Profilbild von asome

asome

Lesejury Profi
offline

asome ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit asome über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2025

Haymitchs Geschichte – zutiefst bewegend und unvergesslich

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
0

„Die Tribute von Panem – L: Der Tag bricht an“ ist der fünfte Band der Panem-Reihe und spielt 24 Jahre vor der Originaltrilogie. Suzanne Collins erzählt darin die Geschichte von Haymitch Abernathy und ...

„Die Tribute von Panem – L: Der Tag bricht an“ ist der fünfte Band der Panem-Reihe und spielt 24 Jahre vor der Originaltrilogie. Suzanne Collins erzählt darin die Geschichte von Haymitch Abernathy und seinen Erlebnissen während der 50. Hungerspiele – dem zweiten Jubel-Jubiläum
Haymitch war mir schon in den vorherigen Bänden durch seine sarkastische Art und das weiche Herz hinter der rauen Fassade ans Herz gewachsen. Umso eindrucksvoller ist es, nun zu erfahren, welche traumatischen Erfahrungen ihn zu dem Menschen geformt haben, den wir später kennen. Auch wenn man weiß, dass er die Spiele überlebt, schafft es Collins, mit einer düsteren, beklemmenden Atmosphäre und emotionaler Tiefe von der ersten Seite an zu fesseln.
Trotz der Grausamkeit des Kapitols und der Brutalität der Arena blitzen immer wieder Hoffnung, Menschlichkeit und stille Momente des Widerstands durch. Haymitch kämpft nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, sich selbst nicht zu verlieren – mit Mut, Intelligenz und seinem unverwechselbaren Galgenhumor.
Der Schreibstil ist gewohnt packend und bildhaft – ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Für das Ende hatte ich Taschentücher bereitgelegt, und ich habe sie definitiv gebraucht – es war emotional überwältigend.
Ein absolutes Highlight, das mich aus meiner Leseflaute gerissen hat. Ein Muss für alle Fans der Reihe – und für alle, die wissen wollen, wie viel Schmerz hinter einem sarkastischen Lächeln liegen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2025

Mitreißendes Fantasy-Epos mit nordischem Flair

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
0

A Fate Inked in Blood von Danielle L. Jensen hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Freya war mir sofort sympathisch, und auch Bjorn habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Freya ist eine starke, eigenständige ...

A Fate Inked in Blood von Danielle L. Jensen hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Freya war mir sofort sympathisch, und auch Bjorn habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Freya ist eine starke, eigenständige Persönlichkeit, die sich weder vom harten Leben noch von schweren Schicksalsschlägen unterkriegen lässt. Gleichzeitig zeigt sie immer wieder ihre verletzliche Seite und innere Konflikte, was sie umso authentischer wirken lässt. Besonders faszinierend fand ich ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte – wie sie ihre Magie annimmt, ihre Kräfte erforscht und sich ihrer wahren Stärke bewusst wird.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Freya und Bjorn ist wunderbar gelungen: Sie entwickelt sich langsam, glaubwürdig und intensiviert sich gegen Ende spürbar – dabei bleibt sie stets emotional und niemals kitschig.
Das Setting, tief verwurzelt in der nordischen Mythologie, ist atmosphärisch dicht und bildhaft beschrieben. Ich konnte die Fjorde, das raue Klima und die karge Landschaft förmlich vor mir sehen.
Der Cliffhanger am Ende war ziemlich gemein – aber im besten Sinne! Ich fiebere jetzt schon dem zweiten Band im Herbst entgegen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2025

Optisch ein Highlight, inhaltlich leider enttäuschend

A City of Flames
0

Das Buchcover sowie der wunderschöne Farbschnitt sind echte Hingucker und haben mich sofort begeistert. Da ich aktuell Geschichten über Drachen besonders gerne lese, war meine Vorfreude auf A City of Flames ...

