Profilbild von bookilicious_de

bookilicious_de

Lesejury Profi
offline

bookilicious_de ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit bookilicious_de über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2023

„Wir brauchen die Toten mehr, als die Toten uns brauchen.“

Ganz gewöhnliche Monster – Dunkle Talente
0

Habt ihr auch ein besonderes Talent?

In dem Buch „Ganz gewöhnliche Monster“ von J.M.Miro dreht sich auf jeden Fall alles um besondere Kinder, zumeist Waisenkinder, mit Talenten.
Über Unsichtbarkeit, ...

Habt ihr auch ein besonderes Talent?

In dem Buch „Ganz gewöhnliche Monster“ von J.M.Miro dreht sich auf jeden Fall alles um besondere Kinder, zumeist Waisenkinder, mit Talenten.
Über Unsichtbarkeit, besondere Stärke, Heilkräfte und Staublenker, ist so ziemlich alles dabei!
Diese besonderen Kinder oder auch Talente, wie sie im Roman genannt werden, werden identifiziert und aus der gesamten Welt ins Cairndale Institut nach Schottland gebracht.
Gleich zu Anfang lernen wir die Talente Charlie und Marlowe kennen. Wobei sich bald herausstellt, dass Marlowe ein ganz besonderes Kind ist! Denn er ist der Junge, der den Angriff des „Bösen“ Jacob Marber überlebte. Und Überraschung! Jacob Marber hat natürlich zuvor für das Institut gearbeitet und ist zur dunklen Seite übergewechselt.
Wer jetzt auch Harry Potter Vibes verspürt, dem ging es genauso wie mir
Doch auch „X-Men“ oder die „Insel der besonderen Kinder“ haben deutlichen Einfluss auf den Roman gehabt, wie mir scheint!

Das ist alles in allem ja auch nicht verkehrt, denn man kann ja nicht immer alles neu erfinden!
Und die erste Hälfte des Buches hat mich durchaus überzeugen können.
Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine kurzweilige Lektüre!
Der Autor weist einen sehr ausführlichen und oftmals auch ausschweifenden Schreibstil auf mit langen Kapiteln!
Dies hat dafür gesorgt, dass ich zweimal kurz davor war das Buch einfach abzubrechen.
Jedoch gab es immer wieder tolle Kapitel und Charaktere, die mich in der Story gehalten haben, so dass ich mich durch die 800 Seiten gearbeitet habe!
Und ich sage euch, gerade das Ende hat mir einiges an Arbeit und Durchhaltevermögen abverlangt.
Denn das Ende des Plots wird wirklich sehr ausschweifend und langatmig beschrieben , so dass ich die Seiten nur noch irgendwann überflogen habe!

Ich will ehrlich sein, den 2.Teil werde ich mir wahrscheinlich ersparen
Alles in allem vergebe ich dennoch 3 von 5 Kindern, da gerade die ersten Teile der Geschichte und die Charaktere einiges wieder wett gemacht haben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2023

"Wer uns finden will und uns braucht, der findet uns auch."

Das Restaurant der verlorenen Rezepte (Die Food Detectives von Kyoto 1)
0

Kennt ihr die japanische Küche?

In diesem Buch geht es jedenfalls fast ausschließlich um japanisches Essen.
Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht viel mehr als Sushi und Gyoza kannte.
Doch mit dem ...

Kennt ihr die japanische Küche?

In diesem Buch geht es jedenfalls fast ausschließlich um japanisches Essen.
Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht viel mehr als Sushi und Gyoza kannte.
Doch mit dem Lesen dieses Romans wurde ich immer hungriger und neugieriger auf diese facettenreiche Küche.

Wir begleiten den Ruheständler Nagare und dessen Tochter Koishi.
Beide führen ein kleines Restaurant in Kyoto namens "Kamogawa Shokudo", dass ziemlich versteckt liegt und nur von denen gefunden wird, die es brauchen und wirklich finden wollen.
Dabei handelt es sich jedoch nicht nur einfach um ein Restaurant, sondern um eine Detektei, die verlorene Gerichte und Rezepte wiederfindet.
In sechs Kapiteln, die wie kleine Kurzgeschichten anmuten, lässt der Autor die beiden "Food Detectives" ermitteln.
Dabei lernen wir nicht nur ein wenig das Vater- Tochter- Gespann kennen, sondern auch die unterschiedlichen Charaktere und Besucher des kleinen Restaurants oder besser gesagt, der Essens Detektei.
Von Udon Nudeln über Spaghetti Napolitan bis hin zu einem speziellen Sushi, werden diverse verloren gegangene Rezepte von Nagare gesucht und nachgekocht.
Wir erfahren wundervolle Geschichten und Erinnerungen, der einzelnen Gäste. Zurückkehrende Kindheitserinnerungen, Erinnerungen an die verstorbene Frau oder Mutter und auch falsch interpretierte Verhaltensweise aus der Vergangenheit.
Ein jeder verlässt am Ende zufrieden und verändert das kleine Restaurant.
Und genau das macht das Buch auch zu einem Wohlfühlroman!

Nebenbei erfährt der Leser viel über die Feinheiten der japanischen Küche und der kulinarischen Besonderheiten der einzelnen Regionen Japans.
Ich hätte mir lediglich etwas mehr Tiefe der beiden Protagonisten gewünscht. Klar wurde bereits ein wenig preis gegeben und die japanische Küche stand hier im Fokus, doch Nagare und Koishi sind leider für mich etwas blass geblieben.
Ich hoffe sehr, dass man im nächsten Band noch etwas mehr über die beiden erfahren wird.

Mir persönlich hat dieser kulinarische Ausflug Japans und die Geschichte der Food- Detektei sehr gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sushis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2023

Ein tolles Fantasy-Action Abenteuer mit einem Hauch Romantasy

RISE
0

"Weil das Offensichtliche nicht immer das Richtige ist."


Mögt ihr Romantasy?
Ich zumindest gehöre nicht zu den größten Fans dieses Genres, zum Glück ist der neue Roman von Meike Piechota aber jedoch ...

"Weil das Offensichtliche nicht immer das Richtige ist."


Mögt ihr Romantasy?
Ich zumindest gehöre nicht zu den größten Fans dieses Genres, zum Glück ist der neue Roman von Meike Piechota aber jedoch eher im Fantasy Genre einzuordnen, als im Romantik/ Romantasy Bereich

In "Rise" begleiten wir die junge Sam, die im Krankenhaus erwacht und keine Erinnerungen an ihr früheres Leben hat.
Sie wird zu einer Soldatin einer speziellen Division ausgebildet - der Division Omega. Und da Sam sehr gut ist, in dem was sie tut, wird sie schon bald zum Leutnant befördert.

Meike Piechota hat mit ihrem Roman "Rise" eine komplexe Story um den Stadtstaat Elysium geschaffen, der quasi auf einzelnen schwebenden Inseln besteht, die an der Erde festgekettet sind.
Der Leser wird jedoch problemlos in die Hintergrundgeschichte von Damasia und Elysium sowie dem Tag des Rise eingeführt, ohne dass es einem wie eine trockene Geschichtsstunde vorkommt
Geschickt gelingt es der Autorin den Background in den Plot mit einzuflechten, so dass sich beim Lesen alles wie von Selbst ergibt und ganz natürlich erscheint.

