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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2018

Sehr gelungener Reihenauftakt!

Eiskalter Hund
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Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Hörbuch in erster Linie gegriffen, weil ich Michael Schwarzmaier als Sprecher so grandios finde. Der Autor Oliver Kern war mir dagegen noch unbekannt, aber er konnte mich ...

Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Hörbuch in erster Linie gegriffen, weil ich Michael Schwarzmaier als Sprecher so grandios finde. Der Autor Oliver Kern war mir dagegen noch unbekannt, aber er konnte mich mit diesem Auftakt zu einer neuen Krimireihe absolut von seinen Schreibkünsten überzeugen.

Die Hauptfigur ist keinesfalls der ermittelnde Polizist, sondern vielmehr ein Lebensmittelkontrolleur: Fellinger ist sein Name, der Vorname „Berti“ wird dagegen kaum erwähnt. Womit wir auch schon bei den betont freundlichen bayerischen Umgangsformen wären, über die man im Lauf der Geschichte des Öfteren schmunzeln kann. Fellinger ist kein ausgesprochener Menschenfreund und schon aufgrund seines Jobs auch seinerseits nicht gerade beliebt bei manchen seiner Mitmenschen. Er grantelt sich so durchs Leben und schert sich nicht viel um die Meinung anderer, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann gibt er nicht mehr auf.
So kommt es, dass er bei einer Kontrolle im Kühlraum eines Chinarestaurants einen tiefgefrorenen Hund entdeckt, dessen Frauchen scheinbar spurlos verschwunden ist. Fellinger lässt das keine Ruhe mehr und er steckt seine Nase immer tiefer in Angelegenheiten, die ihn eigentlich gar nichts angehen. Das stört nicht nur die zuständige Polizeibehörde, sondern auch noch allerlei mehr oder weniger zwielichtige Gestalten, auf die er im Lauf seiner Nachforschungen stößt.

Die Geschichte ist gleichermaßen amüsant wie spannend und überzeugt nicht nur durch die teils recht skurrilen Figuren, sondern vor allem auch durch die vielen Überraschungen und Wendungen. Man kann sich niemals sicher sein, ob sich am Ende nicht wieder alles ganz anders darstellt – und das tut es dann auch tatsächlich.
Mir hat der lockere humorvolle Schreibstil prima gefallen und Fellinger als Hauptperson ist mir auch echt sympathisch. Normalerweise vertrage ich es ja gar nicht, wenn Hunde zu Schaden kommen, aber hier war es gut auszuhalten.

Für mich ist klar, dass ich auch weitere Teile dieser Reihe unbedingt lesen oder hören muss. Oliver Kern hat einen neuen Fan gewonnen und ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

Veröffentlicht am 13.05.2018

Frauen werden es lieben ...

Unsere LOVE STORY
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Dieses Album bzw. Erinnerungsbuch ist wirklich eine Beziehungsdokumentation, die richtig ins Detail geht. Stellenweise so sehr, dass ich schon fast dazu raten möchte, das Buch bereits vorsorglich mal zu ...

Dieses Album bzw. Erinnerungsbuch ist wirklich eine Beziehungsdokumentation, die richtig ins Detail geht. Stellenweise so sehr, dass ich schon fast dazu raten möchte, das Buch bereits vorsorglich mal zu besorgen, um von Anfang an alles mitzuschreiben, denn es sind Daten und Fakten gefragt, die man nach einigen Jahren Zusammensein möglicherweise nicht mehr parat hat.
Nicht nur beispielsweise Datum, Art des Kennenlernens und eigene Gedanken dazu sind gefragt, sondern auch Erinnerungsstücke, Fotos und alles, was man mit seiner großen Liebe in Verbindung bringt. Vom ersten Date über Verlobung (wenn man denn eine hat / hatte), Hochzeit bis hin zu den wichtigsten Hochzeitstagen findet sich alles in diesem Album.

Zur äußeren Gestaltung kann ich persönlich nur sagen, dass ich mir vielleicht eine neutralere Farbe gewünscht hätte, etwa ein edler Braunton, auf dem auch die hübsche Goldprägung noch besser zur Geltung käme.
Die Oberfläche könnte eventuell noch etwas pflegeleichter sein, so dass es auch nach langer Beanspruchung nicht abgegriffen aussieht.

