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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2025

Bewegend

Das Dreizehnte Kind
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„Das Dreizehnte. Kind“ war für mich eine dieser Geschichten, die leise anfangen und sich dann tief ins Herz schleichen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, manchmal ganz schlicht, dann wieder überraschend ...

„Das Dreizehnte. Kind“ war für mich eine dieser Geschichten, die leise anfangen und sich dann tief ins Herz schleichen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, manchmal ganz schlicht, dann wieder überraschend poetisch. Diese Mischung passt perfekt zur Stimmung des Buches: melancholisch, aber nicht hoffnungslos. Besonders mochte ich auch, wie feinfühlig das Thema Leben und Tod behandelt wird. Ohne Kitsch und ohne viel Dramatik.
Die Autorin schafft es, dass man sich die Welt bildlich vorstellen kann, obwohl sie sich eher märchenhaft als realistisch anfühlt. Die verschiedenen Götter mit ihren Eigenheiten fand ich faszinierend, weil sie irgendwie so menschlich wirken.
Die Protagonistin Hazel wurde dem Tod versprochen und ist eine Figur, die man so schnell nicht vergisst. Ich habe selten so sehr mit einer Protagonistin mitgefühlt, mit ihrem Schmerz, ihrer Sehnsucht und ihrem Mut, trotz allem ihren Weg zu gehen.
Das Ende hat mich sehr bewegt und noch lange zum Nachdenken gebracht. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Ende etwas zu ruhig

The Second Death of Locke
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Ich war wirklich gespannt auf The Second Death of Locke, weil mich das Konzept mit den Quellen sofort angesprochen hat. Trotzdem muss ich ehrlich sagen: Der Einstieg war zäh. Es dauert, bis man die Welt ...

Ich war wirklich gespannt auf The Second Death of Locke, weil mich das Konzept mit den Quellen sofort angesprochen hat. Trotzdem muss ich ehrlich sagen: Der Einstieg war zäh. Es dauert, bis man die Welt versteht, weil es für mich zu viele Begriffe und zu viele Figuren auf einmal waren. Das hat mich kurzzeitig etwas frustriert.
Doch dann, plötzlich, klickt alles. Ab da war ich komplett drin. Die Handlung nimmt Fahrt auf und die Dynamik zwischen Grey und Kier zieht einen richtig mit.
Bovalinos Schreibstil ist definitiv besonders. Sie schreibt sehr bildhaft, manchmal fast schon lyrisch. Das ist wunderschön, kann aber auch anstrengend sein.
Die Charakterentwicklung ist richtig gut gelungen. Grey wächst mit jeder Seite über sich hinaus, und auch die Nebenfiguren bekommen genug Raum, um interessant zu bleiben. Ich mochte, dass die Geschichte nicht nur auf Romantik setzt, sondern auch auf Loyalität, Vertrauen und moralische Grauzonen.
Was mir nicht so gefallen hat, war tatsächlich das Ende. Es war mir etwas zu ruhig nach all dem Drama davor. Nichtsdestotrotz eine richtig gute Fantasygeschichte.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Spannender Reihenauftakt

In the Shadows we wait
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Alessia Gold hat mit In the Shadows We Wait einen spannenden Reihenauftakt mit vielen Geheimnissen, Gefühlen und dunklen Kräften geschrieben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Xara, die nach der Enthüllung ...

Alessia Gold hat mit In the Shadows We Wait einen spannenden Reihenauftakt mit vielen Geheimnissen, Gefühlen und dunklen Kräften geschrieben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Xara, die nach der Enthüllung über ihre Herkunft in eine Welt gerät, die alles infrage stellt, was sie über sich selbst zu wissen glaubte. Sie ist stark, aber nicht unfehlbar und genau das macht sie so greifbar und authentisch.
Besonders gelungen fand ich das Zusammenspiel zwischen Xara, Juraj und Dorian. Juraj wirkt geheimnisvoll und undurchschaubar, Dorian ist direkter und impulsiver, aber beide faszinierend auf ihre Weise.
Die Autorin hat es außerdem geschafft, dass man nie genau weiß, wem man trauen kann. Diese Dreiecksbeziehung lebt von unterschwelliger Spannung, aber auch von ehrlichen Emotionen. Was mir auch gefallen hat, ist die Balance zwischen Romantik und Handlung. Nichts wirkt überladen oder klischeehaft. Stattdessen baut sich die Anziehung langsam auf, während die düstere Bedrohung im Hintergrund wächst.
Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Fehlgriff

Spookily Yours
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Spookily yours von Jennifer Chipman war für mich persönlich ein absoluter Fehlgriff. Aufgrund des Covers hatte ich angenommen, dass es sich um eine gemütliche Herbstgeschichte handeln würde. Ich wurde ...

Spookily yours von Jennifer Chipman war für mich persönlich ein absoluter Fehlgriff. Aufgrund des Covers hatte ich angenommen, dass es sich um eine gemütliche Herbstgeschichte handeln würde. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt.
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr einfach und selbst die herbstliche Atmosphäre ist bei mir nicht wirklich angekommen.
Die Protagonisten sind, soweit ich mich erinnern kann, in ihren Zwanzigern, aber verhalten sich definitiv nicht so. Am Anfang war Damien noch in Gestalt eines Katers, da er verflucht worden ist und als er plötzlich angefangen hat zu sprechen, hat sich Willow wirklich gar nicht darüber gewundert. Sie war nicht einmal für einen kurzen Moment schockiert, dass ihr neuer Kater gar kein Kater ist. Und natürlich hat es sofort funktioniert, ihn zurück zu verwandeln.
Bis zur Hälfte war die Geschichte ansonsten ganz süß, doch dann bestand die Handlung fast nur noch aus unangenehm geschriebenen Sexszenen. Hätte das Buch nicht so wenig Seiten gehabt, hätte ich es definitiv abgebrochen. Von mir daher keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Fesselnd

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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My Haunted Heart hat mich sehr schnell gefesselt. Mimi Kylling hat so einen besonderen Schreibstil. Er ist bildlich, direkt und vor allem sehr atmosphärisch, sodass man schnell diese Mischung aus Spannung, ...

My Haunted Heart hat mich sehr schnell gefesselt. Mimi Kylling hat so einen besonderen Schreibstil. Er ist bildlich, direkt und vor allem sehr atmosphärisch, sodass man schnell diese Mischung aus Spannung, Dunkelheit und Gefühl spürt.
Flora fand ich super sympathisch. Sie ist keine typische starke Protagonistin, sondern jemand, der vom Leben geprägt wurde. Für mich war sie daher total echt und authentisch. Sawyer dagegen ist das komplette Gegenteil, da er geheimnisvoll, gefährlich und etwas schwer greifbar ist. Diese Kombi der beiden hat für ordentlich Spannung gesorgt, auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen ganz nachvollziehen konnte Dennoch war kein Moment unangenehm und alles bleibt respektvoll.
Insgesamt hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Die Emotionen waren echt und die schwereren Themen (Verlust, Einsamkeit, Heilung) wurden sehr feinfühlig umgesetzt. Deshalb hatte ich stellenweise sogar Gänsehaut beim Lesen und freue mich schon sehr auf den zweiten Band der Reihe.

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