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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2025

Schwierig

Hier draußen
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Das Buch lebt von der Erzählung über das Landleben – und ja, ich mag das Landleben. Doch sind die Menschen dort wirklich so anders? Meiner Meinung nach nicht. Sie nutzen moderne Technik, steuern ihre landwirtschaftlichen ...

Das Buch lebt von der Erzählung über das Landleben – und ja, ich mag das Landleben. Doch sind die Menschen dort wirklich so anders? Meiner Meinung nach nicht. Sie nutzen moderne Technik, steuern ihre landwirtschaftlichen Betriebe mit Computerprogrammen und sind in vielerlei Hinsicht genauso fortschrittlich wie Stadtbewohner.

Findet man auf dem Land leichter gute Freunde? Wahrscheinlich nicht. Aber ist es in der Stadt besser? Ich denke nicht. Natürlich ist es auf dem Land oft ruhiger, und längere Anfahrtswege oder fehlende öffentliche Verkehrsmittel können eine Herausforderung sein. Doch letztendlich zählt, dass jeder selbst entscheidet, wo er leben möchte.

In diesem Buch geht es um das Landleben – und um eine weiße Hirschkuh, deren Tod laut Aberglauben Unheil bringt. Die Grundidee des Romans gefällt mir sehr, insbesondere weil die Geschichte unaufgeregt erzählt wird. Allerdings empfand ich den Erzählstil als zu langatmig. Die vielen Seiten, die es braucht, um sich von der ruhigen Handlung tragen zu lassen, waren für mich der Grund, warum ich das Buch nur mit drei Sternen bewerte. Eine kürzere, prägnantere Erzählweise hätte mir besser gefallen.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Sehr gut

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Auf diesen Roman habe ich mich sehr gefreut – und ich wurde nicht enttäuscht. Nun blicke ich gespannt dem nächsten Band entgegen, in dem die Geschichte der zweiten Tochter erzählt wird.

Besonders gefallen ...

Auf diesen Roman habe ich mich sehr gefreut – und ich wurde nicht enttäuscht. Nun blicke ich gespannt dem nächsten Band entgegen, in dem die Geschichte der zweiten Tochter erzählt wird.

Besonders gefallen hat mir, Sylt einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben. In vielen Romanen wird oft das typische Bild der Insel gezeichnet, doch hier war es anders. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben diese besondere Atmosphäre geschaffen. Vor allem die Stille des Listlandes wurde so eindrucksvoll beschrieben, dass ich sie beinahe selbst spüren konnte.

Die Charaktere wirkten lebendig und nahbar, sodass ich mich sofort mit ihnen verbunden fühlte. Besonders berührt hat mich die Darstellung der Vergangenheit – ein Kapitel, das uns leider immer wieder mit der dunklen Geschichte Deutschlands konfrontiert, insbesondere mit dem Umgang der Nationalsozialisten mit jüdischen Mitbürgern. Ein trauriges und bewegendes Thema, das in diesem Buch eindrucksvoll aufgegriffen wurde.

Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieser Roman gefesselt. Ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen!

Auch das Cover verdient eine Erwähnung: Die sanften Farben machen es zu einem echten Hingucker und unterstreichen die Atmosphäre des Buches perfekt.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Aberglaube

Something Old, Someone New
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In diesem Roman wird thematisiert, wie stark ein Aberglaube das Leben bestimmen kann.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen, da es durch die zarten Farben und den modernen Schriftzug jugendlich wirkt.

Zum ...

In diesem Roman wird thematisiert, wie stark ein Aberglaube das Leben bestimmen kann.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen, da es durch die zarten Farben und den modernen Schriftzug jugendlich wirkt.

Zum Buch: Leider konnte ich keine echte Sympathie für die Hauptfiguren entwickeln. Normalerweise spüre ich bereits zu Beginn einer Geschichte eine gewisse Verbindung zu den Charakteren, doch hier blieb dieses Gefühl aus. Besonders Shea tat mir leid – gefangen in den strengen Überzeugungen ihrer verstorbenen Nonna.

Der Bräutigam war für mich hingegen äußerst unsympathisch. Die Handlung verlor an Glaubwürdigkeit, weil er trotz seines Wissens um Sheas Ängste genau diese bewusst ignoriert. Ein Beispiel: Shea fürchtet sich vor gebrauchten Ringen, und dennoch kauft er ihr einen aus einem Vintageladen. Das empfand ich als rücksichtslos und wenig liebevoll. Mehr Einfühlungsvermögen in der Darstellung der Beziehung hätte der Geschichte gutgetan.

Trotz dieser Kritik liest sich das Buch flüssig und eignet sich gut für gemütliche Lesestunden, sei es auf dem Sofa oder im Urlaub, wenn man leichte Lektüre sucht.

Ich vergebe 4 Sterne, die ich dennoch wohlwollend meine.

Veröffentlicht am 23.01.2025

Thriller ??

Die Schanze
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Ob der Roman tatsächlich als Thriller einzuordnen ist, bleibt offen. Allerdings spielt ein Mord eine zentrale Rolle, was zunächst den Eindruck eines klassischen Krimis vermittelt. Erwartet hatte ich jedoch ...

Ob der Roman tatsächlich als Thriller einzuordnen ist, bleibt offen. Allerdings spielt ein Mord eine zentrale Rolle, was zunächst den Eindruck eines klassischen Krimis vermittelt. Erwartet hatte ich jedoch mehr Einblicke in die polizeiliche Ermittlungsarbeit, die hier kaum thematisiert wird. Stattdessen liegt der Fokus auf der Aufarbeitung von Vergangenheitskonflikten, die den Kern der Handlung ausmachen.

Die Hauptfigur Ellen trägt ein schwerwiegendes Trauma mit sich, das sie im Verlauf der Geschichte immer wieder dazu bringt, sich selbst durch Schnitte Schmerzen zuzufügen. Diese Thematik wird eindringlich behandelt und verleiht dem Roman eine tiefere psychologische Ebene.

Die Kapitelgestaltung fällt insgesamt recht knapp aus, was dazu führt, dass man sich als Leser gerade in ein Kapitel einfühlt, bevor es abrupt endet. Eine ausführlichere Darstellung hätte hier mehr Tiefe und Intensität schaffen können.

Die Darstellung der Dorfgemeinschaft ist facettenreich. Jede Figur wird mit einem eigenen, teils außergewöhnlichen Leben skizziert, was dem Roman einen besonderen Reiz verleiht. Dennoch bleibt die Frage, warum Ellen nicht in Hamburg geblieben ist, wo ihre persönliche Heilung möglicherweise besser vorangeschritten wäre. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Rückkehr in die Heimat ein wichtiger und mutiger Schritt ist, der die Grundlage für die Handlung bildet.

Insgesamt handelt es sich um einen lesenswerten Roman, der zur Reflexion über Themen wie Heimat, Traumabewältigung und persönliche Entwicklung anregt. Ich empfehle ihn gerne weiter.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Schade

Wellness
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Fragen über Fragen ??
Wie konnte es nur soweit kommen ??
Genau wie ich jetzt bin so wollte ich nie werden ??
Geht das automatisch , sind wir so gepohlt, dass sich das Leben wiederholt.

Alles was man als ...

Fragen über Fragen ??
Wie konnte es nur soweit kommen ??
Genau wie ich jetzt bin so wollte ich nie werden ??
Geht das automatisch , sind wir so gepohlt, dass sich das Leben wiederholt.

Alles was man als junger Mensch verachtet hat, was man im Traum nie sein wollte .
Ist man dann doch so geworden.
Das ist für mich die Hauptfrage die sich durch dieses Buch schiebt und die sehr authentisch ist.
Weil man sich selber wiederfindet.
Das Buch ist schon ein Wälzer und liest sich trotzdem schnell durch.
Viele Seiten, dünne Blätter und ganz viel Schrift.
Und trotzdem wird der Leser von der Geschichte gefangen.
Immer wieder einmal selber in das Land der Gedanken entführt und in Selbstzweifel geschickt.
Wellness ist der Titel und doch hat es mit Wellness an sich nicht viel zu und führt in die Irre. Und gerade das ist sehr spannend.
Ja mal ein richtig gutes Buch.

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