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Veröffentlicht am 30.04.2018

Süß, hoffnungsvoll und lustig. Ein toller Auftakt zur neuen Trilogie von Mona Kasten.

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Bei Mona Kasten weiß man einfach, was man bekommt. Manche würden vielleicht sagen, dass das langweilig ist, wenn einem bei einem Buch nichts mehr überraschen kann, andere, wie ich, würden sagen, dass ich ...

Bei Mona Kasten weiß man einfach, was man bekommt. Manche würden vielleicht sagen, dass das langweilig ist, wenn einem bei einem Buch nichts mehr überraschen kann, andere, wie ich, würden sagen, dass ich genau deshalb zu den Büchern von Mona Kasten greife. Natürlich ist es hin und wieder schön überrascht zu werden, mit einer Handlung, oder einem Ende, das man nicht voraussehen konnte. Aber wenn ich ein Buch von Mona Kasten in die Hand nehme, weiß ich, das es gut ist. Ich bekomme Liebe, Humor, Leid etc. alles in einem einzigen Buch, das wahrscheinlich eine Fortsetzung bekommt. Ich liebe ihren Schreibstil und verliere mich so sehr darin, dass ich mich einfach auf die Geschichte konzentrieren kann. Das passiert mir bei einigen Autoren und Autorinnen und wer das schafft, hat es geschafft. Ich will mich nicht auf den Text, sondern die Geschichte konzentrieren.

Die Charaktere sind wunderbar und passen einfach alle ins Buch. Bei den Namen war ich etwas verwirrt, da es mir vorkam, als hätte ich die Namen schon gelesen. Ich wusste nicht, ob sie nebenbei in anderen Büchern von Mona Kasten vorkamen, konnte aber diesbezüglich auch nichts finden. Dennoch waren sie mir von Anfang an dadurch etwas vertrauter.
Ruby Bell ist ein wunderbarer Mensch und das merkt man ihr auch sofort an. Bei ihr ist es die Familie, die ihr halt gibt. Sie ist anders als viele. Sie möchte Schule und Familie voneinander getrennt haben, um ihre Familie zu schützen. Ihre Familie ist nicht reich und würde deshalb in ihrem Schulleben nicht akzeptiert werden. Ihr ist das zwar egal, aber sie möchte nicht das ihre Familienmitglieder schlecht da stehen. In der Schule versucht sie nicht aufzufallen und plant ihr Leben sehr pedantisch. Man würde sie auf den ersten Blick als klassischen Streber einstufen. Doch lernt man sie näher kennen, weiß man, dass sie einfach nur die Kontrolle behalten will über Dinge, die sie lenken kann. Es gibt zu vieles das sie nicht beeinflussen kann und dazu gehört ganz eindeutig James Beaufort.
James ist der Bad Boy der Schule. Zumindest verhält er sich so und er kann es auch. Warum? Weil ihm niemand etwas anderes sagt. Seine Eltern sind hoch angesehen und niemand traut sich, ihm etwas entgegen zu bringen. Doch als sein Lebensweg sich mit Rubys kreuzt und er sie einfach nur zum schweigen bringen will, wird er endlich eines besseren belehrt. Ruby Bell lässt sich nämlich nicht den Mund verbieten. Ihr kann er nicht imponieren mit seinem Gehabe. Bei ihr muss er mehr auffahren, um sie zum schweigen zu bringen. Spielt er dabei mir dem Feuer?

Ich liebe dieses Buch. Es ist süß, hoffnungsvoll und manchmal auch verdammt lustig. Ich konnte mich in viele Situationen hineinversetzen und habe es geliebt, wenn sie James und Ruby hitzige Diskussionen hatten. Die Autorin schafft es immer wieder, dass man träumen kann, einfach durch die zwischenmenschliche Basis zweier Menschen. Nicht immer muss ein Buch viel Geschlechtsverkehr enthalten um erotisch zu sein. Auch die Geschichte um Ruby und James ist wunderbar. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Wer viel Liebe (auch in Kartenform) zu verschenken hat, ist hiermit gut bedient.

All you need is love & ...
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Das Postkartenbuch „All you need is Love &“ von Herder wirkt auf den ersten Blick total überteuert. Wenn man sich das Büchlein genauer anschaut, finde ich den Preis aber gerechtfertigt.

Es gibt insgesamt ...

Das Postkartenbuch „All you need is Love &“ von Herder wirkt auf den ersten Blick total überteuert. Wenn man sich das Büchlein genauer anschaut, finde ich den Preis aber gerechtfertigt.

Es gibt insgesamt 10 hochwertige Karten aus dickem Karton, die sich leicht aus dem Buch lösen lassen. Jede Karte ist unterschiedlich gestaltet und wie der Titel schon besagt, beschäftigt sich jede mit der Liebe &... z.B. Bücher. So steht auf einer Karte: „All you need is Love & Books, Books, Books“. Hier kommen Freunde, Familie und Gegenstände in einem. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn das Postkartenbuch etwas spezifischer gewesen wäre. Zum Beispiel nur über die Familie, den Partner oder die Freunde. Dies ist aber wirklich eine Geschmacksfrage, da anderen hier sicher die Vielfältigkeit am besten gefällt.

Sehr schön finde ich auch die Schreibseite, denn oftmals hat man in der rechten Spalte Linien für die Adresse und links nur ein kleines Schreibfeld. Diese Karten sind hinten ohne Aufteilung, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich denke, wenn man wollen würde, könnte man trotzdem eine Adresse drauf schreiben und sie abschicken.

Wer sich im Schreibwarenladen schöne und individuelle Postkarten aussucht, kann froh sein, wenn er nur 1,20 Euro pro Karte zahlt. Diese hier sind meiner Meinung nach hochwertiger und schöner, als die im Schreibwarenladen. Die Farben sind einfach wunderbar und ich habe mich etwas geärgert, dass ich nicht alle Karten auf einmal verschenken kann, da es gerade nicht genug Anlässe dazu gab. Im Buch war sogar eine Karte bei der man den Spruch „All you need ist Love & … „ ergänzen könnte.
Ich habe eine Karte genutzt um sie meiner besten Freundin in ein kleines Geschenk zu packen.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Ein schöner Roman, doch im Vergleich mit seinen Vorgängern lässt er etwas nach.

Tall, Dark & Dangerous
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Schade das schon im Klappentext Fehler sind. Im Buch sind auch einige, was ich selber nicht so tragisch finde, da ich auch viele mache. Aber im Klappentext sollten keine sein. Zum Glück schafft es M. ...

Schade das schon im Klappentext Fehler sind. Im Buch sind auch einige, was ich selber nicht so tragisch finde, da ich auch viele mache. Aber im Klappentext sollten keine sein. Zum Glück schafft es M. Leighton meistens, mich auf andere Weise zu begeistern. Auch hier merkte ich dies wieder.

Die Autorin schafft es ein erotischen Roman zu schreiben, ohne zu viele Szenen im Bett zu spielen. Intim sein bedeutet nicht unbedingt immer aufeinander liegen zu müssen. Hier prickelt das Zwischenmenschliche das mir persönlich so wichtig in Büchern ist. Im Klappentext kommt es einem so vor, als würde Tag sich an Weatherly ran machen. Dies ist falsch, denn tatsächlich ist es Weatherly die Tag nicht nur Avancen macht, sondern es sogar darauf anlegt das mehr passiert.
Dies ist der dritte Teil der Tall, Dark & Dangerous Reihe, der meiner Meinung nach nicht ganz mit den anderen mithalten konnte. Durch den tollen Schreibstil las sich das Buch zwar klasse und auch der Inhalt war nicht schlecht, jedoch hatte ich gehofft mal keine Probleme vorzufinden. Einiges machte für mich keinen Sinn.

Natürlich ist der Roman an einigen Stellen auch übertrieben. Einerseits mag keiner belogen werden, andererseits muss man manche Lügen auch nicht dramatisieren. Es gibt wieder ein hin und her und dann wird etwas vorschnell gehandelt. Es ist immer eine sehr schmale Grenze zwischen kitschig und unglaubwürdig finde ich. Hier war es eher unglaubwürdig. Ja, man kann sich schnell verlieben und es kann wunderbar funktionieren. Man kann nach einem Tag seinen Partner so gut kennen, wie nach zehn Jahren. Es kann also gutgehen oder eben nicht. Doch es wirkt immer sehr unglaubwürdig, wenn dann auf den letzten Seiten vor dem Epilog alles ganz schnell geht.

Die Charaktere waren wirklich Klasse. Ich mochte Tag mit seiner wilden, männlichen Art sehr gerne. Aber auch seine weiche Seite konnte man sehr gut erkennen. Gerade, wenn es um seine Mutter Stella ging sah man nicht nur Liebe sondern auch Leidenschaft. Für sie würde er alles tun.
Und auch Weatherly war ein wunderbarer Mensch. Sie war so anders als ihre Familie. Gutmütig und herzlich. Aber dadurch das sie in guten Kreisen aufgewachsen ist, wird auch einiges von ihr erwartet. Sie fängt an zu rebellieren und findet dadurch erst zu sich selbst. Aber welche Frau will keinen starken Mann an ihrer Seite, der sie beschützt?
Im Grunde findet man hier das gleiche, wie in Tall, Dark & Dangerous Stark genug und Tall, Dark & Dangerous Heiß genug nur mit weniger Spannung und genau diese fehlte mir etwas. Das hat die ersten beiden Teile so besonders gemacht.

Veröffentlicht am 02.04.2018

Ich hätte mir mehr zwischenmenschliches und weniger Zickereien gewünscht.

Seven Nights - New York
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Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder sehr flüssig, dass man einfach dem Geschehen selbst folgen kann. Die Abschnitte handeln abwechselnd aus Kates und aus Rylans Sicht.
Kate war verletzt, ...

Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder sehr flüssig, dass man einfach dem Geschehen selbst folgen kann. Die Abschnitte handeln abwechselnd aus Kates und aus Rylans Sicht.
Kate war verletzt, als sie Rylans wahre Identität herausfand. Doch das habe ich im ersten Teil schon nicht verstanden. Sie warf ihm vor gelogen zu haben. Doch wenn man es genau nimmt, hat er sie nie belogen, sondern nur verschwiegen, das er vermögend ist. Wollen wir nicht alle nach unserer Persönlichkeit beurteilt werden und nicht nach dem Umfeld, dem Vermögen? Sie hat sich in ihn verliebt und das er seinen Nachnamen und seinen Kontostand nicht verraten hat, sollte daran nichts ändern.
Auf der anderen Seite verstehe ich es selbst, wie es ist verletzt zu werden und das einem Dinge verschwiegen werden. Es gibt Wunden, die sitzen tiefer. Man kann schwer Vertrauen zu neuen Menschen fassen, und wenn doch, dann können schon kleine Fehler für die Person zur Abwendung führen. Dies hat aber nicht unbedingt etwas mit der anderen Person zu tun, sondern mit dem erhöhten Schutzmechanismus.

Ich war allerdings schon im ersten Band Seven Nights – Paris auf Rylans Seite. Er war mir sympathisch und hatte sich im Grunde nichts vorzuwerfen. Er war zuvorkommend und gab sich alle Mühe. Doch auch er taucht für sich in neue Welten ein. Er lässt sich auf die Liebe ein und durch Kate lernt er diese auch nicht von der „normalen“ Seite kennen. Beide müssen einen Weg finden, herauszufinden wie und ob sie füreinander geschaffen sind. Dafür haben sie nun sieben Dates lang Zeit.

Leider verschlechterte sich meine Meinung über Kate hier nur. Ich fand sie sogar etwas nervig. Trotz das Rylan alles für sie tat und ihr jeden Wunsch erfüllt hätte, wollte sie mehr. Als ob sie jede Minute seines Lebens hätte wissen wollen. Doch selber verschwieg sie auch Dinge.
Auch die erotischen Szenen waren in diesem Teil etwas enttäuschend für mich. Die Szenen an sich sind zwar gut beschrieben und auch hier bekam ich den Eindruck das ein Mann mit am Werk war, der seine Sicht und Empfindungen beschrieb. Allerdings ist es nicht die Lösung für alles Intim zu sein. Die Welt ist nicht besser, ein Streit hat deshalb kein Ende, und Nähe schafft es auch nicht unbedingt zur anderen Person. Es kann die Distanz sogar noch erhöhen, wenn man Pech hat.
Tatsächlich haben mich die erotischen Szenen in dem Buch nach und nach mehr gelangweilt. Auch in einem erotischen Roman erwarte ich ein Leben außerhalb des Bettest, doch das war hier zu wenig vorhanden. Es ist manchmal sogar erotischer, den Akt an sich nicht unbedingt Wort für Wort zu beschreiben. Mir wurde es irgendwann einfach zu viel davon. Ein verzweifelter Versuch, wie die beiden wieder zusammenfinden könnten. Mir kam es am Ende so vor, als ob ich Seven Nights – Paris las, der aber in New York spielte.

Veröffentlicht am 19.03.2018

Es war eine Freude die Parallelen zur Realität zu sehen und mich zu amüsieren. Im Seeblick würde ich auch gerne einen Aufenthalt buchen.

Drei aus dem Ruder
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Das Buch war einfach Klasse. Es erinnerte mich sofort wieder an meine eigene Zeit in einer psychosomatischen Klinik. Allerdings muss ich dazu sagen, auch wenn ich die Klinik sehr schön fand, hatten wir ...

Das Buch war einfach Klasse. Es erinnerte mich sofort wieder an meine eigene Zeit in einer psychosomatischen Klinik. Allerdings muss ich dazu sagen, auch wenn ich die Klinik sehr schön fand, hatten wir es dennoch nicht annähernd so idyllisch, wie die drei in diesem Buch. Den wunderschönen See hätte ich damals auch gerne vor der Tür gehabt. Ich denke, da findet man noch Mal ganz anders zu sich selber, als in einer Atmosphäre, die eher einem Krankenhaus gleicht. Leider kann man sich seine Klinik nicht selber aussuchen, außer man zahlt den Aufenthalt selbst. Ansonsten gibt es vorgeschriebene Kliniken in der Nähe. Wobei die Entfernung sehr hilfreich sein kann.

Die Autorin hat hier vieles sehr witzig beschrieben, dass es wirklich gibt und das einen oft hindert sich mit sich selber zu beschäftigen, weshalb man ja im Grunde dort ist. Hast du dich schon Mal mit dir selber beschäftigt? Eine Woche lang ohne Handy und ohne Kontakt zu deiner Umwelt zuhause? In einer psychosomatischen Klinik ist es sogar meistens vorgesehen, sich ganze drei Wochenlang von seiner Umwelt fernzuhalten, damit man sich nicht ablenken kann. Allerdings ist dies so schwer, dass Menschen, die in eine solche Klinik gehen, um z. B. vor Vorurteilen und Abgrenzung davon zu laufen, genau dies bei anderen Menschen machen. Sie urteilen übereinander, lästern übereinander, es bilden sich Grüppchen. Es wirkt fast lächerlich, aber auch dort versucht man sich eher mit den Problemen anderer zu beschäftigen, als das Kernproblem zu behandeln. Es ist für einen selbst eben einfacher. Für mich selber war dieses Verhalten damals extrem schwer zu verkraften, dass auch 50 jährige, die wegen Problemen dort sind, eher über andere lästern und sich wie Kleinkinder benahmen. Hat man nicht genug Sorgen, weshalb man in eine solche Klinik geht? Muss man sich zusätzliche Probleme schaffen?

Doch trotz, oder gerade weil es in dem Buch auch so abging, musste ich einfach sehr oft schmunzeln und es fesselte mich. Gruppentherapie mit Leuten, die einem unsympathisch sind durchzuführen, mit einem Therapeuten, der einem so gar nicht zusagt ist nicht einfach. Aber es steht jedem frei, seine Geschichte zu erzählen, oder nicht. Man ist nicht gezwungen, sein Leben vor Fremden auszubreiten, wenn man denjenigen nicht vertraut. Es sind die Einzeltherapien und der Umgang, den man in dieser Zeit pflegt, die einem helfen. Einen vielleicht zur Selbsterkenntnis weiter verhelfen. Nicht jeder Aufenthalt führt zum Ziel oder heilt jemanden. Doch wichtig ist, dass man überhaupt etwas von dem mitnimmt, was man dort über sich herausgefunden hat. Auch dies wird hier sehr schön deutlich gemacht. Man lernt mit anderen.

Dieses Buch wird aus Henriettes Sicht geschrieben, jedoch fühlte ich mich nicht allein in sie hineinversetzt. Dieses Buch verlief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich konnte mich in jede einzelne Person hineinversetzten. Alle Charaktere waren Klasse. So ein Gespann braucht jeder im Privaten Leben. Ich könnte mir das Buch gut als Film vorstellen und auch eine Fortsetzung würde ich sehr gerne lesen. Aber manchmal muss man ja auch aufhören, wenn es am besten ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt.