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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2025

Gefiel mir insgesamt sehr gut und macht mir Lust auf weitere Bücher von der Autorin

Die Wächterin von Köln
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Seit ich, nach einer längeren krankheitsbedingten Lesepause, wieder in die Welt der Bücher zurückgefunden habe, las ich überwiegend Bücher aus den Genres Krimis & Thriller oder Fantasy. Historische Romane, ...

Seit ich, nach einer längeren krankheitsbedingten Lesepause, wieder in die Welt der Bücher zurückgefunden habe, las ich überwiegend Bücher aus den Genres Krimis & Thriller oder Fantasy. Historische Romane, die früher ebenfalls zu meinen beliebten Beuteschemen gehörten, vernachlässigte ich bislang ziemlich. Da ich das wieder ändern wollte, stöberte ein bisschen bei den Neuerscheinungen.

Als ich dieses Buch dann bei NetGalley entdeckte, reizte mich vor allem die Werbung „für Leser und Leserinnen von Rebecca Gablé“. Die Bücher dieser Autorin habe ich vor meiner Krankheit immer sehr gern gelesen. Die Autorin Petra Schier dagegen, war mir vorher noch nie untergekommen. Da mir auch die Inhaltsangabe zusagte, fragte ich ein Rezensionsexemplar an und freute mich, es kurze Zeit später auf meinen Kindle laden zu können.

Elsbeth ist die Wirtin des Freudenhauses „Zur schönen Frau“ und seit vielen Jahren mit dem Scharfrichter der Stadt Köln liiert. Im Jahre 1423 muss Letzterer ihr eine sehr traurige Botschaft überbringen. Diese trifft die ehemalige Hübschlerin so hart, dass sie erstmals ihre schmerzhaftesten Erinnerungen mit Johannes teilt.

Im Jahre 1396 war Elsbeth gerade 16 Jahre alt, als ihre Mutter (ebenfalls eine Hübschlerin) starb und sie selbst das Haus in dem sie wohnten und die Mutter ihrem Gewerbe nachging, nicht mehr halten konnte. Weil sie kein anderes Leben kannte, begann die junge Frau im Freudenhaus zu arbeiten. Dort verliebt sie sich in einen ihrer Freier, der ihr ein anderes Leben in Aussicht stellt. Doch der angesehene Ratsherr wird kurze Zeit später vergiftet und Elsbeth als Verdächtige festgenommen.

Ihr Halbbruder Nicolai, der erst vor kurzem von ihrer Existenz erfuhr, bewahrt sie vor der Todesstrafe und wird ihr heimlicher Vertrauter. Mit Hilfe der Informationen, die sie im Freudenhaus für ihn sammelt, wird er zum mächtigsten Mann von Köln und sie zur Wächterin der Unterwelt…

Leicht und flüssig konnte ich die in der dritten Person verfasste Geschichte aus der Perspektive von Elsbeth lesen. Der Schreibstil gefiel mir ausgesprochen gut und die Sprache empfand ich der damaligen Zeit gut angepasst. Ihre Bildhaftigkeit sorgte dafür, dass ich mir sowohl die Charaktere, als auch ihr jeweiliges Umfeld sehr gut vorstellen konnte. Der Spannungsbogen wurde durch die gute Mischung aus Geschehnissen in der Gegenwart (1423 und später) und der Vergangenheit (ab 1396) sehr gut gehalten.

Das dem Buch vorangestellte Personenregister brauchte ich persönlich nicht. Ich liebe es, wenn ich die Charaktere, wie hier im Buch, situationsbezogen kennenlerne. Allerdings finde ich ein solches Register trotzdem gut und ich kenne auch etliche Leser, denen so etwas überaus wichtig ist. Ich selbst konnte von Anfang an problemlos die Übersicht über die doch recht vielen in der Geschichte vorkommenden Personen behalten.

Im ersten Viertel des Buches gab es ziemlich viele sehr ausführlich beschriebene Sexszenen, die mich zugegebener Maßen erst einmal etwas konsternierten. Allerdings wurden die mit der Zeit weniger und sie verdeutlichten vor allem die Missstände, mit denen Hübschlerinnen zur damaligen Zeit leben mussten. Im Nachgang gesehen, untermauerten diese Szenen jedoch vor allem den starken Charakter Elsbeths, die allen Widrigkeiten zum Trotz, immer wieder für Verbesserungen im sowieso schon schweren Leben aller in ihrem Gewerbe tätigen Frauen kämpfte.

Allen anderen Geschehnissen und Verwicklungen außerhalb des Freudenhauses folgte ich von Anfang bis Ende sehr gern und interessiert. Längen verspürte ich während der gesamten Lesezeit nicht. Insgesamt gefiel mir die Geschichte in diesem Buch so gut, dass ich mich inzwischen über weitere Bücher der Autorin informierte. Ihre Lombarden-Reihe, in der, wie ich gelesen habe, andere Protagonisten der hier gelesenen Geschichte im Vordergrund stehen, habe ich mir bereits auf meine Wunschliste gesetzt.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Etwas weniger ausführliche Erotik wäre vielleicht mehr gewesen, dennoch nicht schlecht

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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Nachdem ich vorigen Monat den Auftakt der Enemies-to-Lovers Reihe Empire of Sins and Souls gelesen hatte und mir die Geschichte durchaus gefiel, widmete ich mich in den letzten Tagen dem zweiten Teil mit ...

Nachdem ich vorigen Monat den Auftakt der Enemies-to-Lovers Reihe Empire of Sins and Souls gelesen hatte und mir die Geschichte durchaus gefiel, widmete ich mich in den letzten Tagen dem zweiten Teil mit dem Untertitel: Das gestohlene Herz.

Um das nächste gestohlene Relikt zu finden, wird Zoé Durand zurück in die Welt der Lebenden geschickt. Allerdings muss sie dafür einiges beachten und sie hat anscheinend ein recht kleines Zeitfenster zum Erledigen dieser Aufgabe. Zudem lauern hier auch unerwartete Gefahren auf sie. Ziemlich schnell trifft sie auf den dunklen Prinzen Kaspar, der vor geraumer Zeit wegen seiner Vergehen aus Xanthia wieder dorthin verbannt wurde. Da dieser jedoch weiß, wo sie nach dem Relikt suchen muss und sie auch vor denen schützen kann, die sie vernichten wollen, nimmt sie – allen Warnungen zum Trotz – seine Hilfe und auch die daran geknüpfte Bedingung an. Da Kaspar oder Kas so ganz anders ist, als Zoé es erwartet hat, sieht sie in ihm schnell deutlich mehr als einen Feind. Doch ist ihr wachsendes Vertrauen in ihn wirklich gerechtfertigt?

Auch diese, hauptsächlich in der ersten Person und der Perspektive von Zoé verfasste Geschichte, ließ sich wegen der einfachen, aber sehr bildhaften Sprache, leicht und flüssig lesen. Dennoch verspürte ich in den ersten beiden Dritteln auch einige Längen und hatte da immer mal wieder das Gefühl, dass fantastisch spannende Elemente zugunsten von erotischen Szenen zurückstecken mussten. Die dunkle Grundspannung, die ich im ersten Teil eigentlich permanent verspürte, konnte ich zwischenrein einige Zeit nicht fühlen. Das klärte sich allerdings im letzten Drittel. Da gab es dann noch mal einige überraschende Wendungen und auch die Spannung kam zurück.

Ich denke ein paar der ausführlich dargestellten erotischen Szenen hätten gut und gern weggelassen werden können, um die Handlung zu straffen, ohne, dass es die Entwicklung der Hauptfigur behindert hätte. Trotzdem dachte ich auch während der von mir empfundenen Längen nie an ein Abbrechen des Buches und insgesamt fühlte ich mich dennoch gut unterhalten. Aufgrund des Cliffhangers am Ende ist in der Geschichte immer noch alles offen und ich warte nun gespannt auf die Fortsetzung, die Anfang März 2025 erscheinen soll.

Alles in allem kann ich Freunden des Genres auch für dieses Buch eine Leseempfehlung geben. Allerdings sollte vorher unbedingt der erste Teil gelesen werden. Sonst befürchte ich massive Verständnisprobleme.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Immer noch eine interessante Fortsetzung, aber doch schwächer als der erste Teil

Kings of Cypress Pointe - Bitter Regrets
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Obwohl ich der Zielgruppe längst entwachsen bin, lese ich Geschichten, die für junge Erwachsene geschrieben sind, hin und wieder sehr gern. Nachdem ich dieses Jahr bereits den Auftakt der Reihe um die ...

Obwohl ich der Zielgruppe längst entwachsen bin, lese ich Geschichten, die für junge Erwachsene geschrieben sind, hin und wieder sehr gern. Nachdem ich dieses Jahr bereits den Auftakt der Reihe um die Golden Boys, von der im Original bereits 6 Bände erschienen sind, in deutscher Übersetzung gelesen hatte und dieser mir richtig gut gefiel, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Blue ist am Boden zerstört. Nicht nur, dass sie West auf den Leim gegangen ist und er sie danach fortschickte, das Ganze wurde auch noch ohne ihr Wissen gefilmt und dann veröffentlicht. So führt sie plötzlich die Rosa Liste der leicht zu habenden Mädchen der Schule an, steht ein Vergehen vor dem Rauswurf aus der Schule und auch ihre jüngere Schwester Scar hat darunter zu leiden. West wiederum ist nahezu unbeschadet davongekommen. Für Blue ist der berüchtigte Quarterback der Cypress Prepp gestorben und lediglich ihre Wut auf ihn hält sie aufrecht. Doch West lässt sie nicht in Ruhe und versucht hartnäckig sich mit ihr zu versöhnen. Kann es sein, dass tatsächlich nicht er hinter der Veröffentlichung des Videos steckt, wie er so vehement behauptet?

Auch dieses Buch ist wieder abwechselnd aus den Perspektiven von Blue und West in der ersten Person verfasst. Obwohl der Schreibstil durchaus wieder flüssig und gut lesbar war, schlichen sich hier, im Gegensatz zum Vorgänger, doch hin und wieder Längen ein. Das lag meiner Meinung nach vor allem daran, dass sich fast alles um das Drama zwischen Blue und West drehte, während die anderen interessanten Figuren noch kleinere Nebenrollen spielten, als im ersten Teil.

Konnte ich mich noch im ersten Teil immer richtig gut in Blue hineinversetzen, war das diesmal leider häufiger nicht so ganz der Fall. Ich verstand zwar, dass sie aufgrund der Situation hin- und hergerissen ist, empfand aber etliche ihrer Reaktionen entweder als zu nachgiebig oder gleich wieder überzogen. Gut gefiel mir zwar die Entwicklung von West. Allerdings nervte mich auch hier, dass um sein Geheimnis aus der Vergangenheit lange Zeit nur herumgeredet wurde. Dieses wurde später dann zwar aufgelöst, alles in allem hätte dem Spannungsbogen im Buch aber auch hier eine Straffung gutgetan.

Die Posts der nach wie vor anonym bleibenden Klatsch-Influencerin QweenPandora hatten für mich diesmal auch einiges an Biss verloren. Hier war es übrigens immer noch so, wie im ersten Teil, dass mir gar nicht gefiel, dass diese als Bilder ins eBook eingefügt sind. Das Vergrößern – ohne war die Schrift für mich überhaupt nicht lesbar – empfand ich auf meinem etwas mehr als 4 Jahre alten eBook-Reader als sehr umständlich. Hier hätte mir normale Schrift, mit entsprechender Kennzeichnung vorher, deutlich besser gefallen.

Insgesamt habe ich zwar auch diesen 2. Teil wieder gern gelesen. Der böse Cliffhanger am Ende und die vielen noch immer unbeantworteten Fragen sorgen auch dafür, dass ich nun gespannt auf Teil 3 warte (der soll am 28.03.2025 erscheinen) und unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht. Im Vergleich zum ersten Teil, bei dem ich das Lesen jedes Mal nur unwillig unterbrach, fand ich den zweiten Teil jedoch schwächer und legte ihn etliche Male - von der Handlung genervt - für eine Pause aus der Hand. Ich denke auch, dass man vieles nicht richtig deuten kann, wenn man den ersten Teil der Reihe nicht gelesen hat.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Ich hatte einen etwas holprigen Start, fand die Geschichte letztendlich aber sehr spannend

The Twenty
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Als ich dieses Buch hier, lange vor dem Erscheinungstermin, bei NetGalley entdeckte, reizte mich der Klappentext. Die Thematik Serienmörder wird zwar inzwischen von vielen Thriller Autoren behandelt, trotzdem ...

Als ich dieses Buch hier, lange vor dem Erscheinungstermin, bei NetGalley entdeckte, reizte mich der Klappentext. Die Thematik Serienmörder wird zwar inzwischen von vielen Thriller Autoren behandelt, trotzdem bin ich davon noch immer nicht übersättigt und finde es immer wieder spannend gemeinsam mit den Ermittlern auf die Jagd nach ihnen zu gehen. Daher fragte ich ein Rezensionsexemplar an und freute mich, es kurze Zeit später auf meinen Kindle laden und mit dem Lesen beginnen zu können.

