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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2023

Eine faszinierende Frau

Elizabeth Taylor (Ikonen ihrer Zeit 11)
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Die Romanbiographie "Elizabeth Taylor" von Juliana Weinberg verdient meiner Meinung nach vier Sterne. Das Leben der Schauspielerin hat mich wirklich beeindruckt und inspiriert, einen ihrer Filme, wie "Cleopatra", ...

Die Romanbiographie "Elizabeth Taylor" von Juliana Weinberg verdient meiner Meinung nach vier Sterne. Das Leben der Schauspielerin hat mich wirklich beeindruckt und inspiriert, einen ihrer Filme, wie "Cleopatra", anzusehen. Es ist erstaunlich, wie ich bisher an Elizabeth Taylor vorbeigegangen bin, obwohl ich gerne Filme schaue.

Besonders faszinierend fand ich die Beschreibung ihrer Kindheit, die von ihrer dominanten Mutter geprägt war. Es ist schwer vorstellbar, wie es für ein Kind sein muss, zu unzähligen Castings geschleppt zu werden, obwohl man das eigentlich gar nicht möchte. Dieser Teil der Biographie hat mir eine neue Perspektive auf ihr Leben eröffnet.

Auch ihr Liebesleben hat mich beeindruckt. Elizabeth Taylor hatte mehr Ehemänner als ich erwartet hätte, und es war spannend, mehr darüber zu erfahren. Ihr Leben war zweifellos voller Höhen und Tiefen. Mehr Männer als Evelyn Hugo, das verdient Respekt.

Insgesamt kann ich Romanbiographien von bekannten Frauen wie dieser wärmstens empfehlen. Sie bieten nicht nur Einblicke in das Leben und die Persönlichkeit dieser faszinierenden Frauen, sondern regen auch dazu an, sich näher mit ihrem Werk und ihren Leistungen auseinanderzusetzen. Elizabeth Taylor war zweifellos eine bemerkenswerte Frau, und diese Biographie hat mir geholfen, sie besser zu verstehen.

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Veröffentlicht am 24.09.2023

skurrile Island-Geschichte

60 Kilo Kinnhaken
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"60 Kilo Kinnhaken" von Hallgrimur Helgarson ist sicherlich ein interessantes Buch, das einem das isländische Flair auf besondere Weise näherbringt. Die Beschreibungen der Landschaft und die Atmosphäre ...

"60 Kilo Kinnhaken" von Hallgrimur Helgarson ist sicherlich ein interessantes Buch, das einem das isländische Flair auf besondere Weise näherbringt. Die Beschreibungen der Landschaft und die Atmosphäre sind wirklich beeindruckend und lassen einen regelrecht nach Island reisen - das verdient auf jeden Fall Lob.

Was mir jedoch etwas weniger gefallen hat, war die Geschichte selbst. Mit über 600 Seiten ist der Roman wirklich lang geraten, und ich fand ihn manchmal ein bisschen zu skurril für meinen Geschmack. Das machte es manchmal schwer, der Geschichte zu folgen und sich damit zu identifizieren.

Dennoch muss ich sagen, dass der Schreibstil des Autors wirklich herausragend ist. Helgarson versteht es, Worte geschickt einzusetzen und eine angenehme Balance zwischen Humor und Tiefgang zu finden. Seine Wortwahl hat mir sehr gut gefallen, und ich habe die Art, wie er die Charaktere und die Umgebung beschrieben hat, wirklich genossen.

Trotz meiner Kritikpunkte konnte mich die Geschichte von Getsur nicht komplett überzeugen. Dennoch hat das Buch in mir die Lust geweckt, Island einmal selbst zu besuchen und die wunderbare Natur und Kultur dieses faszinierenden Landes zu erleben.

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Veröffentlicht am 10.09.2023

Leider konnte Brynhild mich nicht überzeugen

Meine Männer
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"Meine Männer" von Victoria Kielland war für mich eine enttäuschende Leseerfahrung. Der Klappentext hatte meine Neugier geweckt, da ich gespannt war, die Geschichte aus der Sicht einer Mörderin zu erleben. ...

"Meine Männer" von Victoria Kielland war für mich eine enttäuschende Leseerfahrung. Der Klappentext hatte meine Neugier geweckt, da ich gespannt war, die Geschichte aus der Sicht einer Mörderin zu erleben. Leider konnte ich jedoch keine Verbindung zu der Protagonistin Brynhild bzw. Belle herstellen. Dies war für mich besonders frustrierend, da ich gehofft hatte, die Motive und Gedanken hinter den Morden aus ihrer Perspektive zu verstehen. Leider war das nicht der Fall.

Ein weiterer Grund für meine Enttäuschung war der Schreibstil des Buches. Die Geschichte wurde aus einer auktorialen Erzählperspektive präsentiert, was dazu führte, dass ich keine tiefe emotionale Bindung zu der Protagonistin aufbauen konnte. Die Erzählweise wirkte distanziert und machte es schwierig, sich in die Handlung hineinzuversetzen.

Darüber hinaus war der Roman nicht besonders spannend geschrieben, was für ein Buch mit einem potenziell aufregenden Thema wie Mord unglücklich war. Die Spannung und der Thrill, den ich erwartet hatte, blieben aus, und ich hatte Schwierigkeiten, mich für die Geschichte zu begeistern.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Kürze des Romans, der mit seinen knapp 200 Seiten recht schnell zu Ende war. Bevor ich überhaupt das Gefühl bekam, dass ich Brynhild besser verstehen könnte, war die Geschichte vorbei. Dies trug dazu bei, dass ich mich bis zum Ende des Buches nicht wirklich gepackt fühlte.