Doch nicht nur das Story Setting muss erwähnt werden, sondern auch die interessanten Charaktere, die der Geschichte erst das gewisse Etwas verliehen haben.
Zum einen ist da natürlich die Hauptprotagonistin Sam, die erst im Laufe der Geschichte wieder allmählich ihr Erinnerungsvermögen zurückerlangt und dazu auch noch eine besondere Gabe hat. Sam ist eine starke Persönlichkeit, die sich irgendwie immer durchsetzt und scheinbar immer Herr der Lage ist.
Doch auch die anderen Personen wie Aithne, Maggy, Colin und Rob haben mir sehr gefallen. Ja selbst Bruce, wie ich im Verlauf des Romans feststellen musste
Und auch die Liebesgeschichte, die sich in diesem actionreichen Fantasy Roman entspinnt, lässt sich wunderbar lesen ohne dabei allzu kitschig anzumuten. Insgesamt wirkte es sehr natürlich und hat für mich nicht den Hauptteil der Story ausgemacht und somit sehr gut gepasst.

Überrascht hat mich, dass mir sogar die Kampfszenen gut gefallen haben. Denn diese wurden wunderbar von der Autorin beschrieben. Es fühlte sich nicht an, als würde ich ein Buch lesen, sondern einen Film bei Netflix anschauen.
Liebe Meike, einen großen Dank dafür

Ich könnte jetzt tatsächlich noch mehr schreiben, doch da ich auch nicht spoilern will, kann ich allen wirklich nur empfehlen, das Buch "Rise" selbst zu lesen.
Ich vergebe volle 5 Messer für diese wunderbare Story.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2023

Eine unterhaltsame Liebesgeschichte vor der traumhaften Kulisse Hollywoods

Nur ein Wort von Dir
0

"Die menschliche Stimme ist der Faden, der eine Seele mit einer anderen verbindet."

Mögt ihr Hörbücher und kennt ihr die Sprecher, die sich hinter den Stories verbergen?

In diesem Buch lernen wir die ...

"Die menschliche Stimme ist der Faden, der eine Seele mit einer anderen verbindet."

Mögt ihr Hörbücher und kennt ihr die Sprecher, die sich hinter den Stories verbergen?

In diesem Buch lernen wir die Hauptprotagonistin Sewanee kennen, die eigentlich von einer großen Schauspiel Karriere in Hollywood geträumt hat, nach einem schweren Unfall nun aber als Hörbuchsprecherin arbeitet.
Ihr Leben verläuft abseits des Schweinwerferlichts und Sewanee hadert noch immer mit ihrem Schicksal und ihrer sichtbaren Einschränkung und kann sich nicht so akzeptieren, wie sie jetzt ist.
Ihr geregeltes Leben droht jedoch aus den Fugen zu geraten, als sie das Jobangebot ihres Lebens erhält und zusammen mit Brock McNight eine Liebesgeschichte einsprechen soll.

Ich muss zugeben, anfangs hatte ich leichte Schwierigkeiten mich auf die Story und den Schreibstil der Autorin einzulassen.
Vor allem mit dem Start des Plots, der in Las Vegas gespielt hat, hatte ich so meine Problemchen und alles kam mir zu Beginn etwas "abgehoben" vor. Doch nach einigen Kapiteln hatte ich mich an den Schreibstil und die Charaktere gewöhnt und konnte in das glamouröse Setting eintauchen.
Es war sehr interessant hinter die Kulissen von Hörbuchsprechern blicken zu können und auch einen Blick hinter die Fassade Hollywoods werfen zu dürfen. Denn, es ist nicht alles Gold was glänzt. Und genau das, wird auch in dem Roman thematisiert.
Die Autorin zeigt auf, wie schnell man tief fallen kann, noch bevor die Karriere überhaupt richtig angefangen hat und auch, welcher Preis für Ruhm und Erfolg zu zahlen ist.

Getoppt wird diese ganze Hintergrundthematik mit einer tiefschichtigen und authentischen Protagonistin. Sewanee hat mich überzeugen können, ein Charakter, dem ich jedes Gefühl abgenommen habe und ihre teilweisen widersprüchlichen Gefühle und die Zerrissenheit regelrecht nachempfinden konnte.
Besonders gefallen hat mir auch Sewanees Großmutter, die von allen nur "Blah" genannt wird und die dem ganzen Plot zusätzlich noch eine Familiengeschichte aufgesetzt hat.
Die Lovestory, die sich zwischen Sewanee und dem Sprecher Brock McNight anbandelte, hat mir sehr gefallen, da sie zwar Raum eingenommen hat, jedoch nicht immer das Hauptthema war und somit auch nicht allzu kitschig wirkte.
Denn ein großer Fan des „Romance“- Genre bin ich genauso wenig wie die Protagonistin in diesem Buch

Einen Kritikpunkt habe ich dennoch, zusätzlich zum sperrigen Beginn des Buches!
Mir ist relativ früh ein Logikfehler aufgefallen! Dieser war nicht besonders tragisch, aber irgendwie hat er mich dennoch aufgeregt.
Das ist aber Jammern auf hohem Niveau!

Es wird auf jeden Fall nicht der letzte Roman der Autorin gewesen sein für mich und ich vergebe 4,5 von 5 Kopfhörern für diese witzige und nicht allzu kitschige Liebes- und Familiengeschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2023

Ein nicht ganz gelungener Roman der Autorin

Sternschanze
0

"Wie kann man den Feminismus glaubwürdig vertreten und vorantreiben, wenn man ständig damit beschäftigt ist, sich Wäschefetzchen aus den Körperöffnungen unterhalb der Gürtellinie zu fischen?"


Hattet ...

"Wie kann man den Feminismus glaubwürdig vertreten und vorantreiben, wenn man ständig damit beschäftigt ist, sich Wäschefetzchen aus den Körperöffnungen unterhalb der Gürtellinie zu fischen?"


Hattet ihr schonmal ein einschneidendes Erlebnis, das sich wie ein Neustart für euch anfühlte?

So einen Neustart hat auf jeden Fall die 43jährige Nicki in "Sternschanze" vor sich.
Ihr Mann will sich scheiden lassen, sie ist quasi obdachlos und muss sich einen neuen Job suchen.

Der Plot wird dabei aus der Ich- Perspektive der Protagonistin mit viel Witz und Sarkasmus erzählt.
Dabei nimmt sich Nicki auch nicht selbst ganz so ernst, was anfangs durchaus erfrischend ist.
So gelingt es der Autorin geschickt einige ernste Themen anzuschneiden.
Doch leider werden diese auch wirklich nur angeschnitten und kein einziges vertieft.
Gerade die Thematik Feminismus und wie stark wir Frauen uns immer noch verbiegen, um dem anderen Geschlecht zu gefallen, ist höchst interessant, dient hier allenfalls jedoch nur als Randnotiz, da Nicki sich weder den teuren Friseur noch die regelmäßigen Kosmetik Termine mehr erlauben kann.

Und auch der Witz, der zu Beginn des Buches noch für einen erfrischenden Kick sorgt, stumpft jedoch im weiteren Verlauf ab und hat später eher einen Klamauk Charakter.
Hatte ich noch zu Beginn einen guten Einstieg in die Geschichte rund um Nicki, so fiel mir das Lesen irgendwann immer schwerer, da ich das Gefühl hatte nicht im Plot voran zu kommen.
Das liegt unter anderem auch an den ganzen zeitlichen Sprüngen und Rückblicken, denen die Protagonistin unterliegt.
Klar sind diese natürlich wichtig, um zu verstehen, wie es überhaupt so weit kommen konnte und weshalb Nicki mit ihrem sorglosen Vorzeige- Ehefrauen Dasein der Hamburger Elite so gehadert hat.
Andererseits sorgten diese Sprünge bei mir aber auch regelmäßig für Verwirrung, da es auch nicht immer sofort erkennbar war, dass es sich gerade um einen Rückblick handelt.

Lichtblicke waren die wunderschönen Illustrationen, passend zum Plot, die letzten Endes dafür gesorgt haben, dass es immerhin noch zu 2,5 Sterne wurde..

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere