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Veröffentlicht am 25.10.2024

Kein Volltreffer, aber ich sehe den Reiz der Geschichte

A Song to Drown Rivers
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“A Song to Drown Rivers” fängt sehr stark an. Tolles Setting, toller und sehr einladender Schreibstil. Auch das Ende und wunderschön tragisch. Sehr emotional. Ganz toll geschrieben. Es sollte eigentlich ...

“A Song to Drown Rivers” fängt sehr stark an. Tolles Setting, toller und sehr einladender Schreibstil. Auch das Ende und wunderschön tragisch. Sehr emotional. Ganz toll geschrieben. Es sollte eigentlich selbstredend sein, dass ich das ein oder andere Tränchen am Ende vergossen habe.
Der Mittelteil allerdings war etwas schwierig für mich.

Die Geschichte wird komplett aus Xishis Sicht erzählt, was ich anfangs als nicht so gut empfunden habe, sich allerdings während der Zeit im Wu Palast und in den Szenen mit König Fuchai widerum doch sehr interessant gelesen hat und dem Leser diesen schrecklichen König nicht nur menschlich dargestellt hat, sondern man sich auch verleiten lässt, Sympathie und etwas Mitleid mit ihm zu empfinden.

Es gibt zu viele Zeitsprünge. Zu viele Szenen, die der Leser nie mitbekommen hat. Lektionen, die Xishi bestimmt während ihrer Ausbildung gelernt hat, die dem Leser dann als perfektionierte Leistung vorgelegt wurden.
Xishi, wunderschön wie sie ist, ist keine femme fatale und keine clevere Intrigantin, sondern nur ein junges Mädchen, das sich verliebt hat und in die Politik und Hände von Königen geraten ist.
Ihr junges Alter merkt man ihr durchweg im Buch an. Besonders jedoch am Ende, wenn sie selbst feststellt, dass der Plan, den sie in die Wege geleitet hat, nicht so simpel ist wie sie angenommen hat und viel mehr Verluste fordert, als sie anfangs einschätzen konnte.
Die Autorin hat es daher für mich leider nicht geschafft, aus dem jungen Dorfmädchen eine junge Frau zu machen, die die Rolle einer ausgebildeten königlichen Konkubine spielen kann.
Mir ist bewusst, dass sowohl ihre Ausbildung bei Fanli als auch die Zeit im Wu Palast zugunsten der Buchlänge verkürzt wurde, dennoch: Dem Leser fehlt eine nachvollziehbare Entwicklung von Xishi, was dazu geführt hat, dass sie sich für mich oft eher out-of-character benommen hat.

Ein großer Fokus liegt im Buch auf der Liebesgeschichte zwischen Xishi und Fanli. Und selbst das war etwas schwierig für mich, denn Fanli ist für den Großteil der Geschichte eigentlich gar nicht vorhanden. Xishi hat jedoch durchweg Liebeskummer und Herzschmerz. Einerseits verständlich, andererseits wieder ein Punkt, der nicht unbedingt nachvollziehbar ist.

Es gibt einige wenige Szenen, die zwischendurch spannend sind. Wirkliche Spannung ist jedoch nicht unbedingt zu erkennen.

“A Song to Drown Rivers" basiert auf der Legende der Xishi, die um ca. 500 v. Chr. in China gelebt hat. Ich kannte die Geschichte vorher nicht und bin daher blind ins Buch gestartet.
Was ich nach eigener Recherche (die ich jedem nur empfehlen kann) und anderen Rezensionen herauslesen konnte, ist, dass diese Geschichte doch ziemlich nah an der Geschichte der echten Xishi dran ist. Wer sich daher vielleicht nicht spoilern will, sollte lieber auch ebenfalls blind ins Buch starten.

Was ich allerdings absolut nicht verstehen kann, ist, warum das Buch auf manchen Seiten als Fantasy kategorisiert ist. Es kann nur am letzten Kapitel liegen und selbst das als Begründung zu nehmen ist doch schon eher etwas dünn.
“A Song to Drown Rivers” ist ein historischer Roman und nichts anderes.

Es war für mich kein Volltreffer, ich sehe aber den Reiz des Buches und kann es vollkommen nachvollziehen, wenn andere von dem Buch begeistert sind.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Tolles Buch!

Part of Your World
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3.75
“Part of Your World” hat alles, was ich von einem Abby Jimenez Buch erwartet habe: Humor, Gefühle, Thematisierung von Trauma und (emotionalem) Missbrauch.

Dieses Buch ist einerseits die Liebesgeschichte ...

3.75
“Part of Your World” hat alles, was ich von einem Abby Jimenez Buch erwartet habe: Humor, Gefühle, Thematisierung von Trauma und (emotionalem) Missbrauch.

Dieses Buch ist einerseits die Liebesgeschichte von Alexis und Daniel, es ist aber auch, und vielleicht sogar überwiegend, Alexis’ Weg der Selbstfindung, denn dieser wird in allen Bereichen ihres Lebens, sei es privat oder beruflich, durchgehend thematisiert.

