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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

KI

Der Tower
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Das Buch „ Der Tower“ ist von von Ivar Leon Menger geschrieben.

Nova steckt mitten im Chaos: Wohnung verloren, Beziehung gescheitert, Job weg, weil sie den Mut hatte, sich gegen ihren übergriffigen Chef ...

Das Buch „ Der Tower“ ist von von Ivar Leon Menger geschrieben.

Nova steckt mitten im Chaos: Wohnung verloren, Beziehung gescheitert, Job weg, weil sie den Mut hatte, sich gegen ihren übergriffigen Chef zu wehren. Nun lebt sie von Babysitterjobs, versucht sich als Influencerin und sucht verzweifelt nach einer neuen Bleibe – in Berlin fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Da klingt das Angebot zu schön, um wahr zu sein: ein Jahr mietfrei im luxuriösen Pramtower, ganz oben in der 32. Etage. Zunächst genießt Nova die neue Freiheit inmitten modernster Technik. Doch die anfängliche Begeisterung schlägt schnell in Beklemmung um, denn die KI in ihrer Wohnung trifft Entscheidungen, die Nova nicht mehr kontrollieren kann. Aus einem Traum wird ein Alptraum – und die Frage ist, ob sie dem Tower noch entkommen kann.
Der Roman ist spannend geschrieben, sehr bildhaft, sodass ich mir alles lebhaft vorstellen konnte. Besonders die unerwarteten Wendungen haben mich immer wieder überrascht, und das Ende hat mich regelrecht umgehauen.
Das Thema Künstliche Intelligenz ist hier einmal ganz anders umgesetzt – bedrückend und faszinierend zugleich. Mit Nova selbst wurde ich nicht richtig warm, manche ihrer Handlungen wirkten für mich schwer nachvollziehbar. Trotzdem lässt sich der Thriller gut in einem Rutsch lesen, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Nervenkitzel gewünscht hätte.
Eine fesselnde Idee, ein erschreckend realistisches Szenario und ein Setting, das lange im Kopf bleibt. Lesenswert für alle, die Lust auf einen KI-Thriller mit Gänsehaut-Faktor haben.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Sehr gut

Eisfalle
1

Der Thriller „Eisfalle“ stammt von Roland Müller und überzeugt mit einem packenden, sehr bildhaften Schreibstil. Die Spannung baut sich stetig auf, die Atmosphäre ist intensiv, und die Handlung zieht ...

Der Thriller „Eisfalle“ stammt von Roland Müller und überzeugt mit einem packenden, sehr bildhaften Schreibstil. Die Spannung baut sich stetig auf, die Atmosphäre ist intensiv, und die Handlung zieht einen immer tiefer hinein. Müller versteht es, Szenen so zu schildern, dass man das Eis knacken und die Kälte beinahe selbst spüren kann – fesselnd, mitreißend und hervorragend geschrieben.
Das Hörbuch hat eine Laufzeit von 9 Stunden und 38 Minuten und wird von Tim Gössler gesprochen. Seine klare Stimme und die mitreißende Interpretation lassen die Figuren lebendig wirken. Er verleiht den Charakteren Tiefe, variiert gekonnt Tonfall und Tempo und trägt dadurch entscheidend zur Spannung bei.
Eisfalle ist der zweite Teil der Grönland-Reihe. Auch ohne Kenntnis des ersten Bandes lässt sich die Handlung gut verfolgen, allerdings hilft der Einstieg mit Teil 1, die Charaktere und ihre Vorgeschichten besser zu verstehen.
Das Cover ist ebenso eindrucksvoll wie bedrohlich: Ein massiver Eisberg erhebt sich aus dunklem Wasser, dramatische Rot- und Blautöne unterstreichen die Atmosphäre von Gefahr und Unheil – ein perfektes Sinnbild für die Geschichte.
Die Handlung führt nach Camp Century, eine mehr als vierzig Meter unter Schnee und Eis begrabene US-Militärbasis aus der Zeit des Kalten Krieges. Dort lagern Treibstoff und kontaminiertes Material – eine tickende Zeitbombe, die durch das Schmelzen der Gletscher jederzeit zur Katastrophe werden könnte. Als eine Forschungsexpedition auf dem Weg dorthin spurlos verschwindet, übernimmt Sonderermittler John Kaunak den Fall. Mit seinem Team kämpft er sich tief vor – und macht eine erschreckende Entdeckung: Camp Century ist alles andere als verlassen …
Zugegeben, der Einstieg fiel mir nicht ganz leicht und ich brauchte etwas Zeit, um mit den Figuren warmzuwerden. Doch nach und nach wuchs die Spannung, die Charaktere wurden greifbarer, und die Geschichte entfaltete ihre ganze Kraft.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Frauenpower

