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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2023

Guter Einstieg zum Thema Klimawandel und -anpassung

Über Leben in der Klimakrise
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Das Buch behandelt die aktuelle Klimakrise. Es geht hierbei nicht nur um Prävention, sondern auch um die inzwischen unvermeidbare Anpassung an ein neues Klima.

Den Anfang des Buches fand ich recht irrelevant. ...

Das Buch behandelt die aktuelle Klimakrise. Es geht hierbei nicht nur um Prävention, sondern auch um die inzwischen unvermeidbare Anpassung an ein neues Klima.

Den Anfang des Buches fand ich recht irrelevant. Es wurden viele allgemeine Punkte wieder hochgekaut, die meiner Meinung nach den meisten Menschen bekannt sind. Der Schreibstil des Buches war größtenteils gut verständlich, mir persönlich an manchen Stellen aber zu anekdotisch.
Die zweite Hälfte des Buches war dann aber wirklich interessant. Die Autorin stellt sehr interessante Konzepte vor, wie Schwammstädte und alternative Formen der Landwirtschaft, die entgegen der üblichen industriellen Landwirtschaft besser autark funktionieren und auch besser mit Klimaschwankungen umgehen können.
Was ich auch besonders spannend fand, waren die Beschreibungen der Autorin zu ihrer Zeit in Lützerath. Das war sehr erschreckend und sehr zugänglich.
Das Buch enthält auch viele interessante Literaturempfehlungen, die wirklich lesenswert zu sein scheinen.
Der Text macht ängstlich und wütend, aber daran ist die Autorin nicht Schuld, denn sie ist nur diejenige, die die Umstände noch einmal vor Augen führt, die für diese Gefühle verantwortlich sind.

Ich kann für das Buch keine generelle Empfehlung aussprechen, da es ganz klar darauf ankommt, auf welchem Wissensstand die lesende Person selbst ist. Für Leute, die sich bis jetzt wenig über den Klimawandel informiert haben, lohnt sich das Buch meiner Meinung nach. Bei Menschen, die schon etwas mehr Wissen auf dem Gebiet besitzen, lohnt es sich nur dann, wenn die einzelnen Themen im zweiten Teil auf Interesse stoßen.

Veröffentlicht am 12.08.2023

Unfassbar verwirrend

Treacle Walker
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“Knochen, Lumpen und Papier! Reibstein und Geschirr, das gibt der Lumpensammler dafür!”. Das hört Joseph Coppock eines Tages vor seiner Tür. Dort steht Treacle Walker, der eine ganz mysteriöse Gestalt ...

“Knochen, Lumpen und Papier! Reibstein und Geschirr, das gibt der Lumpensammler dafür!”. Das hört Joseph Coppock eines Tages vor seiner Tür. Dort steht Treacle Walker, der eine ganz mysteriöse Gestalt ist. So gerät Joe in einige ganz seltsame Gegebenheiten.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht so wirklich eine konkrete Idee habe, was in diesem Buch vor sich ging. Die Figuren haben allesamt ganz seltsam geredet. Manchmal haben sie total zusammenhanglos irgendwas im Dialog hervorgebracht und es fiel mir schwer, ihnen zu folgen. Auch die Handlung war zusammenhangslos und verwirrend. Das ganze Buch hat sich wie ein Fiebertraum angefühlt. Vielleicht war das das Ziel, aber ich fand es irritierend. Meine Notizen zu diesem Buch bestehen zu einem großen Teil aus Fragezeichen.
Es war insgesamt schon irgendwie unterhaltsam. Manche Stellen waren sehr kreativ und ich habe sie im Einzelnen gemocht. Ich habe nur echt nicht nachvollziehen können, wie alles zusammenhing.

Das Buch ist wie ein Fiebertraum und unfassbar konfus, aber ich kann auch nicht sagen, dass es keinen Unterhaltungswert hatte. Da das Buch unter zweihundert Seiten hat, kann ich es trotzdem empfehlen, weil es ziemlich schnell ausgelesen ist und die Absurdität des Ganzen irgendwie einen gewissen Reiz hat.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Vier Generationen

Das Pferd im Brunnen
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Im Buch geht es um vier Generationen an Frauen und wie ihre Beziehungen untereinander einander im Leben beeinflussen. Die verschiedenen Generationen sind auf Deutschland und Russland verteilt.

Das Buch ...

Im Buch geht es um vier Generationen an Frauen und wie ihre Beziehungen untereinander einander im Leben beeinflussen. Die verschiedenen Generationen sind auf Deutschland und Russland verteilt.

Das Buch ist hauptsächlich in der dritten Person geschrieben und nur gelegentlich aus der Ichperspektive, wenn wir aus der Sicht von Walja lesen. Wir lernen Lena, die Mutter von Walja, Nina, die Großmutter, und Tanja, die Urgroßmutter, kennen. Wir bekommen hauptsächlich von diesen drei Frauen einen Einblick in ihr Leben, dabei erfahren wir von Nina etwas mehr als von den anderen.
Ich fand es schwer, in die Geschichte reinzukommen, da sie verwirrend war. Es war manchmal nicht klar, wann der Abschnitt zeitlich spielt und von wem es im ersten Moment handelt, da auch mittendrin schnell gewechselt wurde, welche Person in dem Abschnitt betrachtet wird. Die Geschichte läuft auf den Tod von Nina hinaus, sie wirkt aber zwischendrin sehr richtungslos.
In der Geschichte wird über die generationale Weitergabe von Traumata geschrieben und wie sich Vernachlässigung und Trauma langfristig auf die Kinder und die Familiengebilde auswirken. Es wird über die Inflation nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion berichtet, wobei das Buch meiner Meinung nach gut den Schrecken dessen einfangen konnte.
Das Buch beschreibt eine interessante Familienzusammengehörigkeit, weil wir sehen können, wie unterschiedlich die verschiedenen Generationen die verschiedenen Familienmitglieder wahrnehmen, weil sie ja auch unterschiedliche Erfahrungen miteinander gemacht haben. Außerdem schafft es, ein seltsam liebevolles Bild von Nina zu zeichnen, obwohl sie jede Menge furchtbarer Dinge gemacht und durchgemacht hat. Das Buch zeichnet die eigenen Figuren sehr differenziert.

Die Themen des Buches haben mir gut gefallen, leider war es jedoch schwer dem Text zu folgen.

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Veröffentlicht am 02.08.2023

Wahnsinnig unterhaltsam

Askendor – Spiel mit der Wirklichkeit
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Im Buch geht es um Florentine, die sich überraschenderweise eines Abends in der virtuellen Welt des Videospiels Askendor wiederfindet. Nachdem sie Thosse von Baar kennenlernt, einen NPC in ebenjenem Spiel, ...

Im Buch geht es um Florentine, die sich überraschenderweise eines Abends in der virtuellen Welt des Videospiels Askendor wiederfindet. Nachdem sie Thosse von Baar kennenlernt, einen NPC in ebenjenem Spiel, und einigen mehr oder minder tödlichen Zwischenfällen entkommt, werden ihre Probleme nur noch größer, als Thosse plötzlich mit ihr im realen Leben landet.

Ich fand das Buch wahnsinnig unterhaltsam. Es war lustig und die Konversationen zwischen den Charakteren waren amüsant. Die Charaktere mochte ich persönlich alle gerne, sie waren mir sehr sympathisch.
Die aufgebaute Welt war super spannend. Wir haben quasi einen Einblick bekommen, wie ein NPC in einem Videospiel auf die SpielerInnen des Spiels schaut. Dabei fand ich auch, dass die erfundene Welt Askendor und die reale Welt gut miteinander verbunden wurden. Askendor fand ich gut aufgebaut, die fantastische Welt selbst war zauberhaft und wurde mit der Charakteristik von Onlinespielen verbunden, was faszinierend war. Das Ganze hat dann auch einige interessante Existenzfragen aufgeworfen, was ich so nicht erwartet hatte.
Es gibt auch einige klare Kritikpunkte. So hat die Hauptcharakterin oft mal über “Nerds” geurteilt, was sich nach Teeniefilm aus den 2000ern angefühlt hat und etwas irritierend war. Außerdem waren die Plottwists vorhersehbar. Ich glaube, das Buch hat mich kein einziges Mal überraschen können.
Das erwähne ich nur, weil ich es für wichtig halte, das zu wissen, bevor man sich entscheidet, das Buch zu lesen, denn mich persönlich hat das gar nicht gestört. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß an einem Buch. Mich hat es komplett gefesselt. Es war super spannend und ich konnte es gar nicht beiseite legen.

Ich kann das Buch persönlich ganz klar empfehlen, muss hier aber sagen, dass ich auch einfach wahnsinnig viel Spaß mit dem Buch hatte und mich deswegen die Kritikpunkte, die es klar gibt, so gut wie gar nicht gestört haben.

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Veröffentlicht am 28.07.2023

Lesbisches Coming Of Age

Girls like girls – Sag mir nicht, wie ich mich fühle
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Im Buch geht es um Coley, die nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Vater in eine eher ländliche Gegend zieht. Dort trifft sie Sonya. Beide haben sofort Interesse aneinander, jedoch ist Sonya nicht bereit ...

Im Buch geht es um Coley, die nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Vater in eine eher ländliche Gegend zieht. Dort trifft sie Sonya. Beide haben sofort Interesse aneinander, jedoch ist Sonya nicht bereit sich das selbst einzugestehen und noch weniger ist sie bereit, es ihren FreundInnen zu gestehen.

Das Buch hat einen einfach zu lesenden Schreibstil, weswegen ich quasi durch die Seiten geflogen bin. Leider war er an anderen Stellen jedoch mangelhaft. So waren die Dialoge oft ungelenk und die Szenenbeschreibungen wirkten regelmäßig ungeübt. Was mich auch persönlich in den Wahnsinn getrieben hat, war, wie oft das Wort “Girl” verwendet wurde. Dabei fand ich es gar nicht schlimm, dass es anfangs gelegentlich verwendet wurde, aber die schiere Anzahl hat mich im Verlauf fertig gemacht. Das ist natürlich aber der Übersetzung und nicht der Autorin zuzuschreiben.
Was ich gelungen fand, war, wie die Beziehung zwischen Coley und Curtis, Coleys Vater, ausgebaut wurde. Das fand ich berührend und ich hatte mehrmals Tränen in den Augen.
Vielleicht habe ich persönlich zu wenig Teendrama in meiner Jugendzeit erlebt, aber die Szenen im Buch erschienen mir oft überspitzt. Dadurch wirkte das Drama teilweise weltfremd und nicht so echt, wie ich es mir erhofft hätte.
Die Darstellung, wie sich internalisierte Homofeindlichkeit auswirkt, fand ich gekonnt geschrieben. Es wurde gut dargestellt, wie sehr es die Person belastet und wie sich das dann auch nach außen richtet und anderen Menschen schaden kann.

Das Buch behandelt wichtige Themen und beschreibt diese auch gut. Der Schreibstil und das weniger lebensechte Gefühl der Charaktere und des Dramas haben das Buch jedoch negativ beeinflusst.

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