Das Buchcover sowie der wunderschöne Farbschnitt sind echte Hingucker und haben mich sofort begeistert. Da ich aktuell Geschichten über Drachen besonders gerne lese, war meine Vorfreude auf A City of Flames entsprechend groß.
Der Schreibstil hat es mir unglaublich schwer gemacht, in die Geschichte einzutauchen. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich Sätze mehrfach lesen musste oder das Buch tagelang zur Seite legte, weil mich einfach nichts wirklich fesseln konnte. Es tut mir ehrlich leid, das zu sagen, aber wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen hätte ich es vermutlich abgebrochen.
Mit der Protagonistin Nara wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Ihre Entscheidungen und Gefühlsregungen blieben für mich größtenteils unnachvollziehbar, und auch zu Lorcan konnte ich keine Verbindung aufbauen. Einzig Darius brachte mit seiner frechen Art ein wenig Leben in die Geschichte und konnte bei mir punkten.
Das Weltenbuilding blieb für mich eher blass – vermutlich auch bedingt durch den schwierigen Schreibstil. Ich hatte Schwierigkeiten, mir die Stadt, den Wald und die übrige Umgebung bildlich vorzustellen.
Schade, denn das Grundkonzept hat durchaus Potenzial. Dennoch werde ich die Reihe wohl nicht weiterverfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2025

Enttäuschend - leider nicht meins

Neues Glück auf dem kleinen Bücherschiff
0

Ich hatte mich auf eine herzerwärmende Geschichte über Bücher, Neuanfänge und Romantik gefreut, doch Neues Glück auf dem kleinen Bücherschiff konnte mich leider nicht überzeugen.
Die Grundidee mit der ...

Ich hatte mich auf eine herzerwärmende Geschichte über Bücher, Neuanfänge und Romantik gefreut, doch Neues Glück auf dem kleinen Bücherschiff konnte mich leider nicht überzeugen.
Die Grundidee mit der schwimmenden Buchhandlung in Hamburg fand ich durchaus reizvoll. Vielleicht lag es daran, dass ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe, aber ich wurde von Anfang an nicht richtig warm mit den Charakteren. Obwohl die Geschichte um Lilly eigenständig lesbar ist, blieb sie für mich blass – und je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr ging sie mir leider auf die Nerven.
Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Pablo konnte mich nicht mitreißen. Die Chemie zwischen den beiden wirkte auf mich wenig glaubhaft, und die romantischen Momente haben mich eher kaltgelassen.
Zu allem Überfluss zog sich die Handlung an einigen Stellen in die Länge, sodass ich letztendlich froh war, das Buch beendet zu haben. Schade, denn die Idee hatte definitiv Potenzial!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2025

Liebe ist die stärkste Kraft

Our Infinite Fates
0

Our Infinite Fates von Laura Steven ist ein spannender und fesselnder Jugendroman. Die Geschichte von Evelyn und Arden führt uns durch die Zeit und tief hinein in ihre jahrhundertealte Liebesgeschichte. ...

Our Infinite Fates von Laura Steven ist ein spannender und fesselnder Jugendroman. Die Geschichte von Evelyn und Arden führt uns durch die Zeit und tief hinein in ihre jahrhundertealte Liebesgeschichte. Durch die Zeitsprünge erfährt man nach und nach mehr über Evelyns Leben und ihr tragisches Schicksal: Sie ist dazu verdammt, immer wieder vor ihrem 18. Geburtstag zu sterben. Zwar kann sie sich an ihre vergangenen Leben erinnern, doch viele Details bleiben ihr verborgen. So fiebert man mit ihr mit und will – genau wie sie – endlich herausfinden, was der Ursprung dieses Kreislaufs ist.
Der Beginn dieser Reise war für mich völlig unerwartet. Ich hätte nicht gedacht, dass diese 1000 Jahre alte Liebesgeschichte so ihren Anfang nahm. Das Ende hingegen war für mich von Anfang an vorhersehbar – dennoch war es nicht weniger schön und berührend.
Besonders interessant fand ich die Darstellung von Evelyns und Ardens Identitäten: In ihren verschiedenen Leben sind sie nicht an ein bestimmtes Geschlecht gebunden, weshalb im Buch teilweise die geschlechtsneutralen Pronomen they/them/their verwendet werden. Für mich persönlich hat das den Lesefluss etwas gestört, da ich Evelyn als weiblich und Arden als männlich empfunden habe. Deshalb habe ich beim Lesen unbewusst darüber hinweggesehen. Ab etwa der Hälfte des Buches wurde auf die geschlechtsneutralen Pronomen plötzlich verzichtet – warum, blieb für mich unklar. Ich hätte es konsequenter gefunden, diese durchgehend zu verwenden.
Our Infinite Fates ist ein beeindruckendes Buch, das die Themen Liebe und Schicksal in den Mittelpunkt stellt. Besonders schön fand ich die Botschaft über die Liebe als stärkste Macht im Universum. Denn Liebe ist geduldig und gütig. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles und hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Es bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe – doch die größte unter ihnen ist die Liebe!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere