Gelungener Abschluss
The Lovely Side of DeathGanz ohne ihre Erinnerungen findet Dee sich plötzlich in der Unterwelt wieder. Während sie lernt, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, sorgt sie gleichzeitig für jede Menge Chaos. Doch während sie ...
Ganz ohne ihre Erinnerungen findet Dee sich plötzlich in der Unterwelt wieder. Während sie lernt, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, sorgt sie gleichzeitig für jede Menge Chaos. Doch während sie sich Stück für Stück an ihre Vergangenheit erinnert, verliert Ydril immer mehr sein Gedächtnis. Damit droht er nicht nur Dee zu vergessen, sondern auch seinen Plan, ihr bei der Erfüllung ihrer Bestimmung zu helfen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem Dee schon bald merkt, dass es noch andere Optionen gibt als ihre Rückkehr ins Witch Way.
Nachdem ich vom ersten Teil bereits absolut begeistert war, war ich natürlich umso neugieriger, was die Autorin sich für die Fortsetzung überlegt hat. Auch dieses Mal hat es der packende Schreibstil geschafft, mich sofort mitten ins Geschehen zu ziehen. Obwohl Dee zunächst keine Erinnerungen an ihr früheres Leben hat, hat sich ihre quirlige, leicht chaotische Art kein Stück verändert. Nach wie vor lässt sie sich davon jedoch nicht unterkriegen und wächst im Verlauf der Geschichte immer weiter über sich hinaus. Es ist schön zu beobachten, wie sie nach und nach erkennt, worin ihre wahre Bestimmung liegt, und beginnt, darin aufzugehen. Auch ihre Beziehung zu Ydril bleibt spannend. Obwohl sich die meiste Zeit einer von beiden nicht an den anderen erinnert, ist die Anziehungskraft zwischen ihnen konstant spürbar und man merkt beim Lesen deutlich, wie stark die Verbindung ist. Während Dee zunehmend selbstbewusster wird, zeigt Ydril sich von seiner sanften Seite, was es leicht macht, sich in ihn hineinzuversetzen. Ergänzt wird das Ganze durch eine spannende Handlung mit mehreren unerwarteten Wendungen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich dieses Mal stellenweise Schwierigkeiten hatte, alle Zusammenhänge vollständig nachzuvollziehen und zu verstehen, warum bestimmte Ereignisse genau so eintreten mussten. Ich habe daher irgendwann einfach darauf vertraut, dass die Figuren wissen, was sie tun.
Obwohl ich mit der Logik stellenweise meine Schwierigkeiten hatte (lag vielleicht auch nur an mir), war es ein absolut gelungener Abschluss, der von mir 4,5 Sterne bekommt.