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Veröffentlicht am 29.05.2019

Wolfsschlucht

Wolfsschlucht
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Während eines Saufgelages entscheiden die Trinkkumpanen von Florian Scheffler, dass dieser nie etwas Lustiges oder Spannendes zu erzählen hat. Deshalb beschließen sie, dem ziemlich betrunkenen Florian ...

Während eines Saufgelages entscheiden die Trinkkumpanen von Florian Scheffler, dass dieser nie etwas Lustiges oder Spannendes zu erzählen hat. Deshalb beschließen sie, dem ziemlich betrunkenen Florian Scheffler eine Lektion zu erteilen. Sie setzten ihn in sein Auto, das sie auf eine Sandbank in der Mangfall stellen. Am nächsten Tag meldet sich die Ehefrau bei der Polizei, dass ihr Florian nicht nach Hause gekommen sei. Die Polizei findet Schefflers Leiche, doch er ist nicht ertrunken, sondern wurde erschossen.
Zeitgleich wird Bianca Stein als vermisst gemeldet. Nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Vater ist sie nicht mehr auffindbar. Kurios dabei ist, dass der Vater von Frau Stein kein Interesse daran zeigt, das Verschwinden seiner Tochter aufzuklären. Als dann auch noch Bianca Steins Auto gefunden wird, wird das Verschwinden immer mysteriöser.
Die Kommissare Wallner und Kreuthner ermitteln in den beiden Fällen. Schon bald wird klar, dass hier ein Zusammenhang besteht.

Dies ist mein erster Roman aus der Reihe. Zu Beginn tat ich mit der landestypischen Aussprache etwas schwer, was sich aber schnell legt. Alleine Konversation zwischen Wallner und seinem Großvater finde ich herrlich. So richtig etwas zum schmunzeln. Die Charaktere sind sehr stark, Wallner scheint als Chef akzeptiert. Sein Wort zählt, da gibt es keine Einwände der anderen Ermittler. Aber trotzdem herrscht eine lockere Atmosphäre zwischen den Kollegen.
Fazit:
Ein guter Krimi mit vielen Facetten.

Veröffentlicht am 25.05.2019

Langatmig

Schmetterling im Sturm
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Die afghanische Journalistin und Kampfsportlerin Farah Hafiz verletzt in einem Kamp ihre Gegnerin so stark, dass diese im Krankenhaus landet. Als sie ihre Gegnerin im Krankenhaus besuchen will, ist sie ...

Die afghanische Journalistin und Kampfsportlerin Farah Hafiz verletzt in einem Kamp ihre Gegnerin so stark, dass diese im Krankenhaus landet. Als sie ihre Gegnerin im Krankenhaus besuchen will, ist sie dabei, als ein kleiner Junge schwer verletzt in Mädchenkleidung eingeliefert wird. Für sie ist sofort ein Zusammenhang mit einem alten afghanischen Ritual erkennbar. Farah ist schockiert, sie bleibt bei dem Jungen und übersetzt für ihn, da er die niederländische Sprache nicht beherrscht.
Zeitgleich wird die Geschichte aufgewertet mit den Kriminalpolizisten Joshua Calvino und Diba. Die Zusammenarbeit der Beiden, scheint nicht immer einfach. Calvino ist der ruhigere Stratege von Beiden und rettet Diba sehr oft aus seinen vorschnellen Handlungen.
Zwischen Calvino und Farah entwickelt sich sehr schnell eine Bindung, was der Geschichte den nötigen Anreiz liefert.
Mein Fazit
Die Geschichte ist interessant und auch packend, aber recht langatmig. Die inneren Dialoge der Charaktere bauen die aufgebaute Spannung wieder ab, so dass ich nicht richtig in das Geschehen eintauchen konnte.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Familienbündnisse

Sommerzauber auf der kleinen Insel
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Als Single ist Britta Hoffman mit ihrem Leben rundherum zufrieden. Sie arbeitet mit vollem Herzen in Frankfurt in einer Touristik Agentur. Die Arbeit macht ihr Spaß und das spiegelt sich auch in ihren ...

Als Single ist Britta Hoffman mit ihrem Leben rundherum zufrieden. Sie arbeitet mit vollem Herzen in Frankfurt in einer Touristik Agentur. Die Arbeit macht ihr Spaß und das spiegelt sich auch in ihren Projekten wider. Ihr Chef überlegt da nicht lange und überträgt ihr die Projektleitung für ein Feriendorf in Dänemark.
Voller Enthusiasmus macht sich Britta mit ihrem quengeligen Kollegen Daniel auf nach Dänemark, um eine Woche vor Ort zu sein.
Hier ist sie ein wenig überrascht, wie freundlich die Menschen sind. Durch ihren Urlaub in den vergangenen Jahren in Dänemark, ist ihr das nicht unbekannt. Trotzdem schauen ihr die Inselbewohner ein wenig irritiert hinterher. Für Britta wird nach einer gewissen Zeit klar, dass ihre Mutter ihr, in Bezug auf ihre Familie nicht die Wahrheit gesagt hat. Und plötzlich sieht sich Britta einer kompletten dänischen Familie gegenüber.
Auch die Projektleitung erweist sich als ein wenig holperig, als der Auftraggeber direkt vor Ort auftaucht.
Aber Britta lässt sich weder von ihrem Kollegen noch von der plötzlichen Familie aus der Ruhe bringen und findet sogar noch ihr Glück.
Der Roman ist eine herrliche Urlaubslektüre, die in einem Rutsch durchgelesen werden kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.05.2019

Ostseeangst

Ostseeangst
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Ostseeangst ist der vierte Kriminalroman mit der Kommissarin Pia Korittki. Nach dem Tod von Pias Freund Lars stürzt sich Pia in die Arbeit, um den schmerzlichen plötzlichen Verlust zu verarbeiten.
Die ...

Ostseeangst ist der vierte Kriminalroman mit der Kommissarin Pia Korittki. Nach dem Tod von Pias Freund Lars stürzt sich Pia in die Arbeit, um den schmerzlichen plötzlichen Verlust zu verarbeiten.
Die Betreuerin Becca Merthien ist mit ihren Schützlingen auf einer Kajaktour, als sie bei einer Pause eine abgetrennte Hand finden. Die Identität der Hand kann nicht geklärt werden. Als dann Becca Merthien einfach verschwindet und die ihr anvertrauten Jugendlichen alleine lässt, wird der Fall immer mysteriöser. Nach und nach decken Pia und ihre Kollegen ein Familiengeheimnis auf. Dabei bekommen Sie Hilfe vom LKA, dem Pia unbeabsichtigt mit einer Aktion in die Quere gekommen ist. Gemeinsam mit den Kollegen des LKA wird nun auf Hochtouren ermittelt.

Pia wirkt ein bisschen in sich gekehrt, was nach so einem Verlust auch nicht verwunderlich ist. Es ist schön zu lesen, wie sie mit ihrem Alltag weitermacht und das Leben mit ihrem kleinen Sohn geniest. Auch der Kontakt zu Hinnerk , Felix Vater, scheint wieder in ruhigeren Bahnen zu verlaufen.
Der Kontakt zum LKA scheint Pia auch gut zu tun.
Der Krimi ist wie immer gut zu lesen und nimmt den Leser von der erste Seite an gefangen. Absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 27.04.2019

Wahnsinn überdauert Jahre

Der Totensucher
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Adrian Speer muss am Telefon miterleben, wie seine kleine Tochter Lucy entführt wird und er kann nichts tun. Seine Ehe ist an diesem Ereignis gescheitert. Aber auch noch 2 Jahre nach der Entführung gibt ...

Adrian Speer muss am Telefon miterleben, wie seine kleine Tochter Lucy entführt wird und er kann nichts tun. Seine Ehe ist an diesem Ereignis gescheitert. Aber auch noch 2 Jahre nach der Entführung gibt Adrian die Suche nach seiner Tochter nicht auf. Nach einer kurzen Auszeit wird er von der Drogenfahndung zur Mordkommission überstellt.
Zusammen mit seinem neuen Kollegen Bogner haben sie es gleich mit einem Serienmörder zu tun, der seine Opfer grausam demütigt und ermordet. Die beiden Ermittler tappen einige Zeit im Dunkeln und überprüfen jede Spur. Doch schon am nächsten Tag schlägt der Täter erneut zu. Und er scheint nur auf Adrian gewartet zu haben.
Adrian selber ist ein ruhiger Ermittler, der erst nachdenkt bevor er den Mund auf macht, Bogner hingegen trägt das Herz auf der Zunge. Beide zusammen ergeben ein perfektes Team und ergänzen sich super. Mit dem fortschreitenden Fall ist es aber bald mit Adrians Ruhe vorbei, als er auf dem Handy des Toten ein Foto seiner Tochter entdeckt.

Ich will mir nicht vorstellen, wie schwer es sein muss, mitanzuhören wie das eigene Kind entführt wird. Diese Machtlosigkeit muss einen schier wahnsinnig machen. Ich find die Charaktere der Hauptakteure super gewählt. Und auch das Cover bereitet mir schon eine Gänsehaut. Der Thriller hat mich sofort mit seinem Prolog in seinen Bann gezogen. Die Handlung zeigt immer neue Ermittlungswege die den Fall schier ausweglos erscheinen lassen, aber nie langweilig. Die war der erste Band um Kommissar Adrian Speer und ich hoffe doch sehr auf einen 2. Band.
Fazit:
Ein toller Thriller mit Gänsehaut Garantie, absolut empfehlenswert!