Insgesamt war "Meine Männer" leider nicht das Buch, das ich erwartet hatte. Die fehlende Verbindung zur Hauptfigur und der nicht überzeugende Schreibstil trübten meine Leseerfahrung. Trotzdem gebe ich dem Buch drei Sterne, da es möglicherweise Leserinnen und Leser gibt, die sich von der Erzählperspektive weniger gestört fühlen und die Geschichte interessant finden könnten. Leider konnte es mich jedoch nicht vollständig überzeugen.

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Veröffentlicht am 06.09.2023

Eine tolle Vermittlung des Gefühls, bei den Großeltern geborgen zu sein

Sylter Welle
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"Sylter Welle" von Max Richard Leßmann ist ein Buch, das mir eine warme Erinnerung an die Zeit bei meinen eigenen Großeltern beschert hat. Der Autor schafft es, das Gefühl des "Zu-Hause-Seins" bei den ...

"Sylter Welle" von Max Richard Leßmann ist ein Buch, das mir eine warme Erinnerung an die Zeit bei meinen eigenen Großeltern beschert hat. Der Autor schafft es, das Gefühl des "Zu-Hause-Seins" bei den Großeltern auf eine rührende Weise zu vermitteln, was definitiv lobenswert ist.

Der Schreibstil des Autors trägt wesentlich dazu bei, dass man sich beim Lesen des Romans tatsächlich so fühlt, als wäre man bei den Großeltern zu Hause. Die kleinen, liebevollen Details, wie die Abneigung des Protagonisten gegen Würstchen oder Omas merkwürdige Kartoffeln mit schwarzen Stellen sowie die ständig bereitstehenden Apfelringe, verleihen dem Roman eine authentische Note. Oma Lore und Opa Ludwig sind charakterlich so liebevoll beschrieben, dass man sich als Leser wirklich so fühlt, als wäre man zu Besuch bei seinen eigenen Großeltern.

Allerdings muss ich auch sagen, dass der Roman nicht besonders ereignisreich ist. Es ist schön, den Protagonisten auf seiner Reise mit den Großeltern zu begleiten und die alltäglichen Momente zu erleben, aber es passiert nicht besonders viel. In einigen Abschnitten plätschert die Handlung eher vor sich hin, ohne dass sich große Spannung aufbaut.

Dennoch hat "Sylter Welle" seinen eigenen Charme und einen besonderen Platz in meinem Herzen gefunden. Es ist ein Buch, das die Bedeutung von Familie und den Wert der gemeinsamen Zeit mit den Großeltern auf einfühlsame Weise vermittelt. Für alle, die sich nach einer nostalgischen und gemütlichen Lektüre sehnen, ist dieses Buch sicherlich eine gute Wahl. Ich vergebe vier Sterne für die warmen Erinnerungen, die es in mir geweckt hat.

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Veröffentlicht am 05.09.2023

Ein toller neuer Reihenauftakt von Sarah Sprinz

Infinity Falling - Mess Me Up
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"Infinity Falling" von Sarah Sprinz verdient definitiv fünf Sterne! Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, vor allem aufgrund der tollen Charaktere.

Hayes, der männliche Protagonist, hat ...

"Infinity Falling" von Sarah Sprinz verdient definitiv fünf Sterne! Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, vor allem aufgrund der tollen Charaktere.

Hayes, der männliche Protagonist, hat mich von Anfang an beeindruckt. Die Tatsache, dass seine Essstörung in der Geschichte thematisiert wurde, war für mich ein besonderes Highlight. Essstörungen sind leider immer noch ein Tabuthema, besonders bei Männern, und es ist erfrischend zu sehen, wie mutig die Autorin dieses Thema angespricht. Hayes' Kampf gegen seine inneren Dämonen ist berührend und authentisch. Was ich an ihm jedoch am meisten mochte, ist seine Entschlossenheit, sich für Aven einzusetzen und sie vor jeglicher Gefahr zu schützen. Seine Fürsorge und Hingabe sind wirklich bewundernswert.

Aven, die weibliche Protagonistin, ist eine starke und faszinierende Figur. Ihre Ängste und Sorgen in Bezug auf ihre Stalkerin sind äußerst nachvollziehbar und machen sie zu einer sehr realen und greifbaren Charakter. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen, was die Geschichte noch packender machte.

Die Chemie zwischen Hayes und Aven ist außergewöhnlich, und ihre Liebesgeschichte hat mein Herz berührt. Die Autorin hat die Anziehung zwischen den beiden Charakteren auf eine Art und Weise beschrieben, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat. Sarah Sprinz Schreibstil ist einfach toll!

Allerdings gab es einen Aspekt der Geschichte, den ich weniger mochte, nämlich die langjährige Misskommunikation zwischen Aven und Hayes, die dazu führt, dass sie sich jahrelang nicht gesehen haben, obwohl sie füreinander bestimmt waren. Dieser Teil der Handlung war zwar notwendig, um Spannung aufzubauen, aber ich hätte mir gewünscht, dass die beiden Charaktere früher zueinander gefunden hätten. Die Misskommunikation zieht sich aber leider durch ihre Beziehung und macht ihnen andauernd das Leben schwer.

Trotzdem überwiegen die positiven Aspekte dieses Buches bei weitem. "Infinity Falling" von Sarah Sprinz ist eine mitreißende Liebesgeschichte, die wichtige Themen anspricht und dabei beeindruckende Charaktere präsentiert. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der nach einer emotionalen und spannenden Lektüre sucht.

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