. Wunderschön!

Fazit:

„Die Achse meiner Welt“ ist ein Buch mit einem Thema, welches man mögen muss. Man muss in der richtigen Stimmung dafür sein und sich auf eine emotionale Geschichte einlassen können. Wer berührende und tragische Geschichten im Jugendstil absolut nicht ausstehen kann, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wer aber auch mal ein nachdenklicheres und trotzdem sehr jugendliches Buch lesen möchte, macht mit „Die Achse meiner Welt“ absolut nichts verkehrt. ► 4/5 Sterne

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nichts für schwache Nerven!

Battle Royale
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„Battle Royale“ hat es in sich! Es ist sehr viel brutaler als ich dachte, es ist überraschend und es kennt einfach keine Gnade.

Und auch wenn ich das normalerweise nicht mache, kam ich in Battle Royale ...

„Battle Royale“ hat es in sich! Es ist sehr viel brutaler als ich dachte, es ist überraschend und es kennt einfach keine Gnade.

Und auch wenn ich das normalerweise nicht mache, kam ich in Battle Royale kaum darum herum hin und wieder zu denken „Hey! Das kenne ich doch irgendwo her!“ Damit will ich keinesfalls sagen, dass Suzanne Collins kopiert hat, trotzdem merkt man welche Aspekte sie sich für ihre Story gemerkt hat.

Umso mehr stört mich der dämliche Aufkleber auf dem Buch „Battle Royale macht da weiter, wo die Tribute von Panem aufhören!“ Ähm.. ja genau. Marketing halt…


Aber gut. Das hat ja jetzt nichts mit dem Buch an sich zu tun. Und das hat mich wirklich richtig begeistert! Brutale Szenen wechseln sich mit Schockmomenten ab und ratzi fatzi werden die ursprünglichen 42 Schüler immer weniger. Viel Zeit zum aufatmen bleibt dabei nie.

Wer wie ich Zweifel hat, mit den ganzen japanischen Namen nicht zurecht zu kommen, denn kann ich relativ beruhigen. Ich hatte kaum Probleme.

Klar, am Anfang sind es ziemlich viele Namen auf einmal, aber von den meisten verabschiedet man sich auch wieder schnell. -hüstel-

Eine Klassenliste ist vorne abgebildet und am Anfang wird auch jeder Schüler kurz vorgestellt. Der Rest kommt dann ganz von alleine.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Man konnte ihn schön flüssig lesen und trotz einiger wissenschaftlicher und auch gesellschaftkritischer Momente, kam der Lesefluss nie ins stocken.
Die ganzen negativen Rezensionen, der Übersetzung wegen, kann ich deswegen nicht ganz nachvollziehen. Entweder ist die neueste Ausgabe nicht mehr so fehlerhaft oder ich war einfach zu sehr drin in der Geschichte, dass es mir nicht weiter aufgefallen ist (na gut der ein oder andere Rechtschreibfehler ging auch an mir nicht vorbei, aber das hat mich nicht gestört).

Die Charaktere sind alle grandios ausgearbeitet, obwohl wir es hier mit 42 Schülern zu tun haben, ist jeder auf seine Art individuell. Und das ist absolut originell! Es gibt auch 3-4 Charaktere die ich als Hauptcharakter bezeichnen würde und die einem absolut ans Herz wachsen. Umso mehr Angst hat man aber auch um sie!

Und diese Angst ist auch irgendwie begründet. Bereits auf den ersten 40 Seiten rollt der erste Kopf. Und das nicht gerade diskret beschrieben. Wer also etwas zart besaitet ist, sollte sich wirklich überlegen, ob er das Buch lesen will. Man könnte es auch als „Hardcore-Panem“ bezeichnen. ;)

Ein kleines bisschen kürzer hätte es aber dann doch sein können. Hier und da wurden ein paar Aspekte zu ausführlich geschildert, so dass ich hin und wieder dachte „jetzt kann aber mal wieder was passieren!“. Das Ende hat mich dann aber nochmal so richtig geflashed, so dass mir nur zu sagen bleibt „geniales Ding“!

Fazit:

Brutal, brutaler, Battle Royale! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für diesen genial durchdachten Zukunftsthriller. Und auch wenn ich absolut keine Probleme mit den ganzen japanischen Namen hatte, sende ich hiermit für die Namen Yukie, Yuka und Yuko ein gedankliches Augenrollen an den Autor… ► 4 Sterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Satz mit X…

Verkommen
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Schade schade schade. Der Klappentext klang so vielversprechend. Anfangs erinnerte mich die Geschichte auch an einen typischen „Roadmovie-Horrorfilm“ alá „Oh sieh mal, da ist eine Tankstelle ich geh mal ...

Schade schade schade. Der Klappentext klang so vielversprechend. Anfangs erinnerte mich die Geschichte auch an einen typischen „Roadmovie-Horrorfilm“ alá „Oh sieh mal, da ist eine Tankstelle ich geh mal kurz zu den Einheimischen rüber etwas quatschen“ – (zb. Wie bei dem Film „Wrong Turn“) wie es dann weitergeht wisst ihr ja. ;)

Aber so eine Horrorgeschichte ist das hier leider nicht. Der Klappentext greift auch nur einen von insgesamt 5 Handlungssträngen auf! Davon ist einer absurder als der andere. Die inzüchtigen Einwohner des Städtchen Hopkins Bend sorgten anfangs ja noch für Grusel. Die vielen verschiedenen armen Seelen, die sich in dieses Städtchen verirrten und somit einem grausamen Schicksal entgegen rannten machten das Ganze auch sehr spannend.

Als es aber dann nach kurzer Zeit nur noch um möglichst abartigen und in den absurdesten Situationen verübten Sex ging, kam ich um ein Augenrollen nicht drumherum. Aber na gut... damit konnte ich noch gut leben, bin ja Laymon geübt.

Doch als dann noch ein Dämon auftauchte - mit Hörnern (!) - wusste ich ehrlich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.

Irgendwie hatte ich einfach mit einer authentischeren Story gerechnet. Das Ende bzw. die Enden der verschiedenen Handlungen waren dann auch teilweise so an den Haaren herbei gezogen, dass ich das Buch nicht einmal halbwegs zufrieden beenden konnte.

Zum Schreibstil brauche ich wohl auch nicht viel sagen. Er ist einfach und primitiv gehalten mit vielen Kraftausdrücken.

Und obwohl ich Perspektivenwechsel wirklich LIEBE hatte ich hier teilweise echt Probleme der Geschichte zu folgen. Jedes Kapitel bedeutete einen Szenenwechsel und das man dann oftmals selber herausfinden musste, in welcher Szene man sich denn nun befand, war mit der Zeit irgendwie lästig. Vor allem wenn man das Buch, so wie ich, nicht an einem Stück liest.

Puuh… ich weiß das ist viel Kritik und normalerweise lese ich wirklich gerne Horrorbücher, aber für dieses Buch oder auch diesen Autor bin ich wohl einfach die falsche Zielgruppe.

Fazit:

Da mir der Anfang relativ gut gefallen hat und es bis zum Zeitpunkt, als es richtig unrealistisch wurde, auch sehr spannend war, vergebe ich trotzdem 2 nette Sterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Interessante Thematik - liebenswürdige Charaktere - aber leider kratzt es noch zu sehr an der Oberfläche, als in die Tiefe zu gehen.

Changers - Band 1, Drew
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"Changers - Drew“ ist der solide Auftakt einer Tetralogie mit einem spannenden und außergewöhnlichen Thema. Am Morgen seines ersten Highschooltages wacht der 14- jährige Ethan plötzlich als Drew auf. Ooookay… ...

"Changers - Drew“ ist der solide Auftakt einer Tetralogie mit einem spannenden und außergewöhnlichen Thema. Am Morgen seines ersten Highschooltages wacht der 14- jährige Ethan plötzlich als Drew auf. Ooookay… das dieser Umstand einige Probleme und Fragen aufwirft, kann sich jetzt wohl jeder denken… Denn was würdest du tun, wenn du morgen aufwachst und auf einmal deine Identität und dein Geschlecht gewechselt hättest?

Diese Frage habe ich mir während des Lesens immer mal wieder gestellt. Ich fand es total interessant Drew bei ihren ersten Schritten als Mädchen zu begleiten. Ihre ersten Erlebnisse sind dann zwar ziemlich klischeehaft aber gerade deshalb auch irgendwie witzig; die erste dumme Anmache, das erste Mal grundlos weinen... die erste Periode.

Man konnte richtig mit ihr mitfühlen. Drew ist mir somit ziemlich schnell ans Herz gewachsen. Sie ist humorvoll und liebenswürdig. Deshalb findet sie auch schnell eine Freundin: Audrey. Auch sie ist ein toller Mensch, der mich das ein oder andere Mal überrascht hat. Außerdem begegnen wir noch anderen Changers, wobei ein ganz bestimmter noch eine bedeutende Rolle spielt, die ich hier aber (der Spannung wegen) nicht weiter ausführen möchte.

Erzählt wird die Geschichte in einer Art Chronik. Jeder Changer soll sich am Abend Gedanken über seine Erfahrungen und Erlebnisse des Tages machen, die dann in einer Chronik gespeichert werden. So soll es ihm am Ende seiner 4. Verwandlung dann leichter fallen, sich für seine endgültige Identität zu entscheiden - somit hat man also das Gefühl ein Tagebuch zu lesen. Mir hat das ziemlich gut gefallen.

Leider erfährt man aber nicht viel über den Sinn und Zweck der Changers. Alle Informationen werden nur kurz angerissen, aber nie wirklich vertieft. So erfahren wir zB das die Changers einem großen Zweck dienen, der ganz wichtig für die Menschheit ist und sie verbessern soll, aber nicht welchen. Und warum eigentlich 4 Verwandlungen? Warum darf keiner von ihnen erfahren? Warum… diese Liste kann man auch am Ende des ersten Band endlos weiterführen. Hier hätte ich mir einfach mehr Tiefe gewünscht.

