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Veröffentlicht am 27.04.2026

Hinter der perfekten Fassade

Goldcrest Manor - Silken Waters
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Ihr ganzes Leben lang hat Brooke sich nach den Wünschen ihres Vaters gerichtet. Doch jetzt beschließt sie, endlich ihre eigenen Träume zu verfolgen. Als ihr Vater sie daraufhin vor die Tür setzt, zieht ...

Ihr ganzes Leben lang hat Brooke sich nach den Wünschen ihres Vaters gerichtet. Doch jetzt beschließt sie, endlich ihre eigenen Träume zu verfolgen. Als ihr Vater sie daraufhin vor die Tür setzt, zieht sie mitsamt ihren Polo-Ponys bei ihrer besten Freundin Maeve auf Goldcrest Manor ein. Dort setzt sie alles daran, ihre Fähigkeiten im Polo zu verbessern, um gemeinsam mit ihrem Team erfolgreich zu sein und es gleichzeitig ihrem Vater zu beweisen. Das bedeutet allerdings, dass sie eng mit Desmond zusammenarbeiten muss. Er ist nicht nur Teil ihres Teams, sondern auch der Junge, der ihr in der Schule das Leben schwer gemacht hat. Brooke ist jedoch bereit, ihm eine zweite Chance zu geben, und merkt schnell, dass er in Wahrheit ganz anders ist als sie geahnt hatte.

Nachdem ich bereits ein großer Fan des ersten Teils war, war mir sofort klar, dass ich auch Brookes und Desmonds Geschichte lesen muss. Mit ihrem angenehmen Schreibstil konnte die Autorin mich von Anfang an abholen. Das Setting war wieder ein absoluter Traum, und ich verstehe gut, warum es Brooke auf Goldcrest Manor so gut gefällt. Mit Brooke ist der Autorin außerdem ein faszinierender, vielschichtiger Charakter gelungen, in den man sich gut hineinversetzen kann. Nach außen wirkt ihr Leben perfekt, doch man merkt schnell, dass auch sie mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat. Es war schön zu sehen, wie sie Schritt für Schritt herausgefunden hat, was sie wirklich vom Leben möchte, und wie bereit sie war, den bequemen Weg zu verlassen, um ihre Träume zu verfolgen. Desmond hingegen war mir anfangs noch etwas unsympathisch. Schnell zeigte sich jedoch, dass in ihm ein toller Kerl steckt. Vor allem gegenüber Brooke offenbart er eine verständnisvolle und umsichtige Seite, die genau das ist, was sie in diesem Moment braucht. Etwas schwer fiel es mir allerdings nachzuvollziehen, warum er so lange die Arbeit seines Vaters weitergeführt hat, obwohl sie ihn so gar nicht erfüllt. Auch er scheint im Verlauf der Geschichte bereit zu sein, seinen eigenen Weg zu gehen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass sich derselbe Konflikt mitunter zu oft wiederholt, nur um am Ende sehr schnell aufgelöst zu werden.

Eine charmante Fortsetzung mit einem traumhaften Setting und zwei sympathischen Charakteren, die beide lernen müssen, ihren eigenen Weg zu gehen, auch wenn das sich wiederholende Hin und Her der beiden gegen Ende etwas abrupt aufgelöst wird.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Hinter der Maske

Hunters: Monster King | Aufwendig gestaltete Ausgabe mit Farbschnitt
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Nach außen ist Ariena die perfekte, unauffällige Stieftochter des Dekans. Doch wer hinter ihre Fassade blickt, erkennt schnell, dass sie damit vor allem ihre eigene Vergangenheit zu bewältigen versucht. ...

Nach außen ist Ariena die perfekte, unauffällige Stieftochter des Dekans. Doch wer hinter ihre Fassade blickt, erkennt schnell, dass sie damit vor allem ihre eigene Vergangenheit zu bewältigen versucht. Um nach den jüngsten Ereignissen näher bei ihrer Familie zu sein, absolviert sie nun ein Praktikum am Payton College, sehr zum Missfallen von Silver. Ihm wäre es am liebsten, wenn Ariena so schnell wie möglich wieder an ihrer eigenen Universität wäre. Doch er hat ihre Hartnäckigkeit unterschätzt und ihr Interesse daran, hinter seine Maske zu blicken.

