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Veröffentlicht am 26.02.2026

Liest sich leicht, obwohl es eigentlich schwere Kost ist

Salto
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Mit dem neuen Buch von Kurt Prödel habe ich genau ins Schwarze getroffen, den Roman mochte ich sehr gern. Ich LIEBE seinen Schreibstil.

"Salto" ist ein klassischer Coming-of-Age-Roman rund ums Erwachsenwerden ...

Mit dem neuen Buch von Kurt Prödel habe ich genau ins Schwarze getroffen, den Roman mochte ich sehr gern. Ich LIEBE seinen Schreibstil.

"Salto" ist ein klassischer Coming-of-Age-Roman rund ums Erwachsenwerden und die erste große Liebe. Auch Marko muss nach dem Abitur seinen Weg finden. Leider überschneidet er sich nicht mit dem seiner Jugendfreundin Claire. Um Medizin studieren zu können, muss er nach Ungarn gehen. Raus aus der grauen Platte. Arzt werden. Darauf hat er hingearbeitet. War Jahrgangsbester. Sein größter Wunsch. Oder doch nicht? Wer ist er eigentlich und wer will er werden? Claire dagegen möchte nach München. Nach dem Schulabschluss entfernen sich beide voneinander. Verlieren die Kontrolle über ihre Leben. Jeder auf seine Weise. Welche Stolpersteine die beiden überwinden müssen und wie ihr Leben weitergeht, erfahrt ihr im Roman.

Es geht um Abschied, Krankheiten, Scheitern... ein sehr melancholischer Roman. Und trotzdem hat er mich ins Herz getroffen. Mitten aus dem Leben. Liest sich leicht, obwohl es eigentlich schwere Kost ist.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Definitiv ein Geheimtipp

Aura
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Phia Quantius kennen einige vielleicht eher als Social Media-Persönlichkeit, Model oder Freundin von Malte Zierden. Ich war ehrlich gesagt zunächst skeptisch, als ich bei meiner Recherche für den Bibliotheksbestand ...

Phia Quantius kennen einige vielleicht eher als Social Media-Persönlichkeit, Model oder Freundin von Malte Zierden. Ich war ehrlich gesagt zunächst skeptisch, als ich bei meiner Recherche für den Bibliotheksbestand auf ihren Roman "Aura" gestoßen bin. Erst dachte ich, es sei ein Sachbuch, da ich um ihre Migräne und ihre (wichtige!) Aufklärungsarbeit zu dieser Krankheit wusste. Eins vorweg: Die Thematik spielt auch eine Rolle in ihrem Roman. Es handelt sich jedoch um eine fiktive Geschichte, die eine hochgradig toxische und manipulative Beziehung in den Mittelpunkt rückt. Inhalt und Thematik haben mich letztlich überzeugt und es wurde bestellt.

Es wird die Geschichte von Esme erzählt, die versucht Studium, Arbeit und ihren Alltag mit Hund und Migräne zu wuppen. Als sie Jasper kennenlernt, ändert sich ihr Leben schleichend, aber nachhaltig. Sie bemerkt die kleinen, feinen Manipulationen und Ungerechtigkeiten, wischt sie jedoch beiseite und wird immer abhängiger. Und erlebt zudem häusliche Gewalt.

Die Geschichte und Abhängigkeit baut sich langsam auf und wird sehr gut erzählt. Wer keine Berührungspunkte mit Narzissmus oder toxischen Beziehungen hatte, wird es spätestens beim Lesen zu 100 Prozent checken, wie das psychische Spielchen läuft. Und wer es kennt, wird oft vergleichen und sich zwischen Kopfnicken und Kopfschütteln kaum entscheiden können. Kurz vor Ende gibt es eine unvorhersehbare Wendung. Sie ist außergewöhnlich, aber gleichzeitig spannend und irgendwie neu und erfrischend.

Der Roman "Aura" ist definitiv ein Geheimtipp und wird leider kaum besprochen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Spannendes Leseerlebnis

Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
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Ich habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Fake" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei der ...

Ich habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Fake" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei der Recherche bin ich auf Strobel gestoßen. Dieser Psychothriller ist verdammt nah an der (technischen) Realität, was mich wieder einmal mehr zum Nachdenken gebracht hat.

Patrick wird von der Polizei verdächtigt, eine Frau misshandelt und entführt zu haben. Er beteuert seine Unschuld, jedoch tauchen nach und nach Hinweise, Zeugenaussagen und auch Videos auf, die genau das Gegenteil aussagen. Sind sie ein Fake? Wer sagt die Wahrheit? Patrick kommt in Haft und soll verurteilt werden.

Das Buch hat einen guten und überraschenden Plottwist. So spannend der Thriller auch war, das Ende war ich sage mal okej. Schmälert für mich jedoch nicht das hervorragende Leseerlebnis. Wir sollten die Errungenschaften und Vorteile zwar schätzen, jedoch unbedingt auch mit Vorsicht genießen. Sie können zu Waffen werden, wenn wir nicht achtgeben.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Spannender Thriller rund um technische Abhängigkeit, Manipulation und Intrigen

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Ich habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Die App" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei ...

Ich habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Die App" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei der Recherche bin ich auf Strobel gestoßen. Dieser Psychothriller ist verdammt nah an der (technischen) Realität, was mich wieder einmal mehr zum Nachdenken gebracht hat.

Hendriks Freundin Linda verschwindet spurlos. Die Polizei verdächtigt ihn, da alle Spuren zu ihm führen. Er ist verzweifelt und kann sich all diese Ungereimtheiten nicht erklären und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei rückt seine Smart-Home-App immer mehr in den Fokus. Jemand nutzt und manipuliert diese, um ihn als Täter darzustellen.

Das Buch hat einen guten und überraschenden Plottwist. So spannend der Thriller auch war, das Ende war ich sage mal okej. Schmälert für mich jedoch nicht das hervorragende Leseerlebnis. Arno Strobel hat es geschafft, eine richtig gute Geschichte rund um technische Abhängigkeit, Manipulation und Intrigen zu erschaffen. Wir sollten die Errungenschaften und Vorteile zwar schätzen, jedoch unbedingt auch mit Vorsicht genießen. Sie können zu Waffen werden, wenn wir nicht achtgeben.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Ich konnte es kaum aus der Hand legen

Sie kann dich hören
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Ich lese normalerweise keine Thriller. Ich wäre (vermutlich) auch nie auf die Idee gekommen, zu diesem Buch zu greifen, hätte ich nicht "The Housemaid" geschaut. Auch das war eher aus reiner Kinolust heraus ...

Ich lese normalerweise keine Thriller. Ich wäre (vermutlich) auch nie auf die Idee gekommen, zu diesem Buch zu greifen, hätte ich nicht "The Housemaid" geschaut. Auch das war eher aus reiner Kinolust heraus geboren. Und am Ende ein richtiger Volltreffer. Als ich dann mitbekam, dass es einen zweiten und dritten Teil gibt, war schnell klar: Die muss ich lesen. Zudem hatte ich vorher schon festgestellt, dass die Bücher von Freida McFadden bei uns in der Bibliothek wie warme Semmeln über die Ausleihtheke gehen. Zu Recht. Ich bin jetzt auch voll im (PsychThriller-Game.

Im zweiten Teil der Housemaid-Reihe steht wieder Millie im Mittelpunkt. Einige Jahre sind vergangen, sie macht eine Ausbildung, hat einen Freund und ihre Vergangenheit steht ihr immer noch im Weg. Dennoch bekommt sie einen Job als Haushälterin angeboten und arbeitet fortan bei Douglas und Wendy. Nur so kann sie sich über Wasser halten. Doch Millie merkt recht schnell, dass etwas nicht stimmt und Wendy ihre Hilfe braucht. Und dann nimmt alles seinen Lauf...

Ich mochte sowohl beim Kinofilm als auch beim zweiten Buch diesen krassen Plottwist. Ich saß mit offenem Mund im Kino. Gut, nun weiß ich ein wenig, wie der Hase läuft, und dennoch überraschen mich die Wendungen immer sehr. Auch die Story von "Sie kann dich hören" ist psychologisch clever gemacht. Ich mag zudem, dass nach dem Plottwist plötzlich auch ein zweiter Protagonist zu Wort kommt und aus dieser Perspektive berichtet wird. So spinnt sich nach und nach ein völlig neues Bild. Wem kann man eigentlich trauen und wer spielt hier ein falsches Spiel?

Spannend bis zum Schluss. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen und habe es quasi weggeatmet. "Nur noch ein Kapitel..." Hmmmm 😉 Klar, hätte ich Millie am liebsten manchmal geschüttelt, weil ich dachte: Warum tust du das? Aber ja, es ist eben eine fiktive Geschichte und Mut oder Leichtsinn einfach Teil der Thriller-Welt.

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