Ansonsten ist dieses Album, das im Inneren sehr ansprechend und farblich stimmig gestaltet ist, bestimmt eine prima Bereicherung, Begleitung und stetige Erinnerung für zwei Menschen, die sich gefunden haben. Meiner Einschätzung nach wird es eher von Frauen gekauft werden. Zumindest die Männer, die ich so kenne, denken da eher pragmatisch und der nötige Sinn für Romantik fehlt.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Ein tragischer Hintergrund ...

In tödlicher Stille (Ein Alice-Quentin-Thriller 5)
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Im fünften Teil der spannenden Reihe geht es um eine Ärztin, die morgens beim Joggen mit ihrem Sohn entführt wird. Ihrem Sohn Mikey gelingt es jedoch, sich aus dem Auto der Entführer zu befreien, er wird ...

Im fünften Teil der spannenden Reihe geht es um eine Ärztin, die morgens beim Joggen mit ihrem Sohn entführt wird. Ihrem Sohn Mikey gelingt es jedoch, sich aus dem Auto der Entführer zu befreien, er wird in die Obhut der Polizei genommen.
Alice Quentin ist Kriminalpsychologin und hat bereits viel Erfahrung mit traumatisierten Kindern sammeln können. Sie bekommt die schwere Aufgabe, irgendwie zu Mikey vorzudringen, um an wichtige Informationen zu gelangen, doch dieser ist fast völlig verstummt und total verstört.
Währenddessen ermittelt ihr Freund Don Burns mit seinem Team in alle möglichen Richtungen. Aber es ist wieder Alice, die endlich einen gemeinsamen Nenner findet: es gibt weitere Opfer und alle haben irgendwie medizinisch mit Blut zu tun. Weitere Spuren führen schließlich zu einem großen Skandal in der Vergangenheit: tausenden Patienten wurden verseuchte Blutkonserven verabreicht, durch die sie an HIV, Hepatitis oder anderem erkrankten.

Der Krimi ist in weiten Teilen geprägt von der titelgebenden Stille, denn Alice muss mit Mikey so behutsam umgehen, dass viel Geduld vonnöten ist. Aber auch Action und viel Blut sind Bestandteil der Story, die ich sehr fesselnd und spannend fand. Tolle, lebendige Charaktere, die ich schon in den Vorgängerbänden lieb gewonnen habe und ein wunderbarer Schreibstil sorgen für beste Leseunterhaltung.

Besonders berührend fand ich, dass es den Blutskandal, den Kate Rhodes in den Mittelpunkt dieses Buches gestellt hat, wirklich gab. Sie schreibt darüber am Ende der Geschichte und erklärt, dass sie selbst bzw. ihr Mann davon betroffen waren. Diese Vermischung aus Realität und Fiktion finde ich immer sehr mitreißend.

Veröffentlicht am 01.05.2018

Nützlich bis ins Detail

Stilvoll heiraten
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Menschen, die mich kennen, werden sich jetzt wundern über diese Lektüre, denn die Gestaltung meines „großen Tages“ fand in einem Stil statt, der in diesem Buch nur auf Seite 72 kurz erwähnt wird und der ...

Menschen, die mich kennen, werden sich jetzt wundern über diese Lektüre, denn die Gestaltung meines „großen Tages“ fand in einem Stil statt, der in diesem Buch nur auf Seite 72 kurz erwähnt wird und der alle anderen Seiten irgendwie automatisch überflüssig werden lässt: Elopement.
Susanne Rademacher erwähnt den Begriff neben weiteren Übersetzungen, denn auch im Heiratsgewerbe halten zunehmend englische Begriffe Einzug.
„Elopement“ bedeutet, dass sich das Paar still und heimlich trauen lässt, entweder gleich in der Heimatstadt oder vielleicht während eines gemeinsamen Urlaubs. Das macht automatisch die meisten Planungen überflüssig, zu denen Susanne Rademacher in diesem Ratgeber tolle Tipps gibt.

Erst mal zum Äußeren, denn das ist ja der bekanntlich erste Eindruck. Das Buch hat ein recht handliches Format und die farbliche Gestaltung passt auch sehr gut zum Anlass: ein dezentes Rosa mit goldenen Prägedruckelementen. Wenn man das Buch intensiv nutzt und oft in der Hand hat, könnte es allerdings sein, dass der matte Einband nicht lange so gut aussieht, hier hätte ich vielleicht zu einer Laminierung tendiert.
Das Lesebändchen ist grundsätzlich prima, wahrscheinlich wird eines nicht ausreichen, aber dafür gibt es schließlich schöne bunte Post-its.

