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Veröffentlicht am 06.02.2025

Nicht ganz was ich erwartete hatte, aber dennoch eine schöne Fantasy Geschichte

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
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Signas Eltern starben, als sie noch ein Säugling war. Anfangs war sie für die Verwandten, aufgrund des beträchtlichen Erbes, noch ein begehrtes Mündel und sie rissen sich um sie. Doch jedes Mal starb der ...

Signas Eltern starben, als sie noch ein Säugling war. Anfangs war sie für die Verwandten, aufgrund des beträchtlichen Erbes, noch ein begehrtes Mündel und sie rissen sich um sie. Doch jedes Mal starb der jeweilige Vormund auf unerklärliche Weise und inzwischen gilt die mittlerweile 19-jährige als verflucht. Das macht sie sehr einsam und deswegen hasst sie den Tod, den sie tatsächlich sehen kann, auch inbrünstig.

Nach dem Hinscheiden ihrer Tante Magda wird sie überraschen von Verwandten auf dem stattlichen Anwesen Thorn Grove aufgenommen. Dort hofft die junge Frau endlich den Zugang zur feinen Gesellschaft zu finden, nachdem sie sich so sehr sehnt. Aber auch dort lauert der Tod. Ihre Cousine Blythe, die Tochter des Hauses, wird langsam vergiftet und der Täter scheint dem nahen Umfeld der wohlhabenden Familie anzugehören.

Da Signa nicht schon wieder für einen mysteriösen Todesfall verantwortlich gemacht und erneut verstoßen werden möchte, geht sie selbst auf Spurensuche. Auch der Tod erweist sich dabei erstaunlicherweise nicht als Feind, sondern als Verbündeter. Wird er ihr tatsächlich helfen, den Täter zu finden? Und was hat es mit den verbotenen Gefühlen auf sich, die sie in seiner Gegenwart empfindet?

Als ich diesen Auftakt zu einer neuen, etwas düsteren Fantasy-Reihe entdeckte, war ich mir nicht der Tatsache bewusst, dass die Geschichte im 19. Jahrhundert spielt. Da ich aufgrund des Covers und des Klappentextes eine etwas modernere Geschichte erwartet hatte, brauchte ich erst mal ein bisschen, um mich einzulesen. Schreibstil und Sprache im Buch sind, im Gegensatz zum Klappentext, der damaligen Zeit deutlich angepasster und wirkten anfangs auf mich etwas gestelzt. Mir half jedoch, dass ich von Beginn an großes Mitgefühl mit der Hauptfigur Signa hegte, ich sie mochte und hoffte, dass sie nicht wieder vom Regen in die Traufe kommt.

Interessant empfand ich in dieser Geschichte die Personifizierung des Todes und die miteinander streitenden Gefühle in Signa, die die meiste Zeit ihres Lebens von Normalität und Gesellschaft geträumt hat, dies jedoch, als es endlich greifbar ist, vor allem als anstrengend empfindet, sich selbst und ihre merkwürdigen Kräfte aber auch nicht akzeptieren kann. Gleichzeitig verfolgte ich sehr gespannt, wie sie mit ihrer Suche nach dem Täter, zusammen mit einem kleinen ausgewählten Helferkreis, in kleinen Schritten vorankommt, dabei aber auch immer wieder torpediert wird.

Von wem war ein Rätselraten, das erst ziemlich am Ende aufgelöst wurde. Allerdings hatte ich diese Person tatsächlich schon eine ganze Weile vorher auf dem Schirm, genau wie die Identität des eigenartigen Stallburschen. Auch die beschriebene Romanze gefiel mir durchaus, in Bezug auf das offene Ende ging sie mir jedoch bereits deutlich zu weit. Insgesamt hat mir dieses Buch dennoch recht gut gefallen und ich werde ganz sicher auch den zweiten Teil „Foxglove – Das Begehren des Todes“ lesen.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Sehr guter Spionage-Thriller, der mir Lust auf die gesamte Reihe machte

Oxen. Pilgrim
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Niels Oxen, ein ehemaliger dänischer Elitesoldat, hat nach furchtbaren Erlebnissen im Keller eines Therapiezentrums für Kriegsveteranen, die er nur knapp überlebte, und einem längeren Krankenhausaufenthalt ...

Niels Oxen, ein ehemaliger dänischer Elitesoldat, hat nach furchtbaren Erlebnissen im Keller eines Therapiezentrums für Kriegsveteranen, die er nur knapp überlebte, und einem längeren Krankenhausaufenthalt einiges aufzuarbeiten. Er tut dies beim Wandern oder Pilgern (daher der Titel), teilweise zusammen mit seinem 15-jährigen Sohn. Letzterer ist überhaupt der Grund dafür, dass Oxen die schreckliche Zeit durchgestanden und nicht aufgegeben hat.

Sally Finnsen ist Polizistin in der Fahndungsabteilung der Polizei in Kopenhagen. Sie war bei dem Einsatz, der Oxen damals das Leben rettete, maßgeblich beteiligt, ist aber auch privat involviert. Ihr Bruder, ein Kriegsveteran, wurde im Keller des Therapiezentrums ermordet und danach in einem Massengrab verscharrt. Seitdem will sie Gerechtigkeit und sucht nach den maskierten Tätern, denen damals die Flucht gelang.

Margarethe Franck ist zwar behindert, aber eine der fähigsten Mitarbeiter beim PET, dem Geheimdienst der dänischen Polizei. Sie ermittelte bislang in der Sache der Ereignisse mit den Kriegsveteranen und ist ebenfalls noch immer auf der Suche nach den Geflohenen. Plötzlich bekommt sie von ihrem Vorgesetzten die Anweisung zur Einstellung der Ermittlungen und wird kurze Zeit später sogar suspendiert. Gemeinsam mit Oxen und Finnsen setzt sie diese Ermittlungen nun auf eigene Faust fort.

Axel Mossman, der legendäre ehemalige Leiter des PET ist zwar inzwischen im Ruhestand, mischt jedoch noch immer maßgeblich in der Welt der Geheimdienste mit. Als die dänischen Steuerbehörden geleakte Daten aus einem Steuerparadies zum Kauf angeboten bekommen, ist er für den reibungslosen Ablauf und den Personenschutz bei der Transaktion verantwortlich. Dafür engagiert er erst Margarethe und später auch Oxen. Dabei stellt Franck jedoch fest, dass ihr einstiger Mentor Mossman ein doppeltes Spiel spielt.

Aber es kommt noch eigenartiger, als die kleine Ermittlergruppe feststellen muss, dass die Gegenspieler in der Angelegenheit mit der Steuerbehörde auch ihre Jagd nach dem Mann mit der Mandrill-Maske behindern und dabei vor nichts zurückschrecken. Werden die drei ihn trotzdem stellen können? Und welche Rolle hat Mossman in diesem mörderischen Spiel?

Obwohl ich die Vorgängerbücher (noch) nicht gelesen habe, kam ich relativ problemlos in die Geschichte hinein. Klar hatte ich am Anfang einen leichten Nachteil, weil für mich alles komplett neu war. Aber das ist wie im richtigen Leben, wenn man neu in eine Gruppe stößt, die sich schon länger kennt, man selbst sich erst einfinden muss und vieles nur Häppchenweise erfährt. Dieses Einfinden wurde mir jedoch durch etliche kurze Rückblenden sehr leichtgemacht. So, dass ich mir vieles, woran diejenigen, die in der Reihe up to date sind, nur erinnert wurden, gut zusammenreimen konnte und nicht wirklich Verständnisprobleme empfand.

Allerdings mag ich es sowieso, wenn ich Charaktere in Geschichten situationsbezogen kennenlerne und liebe es, wenn es mehrere verschiedene Handlungsstränge gibt, die sich beim Lesen erst nach und nach zu einem Großen und Ganzen vereinen. Das war hier der Fall und der flüssige Schreibstil des Autors sowie der durch gekonnte Szenenwechsel permanent gehaltene Spannungsbogen, taten ihr Übriges. Nach ca. einem Viertel des Buches war es schon so, dass ich es, wegen der mich fesselnden Katz- und Mausspiele, nur noch ganz widerwillig aus der Hand legte und in insgesamt zwei Tagen hatte ich es auch schon wieder ausgelesen.

Mir wuchsen beim Lesen dieses spannenden Spionage-Thrillers nicht nur die vier in meiner Inhaltsbeschreibung genannten Charaktere ans Herz, sondern es wurde in mir auch das Interesse an der gesamten Vorgeschichte geweckt. Ich werde mir deshalb jetzt nach und nach auch die 5 Vorgängerbücher als ebooks kaufen, diese dann aber in der korrekten Reihenfolge lesen. Außerdem hoffe ich auch ganz stark, dass die Reihe weitergeht.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Atmosphärisch spannender Islandkrimi mit besonderen Ermittlern

Schmerz
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Die Kriminalistin Dora hat bei einem früheren Einsatz eine Kugel in den Kopf bekommen und sich seitdem stark verändert. Ihr damaliger Partner und jetziger Vorgesetzter Elliði lässt sie seitdem nur Schreibtischarbeiten ...

Die Kriminalistin Dora hat bei einem früheren Einsatz eine Kugel in den Kopf bekommen und sich seitdem stark verändert. Ihr damaliger Partner und jetziger Vorgesetzter Elliði lässt sie seitdem nur Schreibtischarbeiten verrichten. Doch als während einer Schulexkursion im Thingvellir-Nationalpark ein Teenager verschwindet, sind Elliði und die meisten anderen Kollegen mit einer Razzia beschäftigt und dem Schichtleiter steht nur Dora zur Verfügung. Daher betraut er sie mit dem Vermisstenfall.

Als Elliði das mitbekommt, stellt er ihr Rado zur Seite. Dieser ist ein guter Kriminalist und hat sich als Sohn serbischer Einwanderer bei der isländischen Polizei hochgearbeitet. Da er jedoch der Schwiegersohn des Mannes ist, dessen Unternehmungen die Razzia zu Fall bringen soll, kann er bei dieser nicht eingesetzt werden. Anfangs kann sich Rado eine Zusammenarbeit mit der auf ihn eigenartig wirkenden Dora nicht vorstellen. Schnell erkennt er jedoch, dass Dora Dinge bemerkt, die andere nicht sehen. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, den vermissten Teenager zu finden?

Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, abwechselnd aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten. Dank des flüssigen Schreibstils und der einfachen aber dennoch bildhaften Sprache, konnte ich diesen Islandkrimi gut und schnell lesen. Die Handlung verlief zwar eher gemächlich, aber durch die Perspektivwechsel und meine damit ständig wieder entfachte Neugier auf die Zusammenhänge sowie den weiteren Verlauf, stellte sich bei mir schnell eine atmosphärische Grundspannung ein.

Die beiden Hauptfiguren wurden mir durch die vielen Einblicke in ihre Persönlichkeiten und ihr Privatleben sehr schnell sympathisch. Vor allem das sorgte dann auch dafür, dass ich leichte Längen und einige mir nicht wirklich realistisch erscheinende Situationen großzügig in Kauf nehmen konnte. Gerade in Bezug auf Dora trug mir der Autor doch ein bisschen zu dick auf. Sehr gut gefiel mir jedoch, dass in der Geschichte viele gesellschaftlich wichtige Themen behandelt wurden. Es gab einige für mich überraschende Wendungen. Obwohl die behandelten Fälle erst mal gelöst sind, gibt es am Schluss einen Cliffhanger.

Der sorgte auch dafür, dass ich nun schon gespannt auf den am Ende des Buches für den Herbst angekündigten zweiten Teil der Reihe mit dem Titel Gift warte. Insgesamt hat mir dieser Krimi, trotz der erwähnten Kritikpunkte, sehr gut gefallen und ich gebe für Freunde atmosphärischer Islandkrimis gern eine Empfehlung mit.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Trotz einiger Längen im Mittelteil, ein richtig guter Thriller

Deep Fake
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Thriller gehören zu meiner Lieblingslektüre. Als ich diesen hier bei NetGalley entdeckte, reizte mich der Klappentext und ich fragte ein Rezensionsexemplar an. Kurze Zeit später konnte ich dieses auf meinen ...

Thriller gehören zu meiner Lieblingslektüre. Als ich diesen hier bei NetGalley entdeckte, reizte mich der Klappentext und ich fragte ein Rezensionsexemplar an. Kurze Zeit später konnte ich dieses auf meinen Kindle laden und es noch vor dem Erscheinungstermin lesen.

Mira ist Lehrerin aus Leidenschaft. Auch im Privatleben ist sie mit ihrem Ehemann und den dreieinhalbjährigen Zwillingssöhnen sehr glücklich. Doch ein plötzlich auftauchendes Video von ihr, welches in rasender Geschwindigkeit viral geht, droht nun all das zu zerstören. Nur wenige Menschen in ihrem Umfeld glauben ihr, dass die nackte Frau in diesem professionell gemachten Deepfake, nicht sie ist. Auch die Polizei kann ihr nicht wirklich helfen.

Bei ihrer eigenen Suche nach dem Täter führt eine erfolgversprechende Spur in das abgeschiedene Dorf, in dem sie aufgewachsen ist und in das sie, nach einem schrecklichen Ereignis vor 20 Jahren, eigentlich niemals wieder zurückkehren wollte. Auch ihre Jugendfreunde Anton und Joseph wurden durch Diffamierungen im Internet zurück nach Tannenwinkel gelockt. Sollen sie jetzt für ihre Jugendsünden bezahlen?

Den Schreibstil, der mir vorher unbekannten Autorin, empfand ich als angenehm flüssig. Die Sprache einfach und trotzdem bildhaft. Nach einem ziemlich mysteriösen Prolog, wird die Geschichte dieses Buches abwechselnd in der dritten Person aus Miras Perspektive in der Gegenwart und in der ersten Person, in Form eines Computertagebuches, aus der Perspektive einer 16-Jährigen namens Kat im Jahr 2003 erzählt. Die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgten dafür, dass sich schnell eine atmosphärische Grundspannung aufbaute.

Die sich überschlagenden Ereignisse wegen des Deepfakes standen dabei längere Zeit in einem recht krassen Gegensatz zu den Tagebucheinträgen von Kat und schienen erst einmal überhaupt nichts miteinander zu tun zu haben. Dass Mira eine jahrelang tief in ihr verborgene Schuld mit sich herumschleppt, wurde zwar sehr schnell klar. Allerdings dauerte es doch eine ganze Zeit, bis ich sie als eine der Personen aus Kats Tagebuch identifizieren konnte und auch dann brauchte es noch einmal eine ganze Weile, bis endlich offenbart wurde, was vor 20 Jahren in Tannenwinkel so Schreckliches passiert ist.

Obwohl ich nie an ein Abbrechen des Buches dachte, ging mir im Mittelteil des Buches die Geheimniskrämerei darum schon ein bisschen auf die Nerven und ich verspürte einige Längen. Das änderte sich im letzten Drittel allerdings wieder schlagartig, als klar wurde, dass die bislang von der Autorin gelegten Spuren zur Aufklärung des Falles falsch waren und eine für mich überraschende Wendung, die nächste jagte. Insgesamt hat mir dieser Thriller dann doch so gut gefallen, dass nun auch der erste Thriller der Autorin auf meiner Buchwunschliste steht.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Wieder sehr spannend, aber nicht alles war für mich hundertprozentig schlüssig

Harter Schnitt
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Vor vielen Jahren habe ich die Grant County Reihe der Autorin regelrecht verschlungen und nach deren Ende konnten mich auch die ersten Bücher der deutlich düster-brutaleren Georgia-Reihe um den GBI Agenten ...

Vor vielen Jahren habe ich die Grant County Reihe der Autorin regelrecht verschlungen und nach deren Ende konnten mich auch die ersten Bücher der deutlich düster-brutaleren Georgia-Reihe um den GBI Agenten Will Trent, zu dem ab dem dritten Buch auch Sara Linton dazu stieß, ebenso begeistern. Diese Reihe las ich bis zu diesem fünften Teil in gedruckten Ausgaben. Danach hatte ich eine sehr lange krankheitsbedingte Lesepause.

Nach dieser setzte ich die Reihe zwar fort, aber an die meisten Inhalte der vorher gelesenen Bücher, konnte ich mich nicht mehr wirklich erinnern. Da ich inzwischen auch viel lieber E-Books lese, weil man da die Schrift größer stellen kann und meine Print Ausgaben inzwischen schon verschenkt hatte, startete ich im vergangenen Jahr einen Reread mit den E-Book Ausgaben. Diese wurden von HarperCollins neu aufgelegt und Harter Schnitt bekam ich als Rezensionsexemplar von NetGalley.

Die GBI Agentin Faith Mitchel ist nach der Geburt ihrer Tochter Emma wieder berufstätig und das kleine Mädchen wird, wenn sie arbeitet, meistens von ihrer Mutter Evelyn betreut. Nach einem Fortbildungsseminar ist Faith mal wieder später dran, als ursprünglich geplant. Als sie ihre Mutter telefonisch nicht erreichen kann, spürt sie bereits, dass etwas überhaupt nicht in Ordnung ist und als sie endlich am Haus ihrer Mutter ankommt, findet sie die Haustür offen mit einem blutigen Handabdruck, eine Leiche im Wäscheraum und ihre Tochter im Schuppen eingesperrt. Nachdem sie einen Notruf abgesetzt hat, geht sie vorsichtig weiter ins Haus. Von ihrer Mutter fehlt jede Spur, dafür sind zwei bewaffnete Männer im Schlafzimmer, die sie in Notwehr erschießt.

Kurze Zeit später wimmelt es am Tatort von Polizisten. Auch Faith Vorgesetzte Amanda Wagner und ihr Partner Will Trent sind eingetroffen und da Faith nicht regelmäßig gegessen hat und aufgrund ihrer Diabetes plötzlich verwirrt scheint, bittet Will auch noch Sara Linton als Ärztin hinzu. Warum wurde die ehemals hochrangige, inzwischen aber pensionierte Polizistin entführt? Und wird das GBI es schaffen, Faith Mutter lebend wiederzufinden?

Auch beim zweiten Mal konnte ich diesen Thriller leicht und flüssig lesen, ohne irgendwann irgendwelche Längen zu verspüren. Ich erinnerte mich zwar noch dunkel an die Entführung von Evelyn und die beginnende Beziehung von Sara und Will, alles Drumherum war jedoch verschüttet, so, dass auch dieses Buch für mich erneut ein sehr spannendes Leseerlebnis war. Der Blick hinter die Kulissen von Faith Familie gefiel mir sehr gut. Auch Will Trent, Amanda Wagner und Sara Linton wurde wieder hervorragend charakterisiert und ansonsten wurde wieder ein tiefer Blick in die düstersten und brutalsten Abgründe der Gesellschaft gewährt.

Wie immer legt die Autorin sehr viele falsche Spuren, um am Ende mit der Auflösung zu verblüffen. Allerdings fand ich es doch etwas schade, dass für mich ein paar Fragen, die im Laufe des Lesens auftraten, unbeantwortet blieben. Ich hätte schon gern gewusst, wie drahtziehende und schwer bewachten Gefängnisinsassen, ohne Kontakte zur Außenwelt, an ihre Informationen kamen. Das wurde, meiner Meinung nach, nur halbgewalkt und nicht wirklich schlüssig erklärt. Es war zwar für die Auflösung des Entführungsfalls letztendlich auch gar nicht mehr wichtig, aber es störte mich schon ein bisschen.

Insgesamt kann ich aber auch für diesen Thriller wieder eine Leseempfehlung abgeben. Ich denke aber, dass man, um das private Dilemma von Will und Sara oder die arbeitspartnerschaftlichen Beziehungen von Faith und Will richtig verstehen kann, auch die Vorgänger der Reihe gelesen haben sollte.

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