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Veröffentlicht am 13.08.2021

Sehr humorvoller Abschluss der Rügen-Reihe

Ostseefunkeln
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Laura ist Anwältin in Frankfurt und auf einer Hochzeit auf Rügen eingeladen. Dummerweise erwischt sie dort in ihrem Hotelzimmer ihre Chefin (und gleichzeitig die Braut) mit ihrem Freund beim Sex. In Laura ...

Laura ist Anwältin in Frankfurt und auf einer Hochzeit auf Rügen eingeladen. Dummerweise erwischt sie dort in ihrem Hotelzimmer ihre Chefin (und gleichzeitig die Braut) mit ihrem Freund beim Sex. In Laura brennen die Sicherungen durch und so kommt es, das sie wenig später auf dem Polizeirevier zu Gast ist.

Die weitere Handlung dreht sich dann vor allem um den Tierarzt Alexander, die Hündin Bonnie, die die Nachtruhe ihrer Tante Gerti stört und um die sich Laura künftig kümmern will. Da ist Alexander aber anderer Meinung.

Das Buch ist unterhaltsam und humorvoll geschrieben („Da hat mich eine Biene gestochen, die ist vermutlich sauer geworden, weil ich meinen Bienenstich nicht mit ihr teilen wollte“). Nebenbei erfährt man einiges über Tiere wie Hunde, Katzen, Pferde und Anwälte / rechtliche Themen. Die Kapitel beginnen mit Gesetzestexten, wobei es nicht alles Offizielle sind. Vieles ist aus „Lauras Gesetzbuch des Lebens“ und somit eher Alltags-Erfahrungen.

Kurz traurig wird es einmal, als ein Hund eingeschläfert werden muss. Das gehört zum Leben eines Tierarztes halt mal dazu. Interessant war Lauras Erklärung, warum sie beim Film „Titanic“ nicht weinen kann sondern eher der Meinung ist, dass einen der Regisseur für dumm verkauft.

Etwas gestört hat mich, dass die eingangs erwähnte Handlung im Prolog stattfindet, die Handlung dann etwas zurück springt und dann nach dem Prolog wieder einsetzt. Dies hätte man in chronologischer Reihenfolge schreiben können. Ansonsten war es mal wieder ein sehr gutes Buch und leider der letzte Teil der Rügen-Reihe. Aber auf den neuen Handlungsort bin ich auch schon gespannt.

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Veröffentlicht am 08.08.2021

Sehr gutes Buch, nur das mit nach dem Handy trocknen fand ich nicht gut

Leuchtturmträume
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Als ich die Inhaltsbeschreibung gelesen habe, das Anneke eine Hoteltesterin ist, habe ich zuerst an eine andere Handlung gedacht. Sie checkt ein, gibt sich nicht zu erkennen und ist dann völlig überrascht, ...

Als ich die Inhaltsbeschreibung gelesen habe, das Anneke eine Hoteltesterin ist, habe ich zuerst an eine andere Handlung gedacht. Sie checkt ein, gibt sich nicht zu erkennen und ist dann völlig überrascht, dass ihr Ex-Freund Raik das Hotel leitet. Letzeres war ja auch so, nur dass sie nicht nach Schwachstellen suchen soll – sondern für ihren Arbeitgeber prüfen, ob das Hotel zu der Romantik-Reihe passt. Zusätzlich soll sie in St. Peter Ording die romantischten Orte der Küste aufspüren und besuchen.

Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben, auch wenn es immer wieder in Rückerinnerungen etwas bedrückend wird. Annekes Bruder Aaron ist nämlich im Meer ums Leben gekommen. Sie gibt sich mit Schuld dafür und auch ihrem Ex-Freund Raik. Kann Anneke ihre Albträume los werden und Raik, den sie danach einfach verlassen hat, eine neue Chance geben?

Was mich einmal kurz gestört hat: Nach einem Strandspaziergang, wo Anneke von der Flut überrascht wird, ist ihr Handy nass. Für mich kommt es so rüber, als ob sie es im Hotel mit einem Handtuch trocknet und dann gleich ans Stromnetz zum wieder aufladen anschließt. Solch ein Vorgehen ist in meinen Augen gefährlich.

Am Ende des Buches gibt es einen kleinen Guide für St. Peter Ording. Da geht es z. B. um Bernsteinmassage, die Düne Maleens Knoll, eine Auszeit im Strandkorb, Drachen steigen lassen und die Seebrücke. Ebenso gibt es ein Rezept für eine Champagnertorte.

Obwohl im Dank (datiert auf Januar 2021) auf Corona Bezug genommen wird („Ich träume von dem Tag, an dem wir alle wieder unbeschwerte Zeit in St. Peter Ording erleben werden“) kommt das Buch ohne das Virus aus. Maske und Abstand passen ja auch nicht so ganz zu einem Roman, der einen entspannen soll Und obwohl ich (in Bayern zu Hause) eher der Allgäu-Urlauber bin, konnte ich mir beim Lesen öfters das Meeresrauschen bildlich vorstellen.

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Eine wahre Geschichte über eine wohl außergewöhnliche Katze

Und dann kam Billy
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Dieses Buch einer Mutter ist eine wahre Geschichte über eine wohl außergewöhnliche Katze – die instinktiv spürt, wann sie beruhigend auf Fraser einwirken muss und nicht wie der alte Kater Toby eher die ...

Dieses Buch einer Mutter ist eine wahre Geschichte über eine wohl außergewöhnliche Katze – die instinktiv spürt, wann sie beruhigend auf Fraser einwirken muss und nicht wie der alte Kater Toby eher die Flucht vor ihm ergreift.

Allerdings spielt der Kater nicht die Hauptrolle, es dreht sich viel um die Familie Booth. Und da vor allem um den autistischen Jungen Fraser, der zudem noch eine Muskelschwäche hat und zu Tobsuchtsanfällen neigt.

Es ist schon erstaunlich. Anhand von Fotos kann Fraser, noch ohne die Katzen zu kennen, Unterschiede zu den beiden aufzeigen. Seine Mutter nicht. Billy hilft Fraser auf seine Art, stiller zu werden bzw. Treppen steigen zu können.

Es gibt auch einige Rückblenden auf die Zeit vor Billy, z. B. auch auf die Schwangerschaft mit Fraser und dessen Geburt, was allerdings für besseres Verständnis sorgt. Das Buch gibt auch einen Einblick in die Krankheit Autismus, allerdings eher so nebenbei. Also kein Buch über eine Krankheit, sondern ein Buch das für Nicht-Betroffene trotzdem teils unterhaltsam, teils mitfiebernd zu lesen ist (auch wenn es keine allzu leichte Kost wie z. B. ein lustiger Roman ist). Und ein Buch für andere Betroffene, dessen Frasers Geschichte Mut machen soll.

In der Mitte gibt es einige Fotos.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Kleines Büchlein, mal lustig, mal zum nachdenken anregend

Die Tage, die ich mit Gott verbrachte
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Das kleine Büchlein ist eine Art Fantasy-Geschichte, mal etwas lustig, mal etwas nachdenklich. Das mit dem Spiegelbild habe ich selbst schon erlebt – im Winter in der Straßenbahn sieht man in der Scheibe ...

Das kleine Büchlein ist eine Art Fantasy-Geschichte, mal etwas lustig, mal etwas nachdenklich. Das mit dem Spiegelbild habe ich selbst schon erlebt – im Winter in der Straßenbahn sieht man in der Scheibe was anderes als im Sommer. Die Symmetrie des Schmetterlings, darüber lohnt es sich nachzudenken, auch ein rauschender Wasserfall kann einen erfreuen und Glücks-Gefühle auslösen. Und Regen empfinden wir ja eher als lästig, Schnee aber auch mal als etwas schönes. Dabei ist Schnee nichts anderes als Regen bei Minusgraden.

Während mir das Buch gut gefällt, trifft dies auf das Cover überhaupt nicht zu. Vor allem der rauchende Hund, dem eine Katze die Zigarette ansteckt, gefällt mir (als Nichtraucher) überhaupt nicht. Da mögen die Schatten der Tiere noch so perfekt sichtbar sein, auf die Zigarette hätte man verzichten können.

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Mal mehr, mal weniger gut

Das Leben ist zu bunt für graue Tage
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In dem Buch geht es um die Bewohner eines Hauses in Paris. Um die Cousins Max und Raphael und ihre Mitbewohner Eva und Louise sowie Nachbarin Cecile. Max ist hyperaktiv, immer in Bewegung und von Beruf ...

In dem Buch geht es um die Bewohner eines Hauses in Paris. Um die Cousins Max und Raphael und ihre Mitbewohner Eva und Louise sowie Nachbarin Cecile. Max ist hyperaktiv, immer in Bewegung und von Beruf Bühnenbildner. Raphael ist Restaurator und ein eher stiller Zeitgenosse. Louise ist Tänzerin und Eva eine Kundin von Raphael, die plötzlich mit in die Wohnung einzieht, weil sie weg von ihrem Mann muss. Cecile ist Uni-Professorin und hat eine Schwäche für Alkohol.

Das Buch ließ sich mal mehr, mal weniger flüssig lesen. Stellenweise kam mir die Handlung langweilig vor, dann wollte man das Buch seitenweise gar nicht mehr weglegen. Alles in allem hat es mir mal mehr, mal weniger gefallen. Da das Buch ein kleines Format hat und auch nur 207 Seiten dick ist, war es binnen zwei Tagen ausgelesen.

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