Innen ist alles prima unterteilt in die einzelnen wichtigen Kapitel vom Hochzeitsoutfit über die Gäste bis hin zur eigentlichen Tagesplanung. Überall finden sich übersichtliche Checklisten, viel Raum für eigene Notizen, Budgetplanungshilfen und vieles mehr, was die turbulente Zeit vor dem besonderen Tag sicher erleichtert. Sie denkt wirklich an alles, bis hin zu Smalltalkstichworten auf den Tischkärtchen (wer kommt auf so was?).

Zu allen Bereichen gibt die bekannte Hochzeitsbloggerin auch noch Insidertipps und nennt viele Anlaufstellen und Shops im Internet, bei denen man sich Anregungen holen kann oder bei denen man direkt einkaufen könnte.
Die einzelnen Kapitel sind am Rand der Seiten verschiedenfarbig gekennzeichnet und manchmal mit schönen farbigen Illustrationen untermalt – wirklich schön gestaltet.

Auch wenn ich selbst jetzt in absehbarer Zeit nicht heiraten möchte, fand ich die Lektüre sehr interessant und lehrreich. Einige alte Bräuche sind mittlerweile passé, wie das Streuen von Reis, dafür gibt es neue Rituale, von denen ich vorher noch nie gehört hatte.

Alles in allem kann ich das Buch wärmstens weiterempfehlen, denn ich denke, dass es dem künftigen Brautpaar von großem Nutzen sein kann. Es stehen so viele Kleinigkeiten drin, die man im Eifer des Gefechts gern vergisst. Wenn man sich allerdings an diese Tipps hält, dann kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Wenn du eine Lüge lebst ...

Wahrheit gegen Wahrheit
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Dieser Thriller hat mich wirklich sehr in seinen Bann gezogen, obwohl ich normalerweise Psychothriller nicht ganz so gut finde und als solchen muss man „Wahrheit gegen Wahrheit“ wohl bezeichnen.

Alles ...

Dieser Thriller hat mich wirklich sehr in seinen Bann gezogen, obwohl ich normalerweise Psychothriller nicht ganz so gut finde und als solchen muss man „Wahrheit gegen Wahrheit“ wohl bezeichnen.

Alles dreht sich um Vivian Miller und ihren Ehemann Matt: sie arbeitet beim CIA als Analystin in der Abteilung Spionageabwehr „Russland“ und Matt ist IT-Spezialist.
Viv steht kurz vor einem großen Durchbruch, denn es ist ihr gelungen, sich in den Computer eines Verdächtigen zu hacken. Was sie dort allerdings findet, verändert ihr komplettes Leben in Sekundenbruchteilen.
Jeder Agentenbetreuer ist angeblich für fünf Schläfer zuständig und Viv entdeckt fünf Fotos verschiedener Personen: einer davon ist ihr Mann Matt.
Sie stellt ihn zur Rede und er streitet nichts ab. Was Vivian erfährt, wirft ein völlig neues Licht auf ihr gesamtes Leben mit Matt. Doch was soll sie jetzt mit diesen Informationen tun? Sie kann nicht für sich allein entscheiden, denn sie und Matt haben vier gemeinsame Kinder. Was ist ihr wichtiger? Ihre Familie oder die Treue zu ihrem Vaterland?

Die Geschichte wird aus der Sicht von Vivian erzählt und verbindet geschickt die Gegenwart mit vielen Rückblicken in die Vergangenheit. Was sie jahrelang als Wahrheit angenommen hatte, erscheint im Nachhinein in einem ganz anderen Licht. Viele Situationen gehen ihr wieder durch den Kopf und was ihr damals seltsam erschien, ergibt plötzlich einen Sinn.
Vivs innere Zerrissenheit und ihr Kampf um die Wahrheit sind stellenweise sehr emotional, ich habe zwar keine Kinder, aber ich konnte gut mit ihr mitfühlen.
Die ganze Story ist ein Auf und Ab, mal besteht wieder Hoffnung, dann erscheint alles aussichtslos. Überraschende Momente und fesselnde Unterhaltung sorgen dafür, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen möchte.
Echt heftig fand ich auch das Ende, das ja geradezu nach einer Fortsetzung schreit.

Das Buch ist spannend, fesselnd und lebt von der ständigen Ungewissheit, in der Vivian schwebt. Für Fans unblutiger Thriller auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!