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Veröffentlicht am 07.02.2026

Enttäuschende Handlung mit anstrengender Protagonistin

On Wings of Blood (Bloodwing Academy 1)
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2.75
On Wings of Blood hat richtig stark angefangen und dann nach ca. 20%, vielleicht auch nach 30%, rapide nachgelassen. Sehr schade!

Mir hat die Ausgangssituation & das Setting super gefallen, die Charaktere ...

2.75
On Wings of Blood hat richtig stark angefangen und dann nach ca. 20%, vielleicht auch nach 30%, rapide nachgelassen. Sehr schade!

Mir hat die Ausgangssituation & das Setting super gefallen, die Charaktere wurden gut eingeführt und schienen mir anfangs sympathisch.
Es hat sich dann aber schnell herausgestellt, dass dieses Buch größtenteils ein Teenie-Drama ist, das in mir sehr starke Flashbacks an die ersten House of Night Bücher geweckt hat.

Mein erster richtiger Hate-Moment kam bei der Vorstellung von Fluffel. Und jetzt könnte man denken, das ist der Name eines Tieres. Aber nein. Das ist der Name einer Hunde ähnlichen Rasse.

So ziemlich von Beginn an hört Medra eine mysteriöse Stimme, die über die ganze erste Hälfte des Buches ziemlich präsent Teil der Handlung ist. Bis sie, die Stimme bzw. die Handlung darum, links liegen gelassen wird, eigentlich schon wortwörtlich, nur um am Ende wieder kurz zur Handlung dazu zu stoßen und dann wieder keine Rolle zu spielen.
Abgesehen davon, dass mir dieser ganze Handlungsstrang nicht gefallen hat, wird das Ganze hier irgendwie offen gelassen. Und ich kann nur annehmen, dass es in Band zwei wieder aufgegriffen wird mit hoffentlich anständigen Erklärungen.
Ähnlich links liegen & offen gelassen wird, nach einem mehr als unpassenden Streit zwischen Medra & Blake, die Handlung um Blakes Schwester.
Oder der Unterricht mit Professor Rodriguez, auch ein sehr unsympathischer Charakter, der nach einigen Kapiteln schon keine Rolle mehr gespielt hat, obwohl die Notwendigkeit dieses Unterrichts mehrmals deutlich gemacht worden ist.

Enige der Charaktere haben teilweise nicht nur ganz schrecklich miteinander geredet, sondern wahrscheinlich auch noch schlimmer miteinander gestritten. Und damit meine ich nicht einfach ein respektloses miteinander. Es erinnerte mich stark an 14-jährige, die versuchen cool zu wirken. Oder Sendungen aus den 2000ern, bei denen man das Image einer “Zicke” etablieren wollte.
Und im Mittelpunkt stand immer eine Person: Hauptcharakter Medra.
Wäre das Buch ein Jugendbuch bzw. Young Adult, hätte ich hier wohl ein Auge zugedrückt. Aber das Buch ist nun mal kein YA, daher weiß ich nicht, warum die Charaktere so reden sollten.
Vielleicht lag es hier auch an der Übersetzung, die das Ganze in eine für mich unpassende Richtung gelenkt hat.

Medra fand ich leider größtenteils unfassbar nervig und sie gehört damit für mich auch eher zu den unsympathischeren Charakteren. Fast jedes Gespräch mit einem Vampir endet in einem Streit und in Vorwürfen, dass Vampire nur an Macht, Blut und dem Ausnutzen der nicht-Menschen interessiert sind.
Für Medra galt immer: erst Handeln, dann Denken. Oder einfach nur Handeln ohne Denken.

Medras Anziehung zu Blake habe ich absolut nicht gefühlt. Also wirklich auf keinster Ebene. Vielleicht lag es daran, dass die beiden kaum wirkliche Szenen hatten, in denen sie sich näher gekommen sind. Vielleicht lag es daran, dass die meisten Gespräche in einer Art Streit endeten. Vielleicht lag es auch öfter an Medra als an Blake.

Das Buch ist hauptsächlich aus Medras Perspektive geschrieben und obwohl ich anfangs hoffte, Blakes Kapitel würden mir und dem Buch etwas mehr Informationen und Wissen geben, hat sich das, wenn überhaupt, erst irgendwo in der zweiten Hälfte als nützlich erwiesen.
Blake selber fand ich fast schon sympathisch und hätte gerne mehr aus seiner Perspektive gelesen.

Ein weiter Tiefpunkt war für mich das Konzept der Triade und die Gefährtenspiele (zwei Verlobte eines Vampirs sollen im Team Aufgaben bewältigen?!), dessen Notwendigkeit mir bis zum Schluss nicht klar geworden ist, da sich das Buch um die Bloodwing Akademie und Drachen & Drachenreiter dreht und diese Spiele mehr für das jeweilige Vampirhaus sind.

Das letzte Kapitel mit einem weiteren Medra & Blake Streit glich einem kleinen Fiebertraum…

Werde ich den Folgeband lesen? Vielleicht. Da muss ich mir tatsächlich noch einige Gedanken machen und dieses Buch etwas verarbeiten.
Dieser erste Band war für mich kein wirklicher Erfolg und hat mehr mit dem geglänzt, was nicht gelungen ist als mit dem Potential, was man am Anfang erahnen & erhoffen kann.

Vielen Dank an arsEdition für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Toller Einstieg!

Royal Houses – Haus der Drachen
2

3.75-4
Das war überraschend gut und ein toller Start in die Reihe!

Was man in diesem Buch erwarten kann: Fae, Drachen, Drachenreiter, ein mysteriöser & gut ausseher Typ, der unerwartet in schwarzem Rauch ...

3.75-4
Das war überraschend gut und ein toller Start in die Reihe!

Was man in diesem Buch erwarten kann: Fae, Drachen, Drachenreiter, ein mysteriöser & gut ausseher Typ, der unerwartet in schwarzem Rauch erscheint und für ein bisschen Chaos sorgt, Untergrundkämpfe, eine süße Romance, ein Wettkampf, Rebellen (allerdings die Art, die wir nicht mögen), mehr mysteröise Charaktere, eine Assassine.

Kerrigan ist ein klasse Hauptcharakter. Ihre Beziehung zu Fordham und die sich langsam entwickelnde Romance zwischen den beiden ist super süß und sehr gut im Rahmen des Buches untergebracht!
Es gibt während des Verlaufs des Buches einen Wettkampf, allerdings nimmt Kerrigan an diesem nicht Teil, sodass sie mehr Kommentator des Geschehens ist, während sie ihr eigenes kleines Rätsel löst.

Der Schreibstil ist super. Sehr einfach zu verstehen und sehr passend im Stil und Ton für die Handlung und die Charaktere.
Während das Buch hauptsächlich aus Kerrigans Perspektive geschrieben ist, gibt es eine handvoll Kapitel aus der Sicht von anderen Charakteren, die dem Buch ein gewisses Etwas geben und toll zur Athmosphäre beitragen.

Dafür, dass das Buch als “Haus der Drachen” betitelt ist, hätte man meinen können, dass Drachen eine etwas zentralere Rolle spielen. Allerdings haben mir die Stellen, in denen Drachen vorhanden sind, sehr gefallen.

Es gab einige Stellen, die meiner Meinung nach nicht so rund waren und die sich nach “hauptsache man gibt dem Leser eine bestimmte Information weiter” angefühlt haben. Spontan kommt mit ein Gespräch mit Audria in der zweiten Hälfte in den Sinn, genauso wie einige Gespräche zwischen Kerrigan und Fordham, und hier auch besonders eins am Ende des Buches.

Haus der Drachen tendiert mehr in die jüngere Hälfte der YA-Schiene, also eher Richtung Prison Healer.

Dies war mein erstes Buch von K.A. Linde! Ich bin positiv überrascht und freue mich nicht nur auf die Fortsetzung, Haus der Schatten, sondern auch auf weitere Bücher der Autorin.

Vielen Dank an Tor Bramble (englischer Verlag) für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Unterhaltsam trotz vieler Schwächen

Metal Slinger – Dunkle Verheißung
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Die ersten 20% waren absolutes Chaos und ich habe einfach nur Bahnhof verstanden. Selten so etwas erlebt. Da ich das Buch auf englisch gelesen habe, habe ich hier kurz mal an meinen Englischkenntnissen ...

Die ersten 20% waren absolutes Chaos und ich habe einfach nur Bahnhof verstanden. Selten so etwas erlebt. Da ich das Buch auf englisch gelesen habe, habe ich hier kurz mal an meinen Englischkenntnissen gezweifelt. Das war auch der Punkt, an dem ich bereit war, das Buch als Hate-Read abzustempeln und aus Trotz weiterzulesen.
Nun ja, hier sind wir jetzt, nach 450 Seiten und einer 4 Sterne Bewertung.

Das Buch hat so einige Schwächen. Also eigentlich viele.
Das Pacing macht null Sinn. Mal geht alles super schnell, mal dauert es ewig, bis sich die Handlung anständig voran bewegt. Wie viel Zeit letztendlich im Buch zwischen Beginn der Handlung und dem letzten Kapitel vergangen ist: Keine Ahnung.

Die Art, wie die Autorin Informationen an den Leser weitergibt, ist genauso chaotisch wie das Buch selbst und diese Eigenart trägt auch weiterhin zum allgemeinen Chaos bei.
Zum Beispiel wird Acker öfter mal als Soldat des Chaos (Soldier of Chaos) bezeichnet. Es wird aber nie erläutert, warum er so heißt. Genauso wenig wird erklärt, warum auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Ob das im nächsten Teil erläutert wird, ist auch nicht klar.

Protagonistin Brynn verliert zu schnell das Vertrauen in Menschen, die sie schon ihr Leben lang kennt & denen sie vertraut und vertraut komplett fremden Menschen ohne große Hintergedanken.
Ihre Beziehung zu Acker ist oft fragwürdig? Sie weiß weder was mit ihr passiert, noch was um sie herum los ist und alles, was Acker dazu zu sagen hat, ist “ ja, das hätte ich dir vorher sagen sollen. Sorry, ich werd’s nächstes Mal besser machen”. Das passiert allerdings nicht und Brynn ist genauso schlau wie vorher.
Viele der Dialoge zwischen Brynn & Acker machen keinen Sinn und scheinen komplett kontextlos. Brynn erwacht nach mehreren Stunden Unbewusstsein wieder auf, geht zu ihm und sagt “du bist sauer” und er sagt “ja, denn das erste Mal, dass ich dich nackt sehe, kann ich dich nicht haben” und dann haben sie Sex und ich denk mir nur so ????
Und das sage ich alles, obwohl ich Acker recht mochte.

Den Plot Twist am Ende kann man sehen, wie man will. Ich kann total verstehen, warum viele ihn schlecht finden. Ich gehöre, erstaunlicherweise, zu denen, die ihn nicht sonderlich schlimm fanden.
Allerdings lässt mich dieser Plottwist am ganzen Buch zweifeln. Das Buch ist komplett aus Brynns Perspektive geschrieben und der Plot Twist oder jegliche Vermutungen in diese Richtung sind nirgendwo zu finden.
Wie die Autorin das also im nächsten Teil alles erklären will, erschließt sich mir nicht ganz, ich bin aber gespannt.

Auch wenn das Meiste hier negativ klingt, möchte ich doch noch was Positives da lassen: Es wurden viele super sympathische Charaktere vorgestellt, die beim Lesen wirklich geholfen haben, das Buch doch irgendwie unterhaltsam zu gestalten. Ich hab mich auch so ab ca. 40% dabei erwischt, wie ich immer besser ins Buch gefunden habe und es auch unterhaltsam und etwas spannend fand.
Daher werde ich den nächsten Teil der Reihe lesen.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Toller historischer Roman

Ein Kranich unter Wölfen
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3.5-3.75
Ich habe schon viel Gutes über June Hur gehört und war dementsprechend sehr gespannt, endlich eines ihrer Bücher zu lesen.

Was mir in Ein Kranich unter Wölfen sehr gefallen hat, war einerseits ...

3.5-3.75
Ich habe schon viel Gutes über June Hur gehört und war dementsprechend sehr gespannt, endlich eines ihrer Bücher zu lesen.

Was mir in Ein Kranich unter Wölfen sehr gefallen hat, war einerseits der Mörder-Mystery-Plot und andererseits wie historisch treu die Autorin bzgl. König Yeonsan geblieben ist. Die Taten und sein Verhalten in den letzten zwei Jahren seiner Herrschaft waren schon sehr fragwürdig und nichts davon wurde schöngeredet oder abgeschwächt, um es für die Geschichte passend zu biegen.
Es gibt ein Vor- und Nachwort, in dem die Autorin hierauf noch etwas eingeht.

Womit ich allerdings einige Schwierigkeiten hatte, waren die Charaktere und der Handlungsverlauf.
Iseul schien anfangs wie eine junge, mutige Protagonistin, hat jedoch wiederholt bewiesen, dass sie zu impulsiven Handlungen neigt. Genauso habe ich immer wieder nach einem gewissen Maß an Verständnis für die Ernsthaftigkeit der Lage, in der sie sich befindet.
Auch mit den restlichen Charakteren, auch wenn mir manche sympathischer waren als andere, bin ich unterm Strich nicht wirklich warm geworden.

Den Handlungsverlauf fand ich öfter etwas unflüssig, genauso wie manche Dialogen.
Wie man von dem einen auf den anderen Gedanken gekommen ist, ist mir selbst nach wiederholtem Lesen nicht klar geworden. Später im Buch gab es dann wenigstens einige Überleitungen wie “sagte ich, um das Thema zu wechseln”.

Das Ende war, in vielerlei Hinsicht, doch eher emotional und vor allem sehr zufriedenstellend.

Weiterempfehlen würde ich Ein Kranich unter Wölfen dennoch und ich persönlich werde mir auch die anderen, bereits erschienen, Titel der Autorin auf meine Liste setzen.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Tolles, neues Ende

Liebe geht durch alle Zeiten (3). Smaragdgrün
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Nachdem ich bei Saphirblau einige Probleme hatte, in die Geschichte einzusteigen, war ich tatsächlich etwas zögerlich, mit diesem letzten Teil der Reihe zu beginnen. Allerdings war diese Sorge eigentlich ...

Nachdem ich bei Saphirblau einige Probleme hatte, in die Geschichte einzusteigen, war ich tatsächlich etwas zögerlich, mit diesem letzten Teil der Reihe zu beginnen. Allerdings war diese Sorge eigentlich umsonst, denn, warum & wieso auch immer, war dieser Teil wieder angenehmer zu hören.

Das war wirklich ein toller Abschluss mit viel Action, aber wahrscheinlich auch genauso viel Romance. Da verzeihe ich auch einfach mal diese ganze “nach zwei Wochen ist das die große Liebe”-Thematik. Gideon darf das!
Da es meinerseits ein Reread ist, konnten mich einige, aber nicht alle, Plottwists nicht mehr überraschen, dennoch fand ich sie für die ganze Handlung mehr als gelungen.

Das große Highlight dieses letzten Teils ist sicherlich der Epilog und den fand ich wirklich toll! Auch wenn er irgendwie ein offenes Ende hatte????!!

Vielleicht zum Abschluss noch ein Kommentar zu dieser ganzen Neuauflage: Wie viel schlussendlich in dieser ganzen Reihe geändert wurde, kann ich nicht beurteilen. Das überlasse ich gerne den Lesenden, die die Bücher im Schlaf aufsagen und da wahrscheinlich einen besseren Vergleich ziehen können.
Kerstin hatte ihre berechtigten Gründe für die Überarbeitung der Bücher und ich denke, viele Autoren würden diese Chance nutzen, wenn man sie ihnen geben würde. Lesenswert bleibt die Reihe allemal und empfehlen kann ich sie auch.
Auch die Hörbuchsprecher haben hier tolle Arbeit geleistet.

Vielen Dank an argon hörbuch für die Bereitstellung dieses Audio-Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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