Etwas gerettet hat das ganze das kleine Glossar am Ende. Hier werden wichtige Begriffe nochmal ausführlich erklärt. Doch leider ist dieses Glossar halt erst ganz am Ende. Warum nicht am Anfang oder in der Mitte?

Auch enthält dieser erste Band keine actionreichen Szenen. Es geht hauptsächlich um Drew’s erste Schritte, die ersten Freundschaften und vielleicht auch die erste Liebe?! Wer auf gnadenlose Kämpfe und „Boom" "Bang“ hofft, wird mit diesem Band nicht glücklich werden. Ich vermute diese Art von Spannung wird uns erst in den anderen Bänden begegnen, wenn die Bösewichte auftauchen oder eine Rebellion beginnt? Wer weiß wer weiß… ;)

Fazit:

Mich hat dieser erste Band sehr gut unterhalten. Ich habe mich über Drew und ihren Humor köstlich amüsiert und von Langeweile war weit und breit auch nichts zu sehen. Etwas mehr Tiefe wäre zwar nicht schlecht gewesen, aber ich bin zuversichtlich, dass der 2. Band einiges wettmachen wird. Somit gibt es eine klare Leseempfehlung an alle Leser die auch mal ohne greifbare Action auskommen. ► 4 Sterne

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schöner Abschluss einer ganz besonderen Trilogie!

Die Königliche (Die sieben Königreiche 3)
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„Die Königliche“ ist der letzte Band der „Die sieben Königreiche“ – Trilogie. Wer die anderen beiden Bände kennt weiß, dass sie bisher auch ganz gut für sich allein stehen konnten und nicht wirklich was ...

„Die Königliche“ ist der letzte Band der „Die sieben Königreiche“ – Trilogie. Wer die anderen beiden Bände kennt weiß, dass sie bisher auch ganz gut für sich allein stehen konnten und nicht wirklich was miteinander zu tun hatten. Der 3. Band allerdings knüpft an die Ereignisse von Band 1 an - etwa 9 Jahre später. Somit würde ich diesen Band nicht vor dem ersten lesen, da man sich sonst sehr viel vorweg nimmt.

In diesem Band geht es um Bitterblue. Bitterblue kennen wir ja schon aus dem 1. Band. Sie ist nun alleinige Herrscherin des Königreichs und nun ja… mit der Situation ganz schön überfordert. Ihre Ratgeber und Freunde versuchen ihr zwar soweit es geht zu helfen... aber dazu kommt, dass sich die Leute im Schloss immer merkwürdiger Verhalten und mysteriöse Dinge passieren. Und wieso wird Bitterblue das Gefühl nicht los, dass sie alle anlügen?

Bitterblue ist ein toller Charakter. Sie hat viel mitgemacht und ordentlich unter ihrem furchtbaren Vater gelitten, dass hinterlässt natürlich Spuren. Trotzdem ist sie eine starke Frau geworden, die sich für ihr Königreich einsetzen will und nachfragt anstatt alles hinzunehmen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen, auch wenn ich sie an der einen oder anderen Stelle nicht ganz verstehen konnte.

Und dann gibt es ein Wiedersehen mit Bo und Katsa! Yeah! Darüber habe ich mich sehr gefreut. Vor allem Bo ist einfach ein so toller Charakter. Er hat mir auch in diesem Band wieder richtig gut gefallen. Katsa kommt dagegen eher weniger vor und auch die Beziehung zwischen Katsa und Bo ist sehr… albern! :D Naja, ich konnte darüber lachen, aber ich kann verstehen wenn das einige nervt.

Außerdem erwarten einen einige Überraschungen. Es gibt noch ein Wiedersehen über das ich mich ziemlich gefreut habe und es werden spannende Geheimnisse gelüftet. Interessant fand ich vor allem den Teil mit Chiffren. Es wurden sogar die passenden Symbole ins Buch gezeichnet, so dass man immer miträtseln konnte. Da bekam ich doch richtig Lust, meine Rezension auch in einer Chiffre zu schreiben... ;)

Etwas enttäuscht war ich von der Liebesgeschichte. In den anderen 2 Bänden hat Frau Cashore so wundervolle Beziehungen geschaffen und trotzdem war es nie zu kitschig. Doch hier entwickelt es sich ganz anders und es wurde mir wirklich ein wenig das Herz gebrochen - dass hätte ich mir einfach anders gewünscht. Aber ich möchte jetzt nicht zu viel vorweg nehmen, dehalb sage ich nur: ER IST SO TOLL! :D


Fazit:

4.5 Sterne gibt es von mir für diesen spannenden, aufwühlenden und wundervollen Abschluss einer ganz besonderen Reihe. Ich bin trotz kleiner Mängel sehr zufrieden mit dem Ende und der Entwicklung der Charaktere. Band 2 „Die Flammende“ wird zwar mein Favorit bleiben, aber die anderen beiden Bände teilen sich Platz 2. Absolute Leseempfehlung.