Die Kommunikation, Chemie und Beziehung zwischen Alexis und Daniel fand ich toll. Viele ihrer Gespräche waren mit Humor und Sarkasmus gefüllt, der beim Lesen toll durchgekommen ist. Die zwei haben sich wunderbar ergänzt, vor allem weil sie, wie sie selbst sagen, zwischen ihnen eine “soziale Kluft” herrscht, die aber im Umgang miteinander kein Problem dargestellt hat.
Daniel, gepaart mit dem Setting der Kleinstadt Wakan und all seinen Bewohnern, hat mir sehr gefallen. Vor allem, weil es in Alexis’ Kapiteln deutlich wurde, wie gut Daniel ihr getan hat, besonders nach ihrer letzten Beziehung.
Seine Sorgen bzgl. der Beziehung zu Alexis und Alexis selbst waren auf ganzer Linie nachvollziehbar und man kann ihm nur hoch anrechnen, wie viel Geduld und Verständnis er teilweise mit und für Alexis hatte.

Mein einziges und größtes Problem mit dem Buch ist Alexis und explizit ihre Beziehung mit und zu ihren Eltern.
Während Alexis sehr reflektiert über ihre Beziehung mit Neil gesprochen hat und gleichzeitig, aus ihrer Sicht jedenfalls, realistisch genug bzgl. ihrer Beziehung mit Daniel ist, findet sich nichts davon bei ihren Eltern. Die Art, wie ihr Vater sie behandelt und mit ihr spricht kombiniert mit der absoluten “Er ist nun mal so!”-Einstellung ihrer Mutter war absolut frustrierend zu lesen. Wie kann es sein, dass eine fast 40-jährige Frau es nicht schafft, ihrem Vater bzw. ihren Eltern die Meinung zu sagen und jede unpassende Bemerkung und Beleidigung über sich ergehen lässt?
Erst zum Ende hin hat Alexis ihren “””Durchbruch””” gehabt und Grenzen aufgewiesen und da ist das meiste, bis auf eine kurze Ansage im letzten Kapitel, auch eher off-page passiert. Schade, denn das ist eine Konfrontation, die ich gerne gelesen hätte.

Die Monologe (mehr die von Alexis als von Daniel), vor allem zum Ende hin, waren teilweise etwas überladen mit schon bekannten, und entsprechend sich wiederholenden Gedanken und Sorgen, als auch den jetzt offensichtlichen Reflektionen und anstehenden Veränderungen. Man könnte fast sagen, dem Leser wurde alles nochmal vorgekaut.

Alexis’ beste Freundin Bri fand ich allerdings klasse und freue mich schon darauf, ihr Buch, “Yours Truly” zu lesen!

(Schade, dass Kevin Bacon es nicht aufs Cover geschafft hat. Er hätte es verdient!!)

Vielen Dank an dtv für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 01.10.2024

Etwas enttäuscht

Goldene Flammen
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Das sind ziemlich nett gemeinte 3Sterne..

Ich bin wahrscheinlich die letzte auf dem Planeten, die dieses Buch bzw. die Reihe noch nicht gelesen hat, aber here we are.

First things first: Egal wie oft ...

Das sind ziemlich nett gemeinte 3Sterne..

Ich bin wahrscheinlich die letzte auf dem Planeten, die dieses Buch bzw. die Reihe noch nicht gelesen hat, aber here we are.

First things first: Egal wie oft es erwähnt und getrunken wird: Kvas schmeckt nicht.

Bin tbh etwas enttäuscht.
Habe das Gefühl mir wurde nichts erklärt. Like..basically gar nichts. Das Buch hat sich auch teilweise gelesen, als ob Abschnitte gefehlt haben.

Alina fand ich irgendwie meh. Gemocht habe ich sie nicht, aber sie hat auch nicht so sehr genervt, dass ich sie gehasst habe.

Was mich allerdings genervt hat, war die Tatsache, dass mit keinem Wort erwähnt wurde, warum die Grisha "Grisha" heißen...

Die Lovestory zwischen Mal und Alina war auch eher..solala.
Fragwürdig.
Wie basically das ganze Buch.

Ich bin mittlerweile mitten im zweiten Band und es ist eeeeeetwas besser als Teil 1. Mal gucken wie lange das noch bleibt.
Den Hype kann ich allerdings (noch) nicht wirklich verstehen.

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Veröffentlicht am 28.09.2024

Keine Romantasy!

Immortal Longings
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3,75
Das ist keine Romantasy! Ich habe das Gefühl, das sollte man einmal erwähnt haben, bevor man mit falschen Erwartungen ins Buch startet.

Ich habe Immortal Longings letztes Jahr bereits gelesen und ...

3,75
Das ist keine Romantasy! Ich habe das Gefühl, das sollte man einmal erwähnt haben, bevor man mit falschen Erwartungen ins Buch startet.

Ich habe Immortal Longings letztes Jahr bereits gelesen und hier die Gelegenheit für einen Reread genutzt. Meine allgemeine Meinung hat sich nicht verändert.

Wer Chloe's Secret Shanghai-Reihe (“Welch grausame Gnade” & Co.) gelesen hat, wird hier einen ähnlichen Ton in der Erzählweise wiederfinden.

Im Englischen wurde es mit den Tributen von Panem verglichen und beworben und man muss seine Augen schon sehr, sehr, sehr zudrücken, um die sehr großen und nicht-bestreitbaren Ähnlichkeiten zu übersehen. ABER, nichts davon war in einem Maß, bei dem ich sagen würde, dass es eine schlechte Kopie ist. Denn die Umstände der Spiele, gepaart mit dem Körperspringen, stellen einen sehr interessanten Aspekt dar.

Der Einstieg ist mir tatsächlich (wieder) etwas schwer gefallen, das hat sich aber nach denn ersten zwei bis drei Kapiteln gelegt.

Die Plottwists waren klasse gesetzt und wenn man etwas aufgepasst hat, kann man den einen oder anderen auch schon während des Lesens und bevor sie passieren erraten.

Das Ende ist mehr als spannend und selbst nach zweimal Lesen bin ich genauso verwirrt und überrascht, denn: Wer hätte SOWAS kommen sehen?

Für mich hat das Buch an zwei Punkten nicht komplett überzeugt.
Zum einen wäre da der Romance Aspekt. Entweder, ich habe es nicht verstanden oder ich habe die Romance verstanden, aber es war einfach nicht überzeugend rübergebracht. Denn wirklich nachvollziehen konnte ich die Gefühle zwischen Calla und Anton nicht. Das ging zu schnell und dafür, wie schnell es ging, war es zu intensiv. Es wurde ansatzweise im Text angedeutet, aber ich glaube nicht, dass die beiden es sich selbst glauben, wenn sie da von “Liebe” reden. Das heißt nicht, dass ich finde, die zwei passen nicht zusammen, denn das tun sie.
Zum anderen hatte ich leichte Probleme, was das Worldbuilding angeht. Es wurde immer wieder San, Er, San-Er und Talin erklärt, manchmal waren es dieselben Infos, manchmal etwas Neues, und während man diese Erklärungen und alles über San-Er/Talin liest, macht es Sinn. Wenn ich mir jedoch das große Ganze angucke, dann verbleibe ich leicht verwirrt. Ob es letztendlich tatsächlich an den Erklärungen selbst liegt oder daran, dass sie für mich etwas unschön eingeworfen wurden, kann ich nicht ganz beurteilen.

Nichtsdestotrotz hat mir die brutale Welt und ihre Regeln sehr gefallen. Der Technikapsekt hat mich sehr an die 90er erinnert und ich musste bei einigen Sachen doch leicht schmunzeln.
Interessant fand ich auch den direkten Clash von Altem (Palast und seine Gepflogenheiten) und Neuen (Computer, Überwachungskameras, TVs), der in San-Er sehr deutlich wird.

Nach dem Ende von “Immortal Longings” bin ich schon sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergehen wird!

Vielen Dank an Klett-Cotta für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 21.09.2024

Kurz und schmerzlos

Was die Toten bewegt (Eine packende und atmosphärische Nacherzählung von Edgar Allan Poes Klassiker "Der Untergang des Hauses Usher")
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Ich weiß nicht, was es mit mir und einigen Genres, aber immer wenn ich es versuche, endet es eher mäßig.
Noch ernüchternder ist es, wenn ich zum ersten Mal etwas von einer Autorin lese, die ich schon länger ...

Ich weiß nicht, was es mit mir und einigen Genres, aber immer wenn ich es versuche, endet es eher mäßig.
Noch ernüchternder ist es, wenn ich zum ersten Mal etwas von einer Autorin lese, die ich schon länger im Auge habe.

“Was die Toten bewegt” hat unter 200 Seiten. Warum es sich aber angefühlt hat, als hätte ich 450 Seiten gelesen, bleibt ein Rätsel.

Bis zu einem gewissen Zeitpunkt war ich mir nicht ganz sicher, was ich da lese. Vom Hocker gehauen hat mich nichts wirklich.
Der Vibe, welcher auch immer dieser sein sollte, ist für mich nicht rüber gekommen. Es dreht sich viel um Pilze und Hasen und Tote. Gegeben hat mir das alles leider nicht wirklich viel, obwohl die Idee/Gedanke/Zusammensetzung von alldem nicht schlecht ist.

Die Charaktere waren alle in Ordnung?
Zwei der Charaktere fand ich dann doch leicht belustigend und sind mir positiv aufgefallen: Miss Potter, die gerne Pilze zeichnet und sich entsprechend mit diesen auskennt, und Hob, das Pferd von Alex Easton, dem Hauptcharakter.

Ich glaube, das einzig herausstechende an dem Buch ist für mich das Cover. Wer “Was die Toten bewegt” gelesen hat, wird nachvollziehen können, wie treffend es gewählt wurde.

Ich habe Edgar Allen Poes “Der Untergang des Hauses Usher”, auf welchem dieses Buch basiert, nie gelesen und weiß nicht, wie viel oder wenig es mir hier geholfen hätte.
Im November erscheint die Fortsetzung “Was die Nacht verschweigt” und ob ich diese lesen werde, steht noch in den Sternen.

Vielen Dank an Cross Cult für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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