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Veröffentlicht am 12.06.2018

Das Lebenselexier

Die Geschichte des Wassers
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Wasser ist das Lebenselixier. Aber der Mensch betreibt Raubbau mit der Natur und macht auch vor dem Wasser nicht Halt. In ihrem zweiten Roman mit einem ökologischen Thema verknüpft Maja Lunde erneut drei ...

Wasser ist das Lebenselixier. Aber der Mensch betreibt Raubbau mit der Natur und macht auch vor dem Wasser nicht Halt. In ihrem zweiten Roman mit einem ökologischen Thema verknüpft Maja Lunde erneut drei Zeitebenen und erzählt doch eine einzige Geschichte.

Ein norwegischer Gletscher, ein Wasserfall, ein Fluss werden vor den Augen der jungen Signe dem Kommerz und dem Fortschritt geopfert. Das Ganze spielt in den 60ger und 70ger Jahren und Ökologie und Umweltschutz waren gerade erst am Anfang und noch nicht verankert in der Gesellschaft.

In der Gegenwart hat sich leider wenig daran geändert. Jetzt wird sogar der Gletscher abgetragen und zu Soda-Eis für reiche Scheichs verpackt. Signe, inzwischen reichlich desillusioniert, versucht noch immer dem Irrsinn Einhalt zu gebieten.

In der Zukunft, nicht mal 40 Jahre voran, ist Südeuropa zu einem verdorrten Landstrich verkommen, in dem es seit Jahren kaum mehr regnet und die Menschen sich auf die Flucht in den Norden Europas begeben. Die Probleme der Flüchtlinge sind plötzlich ganz nah bei uns angekommen.

Ein Buch mit einer ernsten Botschaft. Manchmal auch mit einem erhobenen Zeigefinger, der sagen will, stoppt die Menschen, bevor sie den Ast komplett absägen, auf dem sie eigentlich sitzen.

Gut lesbar, interessant und zum Nachdenken anregend.

Veröffentlicht am 08.05.2018

Gut mit Luft nach oben

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Ruby ist ein Fireblood. Da es verboten ist, diese Fähigkeit zu haben, muss sie ihre Gabe verbergen und kann nur heimlich üben und versuchen die Macht des Feuers zu beherrschen. In einer gefährlichen Lage ...

Ruby ist ein Fireblood. Da es verboten ist, diese Fähigkeit zu haben, muss sie ihre Gabe verbergen und kann nur heimlich üben und versuchen die Macht des Feuers zu beherrschen. In einer gefährlichen Lage wird sie überraschend von dem Frostblood Arcus gerettet. Dieser hat ihr aber nicht ganz uneigennützig geholfen, denn einige versuchen, den bösartigen König vom Thron zu stoßen und brauchen dafür auch die Unterstützung von Ruby. Sie helfen ihr, ihre Fähigkeiten zu schulen und machen sie bereit für den Kampf.

Das Cover verdient mehr als fünf Sterne. Es ist magisch schön und passt mit ihrem Flammenhaar sehr gut zur Hauptdarstellerin. Es ist ein typischer Young-Adult-Roman aus dem Fantasy-Genre. Die Liebesgeschichte spielt eine wichtige Rolle. Auch das Geplänkel vorher. Dass die Heldin erwachsen werden muss und ihre Fähigkeiten erst schulen muss, kennt man auch aus diversen Serien.

Gut gefallen hat mir auch der Erzählstil, der passend aber nicht zu flach ist und durchaus auch für ältere Leser passt. Es handelt sich mal wieder um den Beginn einer Trilogie. also ist das Ende auch nicht so richtig rund, da es ja keine auserzählte Storyline ist. Ein guter Start in eine neue Reihe. Es ist aber noch etwas Luft nach oben offen.

Veröffentlicht am 02.03.2018

Das Ende der Geschichte

Die Geschichte des verlorenen Kindes
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Mit „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ schließt Elena Ferrante ihre Geschichte über die wechselvolle Freundschaft von Elena und Lila. Es ist ein Portrait von zwei Frauen aber auch ein Kaleidoskop der ...

Mit „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ schließt Elena Ferrante ihre Geschichte über die wechselvolle Freundschaft von Elena und Lila. Es ist ein Portrait von zwei Frauen aber auch ein Kaleidoskop der damaligen Gesellschaft, eine Collage von Italien und speziell von Neapel. Nicht nur persönliche menschliche Dramen und Entwicklungen wurden geschildert sondern auch und oft die politische und gesellschaftliche Landschaft. Die Entwicklungen und Veränderungen über mehrere Jahrzehnte.

Elena Ferrante erzählt sehr ausführlich und detailverliebt. Sie kehrt immer wieder zu vorher getroffenen Aussagen zurück, beleuchtet erneut, lässt Geschehnisse reflektieren und erneut betrachten. Mein Eindruck nach vier Büchern ist der, dass man da schon einiges hätte straffen und kürzen können. Die Spannung bezieht das Buch jedenfalls nicht aus dem eher langatmigen Erzählstil.

Es geht vor allem um die Entwicklung der zwei Mädchen zu Frauen und in den nachfolgenden Bänden um die Charakterbildung, die durch verschiedene Ereignisse aber auch durch das Alter, die Familienkonflikte und die Umwälzungen der Gesellschaft befeuert werden. Die Freundschaft der beiden verändert sich ebenfalls sehr stark und meiner Meinung nach ist es in weiten Phasen keine wirkliche Freundschaft mehr sondern eine Art Haßliebe.

Der vierte Band findet einen einigermaßen versöhnlichen Schluss. Sicher ist aber diese Reihe nicht für jedermann geeignet. Ein bisschen Geduld muss man schon aufbringen.

Veröffentlicht am 02.03.2018

tolles Leseerlebnis

Lied der Weite
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„Das Lied der Weite“ heißt das neue Buch von Kent Haruf.

Was mir daran gefallen hat?
Das Cover passt gut zum Setting. Irgendwo in der Mitte der Vereinigten Staaten. Pferde und Rinder sind Bestandteil ...

„Das Lied der Weite“ heißt das neue Buch von Kent Haruf.

Was mir daran gefallen hat?
Das Cover passt gut zum Setting. Irgendwo in der Mitte der Vereinigten Staaten. Pferde und Rinder sind Bestandteil des Lebens dieser Menschen. Und die Weite der Felder.
Die Protagonisten der Geschichte sind sympathisch. Mit großem Interesse verfolgt man die Geschehnisse. Dabei ist für jede Generation etwas dabei. Es gibt das junge Mädchen, welches ungewollt schwanger wird und – nachdem sie keine Unterstützung von der eigenen Mutter bekommt – bei einer Lehrerin Hilfe sucht. Es gibt den Vater, der sich alleine um seine Söhne kümmern muss, da die Mutter die Familie wegen psychischer Probleme verlässt. Es gibt zwei Farmer, die schon gut über 70 noch immer ihre Ranch alleine bewirtschaften und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem einsamen unspektakulären Leben sind, bis sie einwilligen, dem Mädchen und dem Baby Unterkunft in ihrem Haus zu geben. Nach und nach werden all diese Geschichten miteinander verwoben. Dies geschieht ganz leise und unauffällig. Ohne viel Worte.
Erfrischend sind die Dialoge. Hier zeigt sich, wie gut Haruf seine Charaktere beschreiben kann. Das bringt zum Lachen, aber berührt auch.
Am Ende bleibt manches ungesagt und dennoch ist man zufrieden und hofft, dass sich alles weiter zum Positiven entwickelt.

Was mir nicht so gefällt?
Das Buch ist vom Diogenesverlag und gewohnt hochwertig aber auch ziemlich dünn. Dafür ist es wirklich sehr teuer. Dafür gibt es natürlich keinen Stern Abzug aber ich denke, so manchen könnte der Preis abschrecken, was schade ist, denn es ist ein echtes Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 02.03.2018

Perfekt

Der Mann, der nicht mitspielt
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Was für ein furioser Roman. Hier stimmte wirklich alles.

Das Cover ist vielversprechend und passte perfekt zum Inhalt.

Der Erzählstil war ganz mein Geschmack. In der ersten Person erzählt Hardy Engel ...

Was für ein furioser Roman. Hier stimmte wirklich alles.

Das Cover ist vielversprechend und passte perfekt zum Inhalt.

Der Erzählstil war ganz mein Geschmack. In der ersten Person erzählt Hardy Engel seine Geschichte mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Ironie. Dabei legt der Autor von Anfang an ein hohes Tempo vor und zieht die Spannungsschraube stetig an.

Mit großer Sachkenntnis und vielen Details und Fakten gespikt wird man von diesem Buch sofort in seinen Bann gezogen. Man IST SOFORT drinnen in den Zwanziger Jahren mitten im verruchten Zentrum der Filmbranche. Man schmeckt den Gin und riecht die Camel-Zigaretten. Oldtimer rauschen durchs Bild, Starletts und Filmbosse bevölkern die Besetzungscouchen. Mehr als ein Star streift Hardys Weg und ich fühlte mich wie in einem guten alten Schwarz-Weiß-Film.

Hardy selbst ist ein typischer Privatermittler. Nachdem es mit der Schauspielkarriere nicht voran geht, musste er sich ein neues finanzielles Standbein suchen und greift auf das Wissen seiner Berufserfahrung in Deutschland zurück. Hardy ist etwas knapp bei Kasse und kann sich deshalb seine Kundschaft nicht unbedingt immer aussuchen. Außerdem ist er aber auch ein sehr hartnäckiger Detektiv und sehr kreativ im Einsatz seiner Mittel. Schnell wird es natürlich gefährlich für ihn, weil er dem ein oder anderen auf den Schlips tritt. Es macht Spaß zu lesen, wie er sich immer wieder schlau herauslavieren kann und wie er stetig der Lösung seines Falles näherkommt.

Ein wirklich tolles Buch und ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung.