Roman hat mich positiv überrascht
Miss Taylor, das Wasser und die LiebeInhalt
Milla (eigentlich Sophie) wächst als Waisenkind auf. Ihr Leben und ihre Berufssuche wird durch ihre Legasthenie erschwert. Umso glücklicher ist sie als Nachtwächterin in einem Museum einen Job zu ...
Inhalt
Milla (eigentlich Sophie) wächst als Waisenkind auf. Ihr Leben und ihre Berufssuche wird durch ihre Legasthenie erschwert. Umso glücklicher ist sie als Nachtwächterin in einem Museum einen Job zu finden, der ihr liegt. Aber auch diesen verliert sie aufgrund ihrer Vergangenheit. Auf einer Silvesterparty, zu der sie ihr bester Freund Jack Reuben überredet, begegnet sie Montgomery Chester, einem ehemaligen Taucher, der wie sie die Stille und Zurückgezogenheit liebt. Monty überredet Milla zu einem besonderen Erlebnis: Sie soll mit ihm in einem alten Taucheranzug die Unterwasserwelt eines Sees erkunden. Dieser ungewöhnliche Tauchgang wird zu einem Wendepunkt in ihrem Leben.
Meinung
Das Buch hat mich positiv überrascht. Meine Erwartungen waren eher zurückhaltend, da Romane eher weniger zu meinen Lieblingsgenres zählen. Den Schreibstil empfinde ich sehr angenehm, flüssig und es lässt sich sehr leicht lesen. Ich empfinde die Geschichte eher als ruhig und entspannend. Besonders beeindruckt hat mich, wie das zentrale Thema der Emanzipation – gerade im Kontext der 1950er-Jahre – unaufdringlich und authentisch eingebunden wurde. Die Rolle der Frau nach dem Zweiten Weltkrieg wird sensibel und glaubwürdig am Beispiel der Protagonistin Milla thematisiert. Milla ist eine einfühlsame, mutige junge Frau mit einer schwierigen Vergangenheit. Ihre Entwicklung und ihr Kampf, ihren eigenen Weg zu gehen und sich selbst treu zu bleiben, haben mich tief berührt. Sie ist ein starker Charakter, der lange im Gedächtnis bleibt. Ich habe den Roman sehr genossen – er war deutlich lebendiger und fesselnder, als ich erwartet hätte. Kritikpunkte habe ich keine gefunden, daher vergebe ich 5 von 5 Sternen.