Von Konkurrenten, Romance-Tropes und Happily Ever After!
The Romance RivalryInhaltsangabe:
Irene liebt nichts so sehr wie Romance-Bücher, über die sie mit großem Erfolg auf ihrem Blog schreibt. Doch so gerne sie über die Liebe liest und schreibt, so wenig Erfahrung hat sie im ...
Inhaltsangabe:
Irene liebt nichts so sehr wie Romance-Bücher, über die sie mit großem Erfolg auf ihrem Blog schreibt. Doch so gerne sie über die Liebe liest und schreibt, so wenig Erfahrung hat sie im wahren Leben damit. Damit sich das endlich ändert, beschließt Irene sich zu verlieben und sich dabei von den Tropes aus Romance-Büchern leiten zu lassen. So weit so gut, wäre da nicht Aiden Jeon, ebenfalls Buchblogger, größter Konkurrent und Irenes erklärter Erzfeind. Ausgerechnet er soll ihr dabei helfen, den ihr so verhassten Fake-Dating-Trope zu absolvieren. Doch was passiert, wenn sich das Fake-Dating gar nicht mehr so fake anfühlt und ihr Erzfeind sich bald auch nicht mehr nur als Feind?
Meine Meinung:
„The Romance Rivalry“ von Susan Lee ist eine locker, leichte Romance, in der die junge Protagonistin und Buchbloggerin versucht, sich mit Hilfe von Romance-Tropes zu verlieben.
Als großer Fan von Romance-Büchern war ich von dieser Idee sofort fasziniert und extrem neugierig auf die Geschichte. Doch ich muss leider gestehen, dass mich das Buch nicht vollends von sich überzeugen konnte.
So vielversprechend die Geschichte begann, hatte ich beim Lesen doch immer mehr den Eindruck, als werden manche Themen von der Autorin ziemlich schnell abgehakt, während andere etwas zu sehr aufgebauscht wurden. So wirkte es an der ein und anderen Stelle zu gewollt, wodurch die nötige Tiefe leider etwas verloren ging.
Auch die wundervolle Idee mit den Tropes-Dates spielte, entgegen meiner Erwartungen, eine eher untergeordnete Rolle und plätscherte leider mehr so am Rande dahin. Dies finde ich wirklich sehr schade, da genau das es war, was mich persönlich an diesem Buch mit am meisten gereizt hat und was meiner Meinung nach, auch den Kern der Geschichte ausmacht.
Gut hingegen fand ich, dass die einzelnen Kapitel in bestimmte Tropes aufgeteilt sind und durch eine entsprechende Überschrift eingeleitet werden. Susan Lees Idee, hier die Romance-Tropes wieder aufzugreifen ist wirklich sehr gut gelungen.
Das Zusammenspiel der Charaktere hingegen wurde wirklich hervorragend umgesetzt.
So war die Dynamik zwischen Irene und Aiden nicht nur geprägt von witzigen Diskussionen, bei denen ich öfters laut loslachen musste, auch ihre Online-Blogs, auf denen sie ihre Buchrezensionen teilen, waren grandios umgesetzt. Ich habe es geliebt, ihre unterschiedliche Meinung und Sicht auf die Dinge zu lesen.
Aiden mochte ich mit seiner Leidenschaft für Romance vom ersten Moment an. Mit seiner freundlichen, humorvollen Art und seinem großen Herzen hat er sich als absolute Greenflag entpuppt. Und je mehr man von ihm im Laufe der Geschichte kennenlernt, desto mehr zeigt es sich auch, dass er es im Leben nicht immer nur leicht hat, seine Träume zu verwirklichen.
Irene ist eine liebenswerte junge Frau, deren Liebe zu Büchern von der ersten Zeile an spürbar ist. Wirkte sie zu Beginn der Geschichte noch ehrgeizig, zielstrebig und stark, so lernte man während des Lesens auch andere Seiten von ihr kennen und es zeigte sich, dass auch in ihrem Leben nicht immer alles nur rosig ist. Leider sind es aber genau diese Seiten an ihr, mit denen ich so meine Probleme hatte. Während sie am Anfang dafür sorgten, Irene menschlicher und authentischer wirken zu lassen, so sorgte es mit fortschreitender Handlung eher dafür, dass es stellenweise etwas überzogen und zu gewollt wirkte. Leider trifft dies auch auf die Entwicklung, die sie im Laufe der Handlung durchlebt zu, was dazu führte, dass ich mit ihr nicht richtig warm geworden bin.
Auch die anderen Charaktere wurden so wundervoll ausgearbeitet und bringen nicht nur viel Schwung mit in die Handlung, sondern sorgen auch noch für eine Extraportion Witz. Ich habe vor allem die beiden Freunde von Irene und Aiden geliebt, die nicht nur für sich gesehen wirklich grandios sind, sondern auch die Dynamik der Freundesgruppe nochmal enorm aufpeppen.
Die Handlung wird fast ausschließlich aus Irenes Sicht erzählt. So konnte ich mich zwar sehr gut in sie hineinversetzen, doch es wäre an einigen Stellen schöner gewesen, auch Aidens Sicht auf die Dinge zu erfahren.
Den Schreibstil von Susan Lee habe ich durchweg als sehr angenehm empfunden. Durch ihre gefühlvolle, lockere und humorvolle Schreibweise ließ sich das Buch nicht nur flüssig hintereinander weg lesen, sondern hat mir trotz meiner kleinen Kritikpunkte auch riesigen Spaß gemacht.
Die Idee, die einzelnen Kapitel in unterschiedliche Tropes zu teilen und diese dann durch die passende Überschrift einleiten zu lassen, hat mir wahnsinnig gut gefallen.
Auch das Cover finde ich mit seinen Farben und der Illustration von Irene und Aiden im Vordergrund, die sich verstohlen über den Rand ihres jeweiligen Buches anschauen richtig schön gestaltet. Durch die kleinen Herzchen, die zwischen ihnen fliegen und dem Rosa des Covers wirkt es romantisch und passt einfach nur hervorragend zur Geschichte.
Fazit:
„The Romance Rivalry“ von Susan Lee ist eine süße Romance für zwischendurch, die sicherlich viele Leser finden wird. Auch wenn ihr Potential, meiner Meinung nach, nicht voll ausgeschöpft wurde und auch die Tropes-Dates für meinen Geschmack etwas zu sehr in den Hintergrund rückten, so hat sie mir doch gut gefallen und ich kann sie guten Gewissens weiter empfehlen.
Wer gerne Romance liest und eine solide Geschichte für schöne Lesestunden sucht, der wird hier fündig werden.
Von mir gibt es für „The Romance Rivalry“ liebe 4/5*.