Game of Scandal
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Das Buch Game of Scandal ist von Laura Wood geschrieben.
Schon das Cover ist ein echter Blickfang – elegant und wunderschön gestaltet, passt es perfekt zur Reihe und machen sofort Lust aufs Lesen.
Im ...

Das Buch Game of Scandal ist von Laura Wood geschrieben.
Schon das Cover ist ein echter Blickfang – elegant und wunderschön gestaltet, passt es perfekt zur Reihe und machen sofort Lust aufs Lesen.
Im Mittelpunkt steht diesmal Felicity Vane, die Schwester des jungen Duke of Roxton. Behütet aufgewachsen, tat sie sich schon immer schwer damit, sich den strengen Regeln der Gesellschaft zu beugen. Felicity ist klug, wissbegierig und voller Tatendrang – doch ohne eigenes Geld sind ihre Möglichkeiten begrenzt. Also fasst sie einen ungewöhnlichen Plan, um ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Der Schreibstil von Laura Wood ist auch in diesem Teil wieder angenehm leicht, erfrischend und flüssig. Man taucht sofort in die Geschichte ein, die zugleich atmosphärisch und unterhaltsam erzählt wird.
Der Spannungsbogen rund um die kriminellen Machenschaften, in die Felicity und Ash geraten, ist gut konstruiert. Zwar lässt sich die Richtung früh erahnen, doch das mindert den Lesespaß keineswegs. I
Besonders gelungen fand ich die Protagonistin Felicity. Sie ist die selbstbewussteste der drei Frauen in der Reihe und weiß genau, was sie vom Leben erwartet. Ihre Entschlossenheit und Intelligenz machen sie zu einer starken Figur, die mich sofort begeistert hat.
Insgesamt war Game of Scandal für mich ein sehr gelungenes Leseerlebnis – spannend, atmosphärisch und voller Charme. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, Felicitys Geschichte zu verfolgen, und ich freue mich schon jetzt auf weitere Werke von Laura Wood.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Humorvoll

Born to Perform – Sei das Rad, nicht der Hamster
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Das Buch Born to perform – Sei das Rad, nicht der Hamster von Caspar Bendix, als Hörbuch gesprochen von Nils Nelleßen, hat mich positiv überrascht. Zunächst war für mich gar nicht ersichtlich, um welche ...

Das Buch Born to perform – Sei das Rad, nicht der Hamster von Caspar Bendix, als Hörbuch gesprochen von Nils Nelleßen, hat mich positiv überrascht. Zunächst war für mich gar nicht ersichtlich, um welche Art von Buch es sich handelt – ein Sachbuch, ein Ratgeber oder doch ein Roman? Spätestens nach den ersten Kapiteln wird klar: Es ist eine unterhaltsame, humorvolle Geschichte über den Einstieg ins Berufsleben, die gleichzeitig pointiert gesellschaftliche Beobachtungen einfließen lässt.

Im Mittelpunkt steht Bo Martens, der frisch von der Uni in seinen ersten Job bei der Firma „Stein“ startet. Wohin ihn dieser Weg führen soll, ist ihm selbst noch nicht ganz klar. Bereits nach drei Wochen wird er jedoch in das Büro seines Chefs, Dr. Thomas Meermann, zitiert – einem charismatischen, aber auch exzentrischen Topmanager. Dort erhält Bo nicht nur einen Zahnarzttermin, sondern auch eine Lektion in der sogenannten „Open-Door-Policy“. Diese Begegnung ist der Auftakt zu einer Reihe skurriler, aber zugleich allzu realistischer Erlebnisse, die Bos Alltag kräftig durcheinanderwirbeln.

