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Die PapierschöpferinDie Autorin entführt uns hier nach Norditalien im 15. Jahrhundert. Sofia ist Papierschröpferin mit Leib und Seele, doch als ihr Vater von einer Geschäftsreise nicht mehr zurückkehrt ist sie auf sich alleine ...
Die Autorin entführt uns hier nach Norditalien im 15. Jahrhundert. Sofia ist Papierschröpferin mit Leib und Seele, doch als ihr Vater von einer Geschäftsreise nicht mehr zurückkehrt ist sie auf sich alleine gestellt und außerdem gibt es auch noch 3 jüngere Geschwister um die sie sich kümmern muss. Schon sehr bald steht die Mühle kurz vor dem Ruin. Ihr Nachbar Giovanni will die Mühle unbedingt in seinen Besitz bringen. Er schreckt vor nichts zurück. Sein Sohn Matteo soll sie heiraten, aber er erkennt die Absichten seines Vaters. Um diesen Machenschaften aus dem Weg zu gehen, verlässt er seinen Heimatort, denn auch er möchte sein Glück finden und seinen Traum verwirklichen, er möchte Drucker werden. Giovanni gibt trotzdem nicht auf und macht Sofia das Leben schwer. Zum Glück erhält sie Hilfe von Sebastiano, er ist Mönch und war ein guter Freund ihres Vaters. Aber können sie die Mühle noch retten?
Ein wirklich sehr gut gelungener historischer Roman. Obwohl die Handlung, laut ihrer eigenen Aussage ein Werk der Fiktion ist, bemerkt man, das sie sehr gut recherchiert hat. Das Tal der Papiermühlen gibt es wirklich, die Ausführungen, rund um die Papierschröpferei, werden von der Autorin, sehr authentisch herüber gebracht aber auch, der Beginn des Buchdrucks. Der Schreibstil ist fließend und ansprechend. In die Gedanken von Sofia kann man sich sehr gut hineinversetzen. Der Roman ist kompakt gehalten, hat aber sehr viel Aussagekraft, was mir persönlich auch immer sehr gut gefällt. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung.