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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Überraschend anders als erwartet

Paul bekommt kein Kätzchen
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Ehrlich gesagt ist das Cover „okay“ – es ist nett gestaltet, aber man hätte hier vielleicht noch mehr herausholen können, um die besondere Dynamik der Geschichte schon auf den ersten Blick einzufangen. ...

Ehrlich gesagt ist das Cover „okay“ – es ist nett gestaltet, aber man hätte hier vielleicht noch mehr herausholen können, um die besondere Dynamik der Geschichte schon auf den ersten Blick einzufangen. Doch wie so oft gilt: Man sollte ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen, denn der Inhalt hat es in sich!

Die Geschichte besticht durch eine ungewöhnliche, aber sehr interessante Erzählweise. Man wird als Leser (und Vorleser) oft vom Fortgang der Geschichte überrascht; sie verläuft keineswegs nach dem typischen 08/15-Schema einer Haustier-Geschichte. Die Illustrationen sind dabei herrlich witzig umgesetzt und fangen den Humor der Texte perfekt ein.

Man merkt deutlich, dass Bernhard Hoëcker hier seine Finger im Spiel hatte. Das Buch liefert die perfekte Mischung aus Witz und Wissen, für die Hoëcker bekannt ist. Pauls Argumentationskette ist nicht nur lustig, sondern fordert das Denken der Kinder heraus. Es macht großen Spaß zu verfolgen, wie er versucht, die Logik der Erwachsenen mit seinen eigenen, fast schon wissenschaftlich-absurden Vergleichen auszuhebeln.

Ein Buch, das durch seine Originalität besticht. Wer eine klassische, geradlinige Erzählung sucht, wird hier überrascht werden – und zwar im positiven Sinne. Es regt zum Schmunzeln und Nachdenken an und zeigt, dass Wissen auch in einer Kindergeschichte richtig Spaß machen kann.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Ein vielschichtiges Glanzstück zum Jubiläum

Sagst du mir, was Freundschaft ist?
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Schon beim ersten Anfassen begeistert die Jubiläumsausgabe zum 10-jährigen Bestehen durch die hochwertige Goldprägung auf dem Cover. Es wirkt dadurch besonders edel und unterstreicht den zeitlosen Wert ...

Schon beim ersten Anfassen begeistert die Jubiläumsausgabe zum 10-jährigen Bestehen durch die hochwertige Goldprägung auf dem Cover. Es wirkt dadurch besonders edel und unterstreicht den zeitlosen Wert der Geschichte. Wie gewohnt verzaubert Joëlle Tourlonias mit ihren wunderschönen Illustrationen, die den Text nicht nur begleiten, sondern ihn emotional tiefgreifend unterstreichen.

Hase und Igel begeben sich auf eine Suche nach der Definition von Freundschaft – und genau hier liegt die Stärke des Buches. Es zeigt sich schnell, dass jedes Tier Freundschaft anders versteht. Diese Erkenntnis, dass Freundschaft ein vielschichtiges Konstrukt ist, wird im Kindesalter oft unterschätzt. Es ist großartig, wie die Kinder im Buch damit konfrontiert werden, dass Freundschaft für den einen „Helfen“, für den anderen „Teilen“ oder „Zuhören“ bedeuten kann.

Das Verhältnis von Text zu Bildern ist für die Altersgruppe perfekt ausbalanciert. Die Geschichte überfordert nicht, bietet aber genug Substanz, um über die Vielschichtigkeit von Beziehungen ins Gespräch zu kommen.

Ein poetisches Meisterwerk, das in der Jubiläumsedition auch optisch ein echtes Highlight ist. Es hilft Kindern dabei, ein tieferes Verständnis für ihre eigenen sozialen Bindungen zu entwickeln und zu akzeptieren, dass Freundschaft so individuell ist wie die Tiere im Wald.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Käpt’n Wumpe und der geheime Piratenschatz – Ein Abenteuer für kleine Landratten

Käpt’n Wumpe und der geheime Piratenschatz
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Das Buch besticht durch die farbenfrohen und lebendigen Zeichnungen von Anja Grote. Das Cover weckt sofort die Abenteuerlust, auch wenn ich es noch schöner gefunden hätte, wenn Wumpes Freundin Paula direkt ...

Das Buch besticht durch die farbenfrohen und lebendigen Zeichnungen von Anja Grote. Das Cover weckt sofort die Abenteuerlust, auch wenn ich es noch schöner gefunden hätte, wenn Wumpes Freundin Paula direkt mit darauf zu sehen wäre, da sie eine wichtige Rolle spielt. Das Verhältnis von Text zu Bildern ist sehr stimmig und auch die Schriftgröße ist angenehm gewählt, was das Vorlesen erleichtert.

Die Reise mit Käpt’n Wumpe und seiner tierischen Crew macht einfach großen Spaß! Es ist eine Freude, die verschiedenen Charaktere zu entdecken. Hinter dem humorvollen Chaos steckt jedoch eine tiefe und wichtige Botschaft: Ein Kapitän ist immer nur so gut wie seine Mannschaft. Am Ende lehrt das Buch, dass nicht der materielle Goldrausch zählt, sondern die Freundschaft – ein wahres Glanzstück, das einem im Inneren hilft und zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist.

Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die sehr unterschiedlich langen Kapitel. Während ein Kapitel nur drei Seiten umfasst, sind es beim nächsten plötzlich zehn. Für das abendliche Vorleseritual ist das etwas unpraktisch, da man schwer planen kann („Nur noch ein Kapitel!“), wenn die Lesezeit so stark variiert. Hier wäre eine gleichmäßigere Aufteilung wünschenswert gewesen.

Trotz der schwankenden Kapitellängen ist Käpt’n Wumpe ein herrlich warmherziges Piratenabenteuer ohne Gruselfaktor. Ein tolles Buch über den Wert von Zusammenhalt, das in keinem Kinderzimmer fehlen sollte.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Ein Garten-Krimi mit Herz und kleinen Tücken

Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume
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Das Cover von „Ivy und Bärlock Holmes“ ist ein echter Blickfang. Es hat sofort meine Neugier und die meiner Kinder geweckt. Kristyna Littens Illustrationsstil ist modern, farbenfroh und einladend – man ...

Das Cover von „Ivy und Bärlock Holmes“ ist ein echter Blickfang. Es hat sofort meine Neugier und die meiner Kinder geweckt. Kristyna Littens Illustrationsstil ist modern, farbenfroh und einladend – man möchte direkt in diese Gartenwelt eintauchen.

Besonders gut hat uns gefallen, wie wichtig ökologische Themen wie das Bienensterben in die Geschichte eingeflochten wurden. Es ist spielerisch aufbereitet, sodass schon die Kleinsten verstehen, welche Bedeutung Bienen für unsere Umwelt haben. Darüber hinaus werden die Themen Selbstbewusstsein und Selbstliebe sehr einfühlsam behandelt, was dem Buch eine schöne emotionale Tiefe verleiht.

Ein Highlight für die Kinder waren die klar erkennbaren Rätsel. Durch das Lupen-Symbol wussten sie sofort: Jetzt ist Mitdenken gefragt! Die Aufgaben waren verständlich und motivierend, sodass die Kinder mit großem Eifer bei der Detektivarbeit geholfen haben.

Obwohl uns der Comic-Stil optisch sehr zusagt, gab es in der Umsetzung für die Zielgruppe Schwierigkeiten:

Lesefluss: Entgegen der Beschreibung auf der Rückseite halte ich das Buch für das „erste Selberlesen“ weniger geeignet. Die Comic-Struktur mit verschiedenen Sprechblasen und Bildabfolgen war für meine Kinder schwer zu verfolgen. Der rote Faden ging dadurch manchmal verloren.

Schrift: Die Schriftgröße ist stellenweise recht klein, was Erstleser zusätzlich herausfordern kann.

Fehler im Klappentext: Ein kleiner Stolperstein in der 1. Auflage: Während der Klappentext Ivy als Bärlocks Nichte vorstellt, wird im Buch klar, dass er ihr Opa ist. Das sorgt für unnötige Verwirrung bei kleinen Zuhörern.

„Ivy und Bärlock Holmes“ ist ein optisch wunderschönes Buch mit einer wertvollen Botschaft. Als reines Vorlesebuch, bei dem Eltern die Struktur des Comics miterklären können, ist es wunderbar. Zum eigenständigen Lesen lernen würde ich es jedoch erst für etwas sicherere Leser empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Okay

Hilf den Tierkindern
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Mit "Hilf den Tierkindern" ist ein weiteres Buch in der bekannten Reihe "Schüttel den Apfelbaum" von Nico Sternbaum erschienen, womit es es jetzt auch ein Mitmachbuch für die Kleinsten ab 18 Monaten gibt.
Die ...

Mit "Hilf den Tierkindern" ist ein weiteres Buch in der bekannten Reihe "Schüttel den Apfelbaum" von Nico Sternbaum erschienen, womit es es jetzt auch ein Mitmachbuch für die Kleinsten ab 18 Monaten gibt.
Die Gestaltung ist wie gewohnt einfach, aber schön und dem Alter der Zielgruppe entsprechend. Die Kinder sollen durch zeigen, schütteln, Laute machen oder streicheln den Tierkindern helfen - kein neues Konzept, aber es kommt gut an!
Mir gefällt nicht so gut, dass es keine zusammenhängende Geschichte ist. Auf jeder Seite muss man einem anderen Tier helfen und auf der nächsten Seite gibt es dann die entsprechende Auflösung dazu.
Teilweise finde ich die Texte auf den Seiten etwas lang. Dafür hat das Buch allerdings relativ wenige Seiten und die Kinder haben es sehr schnell durchgeschaut. Das ist mit 1,5 Jahren vermutlich noch nicht so schlimm, jedoch kann ich mir vorstellen, dass etwas ältere Kinder schnell das Interesse verlieren. Ich finde es immer schade, wenn die Bücher nur für eine kurze Zeit-/Altersspanne sind.

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