Caspar Bendix versteht es, die Absurditäten des Büroalltags auf den Punkt zu bringen. Mit einem lockeren Schreibstil, viel Humor und einer sympathischen Hauptfigur schafft er eine Geschichte, die sowohl leicht zu lesen ist als auch nachdenklich stimmt. Die Figuren wirken glaubwürdig, fast so, als könnte man ihnen in jedem Großraumbüro begegnen. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Komik und subtiler Gesellschaftskritik: Viele Situationen sind überzeichnet, aber so realistisch, dass man oft schmunzelnd nickt, weil man sie aus eigener Erfahrung kennt.

Das Hörbuch profitiert stark von Nils Nelleßen als Sprecher. Er verleiht den Figuren eigene Nuancen, trifft den Tonfall zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit und macht die Geschichte lebendig.

Alles in allem ist Born to perform – Sei das Rad, nicht der Hamster ein kurzweiliges, amüsantes und gleichzeitig kluges Buch über den Einstieg in die Arbeitswelt und den Umgang mit den kleinen und großen Absurditäten, die einem dort begegnen. Wer eine humorvolle Lektüre sucht, die mehr bietet als bloße Unterhaltung, wird hier bestens fündig.

Fazit: Locker, lustig, realistisch – ein empfehlenswerter Roman für alle, die das Arbeitsleben kennen

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Spannend

Death at Morning House
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Das Buch Death at Morning House ist von Maureen Johnson geschrieben.
(Übersetzung von Henriette Zeltner-Shane)

Schon das Cover hat mich sofort neugierig gemacht: Es wirkt geheimnisvoll, leicht unheimlich ...



Das Buch Death at Morning House ist von Maureen Johnson geschrieben.
(Übersetzung von Henriette Zeltner-Shane)

Schon das Cover hat mich sofort neugierig gemacht: Es wirkt geheimnisvoll, leicht unheimlich und passt perfekt zur düsteren, atmosphärischen Grundstimmung des Romans.

Die Handlung beginnt mit einem folgenschweren Unfall: Marlowe, die Protagonistin, setzt aus Versehen das Haus ihrer Nachbarn in Brand – durch eine explodierende Kerze. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt des öffentlichen Spotts und sieht sich gezwungen, über die Sommerferien Abstand zu gewinnen. Sie nimmt daher einen Ferienjob auf einer abgelegenen Insel an. Dort soll sie – gemeinsam mit einer Gruppe anderer Jugendlicher – Besucher durch eine verfallene Villa führen, das sogenannte Morning House.

Was zunächst wie eine willkommene Abwechslung wirkt, entwickelt sich bald zu einem nervenaufreibenden Abenteuer. Die scheinbar idyllische Insel birgt ein dunkles Geheimnis, und bald schon überschneiden sich Gegenwart und Vergangenheit auf mysteriöse Weise. Besonders gelungen fand ich die Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen, durch die sich das alte Schicksal von Morning House Stück für Stück entfaltet. Diese Rückblenden sind geschickt in die Erzählung eingeflochten und steigern die Spannung kontinuierlich.

Maureen Johnsons Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Sie versteht es, Atmosphäre zu schaffen – mal dicht und bedrückend, mal leicht und ironisch. Der Hauch von Humor, der immer wieder durchblitzt, lockert die düstere Grundstimmung auf sehr gelungene Weise auf. Vor allem Marlowe als Hauptfigur ist glaubwürdig und vielschichtig gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, habe mit ihr mitgefiebert, mitgerätselt und mitgefühlt.

Auch die Nebenfiguren sind interessant und authentisch – jede mit einer eigenen Geschichte und Persönlichkeit. Die Dynamik innerhalb der Gruppe auf der Insel, die sich zwischen Zusammenhalt, Misstrauen und kleinen Konflikten bewegt, verleiht der Geschichte zusätzlich Tiefe.

Insgesamt hat mir Death at Morning House ausgesprochen gut gefallen. Es ist ein spannender, atmosphärischer Jugendthriller mit Mystery-Elementen, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Wer düstere Familiengeheimnisse, starke Figuren und einen Hauch Übernatürliches mag, ist hier genau richtig.
Ich vergebe volle 5 Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus!


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