DCI Adam Bishop wird zu einem Leichenfund auf einer illegalen Mülldeponie gerufen. Neben dem Toten fällt ihm die römische Zahl Sechzehn ins Auge und als er sich am Fundort noch weiter umsieht, sieht er auch die Zahlen Zwölf bis Fünfzehn. Bei der gründlichen Suche findet die Spurensicherung bei den Zahlen vier weitere vergrabene Leichen in unterschiedlichen Verwesungsstadien. Der Verdacht, dass hier ein Serienmörder sein Unwesen treibt, liegt nahe, doch irgendwelche verwertbaren Spuren gibt es nicht.

Einen Hinweis liefert ihm dann ausgerechnet Dr. Romilly Cole. Auch bei einer Mordserie vor inzwischen mehr als 30 Jahren, bei der sie als Kind traumatisiert wurde und wegen der sie noch immer in Therapie ist, waren römische Zahlen mit im Spiel. Beginnend mit der Zwanzig, heruntergezählt bis Siebzehn. Allerdings wurde dieses Detail nie öffentlich gemacht und der damalige Täter ist im Gefängnis. Daher nimmt Adam Bishop die Ängste seiner Ex-Frau zunächst nicht ernst.

Doch dann gibt es immer mehr Opfer, in deutlich kürzeren Abständen. Und auch das nächste Umfeld der Ermittler wird nicht verschont. Werden sie es schaffen den Mörder zu stoppen, bevor er mit der Null sein Ziel erreicht?

Den Start in das Buch empfand ich für mich als etwas holprig. Die Geschichte beginnt mit einem recht grausamen Prolog, in dem ein Opfer augenscheinlich verblutet. Danach werden die fünf Toten auf der illegalen Mülldeponie gefunden. Obwohl die Szenerie durchaus grauenvoll auf mich wirkte, empfand ich die bildhaften Beschreibungen etwas eigenartig. Aus dem Klappentext hatte ich noch die Formulierung „fünf ausgeblutete Leichen“ im Kopf, der Fundort wurde jedoch als blutiger Schauplatz bezeichnet. Das passte für mich irgendwie nicht richtig zusammen. Auch später in der Gerichtsmedizin wurde zwar von Verblutung (der Begriff las sich komisch) gesprochen, aber nicht bei allen von ausgeblutet.

Trotzdem zog mich die Handlung danach schnell in ihren Bann. Geschrieben ist das Buch größtenteils in der dritten Person, abwechselnd aus der Perspektive verschiedener Charaktere und auch in verschiedenen Zeitebenen. Lediglich der lange Zeit anonym bleibende Mörder kommt gelegentlich in der ersten Person zu Wort. Den Schreibstil empfand ich als flüssig, die Sprache einfach aber sehr bildhaft. Der Spannungsbogen wurde ziemlich geschickt aufgebaut und dann auch sehr gut bis zum Schluss gehalten. Wichtige Puzzleteilchen wurden nur nach und nach aufgedeckt, so dass es bei mir immer wieder zu Aha-Effekten kam.

Da auch das Privatleben der Ermittler in der Geschichte immer wieder eine große Rolle spielte und die späteren Opfer teils aus dem direkten Umfeld stammten, wurde mir zwar relativ schnell klar, dass der Mörder irgendwie mit ihnen verbandelt sein muss. Allerdings lag ich mit meinen eigenen, immer mal wechselnden Verdächtigungen ziemlich lange falsch und war erst kurz vor der Aufklärung und dem vermeintlichen Showdown selbst auf der richtigen Spur. Doch auch danach setzte die Autorin noch einen drauf und das Ende kam für mich dann richtig überraschend. Insgesamt hat mir das Buch dann doch sehr gut gefallen und ich kann es Lesern, die spannende Thriller über Serienmörder mögen, durchaus weiterempfehlen.

Eigenartig empfinde ich jedoch, dass bislang nur dieses Buch der Autorin in der deutschen Übersetzung beworben wird. Im Nachgang habe ich mir nämlich im Internet angelesen, dass es sich dabei bereits um den zweiten Teil ihrer „Major Crimes“ Reihe handelt. Der erste Teil, der im englischen Original „The Echo Man“ heißt, wurde sogar kurz auch in dieser Geschichte mit erwähnt. Es war zwar nicht so, dass es für die Handlung eine bedeutende Rolle gespielt hätte und „The Twenty“ kann durchaus als eigenständig gelesen werden, aber neugierig geworden bin ich auf den Vorgänger trotzdem. Leider ist mein Englisch so bruchstückhaft, dass ich das Buch nicht im Original lesen kann. Von daher würde ich mich freuen, wenn auch „The Echo Man“ in deutscher Sprache erscheinen würde.

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Hier gibt es eine deutliche Steigerung zum Reihenauftakt

The Monet Family – Shine Bright, Little Princess
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Obwohl der Zielgruppe längst entwachsen, greife ich gern immer mal wieder zu Jugendbüchern, die mittlerweile auch auf dem deutschen Buchmarkt immer häufiger als Young Adult bezeichnet werden. Das nervt ...

Obwohl der Zielgruppe längst entwachsen, greife ich gern immer mal wieder zu Jugendbüchern, die mittlerweile auch auf dem deutschen Buchmarkt immer häufiger als Young Adult bezeichnet werden. Das nervt mich persönlich ein wenig, genauso wie die immer öfter vorkommenden englischsprachigen Buchtitel auf deutschsprachigen Büchern. „The Monet Family – Shine Bright, Little Princess“ ist der zweite Teil einer Trilogie, in der es um die etwas andere und geheimnisvolle neue Familie der mittlerweile fast 16-jährigen Haupfigur Hailie geht. Beim ersten Teil empfand ich zwar zwischenrein etliche Längen. Allerdings wurde es dann im letzten Drittel noch so spannend, dass ich doch gern wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht.

Seit Hailie nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter bei ihren fünf älteren Brüdern in Amerika lebt, hat sich ihr Leben grundlegend geändert. Da ist der vorher nicht gekannte, durchaus angenehme luxuriöse Lebensstil auf der einen Seite. Auf der anderen Seite muss sie sich jedoch zu ihrer eigenen Sicherheit an strenge Regeln halten, die ihr nicht immer gefallen. Die Winterferien verbringt sie mit drei ihrer Brüder auf einer Privatinsel in Thailand. Dort stößt sie im luxuriösen Ferienhaus plötzlich auf einen ihr unbekannten Mann, der ihre Welt erneut auf den Kopf stellt. Doch damit nicht genug. Als sie wieder zuhause und in der Schule ist, lernt sie einen neuen Schüler kennen. Leo erzählt ihr etwas über ihre Brüder, was sie eigentlich nicht glauben möchte. Dennoch lässt es ihr keine Ruhe und als sie sich heimlich selbst ein Bild machen möchte, wird es gefährlich…

Auch diese Fortsetzung ist wieder in der ersten Person aus der Perspektive von Hailie geschrieben. Den Schreibstil empfand ich als flüssig, die Sprache einfach aber durchaus bildhaft. Im Gegensatz zum ersten Teil empfand ich diesmal keine Längen und es wurden endlich auch ein paar der Fragen beantwortet, die sich mir am Ende des Vorgängers als unbeantwortet auftürmten. Die Hauptfigur Hailie mag ich zwar, aber teilweise konnte ich ihr Verhalten nicht unbedingt mit einer fast 16-Jährigen in Einklang bringen. Hätte ich diese Altersangabe nicht gehabt, hätte ich sie wegen einiger ihrer Aktionen und Reaktionen, aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit weiblichen Jugendlichen, häufiger gut 2 Jahre jünger geschätzt.

Gut gefiel mir, dass sich das Verhältnis zwischen den Geschwistern verbessert hat und ich auch mit Hailies Brüdern diesmal etwas wärmer geworden bin, obwohl ich inzwischen weiß, dass sich zumindest die Älteren geschäftlich teilweise am Rande der Legalität bewegen. Auch andere, in diesem Teil erstmals auftauchende Verwandte, wurden mir sympathisch. Schön fand ich diesmal auch, dass zwar wieder Themen angesprochen wurden, die Teenager tatsächlich bewegen oder die sie bewegen sollten, diese aber im Gegensatz zum ersten Teil nicht mehr immer nach dem gleichen Schema abgehandelt wurden. Das machte die Geschichte insgesamt flüssiger. Es blieben am Ende bei mir zwar immer noch etliche Fragen offen und es kamen auch noch ein paar neue dazu.

Alles in allem fühlte ich mich von dieser Fortsetzung aber während der gesamten Lesezeit gut unterhalten. Auf den letzten Teil, der im März 2025 erscheinen soll, bin ich jetzt richtig gespannt und werde ihn auf jeden Fall auch noch lesen.

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