Nachdem ich bereits die ersten beiden Teile gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf Silvers Geschichte. Auch dieses Mal konnte mich die Autorin mit ihrem angenehmen Schreibstil direkt abholen. Auf den ersten Blick scheint er das genaue Gegenteil seines Bruders zu sein, doch je besser man ihn kennenlernt, desto deutlicher wird, dass er tief in seinem Inneren weit fürsorglicher ist, als man zunächst vermuten würde. Er betont zwar stets, Ariena so schnell wie möglich loswerden zu wollen, aber für jemanden, dem sie angeblich so gleichgültig ist, denkt er verdammt oft an sie. Ariena hingegen geht mit ihrer Vergangenheit ganz anders um. Sie versucht schlicht, ein möglichst normales Leben zu führen, und ist dabei von Silvers geheimnisvoller Art völlig fasziniert. Trotz ihrer gegensätzlichen Persönlichkeiten passen die beiden in meinen Augen wunderbar zusammen. Sie ergänzen sich und können beide zumindest erahnen, was der andere bisher durchgemacht hat. Dazu kommt eine spannende Handlung mit einer ordentlichen Portion Suspense, die beim Lesen keine Langeweile aufkommen lässt. Einzig der Handlungsstrang rund um Silver und sein ungeborenes Kind hätte es für mich persönlich nicht gebraucht.

Eine spannende Geschichte, die sich gut in die Reihe einfügt und die von mir 4 Sterne bekommt.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Was nach zwanzig Jahren bleibt

Der Sommer, der uns blieb
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Gemeinsam sind die drei Jugendlichen Britta, Pia und Martin in einer kleinen Stadt mitten in Deutschland aufgewachsen. Sie sind zusammen erwachsen geworden und hatten eine unbeschwerte Kindheit voller ...

Gemeinsam sind die drei Jugendlichen Britta, Pia und Martin in einer kleinen Stadt mitten in Deutschland aufgewachsen. Sie sind zusammen erwachsen geworden und hatten eine unbeschwerte Kindheit voller Freundschaft und Leichtigkeit. Doch mit den ersten aufkommenden Gefühlen verändert sich alles, bis Pia eines Sommers plötzlich verschwindet. Inzwischen sind zwanzig Jahre vergangen, und zum ersten Mal treffen alle drei wieder am selben Ort aufeinander. Werden sie einen Weg finden, sich endlich die Wahrheit zu sagen und ihre Freundschaft zu retten?

Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin bin ich gut in die Geschichte gestartet. Auch die unterschiedlichen Charaktere fand ich anfangs durchaus spannend. Im Verlauf hat sich dieser Eindruck jedoch etwas relativiert. Die Erzählweise der einzelnen Perspektiven wirkt stellenweise zu einheitlich, sodass es beim Lesen nicht immer leichtfällt, die Figuren klar voneinander zu unterscheiden. Gerade weil sie eigentlich sehr unterschiedlich sind und sich in zwanzig Jahren weiterentwickelt haben sollten, hätte ich mir hier mehr Individualität und Tiefe gewünscht. Insgesamt ist es eine nette Geschichte, die sich gut lesen lässt, aber recht vorhersehbar bleibt. Die Spannung ist zu Beginn noch vorhanden, nimmt im weiteren Verlauf jedoch immer mehr ab. Vor allem das “große” Geheimnis ist dem Leser schon recht früh klar, wodurch man eigentlich nur darauf wartet, dass Martin und Pia sich endlich aussprechen.

Eine solide, aber wenig überraschende Geschichte, der es vor allem an klar unterscheidbaren Charakteren und anhaltender Spannung fehlt.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Toxisch von Anfang bis Ende

Fuck you, Love
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Floyd hat sich in seinem bisherigen Leben immer alles bekommen, was er wollte, und auch um Geld musste er sich nie Gedanken machen. Nach einer durchzechten Party kann er sich plötzlich an kaum etwas erinnern, ...

Floyd hat sich in seinem bisherigen Leben immer alles bekommen, was er wollte, und auch um Geld musste er sich nie Gedanken machen. Nach einer durchzechten Party kann er sich plötzlich an kaum etwas erinnern, ihm ist nur klar, dass an diesem Abend etwas schrecklich schiefgelaufen sein muss. Die Einzige, die Licht ins Dunkle bringen könnte, ist Storm. Doch sie ist so ganz anders als Floyd und passt überhaupt nicht zu seinem perfekten Leben.

Nachdem mir die letzte Reihe der Autorin so gut gefallen hat, war ich neugierig, was mich dieses Mal erwartet. Allerdings muss ich leider zugeben, dass mich diese Geschichte überhaupt nicht überzeugen konnte. Das liegt vor allem an den beiden Protagonisten. Beide sind einfach nur problematisch und sollten sich dringend einer Therapie unterziehen. Entsprechend wirkt auch die Beziehung zwischen ihnen durchgehend toxisch, sodass man beim Lesen eher das Gefühl hat, Abstand nehmen zu wollen. Floyd ist das klassische Rich Kid, das sich um nichts im Leben sorgt und von einer Party zur nächsten lebt. Als er Storm kennenlernt, gibt es für ihn plötzlich nichts anderes mehr. Gleichzeitig hat er ein absolut gestörtes Verhältnis zu seinen Eltern und benimmt sich die meiste Zeit arrogant und überheblich. Immer wieder zeigt er sich zudem extrem eifersüchtig und teilweise auch gewaltbereit. Dazu kommt, dass er überhaupt nicht merkt, was direkt vor seinen Augen passiert. Während dem Leser eigentlich schnell klar ist, was an diesem verhängnisvollen Abend vorgefallen ist, hat er es selbst bis zum Ende noch nicht begriffen. Auch Storm war mir von Anfang an unsympathisch. Ich kann verstehen, dass sie im Leben viel durchgemacht hat, aber das rechtfertigt ihr Verhalten für mich trotzdem nicht. Es wirkt oft so, als wäre ihr einziges Ziel, möglichst oft anzuecken und sich daneben zu benehmen. Umso weniger nachvollziehbar ist es für mich, dass sie sich trotz allem auf Floyd einlässt. Ich hatte wirklich gehofft, dass sich die beiden im Verlauf der Geschichte weiterentwickeln, aber das war leider nicht der Fall. In meinen Augen hätten die beiden niemals ein Paar werden sollen, und genau dieses Gefühl zieht sich auch durch das gesamte Buch.

Alles in allem kann ich das Buch definitiv nicht weiterempfehlen. Die 1,5 Sterne sind hier schon nett gemeint.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Wenn die Charaktere nicht überzeugen

Hold me in Summer. Eine berry kissed Romance
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Eigentlich lebt Archer seinen persönlichen Traum als Starkoch in Paris, als ihn ein Schicksalsschlag nach Dream Harbor bringt. Er erfährt nicht nur, dass er eine kleine Tochter hat, sondern auch, dass ...

Eigentlich lebt Archer seinen persönlichen Traum als Starkoch in Paris, als ihn ein Schicksalsschlag nach Dream Harbor bringt. Er erfährt nicht nur, dass er eine kleine Tochter hat, sondern auch, dass ihre Mutter verstorben ist und er ab sofort für die kleine Olive verantwortlich ist. Statt Sterneküche versucht er nun, das heruntergekommene Diner wieder auf Vordermann zu bringen. Um Arbeit und seine Tochter unter einen Hut zu bekommen, beschließt er, eine Nanny einzustellen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass Iris nicht nur seiner Tochter, sondern auch ihm den Kopf verdreht.
Nachdem ich von den letzten Teilen nur bedingt begeistert war, war ich relativ skeptisch, wie mir diese Geschichte gefallen würde. Der Single-Dad-x-Nanny-Trope gehört sowieso nicht unbedingt zu meinen Favoriten, aber hier fand ich die Umsetzung noch einmal deutlich schwächer. Archer und Iris wirken auf mich wie zwei hormongesteuerte Teenager, die sich absolut nicht im Griff haben. Beide finden sich gegenseitig attraktiv, aber was sie sonst noch aneinander mögen, bleibt für mich bis zum Schluss ein Rätsel. Das hält sie aber nicht davon ab, sich quasi die ganze Zeit zu bespringen. Eigentlich soll Archer sich um seine Tochter bemühen, aber jedes Mal denkt er zuerst an die Nanny, bevor er auch nur einen Gedanken an Olive verschwendet. Dazu ist er vollkommen überheblich und selbstüberzeugt, was ihn nicht gerade sympathisch macht. Außerdem fand ich es äußerst seltsam, dass der Tod von Olives Mutter so eine kleine Rolle spielt. Zwar wird es ab und zu erwähnt, aber ich hätte erwartet, dass das für ein Kind in ihrem Alter eine deutlich größere Bedeutung hat. Auch mit Iris bin ich nicht wirklich warm geworden und als dann noch der Pregnancy-Trope auftaucht, war es für mich endgültig vorbei. Wie kann sie bewusst auf ein Kondom verzichten, wenn ihr doch absolut klar ist, dass sie es nicht schafft, ihre Pille regelmäßig einzunehmen? Und statt dann ehrlich mit Archer zu sprechen, haut sie einfach ab. Das zeigt für mich noch einmal deutlich, wie unreif Iris wirklich ist, falls einem das nicht schon vorher bewusst war. Ich habe keine Ahnung, wie diese Frau nicht nur für ein, sondern gleich für zwei Kinder verantwortlich sein soll. Das Einzige, was mich an dieser Geschichte wirklich überzeugen konnte, war das Setting und die zahlreichen amüsanten Nebencharaktere inklusive Olive, die für ein Kind eigentlich ganz süß war. Das reicht für mich aber einfach nicht aus, um die Geschichte als Ganzes zu mögen.
Leider konnte mich diese Geschichte absolut nicht überzeugen und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich den Rest der Reihe überhaupt noch lesen werde.

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